Monatsarchiv für August 2011

RT im Kino

Final Destination 5

Montag, den 29. August 2011

Teil 4 -> 7.9.2009

Das kennen wir schon: Eine Gruppe Jugendlicher entkommt einem Unglück, weil einer von ihnen den Unfall vorhergesehen hat. Sie entkommen dem Tod, aber der holt sie sich zurück. Einer nach dem anderen.
Das war bei “Final Destination” so, bei “Final Destination 2″, bei Teil 3, Teil 4 und auch jetzt, bei “Final Destination 5″.
Ein Nachteil ist es normalerweise nicht. Denn auch wenn die Story bekannt ist, vorhersehbar ist sie nicht. Denn bei dieser Horrorfilmreihe geht es ja auch gar nicht um das Was, sondern um das Wie.
Das Wie – daran scheitert dieser Film.

Diesmal geht es um eine Brücke. Wegen einer Baustelle gerät sie ins Wanken, ganze Teile der Brücke fallen ins Meer. Klar, viele Tote und so. Und dann ist da Sam (Nicholas D’Agosto), der alles ahnt und seine Freunde und weitere Menschen rettet.
Und der Rest ist bekannt.

Blöd, denn diesmal ist das alles meistens nicht spannend. Und das liegt an der oft grottigen Umsetzung, an den blödsinnigen Dingem, die da geschehen.
Was für das für eine Brücke, die da einfach mal auseinanderbricht? Wo einfach mal in Loch drin ist, in das Autos reinfallen? Bauen die Amis wirklich so beschissene Brücken?
Die Schauspieler müssen grauenhaft miese Dialoge aufsagen, da scheinen die Drehbuchautoren einfach irgendwelche Schubladen aufgezogen zu haben. Es gibt schlimme Anschlussfehler (Ventilatoren werden eingeschaltet und stehen nach dem nächsten Schnitt still) und absurde Wendungen.
Nur selten ist der Film so spannend wie in den früheren Teilen der Reihe.
Hinzu kommt die oft miesen 3D-Aufnahmen. Viele Szenen sind unscharf, viele Effekte funktionieren nicht. Wahrscheinlich sollte einfach nur mit den höheren 3D-Eintrittspreisen ein bisschen mehr Kohle eingenommen werden. Richtig Mühe gegeben haben sich die Macher damit aber nicht.
Steven Quales Film ist viel zu oft eine Qual. Auf jeden Fall enttäuschend.

3/10

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RTelenovela

Cinemaxx: schlechterer Service, höhere Preise

Montag, den 29. August 2011
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Heutzutage dauern die Bestellungen an den Kinokassen immer länger. Welcher Film? Welcher Platz? Haben Sie eine Bonuskarte? Gibt es Ermäßigungen? Ach, und kann ich eventuell doch noch einen anderen Platz haben?
Der Kauf eines Kinotickets gleicht mehr und mehr einem langen Beratungsgespräch. Für die wartenden Kunden dahinter eine Qual.

Im Berliner Cinemaxx am Potsdamer Platz dauert die Qual seit einiger Zeit noch länger. Am Schalter gibt es jetzt nicht mehr nur die Kinokarten, sondern auch den ganzen Rest. Popcorn, Eis, Getränke und das ganze Gedöns.
Da steht man sich schon mal die Beine in den Bauch.

Spannend wird das Ganze, wenn man die Karten schon lange vor der Vorstellung kauft und noch mal weggeht.
Und noch spannender wird es, wenn man dann, wenn man um 21 Uhr zurückkommt, noch ein Getränk haben will. Der Schalter im Keller schließt dann nämlich. Und der im Obergeschoss auch. Nur noch die Theke in der Haupthalle ist besetzt. Der Service im größten Teil des Hauses ist verwaist.

Wer also etwas trinken will, muss sich in der Haupthalle einfach noch mal anstellen. Beim Cinemaxx hält man das wahrscheinlich für einen tollen Service.
Was aber ist, wenn man nur das Ticket haben will? Dann darf man trotzdem ewig warten, bis endlich bei den anderen das Popcorn und die Cola verkauft ist.
Was aber ist, wenn man vor dem Film noch mal aufs Klo muss? Dann muss man den ganzen Mist mit aufs Örtchen nehmen? Oder das alles erst später kaufen und sich dafür – herzlichen Glückwunsch – noch mal anstellen?

