RTelenovela

Portugal (5): Am Atlantik

(4) -> 3.1.2008

“Ts,ts… Haschisch?” Diese Frage hört man öfter,wenn man in Lissabon auf dem Praca do Comércio zugeht. Händler versuchen ihre Ware an den Mann oder Frau zu bekommen.Wer weiß,vielleicht steckt dahinter ja auch eine Art Zivilpolizei,die die Passanten austesten will. Ehrlich: Es kommtvor,das man innerhalb weniger Minuten dreimal angequatscht wird.

Tagesausflug zum Atlantik. Von Lissabon aus sind es nur rund 20 Minuten mit dem Auto zur Costa de Caparica. Mit Ninas Auto ging es ab zum Meer.
Am Abschnitt Praia Rei erblickte ich erstmals den Atlantik.Als altes Ostseekind natürlich eine völlig neue Erfahrung. So hohe Wellen habe ich jedenfalls noch nie gesehen. Meterhoch werden sie gebrochen und krachen in Richtung Strand.
Wir schreiben den 4.Januar 2008 – und uns ist sommerlich warm. Wenn die Sonne scheint (und sie scheint!), ist es richtig warm.

Auf dem Rückweg in die Stadt muss an der Brücke (Ponte 25 de Abril) über den Rio Tejo eine Maut gezahlt werden -1,30 Euro. Allerdings tatsächlich nur,wenn man IN die Stadt fährt. Stadtauswärts muss nichts gezahlt werden. Aber klar: Irgendwann muss jeder wieder rein nach Lissabon.

Mein erstes Mal:Ausgerechnet in Lissabon besuche ich erstmals einen Ikea-Laden. Ja,richtig: Ich war vorher noch nie bei Ikea. Vier Tage nach Neujahr wird hier auch noch Weihnachtsmusik gespielt. Gegen Weihnchtsdeko habe ich ja bis zum 6. oder 7.Januar nichts -aber Musikmuss noch wirklich nicht sein.
Für Nina, mit der ich dort war,gehört zu einem Ikea-Besuch auch immer das Eis,das es am Ausgang gibt.Und es ist tatsächlich lecker.Mandy meinte danach, auch der Hot Dog sei Pflicht.Na ja, das nächste Mal…

Das Kneipenleben im Stadtteil Bairro Alto beginnt nicht vor 22 Uhr. Erst danach füllen sich die kleinen Straßen und Gassen. Dann kommt Leben in die Bude.Überall stehen Leute vor den Kneipen, Restaurants und Bars und plaudern.Hier und da gibt es Gesang und überallist Musik aus den Räumen zu hören. Und es ist nicht wirklich teuer:Bier (Super Bock!) gibt für einen Euro. Caipirinha für 5 Euro (obei das Glas klein ist und wenig Alkohol enthalten ist).
Nach Mitternacht scheint die Stimmung immer besser zu werden. Dass die Innenstadt um diese Zeit ruhiger wird, kann man jedenfalls nicht behaupten.

Breaking News: Die Rallye Dhakar ist komplett abgesagt. Der Start heute in Lissabon findet nich statt. Es gibt Terrorwarnungen, in Mauretanien sei das Rennen nicht abgesichert.
Warum man aber deshalb komplett alles absagt,willsich mir nicht ganz erschließen. Erstens siegt so der Terrorismus und zweitens: Was das kostet…
Na ja,und drittens: Wegen der Rallye waren wir hergekommen. Mir selbst ist sie ja nicht so wichtig,aber der Nico war schon ein wenig…sagen wir: betrübt.

So fuhren wir heute Vormittag nach Belém, um dort festzustellen, dass es in Sachen Rallye im Grunde nichts zu sehen gibt. Vielleicht nächstes Jahr wieder…
Stattdessen besuchten wir ein Café ganz in der Nähe. Das Pasteis de Belém. Das gibts seit 1837 und soll ganz berühmt sein. Mag sein,wirkte aber trotzdem nur wie eine große Bahnhofshalle.

Kleine Irritation, als ich mich im Sockenladen umsehe: Aus den Lautsprechern des Radios ertönt eine Melodi,die mir bekannt vorkommt: Tokio Hotel mit der englischen Monsun-Version.
Tja,Socken,ein leidiges Thema: Aus mir nicht bekannten Gründen, beendete ich bei drei Socken den Tag mit einem großen Loch am großen Zeh. Muss an den Schuhen liegen…

Ich nutzte unterdessen weiter meine freie Zeit: Noch mal mit der 28E durch die Stadt. Herrlich.
Und jetzt rauscht sie in Minutenabständen immer hier am Fenster vorbei. Ich liebe das.

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Ein Kommentar zu “Portugal (5): Am Atlantik”

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