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Autofahrer suchen sich ihren Weg

Wenn man Autofahrer ärgert, dann schlagen sie zurück. Sie lassen sich ungern etwas vorschreiben. Das kann man derzeit gut in Kremmen erleben.
Die B273 ist gesperrt, die Zufahrt vom Zentrum zum Bahnhof ist dicht. Die offizielle Umleitung führt kilometerweit über Sommerfeld und Hohenbruch. Eine weitere (nicht ganz so offizielle) über Staffelde, Groß-Ziethen und Schwante. Das ist nichts anderes als eine Zumutung.

Es kommt zu unschönen Szenen an der Baustelle. Sperren werden ignoriert, Zäune verschoben, Wege zerfahren – nur, um doch irgendwie an der Baustelle ohne größere Umwege vorbeizukommen. Es soll sogar schon fast zu einer Schlägerei gekommen sein.
Die Autofahrer regen sich über die Umleitung auf, und die Baustellenleute und die Leute in der Verwaltung über die Autofahrer.

Kremmen hat das Problem, dass es nur eine wirkliche Verbindung von der Innenstadt zum Bahnhof gibt. Nebenstraßen wurden für eine Baustellenumfahrung nicht ausgebaut. Eine Abkürzung über den Spargelhof ist nur für Busse gedacht – die nutzen andere Autofahrer aber inzwischen illegalerweise auch.
Eine innerstädtische Lösung ist nicht gefunden worden – und wahrscheinlich auch nicht gesucht worden. Dass die Kremmener sauer sind, dass sie nun durch den halben Landkreis reisen sollen, wenn sie mal schnell zum Bahnhof oder drüber hinaus wollen, ist klar.
Mehr als ein halbes Jahr werden die Bauarbeiten noch dauern – so lange bleibt wohl der Ärger auf jeweils den anderen bei allen Beteiligten.

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