Monatsarchiv für Februar 2018

RTZapper

Eurovision Song Contest 2018 – Unser Lied für Lissabon

Freitag, den 23. Februar 2018
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DO 22.02.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

Nachdem es in den vergangenen Jahren für Deutschland beim Eurovision Song Contest, nun ja, nicht so doll lief, sollte in diesem Jahr alles anders werden. Ganz anders, und vielleicht sogar ja auch erfolgreich – also wenigstens einen vorvorletzten Platz.
Dafür hatte sich der hierzulande verantwortliche NDR ordentlich ins Zeug gelegt sich sich eine Jury, bestehend aus Fans und Experten zusammengesucht. Scheinbar hatten diese ganzen zusammengesuchten Leute einen Einfluss darauf, welche Künstler am deutschen Vorentscheid für den 2018er-Contest in Lissabon teilnehmen dürfen.

Nun haben eigentlich nur noch richtig gute Songs gefehlt. Daran hat es in den vergangenen Jahren gehapert, und auch 2018 sah es nicht sehr viel besser aus. Es kommt nicht nur auf den Künstler an, sondern vor allem auf den Song und natürlich auch auf die Performance.
An letzterem sind die Jungs vom voXXclub gescheitert. Fünf Männer singen “I moag di so” – wo man natürlich gleich mal fragen muss, wer von den fünfen “ich” ist. Zudem scheint voXXclub keine gute Liveband zu sein. Der Gesang war nicht perfekt, und überhaupt mit den fünf Stimmen viel zu überladen. Dazu die Hampelchorografie, die zu durcheinander schien. Eigentlich schade, denn warum sollte man nicht mal mit volkstümlichen Schlager zum ESC reisen? Dazu hätte er aber besser gemacht sein müssen.
Mit “Jonah” hatte Xavier Darcy eine nicht mehr als nette Nummer im Programm. Völlig daneben war allerdings die Dame, die zur Ballade auf dem Flügel völlig übertriebene Turnübungen machte, die wirkten wie ein epileptischer Anfall.
Ivy Quainoo und ihr Song “House On Fire” kamen leider nie aus dem Knick und plätscherte langweilig vor sich hin. Ebenso Natia Todua und “My own Way”, wobei die Sängerin allerdings auch den Preis fürs grässlichste Outfit bekommen sollte.

Michael Schulte singt stattdessen unser Lied für Lissabon: “You Let Me Walk Alone” ist eine schöne – wenn auch ebenfalls ausbaufähige – Ballade. Der junge blondlockige Mann ist bislang nur durch seinen Youtube-Kanal bekannt und könnte damit seinen Durchbruch feiern. Ob wir mit diesem Song eine Siegchance haben, darf bezweifelt werden, aber immerhin braucht man sich mit diesem Act nicht verstecken, und wenn wir nicht Letzter oder Vorletzter werden ist das ja auch schon was.
Glücklicherweise waren sich die beiden Jurys und die deutschen Zuschauer beim Siegersong total einig. Nicht auszudenken, wie groß das Geschrei gewesen wäre, wenn das Publikum völlig anders als die Jurys abgestimmt hätten.

aRTikel

Unbekannte laden Sondermüll in den Wäldern ab

Donnerstag, den 22. Februar 2018
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Revierleiter Ingo Jeschek ist sauer – Vermutlich handelt es sich um Reste eines abgerissenen Bungalows – Haufen bei Hohenbruch, Nassenheide und Wolfslake

MAZ Oberhavel, 22.2.2018

Hohenbruch.
Der Müll liegt mitten im Wald. Nicht irgendwo am Rand, die Unbekannten sind tief rein gefahren, damit sie vermeintlich unbemerkt ihren Dreck loswerden konnten. Es muss am Wochenende passiert sein, aber schon am Montag haben Mitarbeiter der Revierförstereien die Müllhaufen entdeckt.

Revierleiter Ingo Jeschek ist sauer. An einer Waldweg-Kreuzung ganz in der Nähe von Döhringsbrück, einem Gemeindeteil von Hohenbruch, liegt einer der Haufen. Es sind ganz offenbar Reste eines abgerissenen Bungalows. Trennwände, wo sogar noch die Tapete zu erkennen ist. Fensterteile, Dämmwolle – und auf jeden Fall umweltschädlicher Asbest. „Wir sind an vier Stellen fündig geworden“, sagt Ingo Jeschek. Ein weiterer Müllhaufen liegt an einer Stelle im Wald zwischen Hohenbruch und Teerofen. Außerdem in der Nähe von Wolfslake und bei Nassenheide. Am Wochenende entdeckten Passanten am Rand von Groß-Ziethen abgeladene Asbestplatten und Bauschutt. Der Revierleiter kann nur für seine vier Fälle sprechen, aber er sagt: „Das alles müsste von einer Aktion stammen.“ Eines oder mehrere Gebäude müssten abgerissen worden sein. Er vermutet, es müsste im Oranienburger Bereich geschehen sein. „Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet.“ Müll im Wald abzuladen, ist eine Ordnungswidrigkeit. „Das hier aber ist eine Umweltstraftat“, sagt Ingo Jeschek.
Zwar sind die Wälder für den Straßenverkehr gesperrt, aber die Schranken an den Eingängen nicht verschlossen. „Das dürfen wir nicht, weil es ein Betretungsrecht gibt, zum Beispiel für Kremserwagen.“ Die unbekannten Täter haben das offenbar für sich ausgenutzt.