Das Konzept im Cinemaxx scheint jedenfalls Folgendes zu sein: Wir verschlechtern unseren Service und erhöhen dafür die Preise.
Ein doofes Konzept.

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RTZapper

Peter Hahne: Hat Deutschland sich abgeschafft?

Montag, den 29. August 2011
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SO 28.08.2011 | 13.03 Uhr | ZDF

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Deutschland hat sich noch nicht abgeschafft. Die schlechte: Das ZDF hat seine Talkshow “Peter Hahne” mit Peter Hahne auch noch nicht abgeschafft. Dabei wird’s höchste Zeit.

Diesmal waren bei Peter Hahne in “Peter Hahne” der streitbare Thilo Sarrazin und der Berliner Grünengott Christian Stroebele zu Gast. Die beiden sollten sich mal so richtig fetzen.
Grinsend verfolgte Peter Hahne – Peter Hahne grinst ja eigentlich immer -, wie sich Sarrazin und Stroebele nichts zu sagen hatten. Sarrazin meinte, viele Leute würden was zu seinem Buch sagen, ohne es gelesen zu haben. Und die ihn neulich in Kreuzberg beschimpft hätten, würden zum Mob gehören. Stroebele beschimpfte Sarrazin, seine Thesen seien unerträglich.
Bla, bla, blubb.

Das große Zusammentreffen, das nur gute 20 Minuten dauerte, brachte nicht eine einzige neue Erkenntnis. Eine einzige Rumseierei.
Peter Hahne hat einmal mehr bewiesen, dass seine Sendung “Peter Hahne” zu dem überflüssigsten Mist gehört, den das ZDF so sendet.

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RTZapper

Sportschau live – Leichtathletik-WM 2011: Usain Bolt

Sonntag, den 28. August 2011
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SO 28.08.2011 | 11.15 Uhr | Das Erste

Usain Bolt ist ein Showmann. Also, gewesen. Am Sonntagmittag stand für ihn der Showdown auf dem Programm: der 100-Meter-Lauf bei der Leichtathletik-WM in Daegu.

Wer am Sonntag das Erste einschaltete, erlebte die Boltshow. Der Jamaikaner zeigte allen, wer der Boss ist. Also, war. Als die Starter aufgerufen wurden und er dran war, machte er die große Geste. Ich werde gewinnen, hieß sie. Und die anderen werden nicht gewinnen.
Doch dann machte es peng. Und noch mal: peng. Fehlstart. Von Usain Bolt.
Aus dem Showstar ist binnen drei Sekunden eine Witzfigur geworden. Usain Bolt hat es versaut. Disqualifiziert.

Das wäre eigentlich eine traurige Geschichte. Im Fall des Sportlers, der gern auf die Kacke haut, ist allerdings eine gewisse Schadenfreude niht von der Hand zu weisen. Man könnte auch sagen: haha!

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Sportschau live: Leichtathletik-WM 2011

Sonntag, den 28. August 2011
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SA 27.08.2011 | 1.55 Uhr (So.) | Das Erste

Die Sport-Kommentatoren der ARD sind sauer, und das sagen sie auch. Es ist Tag 2 der Leichtathletik-WM 2011 in in Daegu in Südkorea. Nur leider scheint das südkoreanische Fernsehen andere Vorstellungen von der Übertragung zu haben als das deutsche.

Während außerhalb des Stadions der 20-Kilometer-Lauf im Gehen ausgetragen wird, sind immer mal wieder Hochspringer oder Diskuswerfer zu sehen – nur leider nie live. Die Südkoreaner zeigen all das als Aufzeichnung. Scheinbar wahllos eingestreut in den Geh-Wettkampf. Oder sie zeigen ausführlich eine südkoreanische Sportlerin, die international kaum Bedeutung hat.

