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Cinemaxx: schlechterer Service, höhere Preise

Heutzutage dauern die Bestellungen an den Kinokassen immer länger. Welcher Film? Welcher Platz? Haben Sie eine Bonuskarte? Gibt es Ermäßigungen? Ach, und kann ich eventuell doch noch einen anderen Platz haben?
Der Kauf eines Kinotickets gleicht mehr und mehr einem langen Beratungsgespräch. Für die wartenden Kunden dahinter eine Qual.

Im Berliner Cinemaxx am Potsdamer Platz dauert die Qual seit einiger Zeit noch länger. Am Schalter gibt es jetzt nicht mehr nur die Kinokarten, sondern auch den ganzen Rest. Popcorn, Eis, Getränke und das ganze Gedöns.
Da steht man sich schon mal die Beine in den Bauch.

Spannend wird das Ganze, wenn man die Karten schon lange vor der Vorstellung kauft und noch mal weggeht.
Und noch spannender wird es, wenn man dann, wenn man um 21 Uhr zurückkommt, noch ein Getränk haben will. Der Schalter im Keller schließt dann nämlich. Und der im Obergeschoss auch. Nur noch die Theke in der Haupthalle ist besetzt. Der Service im größten Teil des Hauses ist verwaist.

Wer also etwas trinken will, muss sich in der Haupthalle einfach noch mal anstellen. Beim Cinemaxx hält man das wahrscheinlich für einen tollen Service.
Was aber ist, wenn man nur das Ticket haben will? Dann darf man trotzdem ewig warten, bis endlich bei den anderen das Popcorn und die Cola verkauft ist.
Was aber ist, wenn man vor dem Film noch mal aufs Klo muss? Dann muss man den ganzen Mist mit aufs Örtchen nehmen? Oder das alles erst später kaufen und sich dafür – herzlichen Glückwunsch – noch mal anstellen?

Das Konzept im Cinemaxx scheint jedenfalls Folgendes zu sein: Wir verschlechtern unseren Service und erhöhen dafür die Preise.
Ein doofes Konzept.

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