Er kann den Müll auch nicht einfach wegräumen. „Da müssen Spezialisten kommen, die das entsorgen. Wir selbst dürfen das auf keinen Fall beräumen, dazu braucht man eine Schutzausrüstung, und das ist eine teure Sache.“ Landkreis und die Försterei müssten sich das wohl teilen. Aber bis alles in die Wege geleitet werde, könne es noch zwei Wochen dauern. Der Revierleiter befürchtet, dass nun noch mehr Leute ihren Müll an diesen Stellen ablagern.

540 Kubikmeter Müll sammelten die Mitarbeiter des Forstreviers Neuendorf 2017 aus den Wäldern, davon waren 100 Kubikmeter Sondermüll. Etwa 2100 Arbeitsstunden gingen dafür drauf – das entspricht Lohnkosten in Höhe von ungefähr 34 000 Euro. Die Kosten für die Sondermüllentsorgung betrug im vergangenen Jahr 4400 Euro, so Ingo Jeschek.

Der Revierleiter hofft, dass durch Zeugen die Täter gefunden werden. „Vielleicht hat ja jemand gesehen, wo ein Bungalow abgerissen worden ist“, hofft er.

RTZapper

zwanzig18 – Die Olympia Show

Donnerstag, den 22. Februar 2018
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MI 21.02.2018 | 20.15 Uhr | Eurosport 1

Olympia in Asien ist für Europa eher nicht so toll. Wenn in Deutschland die Live-Übertragungen aus Pyeongchang in Südkorea beginnen, dann ist es hierzulande etwa 1 Uhr, und um etwa 15 Uhr ist’s so ziemlich vorbei mit den Live-Ereignissen des Tages.
Normalerweise Arbeitnehmer bekommen also höchstens zum Frühstück ein bisschen direktes Olympia-Feeling mit.

Bei Eurosport ging man allerdings davon aus, dass die Zuschauer dann am Abend heiß sind auf ausführliche Zusammenfassungen. Rechteinhaber Discovery hat es deshalb ARD und ZDF sogar verboten, abendliche Sendungen auszustrahlen. Das wollte man exklusiv auf Eurosport 1 und TLC. Deshalb gibt es auf den beiden Sendern jeden Abend um 20.15 Uhr “zwanzig18 – die Olympia Show”. Blöd nur: Manchmal sind auf beiden Sendern nicht mal 100.000 Zuschauer dabei – das ist extrem wenig für so viel Aufwand.

Dabei hätte man das ahnen können. Denn was nun mal bei Großereignissen gilt, ist: live muss es sein. Und wenn man es live nicht erleben kann, dann reichen die Schnipsel, die man in den Nachrichten zu sehen bekommt.
Auch wenn sich das Team mit der Abendshow viel Mühe gibt – Olympia als Aufzeichnung macht einfach keinen Spaß.

aRTikel

Hoffmanns und ihr Trabi-Doppel

Mittwoch, den 21. Februar 2018
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Die Autoschlosser-Familie aus Neu-Vehlefanz hütet ihre beiden Schätze aus den 80er-Jahren

MAZ Oberhavel, 21.2.2018

Neu-Vehlefanz.
Allzu oft wollen Hoffmanns ihre beiden Trabis nicht bewegen. „Die sollen ja noch lange halten”, sagt Fred Hoffmann. Einer der Trabis hat ein Saisonkennzeichen von April bis Juni, der andere darf von Juli bis September auf die Straße.