Den Ärger sprechen sich die ARD-Kommentatoren (wie in der Nacht zuvor auch schon die ZDF-Leute) von der Seele:
Was zeigen sie denn da wieder?
Und wieder eine Aufzeichnung. Wir verstehen das nicht.
Ein bisschen undurchsichtig das Ganze.
Ein Durcheinander.
Da kommt das Ziel, es kommt wie Kai aus der Kiste.
Diese Südkoreanierin hat ja im Weltbild gar nichts zu suchen.
Eine grandiose Fehlleistung der Kollegen, die haben uns mit der Auswertung völlig alleingelassen.

Da spricht der völlige Frust.
Doch die ARD ist machtlos: Für die nächtlichen Übertragungen hat sie keine eigenen Kameras im Einsatz, ist also auf das angewiesen, was die Südkoreaner für die Welt zusammenstellen. Und das scheint willkürlich und chaotisch zu sein. Manchmal kann sparen somit ganz schön ärgerlich sein.

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RT im Kino

Westwind

Sonntag, den 28. August 2011

Ungarn. Der Urlaub dort war für DDR-Bürger etwas Besonderes. Am Balaton trafen sich Ost und West. DDR-Bürger durften nach Ungarn reisen. Westdeutsche machten dort auch oft Urlaub. Und auch wenn es nicht gern gesehen war: Zonis und Westdeutsche kamen immer mal wieder ins Gespräch.

Die Zwillinge Doreen (Friederike Becht) und Isabel (Luise Heyer) reisen von Döbeln aus ins Pionierlager am Balaton. Ferien. Aber auch Leistungssport. Die beiden rudern und haben große Pläne.
Am Anfang verpassen sie aber erst mal den Bus – und fahren mit zwei jungen Männern mit. Arne (Franz Dinda) und Nico (Volker Bruch) kommen aus Hamburg und sind mit dem VW Käfer an den Balaton gekommen.
Nico und Doreen verlieben sich, aber sie wissen: Es kann keine dauerhafte Liebe sein. Oder doch? Gibt es eine Möglichkeit? Flucht vielleicht?

Robert Thalheim erzählt in “Westwind” die Geschichte einer Ost-West-Liebe im sozialistischen Ausland. Sie spielt 1988, im Sommer vor der großen Fluchtwelle im Jahr danach.
Thalheim zeigt, wie problematisch so eine Liebe ist, was sie für Schwierigkeiten mit sich bringt. Schade ist jedoch, dass sie nicht sehr in die Tiefe geht. Vermutlich konnten Jugendliche in Ost und West so weit denken, was eigentlich passiert, wenn ein DDR-Bürger in den Westen flüchten will. Es scheint, es machen es sich alle Beteiligten ziemlich einfach.
Andererseits bietet das Drama gerade zum Ende eine große Spannung mit einer Prise Kitsch. Als es zur großen Entscheidung kommt, entsteht ein fast schon rührender Augenblick.
Passend zur Handlung im jahr 1988 gibt es natürlich auch die dazu gehörige Musik. Depeche Mode zum Beispiel. Die waren auch in der DDR bekannt. Und in Döbeln im Radio zu hören – wenn Westwind war.

7/10

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RTZapper

Kesslers Expedition: Himmelpfort – Bernöwe

Sonntag, den 28. August 2011
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FR 26.08.2011 | 20.15 Uhr | rbb

Liebenwalde ist zu langweilig fürs Fernsehen. Seit Freitagabend wissen wir das ganz genau.

Michael Kessler war im Juli mal wieder für den rbb auf einer Exkursion. Diesmal ging es mit dem Floß auf der havel entlang. Am 7. Juli machte er einen Zwischenstopp in Liebenwalde.
Viel erlebt hat er dort aber nicht, wie er damals erzählte. In Liebenwalde war einfach nichts los. Keinen Menschen hat das Team auf der Straße getroffen.

Als am Freitag nun “Kesslers Expedition” mit der Folge mit der Etappe von Himmelpfort nach Bernöwe lief, kam Liebenwalde schlicht nicht vor. Dumm gelaufen.

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