Monatsarchiv für Januar 2009

ORA aktuell

Krise: Kurzarbeit bei Plastimat

Samstag, den 31. Januar 2009
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Die Firma Plastimat führt die Kurzarbeit ein. Laut Firmeninhaber Hans-Georg Jürgens sei das Unternehmen von Aufträgen der Autobranche abhängig. Der Umsatz sei eingebrochen. Pasltimat stellt Kunststoff und elektronische Produkte für Autos her. Rund 200 Leute arbeiten bei Plastimat.
Innerhalb von vier Wochen sollen die Beschäftigten nun vorerst eine Woche zu Hause bleiben.

RTelenovela

Großer Wirbel um eine kleine Tasche

Samstag, den 31. Januar 2009
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Dunkle Wolken ziehen über den Flughafen “Franz-Josef Strauß” in Freising bei München auf. Aus den Lautsprechern kommt eine Durchsage: Der Besitzer der Finnair-Tasche möge sich doch bitte am Infomationsschalter melden. Er habe sie dort liegen gelassen.
Oh oh. Eine herrenlose Tasche, und ist sie noch so winzig, ist heutzutage eine echte Bedrohung. Leider findet sie aber niemand, dem das Ding gehört.
Zweite Durchsage. Und eine dritte.
Als sich keiner anfindet, der die Tasche vermisst, kommen schon die Polizisten mit den Absperrbändern. Das kleine Täschchen entwickelt sich mehr und mehr zur großen Gefahr. der Informationsstand ist abgeriegelt. Die Frau, die gerade noch gelangweilt hinterm Tresen stand, steht nun gelangweilt hinter der Polizeiabsperrung.
Da immer noch niemand die Finnair-Tasche vermisst, muss jetzt die Schnüffelnase eines Hundes ran. Und die erschnüffelt – nichts. Also jedenfalls keine Bombe. Die Actionblase zerplatzt im Nichts. Das Täschelchen erlebt eine schnelle Entsorgung.

Wir fliegen aber leider trotzdem nicht pünktlich nach Schönefeld ab, 50 Minuten später als geplant. Und wer die beknackten Sitzbänke im Durchgang D geplant hat – breit und keine Lehne – der muss während des Entstehungsprozesses irgendwie benebelt gewesen sein. Vernünftig sitzen kann darin jedenfalls niemand. Aner wer rechnet auch mit 50 Minuten Verspätung?

RTZapper

Hallo Berlin aktuell: FAB-Insolvenz

Samstag, den 31. Januar 2009
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MI 28.01.2009 | 19.00 Uhr | FAB

Warum ein Moderator lächelt, wenn ihm sein Geschäftsführer während der laufenden Sendung mitteilt, dass die Insolvenz angemeldet werden muss – das bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.
Der geschäftsführende Gesellschafter Mike Meier Hormann musste am Mittwoch in “Hallo Berlin aktuell” die Insolvenz des Fernsehens aus Berlin verkünden. Und das in einem erstaunlich plauderhaften, 27-minütigen Gespräch. Als ob Gast und Moderator ein internes Gespräch führen würden, wie auch Stefan Niggemeier im FAZ-Fernsehblog anmerkte: Wo man noch Schulden hätte. Wo der Chef selbst Geld reingeschossen hat. Und so weiter.
FAB, in diesem Jahr immerhin 20 Jahre auf Sendung, sei zwar gut aufgestellt, aber der Umzug in das neue Medienhaus in Berlin drohe ihm das Genick zu brechen. Der Berliner Lokalsender setzt sein Programm erst mal fort.
Aber: Wen interessiert das? Sicherlich versucht FAB seriös daher zu kommen. Astro und Sex finden nicht statt. Call-in-Quizshows waren auch nur vorübergehend im Programm (auch wenn Meier Hormann sagt, das habe es im FAB nie gegeben). Dennoch hat sich eigentlich nie wirklich jemand für den Sender interessiert. Das wirklich spannende Format fehlt. Ein hübsches Logo sowieso. Gegen die “Abendschau” des rbb kommt FAB nicht an. Die Suche nach einem interessanten Format schlug bisher immer fehl. Lokalfernsehen für die Metropole – aber in Wirklichkeit Provinzfernsehen.
Unvergesslich übrigens die Zeit Anfang der 90er, als FAB als Programmunterbrecher für das damalige RTLplus in Berlin bekannt war. Während dort “Elf99″, lief konnten die Berliner nur das Rumpelprogramm von FAB empfangen.
Ein Aus ist FAB nicht zu wünschen. Einerseits. Ein ansprechenderes Programm aber doch.

ORA aktuell

Krise: Orafol kündigt 80 Mitarbeitern

Samstag, den 31. Januar 2009
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80 Beschäftigte erhielten am Mittwoch bei Orafol in Oranienburg die Kündigung. Grund ist die schlechte Auftragslage. Orafol stellt Klebefolien für Kunden in aller Welt her.
Kritik gibt es sowohl an der mangelnden Kommunikation und Information sowie an einem fehlenden Betriebsrat.