Die Neu-Vehlefanzer, die nebenan in Wolfslake eine Autowerkstatt betreiben, hegen und pflegen ihre beiden Fahrzeuge. Einer ist Baujahr 1985, der andere aus den letzten Tagen der DDR, von 1989. „Ich hätte ja nach der Wende nie gedacht, dass die Trabis mal zum DDR-Kulturerbe zählen“, sagt Fred Hoffmann. „Da hätte ich eher auf den Wartburg getippt. Zur Wende hat ja jeder den Trabi regelrecht weggeschmissen.“ Er selbst hat 1968 an seinem ersten Trabant geschraubt, als er in Velten mit seiner Autoschlosser-Lehre begonnen hatte. Vielleicht sein Meisterstück: Von 1979 bis 1981 hat er einen alten P 600 zum 601er umgebaut. Der Trabant hatte sich bei einem Unfall überschlagen, und Hoffmann holte sich beim damaligen Rat des Kreises eine Aufbaugenehmigung. „Das war ein Neuaufbau, das ist in der DDR nicht oft passiert.“ Bis 1987 war er dann in Besitz der Familie, „dann war der wieder reif für die Insel.“

Die beiden Trabis, die Hoffmanns jetzt in Neu-Vehlefanz haben, können schon eine bewegte Geschichte erzählen. Den 1985er-Trabant hat Fred Hoffmann auf dem Dorfplatz in Klein-Ziethen entdeckt. Nach einem schweren Sturm war ein Baum auf’s Auto gefallen. Der Besitzer wollte ihn auf den Schrott bringen. „Ich habe ihm einen Zehner gegeben und weggeschnappt.“
Der Trabant von 1989 stammt aus Neu-Vehlefanz. Der ehemalige Revierförster hatte ihn gefahren. „Er war damit auf der Jagd.“ Auch diesen Wagen hat er restauriert. „Allerdings bekommt man die original Türgummis nicht mehr“, erzählt der Autoschrauber. „Jetzt sind es welche vom Golf 2, die passen da original rein“, erklärt er und lächelt. Ansonsten legen sie aber Wert auf wirkliche Originalität. „Er soll nicht flacher oder breiter sein, sondern wie ab Werk.“ Was ihm allerdings mal gefallen hat, war eine Trabant-Stretchlimo. „Die habe ich mal bei einem Trabitreffen gesehen, und die war handwerklich gut gemacht.“

Es sind Erinnerungen, die daran hängen. „Das ist ein Hobby und die Pflege der Rest-DDR-Kultur. Es geht nicht um einen geldwerten Vorteil.“ Mehrere Touren unternehmen die Hoffmanns im Jahr. So geht es immer zur Oldtimerveranstaltung nach Paaren im Glien. „Aber nicht im Regen. Das ist ein Schönwetter-Auto, die kriegt man ja nie wieder sauber.“ Deshalb fahren sie auch gleich nach Hause, wenn ein Regenguss droht. Immerhin 78 000 Kilometer hat der 1985er runter, der 1989er liegt laut Tachostand bei 50 000. „Davon ist er 30000 bestimmt im Wald gefahren“, sagt Fred Hoffmann.
Beide Trabis haben übrigens eine spezielle Plakette an der Frontscheibe zu kleben, sie erinnern an die gängigen Umweltplaketten, sehen aber auf den Trabis sehr anders aus: „Mobile Randgruppe 1“ – darunter ein Totenkopf. „So was gibt es auf Oldtimertreffen“, sagt Fred Hoffmann.

Auch seinen Sohn René hat der Neu-Vehlefanzer mit seiner Liebe zu den Trabis angesteckt. „Es ist eine Erfahrung zu erleben, wie das früher mal war“, sagt er. „Da ist ein echter Unterschied zu merken, schon allein, wie hart das Autofahren mal war. Das merkt man dann schon, wenn man mal zwei Stunden mit dem Trabi fährt.“ Sein Vater Fred nickt lächelnd, und René Hoffmann erzählt: „Nach so einer längeren Tour ist man fix und fertig. Ein Auto ohne Servolenkung und ohne Klimaanlage. Das ist laut und heiß.“
Aber beide sind sich einig. Die beiden Trabis sollen noch lange halten, damit ein Stück DDR-Geschichte erlebbar bleibt.

RTZapper

Der Blaue Planet

Dienstag, den 20. Februar 2018
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MO 19.02.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

Bildungsfernsehen der allerbesten Art. Am Montagabend lief im Ersten die erste von sechs Folgen einer faszinierenden Naturdokumentation. Mit der Kamera ging es weit runter in die Ozane oder zu den Eisbergen in den Norden. “Der Blaue Planet” zeigt uns Welten, in die wir normalerweise nicht vordringen. Und sie zeigt uns Tiere, dessen verhalten wir vorher nicht kannten.

Da ist zum Beispiel der Großzahn-Lippfisch. Der macht etwas, was von von solchen Tieren vermutlich nicht erwartet hat. Er schafft es, eine Muschel in seinem Maul an einen Stein zu hauen. Das macht er immer und immer wieder – mehr als 20 Minuten lang. Bis er die Muschel zerstrümmert hat und den Inhalt schnabulieren konnte.
Nicht nur Tiere an Land denken also nach, wie sie an die Nahrung rankommen, die scheinbar unerreichbar ist. Noch nie hat man aber vor allem solche Aufnahmen gesehen.

