Monatsarchiv für Mai 2009

ORA aktuell

Europawahl: Plakate sorgen für Ärger

Samstag, den 30. Mai 2009
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Obwohl für Wahlwerbung in Oranienburg eine Bannmeile existiert, missachteten einige Parteien das Verbot, im Stadtzentrum Plakate aufzuhängen.
Auf dem Schlossplatz, in der Breiten Straße sowie in der Bernauer Straße zwischen Schlossplatz und Stralsunder Straße dürfen nicht zuletzt wegen der Landesgartenschau keine Plakate der Parteien zur Europawahl aufgehangen werden.
Einige Plakate sind im Laufe der Woche wieder entfernt worden, nachdem der Zustand in der Stadtverordnetenversammlung bemängelt wurde.
Am 7. Juni sind Europawahlen.

RTZapper

Deutscher Eisfußball-Pokal 2009

Samstag, den 30. Mai 2009
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FR 29.05.2009 | 20.15 Uhr | ProSieben

Man muss schon ein glühender Fußballfan sein, um beim allerneuesten Raab-Event nicht weggenickt zu sein: Eisfußball.
Über mehrere Stunden schlitterten auf einer großen Eisfläche mehrere Leute einem Fußball hinterher. Fußball in Zeitlupe.
Kein Wunder, dass die Stimmung in der Halle eher, sagen wir mal, beschaulich war. Obwohl sie voller Zuschauer war, herrschte zeitweise gespenstische Ruhe. und wenn bei der Siegerehrung nicht der übliche Whitney-Houston-Gewinnersong gespielt worden wäre, hätte wahrscheinlich kaum jemand mitbekommen, dass das Schnarchevent schon – oder endlich – zu Ende ist.

Vielleicht würde ein kleinerer Rahmen mehr Stimmung bringen – räumlich und zeitlich und überhaupt. Nächstes Mal dann.

RTZapper

Wer wird Millionär? – Prominentenspecial: Die Zweitshow

Samstag, den 30. Mai 2009
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FR 29.05.2009 | 20.15 Uhr | RTL

Eine sehr seltsame Geschichte: Da liegt im Aufenthaltsraum von “Wer wird Millionär?” angeblich der Fragenzettel rum. Und weil es ja schließlich sein könnte, dass einer der Promis sich die Fragen unter den Nagel gerissen haben könnte, musste die komplette Show nochmal aufgezeichnet werden – mit komplett neuen Fragen natürlich.
Ein PR-Gag? Entsprechende Berichte kursierten in den Medienmagazinen, bei RTL allerdings wurde das in den “Exclusiv”-Vorberichten mit keinem Wort erwähnt. Ebensowenig in der Show selbst – von Selbstironie nicht der Hauch einer Spur.

Schade, denn so wirkte das sonst so unterhaltsame Promispecial der jauchschen Rateshow sehr müde und angestrengt. Manchmal wirkte es, dass Vize-Superstar Sarah Kreuz schlafend von ihrem Stuhl rutscht. Selbst Cindys Witze wirkten sehr bemüht, und als sie vor Jauch am Pult saß, schien es, als ob sich die beiden gegenseitig furchtbar auf die Nerven gingen.
Vielleicht hätte RTL doch einfach das Band der ersten Show zeigen sollen. Wäre bestimmt lustiger gewesen.

RTelenovela

BMW-Status-Info reloaded

Samstag, den 30. Mai 2009
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Vor drei Jahren, am 16. Juni 2006, endete meine BMW-Ära. Und damals war ich traurig, obwohl mir das Auto, ein ehemaliger Polizeiwagen werkstatttechnisch viel Kummer bereitet hatte. Irgendwas war damals immer. Nicht umsonst gab es auf der Vorläuferseite dieses Blogs eine Rubrik mit dem Namen “BMW-Status-Info”.
Es könnte sein, dass es bald “BMW-Status-Info reloaded” gibt. Was ich aber nicht hoffen will.

Der Mazda jedenfalls ist Geschichte.
Nein, nein, ich hab ihn nicht geschrottet. Ich habe ihn verkauft, in Zahlung gegeben.
Immer mal wieder habe ich beim Autohändler Ausschau gehalten, was da so an Autos rumsteht, bin im vergangenen Sommer sogar mit einem Probe gefahren.

Ich bin in einer BMW-Familie groß geworden. Es gibt nicht viel, was auf mich abfärbte – die Liebe zum BMW aber auf jeden Fall.
Und seit heute gehöre ich wieder dazu. Ich habe Abschied genommen von meinem Mazda. In den vergangenen Jahren hat er mich viele zehntausend Kilometer von A nach B und zurück gebracht. Aber ein Mazda ist eben kein BMW.

Schon seit rund zwei Wochen läuft das Kaufverfahren: Probefahrt, eine Kaufentscheidung treffen, Vertrag unterschreiben, Werkstatt und Ummeldung – es zog sich alles hin. Doch jetzt ist er meiner.
Dass er eigentlich schon im abwrackfähigen Alter ist – nun ja. Er sieht zumindest nicht so aus. und was Neueres kann ich mir noch nicht leisten.
Ich wünsch mir allzeit gute Fahrt.