RTelenovela

Volojahre (8): Volo übt und der Profi verreißt

Samstag, den 31. Januar 2009
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(7) -> 25.1.2009

Der Tag der Abrechnung. Bevor heute unser Zeitungsgrundkurs zu Ende ging, hieß es: Ohren anlegen. Unsere insgesamt 17 Reportagen wurden von zwei Profis regelrecht auseinander genommen. Und die Kritik hatte es in sich.
Dabei begann alles ganz gut. Gestern fanden wir uns in gruppen zusammen, um die texte zu besprechen. Dabei gab es auch Kritik, aber im Großen und Ganzen fanden wir, hatten wir viele nette Reportagen verfasst.
Dachten wir.
Die Kritik prasselte auf uns nieder, die wenigsten wurden verschont. Komplett fehlerlos war überhaupt niemand: Keine Schwerpunkte. Langweilige Handlung. Reportagethema verfehlt. Zu lang. Zu wirr. Und überhaupt.
Auch meine Reportage über “Jugend musiziert” in München ernte lange nicht nur Positives.
Dabei hatte ich mir meine Rahmenhandlung, das Spazieren durch das Foyer der Hochschule, so schön ausgemalt. Dem Profiredakteur hat sie nicht gefallen. Überflüssig. Langweilig. Das Grundmotiv fehlt. Nun ja, das stimmt nicht, nur hat es ihm nicht gefallen.
Schade eigentlich. Der Einstieg in den Text wurde als schwach bewertet. Auch einige der Übergänge.
Glücklicherweise gab es auch Gutes, so einiges: Ein paar Zitate kamen gut an, auch das Motiv des Wartens, die Einwürfe der einen Mutter.
Hätte also besser laufen können, aber auch sehr viel schlechter.

Mit Sekt und O-Saft verabschiedeten wir uns aus der Akademie. Am 15. Juni kehren wir dorthin zurück.
Und von München geht es am Montag direkt nach Falkensee und von dort aus weiter nach Nauen, wo ich in den nächsten Wochen arbeiten werde.

aRTikel

Wendejahr 1989: Ziele von 1988 wurden übertroffen

Freitag, den 30. Januar 2009
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Rückblick: Der Januar 1989 in der „MV“

MAZ Oranienburg, 30.1.2009

OBERHAVEL
Das Wendejahr 1989. Vor genau 20 Jahren überschlugen sich die Ereignisse in der DDR. In der „Märkischen Volksstimme“, Vorgänger der heutigen MAZ, spiegelte sich die politische Realität nur einseitig ab. Damals erschienen pro Woche gerade mal fünf Lokalseiten aus Oranienburg. Heute sind es pro Tag bis zu 14. Einmal im Monat blättern wir im Archiv. Los geht es mit dem Januar 1989.
„Herzliche Veranstaltung von Parteiveteranen und FDJlern“. So titelte die Oranienburger Lokalredaktion der Märkischen Volksstimme am 3. Januar 1989. Dabei handelte es sich um eine „festliche Zusammenkunft anlässlich des 70. Jahrestages der KPD“.
Alles wie immer also. Auch wenn im Filmtheater „Aktivist“ in Hennigsdorf der Film „Die Straße des Sterbens“ zu sehen war. Doch das Jahr 1989 brachte für die Bewohner des damaligen Kreises Oranienburg viel Neues. Im Januar konnte das natürlich noch niemand ahnen. Zum Jahresanfang ging es da weiter, wo das Jahr 1988 endete. Die Meldungen in der MV schienen nicht wirklich neu zu sein. Fast wie ein Déjà-vu. Nur die Jahreszahlen waren neu: „Die 88er Ziele konnten erreicht, viele überboten werden“, sagte am 4. Januar 1989 Robert Blum, Kreissekretär der Nationalen Front, dem Zusammenschluss der Massenparteien und Organisationen der DDR. Den MV-Leser wird das nicht sonderlich überrascht haben.
Das Leben in der DDR zeigte sich auf SED-Parteiebene von seiner besten Seite: Die Hennigsdorfer Heinrich-Heine-Oberschule übergab an Garnisionen der Sowjetarmee und der NVA mehr als 50 Wandzeitungen zum Thema „Wir danken dir, Soldat!“. Doch nicht alles lief rund in Oranienburg: „Manche Leute erdreisten sich, im Dunkeln Müll und Unrat in unserem Wohngebiet abzuladen“, beschwerte sich MV-Leser Rolf Scholz am 4. Januar 1989 in einem Leserbrief. Ein Dauerbrenner im Jahr 1989, der die MV noch öfter beschäftigen sollte. Die DDR voller Schmutzfinken?
Für Wirbel sorgte die Panne eines Mähdreschers in der Straße des Friedens (Bernauer Straße) in Oranienburg. An einem Donnerstagnachmittag sorgte der für einen ordentlichen Stau. Und schon fünf Tage später war das Foto im Blatt zu sehen.

RTelenovela

München (6): Sag leise Servus!

Freitag, den 30. Januar 2009
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(5) -> 29.1.2009

Die elfte Nacht im Hotel am Rotkreuzplatz in München ist unsere letzte. Unsere vorerst letzte. Denn Mitte Juni kommen wir wieder hierher, und dann auch hoffentlich wieder in dieses Hotel. Wir alle haben uns daran gewöhnt: Die Zimmer werden aufgeräumt, die Betten gemacht, das Bad wird sauber gemacht, die Handtücher werden gewechselt. Jeden Tag Frühstück. Die U-Bahn direkt vor der Tür. Rund um den Platz Kneipen, Banken, Supermärkte und McDonald’s. Ein Paradies.
Andererseits: Jeden Tag Essen, das ist auch erstmal vorbei, und das ist auch gut so. Die Finanzen und so.
Dafür haben wir am letzten Abend eine richtig gute Kneipe entdeckt: Zu zwölft zogen wir ins “Soda” in Schwabing ein. Leckere Burger, preiswerte Pizzen und Pasta sowie diverse andere Leckereien. Dazu Musik von Jazz bis Elektro.
Auf jeden Fall ein idealer Ort, um sich über den schwitzenden Goethe zu unterhalten, wie wir fanden.
Nebenbei ist noch die Beschwerde meiner Kollegin Angelika zu vermelden, dass sie beim Abend beim Chinesen zwar dabei war, im Blog aber nicht erwähnt wurde. Also: Angelika war dabei. Und wenn die anderen auch erwähnt werden möchten: einfach im Kommentar anmelden.