Aber auch die Walrosse sorgen für spannende Erkenntnisse. Nicht nur die, dass langsam, aber sicher ihr Lebensraum zerstört wird. Es gibt immer weniger Eisflächen, die den Tieren als Rückzugsort dienen. Was dazu führt, dass die Plätze, die noch da sind, voll und eng belegt sind.
Dann gab es da die Mutter mit ihrem Baby. Das Baby wurde zu schwach, weiter im Wasser zu schwimmen, die Liegeplätze waren belegt. Macht jemand Platz? Fehlanzeige! Die anderen Walross-Weibchen halfen nichts, gaben ihren Platz nicht her. Stattdessen musste die Mutter irgendwann hart kämpfen, und am Ende gab es nur Verlierer.
Erinnerte schon stark an den Menschen. Auch er sieht oft zunächst nur sich und will sich absichern – voller Angst, einen sicheren Platz abgeben zu müssen.
Diese Handlungsweisen auch mal so in der Tierwelt zu sehen, ist so erhellend wie erschreckend.

RTelenovela

Messebier: Bei uns kriegen Sie nix!

Dienstag, den 20. Februar 2018
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Auf der Handwerker-, Freizeit- und Touristikmesse in Oranienburg haben sich diverse Unternehmen aus der Region präsentiert. Und man kennt das ja von der Grünen Woche in Berlin: Man kann mit Leuten ins Gespräch kommen, und vielleicht kann man auch schon was kaufen.

So schlenderten wir durch die Halle und stießen an einem Stand auf Händler für Spargelbier. Da wir ja für unsere “KeineWochenShow” immer spannende Biersorten suchen, bin ich natürlich gleich zum Stand.
Aber ich kam ungelegen. Die Damen mussten sich gerade noch miteinander unterhalten, und sie machten zunächst nicht den Eindruck, als würden sie sich für mich interessieren. Irgendwann wandte sich aber doch mal eine Dame an mich, und ich sagte zu ihr, dass ich gerne ein Spargelbier kaufen wollen würde.
Das ginge nicht, sagte die Frau, aber ich könne am Glücksrad drehen. Also drehte ich – warum auch immer – am Glücksrad. Ich hatte Pech. Niete. Und kein Spargelbier. Ob ich denn auch keins kaufen könne, fragte ich dann. Nein, das ginge nicht.

Ich frage mich ja ernsthaft, was die Damen denn eigentlich auf der Messe wollen, wenn sie das Bier, das da auf ihrem Tisch rumstand, nicht hergeben wollten. Den Flyer, den sie uns mitgeben wollten, lehnte ich dann ab. Werbeeffekt für die Damen: null. Ich habe vergessen, wie die Firma hieß.
Ich finde, das hätte besser laufen können. Aber wer nicht will…

RTZapper

Bravo Hits 100 – Der Countdown

Montag, den 19. Februar 2018
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SA 17.02.2018 | 23.30 Uhr | RTL

Die “Bravo” ist so gut wie tot, und eigentlich sind CDs auch schon total out. Um so erstaunlicher ist es, dass die Compilation “Bravo Hits” nun zum 100. Mal erschienen ist. Die scheint sich – obwohl die Jugendlichen ja inzwischen alles streamen – immer noch gut genug zu verkaufen, als dass sie weiterhin zusammengestellt und rausgebracht wird.

Bei RTL fanden sie das so toll, dass sie den “Bravo Hits” eine eigene Sendung geschenkt haben. Und weil sie sich dachten, dass das die Leute sicher interessieren wird, lief die Sendung im Nachtprogramm – um 23.30 Uhr.
Dass sie nicht als Dauerwerbesendung durchgegangen ist, ist erstaunlich. Denn “Bravo Hits 100 – Der Countdown” war nichts anderes als Reklame für die CD. Schließlich sind die ersten 20 der 100 Hits auch Bestandteil der 100. Compilation.
Sogar einen Spot für die CDs gab es – nach dem eigentlichen Werbeblock. vermutlich deshalb, weil die CDs von RTL präsentiert werden. So wurde es zumindest im Spot gesagt. Auf der CD selbst ist ProSieben als Fernsehpartner angegeben.

Die Plätze 1-20 sind reichlich unspektakulär geworden. Gewonnen hat “… Baby one more Time” von Britney Spears hat gewonnen. Wenn das der tollste Song auf 100 “Bravo Hits”-Ausgaben ist – dann ist diese Reihe wohl eher nichts wert.