PS, Status-Info: Ich brauche noch ein CD-Radio.

RTelenovela

Ungarn (3): Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Donnerstag, den 28. Mai 2009
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Die Nacht war viel zu kurz in unserem Hotel in Hévíz, und die Abreise sollte pünktlich – ganz pünktlich – um 8 Uhr erfolgen. Unsere Reiseleiterin zeigte sich streng, so trauten wir uns erst gar nicht, nach einer Abfahrtszeit um 8.30 Uhr zu fragen. Dann wäre zum Beispiel mehr Zeit gewesen, um das Thermalbad des Hotels zu testen.
Die Abfahrt erfolgte dann auch ganz pünktlich um 8.25 Uhr.

In Keszthely waren wir gestern schon mal. Diesmal warteten zwei Trabants auf uns. Ein paar Kilometer gab es die Gelegenheit, die Rennpappe über die ungarische Landstraße zu jagen. Nicht jeder konnte mitfahren, und da ich eigentlich nie ein Fan des Trabis war, verzichtete ich. Mein Bruder hatte mal einen Trabant, und ich erinnere mich noch gut.
Dennoch war es lustig, mit den anderen Kollegen von der Busrückscheibe aus die beiden Trabis zu beobachten. Die Pappenfahrer hatten ihren Spaß, auch wenn der Blinker öfter mal dauerblinkte, weil das früher nicht automatisch aussprang. Nur einige ungarische Großwagenbesitzer schienen genervt angesichts unserer nostalgischen Kolonne.

Wir erreichten als letzte Station unserer Ungarntour die Stadt Siófok. Und das Sprichwort bewahrheitete sich: Das Beste kommt zum Schluss.
Wir hatten immer relativ wenig Zeit, uns in den Städten näher umzusehen. Siófok konnten wir fühlen und spüren. Der Bürgermeister lud uns zu einer Radtour durch den Ort ein. Und so radelten wir durch die Tourimeile des Seebades.
in Siófok herrscht im Gegensatz zu den anderen von uns besuchten Städten echtes Touristenfeeling. Auf einer Meile stehen von Pavillons, in denen es zu Essen und zu trinken gibt, viele kleine Geschäfte und vor allem ein langes Balaton-Ufer – mit Meeresgefühl. Der Balaton schlägt vor Siófok Wellen, es rauscht. So stelle ich mir das eigentlich vor, und nur dort habe ich das so vorgefunden.
Ein Teil der Radtour führte einen Weg entlang, der sich direkt am Seeufer entlangzog – inklusive einiger Wellenspritzer. Herrlich!

In Siófok lernten wir auch Maria Császárné Lits kennen. Das heißt, eigentlich lernten wir sie schon in Hévíz kennen, sie reiste schon im Bus die Etappe mit uns mit und erzählte aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit.
Sie leitet das Hotel Napfény in Siófok, ein Drei-Sterne-Hotel, das nur von Mai bis Anfang Oktober geöffnet ist. Wir haben einige Stunden mit ihr verbrachtet, aber eines haben wir schnell gemerkt: Sie trägt nicht nur das Herz auf der Zunge, sondern scheint sich auch rührend um ihre Gäste zu kümmern. Nicht nur das: Sie arbeitet auch in der Tourismusverwaltung von Siófok, und das nicht unbedingt nur aus Eigennutz. Sie sagt, die vielen Hotels im Ort seien nicht nur Konkurrenten, sondern müssten an einem Strang ziehen, um die Menschen in die Stadt zu holen.

Zu guter Letzt ging es dann noch auf den Balaton. Auf einem Segelboot verließen wir den Hafen von Siófok und fuhren raus auf den See. Mitunter herrschte ein ordentlicher Wellengang, und der Bürgermeister wurde fast von einem Seil stranguliert, als das Segel gesetzt wurde – aber es war herrlich. Sonne, eine leichte Brise, dazu das Schiffsschukeln und keine Anzeichen von Seekrankheit. Leider hatten wir nur 30 Minuten, so dass das Abenteuer viel zu schnell vorbei ging.
Siófok konnte sich bei uns tatsächlich als Urlaubsort empfehlen.

Von Budapest aus flogen wir zurück nach Berlin – mit Verzögerung.
Die Ungarn sollten sich schleunigst um den Ausbau ihres Flughafens kümmern. Die gates reichen hinten und vorne nicht. Die Frequenz der Flieger, die an einem Gate abgefertigt werden ist eng. Da die Venedig-Maschine vor uns später losflog, kamen auch wir später dran. Und dann gab es auch noch einen Check-in-Stop, dessen Grund wir aber nur inoffiziell erfahren haben: Aus einer Sondermaschine kam ein Strafgefangener in Hand- und Fußfesseln in Budapest an und sollte keinen Kontakt mit weiteren Reisenden haben.

Drei Tage Ungarn sind vorbei. Das Programm war voll, und hätte gut und gerne um einen Tag gestreckt werden können. Dann hätten wir noch mehr von Land und Leute kennenlernen können. So wie in Siófok.

RTelenovela

Ungarn (2): Kommunismus kompakt

Donnerstag, den 28. Mai 2009
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(1) -> 27.5.2009

Was für eine Nacht am Rande von Budapest! Auf dem Balkon im fünften Stock ließ ich noch ein wenig die Seele baumeln und versuchte, Blitze zu fotografen. In den Bergen in der Ferne blitzte es ordentlich, und es ist mir tatsächlich dreimal gelungen, das Naturphänomen aufs Foto zu bannen – demnächst bei meinVZ.

Tag 2 in Ungarn. Auf unserer Reise an den Balaton legten wir im südlichen Teil von Budapest einen Zwischenstopp ein.
Im Mementopark stehen 44 Statuen aus der Kommunismuszeit in Ungarn. Eine interessante Sache: In Ungarn wurden die denkmäler nach der Wende nicht verschrottet. Stattdessen wurde 1993 am Standrand ein Park eröffnet, wo alle diese Denkmäler zu besichtigen sind. Mitunter gewaltige Dinger, Sportkämpfer, Marx und Engels und viele mehr.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoller an so einer Stelle diese Statuen auszustellen, als sie für immer wegzuschließen. Hätte auch ein gutes Modell für Deutschland, für die Ex-DDR sein können – Kommunismus kompakt.
Und eine interessante Begegnung hatten wir dort auch: Eine 35-jährige Münchnerin, die seit langem in London lebt, ist gerade in Budapest, um in diesem Freiluftmuseum Fotokunst herzustellen. Sie modelliert Puppen, die sie an die Denkmäler posiert. So sah es von weitem aus, als ob eine Asiatin an Lenins ausgestrecktem Arm hängt. Irgendeine Protestaktion oder so. Es war stattdessen Kunst.

Weiter ging’s nach Balatonfüred. Dort war einer der größten Campingplätze der Region, auf dem bis 1989 auch viele DDR-Bürger Urlaub machen und unter Umständen auch ihre Westverwandtschaft treffen konnten. Und Pepsi trinken. Und Langos essen.
Für die DDR-Bürger war es bis zur Wende ein Ort, der in gewisser Hinsicht magisch war – aus eben genannten Gründen. Und vor allem war Ungarn eines der wenigen Länder, wo sie hindurften.
Aus heutiger Sicht finde ich wenige Gründe, warum ich am Balaton Urlaub machen sollte. Der Balaton ist ein riesiger See. Sandstrände gibt es kaum, jedenfalls keinen auf dem Zeltplatz. Von der Grasliegewiese läuft man zum Wasser, über eine Leiter geht es rein. Ansonsten ist es zu steinig. Nun ja, als Ostseefreak ziehe ich hier natürlich die Stirn kraus.
Heute kommen auch nur noch wenige Deutsche dorthin. Die Urlauber auf dem Zeltplatz sind nun eher aus Dänemark oder den Niederlanden.

Das Golfspielen musste auch Zeitmangel ausfallen, deshalb stoppten wir als nächstes in Zánka, wo sich eines der größten Ferienlager Europas befand, und noch heute gibt es in Mitteleuopa kein größeres Jugendzentrum. Auf einem riesigen Gelände können sich Kinder und Jugendliche, aber auch Familien und Reiseggruppen austoben – viele Straßen, Sportplätze, ein Strand und und und. Wer’s mag – warum nicht…

Keszthely. So langsam konnten wir nicht mehr. So viele Eindrücke, so viele Gespräche. Die Riese führte uns in ein Kutschenmuseum mit lauter – Überraschung – Kutschen. Was aber an sich interessant war. Mitunter stehen dort 160 Jahre alte Gespanne.
Wir besuchten ein Hotel, dessen Preise aber dermaßen überteuert sind, dass ich den Namen am besten mal unter den Tisch fallen lasse.

Jetzt sind wir in Héviz. Von der Stadt sehen wir morgen früh hoffentlich mehr. Die Fahrt mit dem Discoschiff musste leider ausfallen, weil der Balaton wegen Gewitterwarnung gesperrt war. Das Gewitter oder Sturm blieben aus.
Mal sehen, ob es morgen besser wird, denn dann steht eine kleine Segeltour auf dem Balaton an. Davor eine Trabi- und eine Fahrradfahrt. Es wird also sportlich, bevor es am Abend zurück nach Hause geht.

ORA aktuell

Nach 53 Jahren: Eiscafé Dietrich verkauft

Mittwoch, den 27. Mai 2009
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Abschiedsfest am Eiscafé Dietrich am Lehnitzsee: Zum 1. Juni wechselt das Haus den Besitzer. Aus Altersgründen gaben die Dietrichs das Lokal ab. Mehr als 20 Bewerber habe es für das Haus an der exponierten Lage gegeben. Den Zuschlag bekam ein Ehepaar aus Birkenwerder.
Das Bootshaus wurde 1956 eröffnet, Stück für Stück kam 1969 der Saal dazu, wenig später einen kleinen Hafen. Zu DDR-zeiten gab es kaum ein “Kollektiv” oder eine “Brigade”, das dort nicht gefeiert hat.