Monatsarchiv für Juli 2006

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Robbie Williams in Berlin

Freitag, den 28. Juli 2006
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MO 28.07.2006, Berlin, Olympiastadion

Oha! Es ist 18 Uhr und die Ränge des Berliner Olympiastadions sind noch erschreckend leer, obwohl auf den Eintrittskarten für das Robbie-Williams-Konzert der Beginn für genau diese Uhrzeit angegeben ist. Aber wahrscheinlich wussten die Leute schon, dass das Event später beginnt.
Als Basement Jaxx die Masse einheizte, kam erste Stimmung auf. Mich erinnerten die Sängerinnen und auch die Musik ein wenig an Boney M. und die Weather Girls.
Unterdessen verfinsterte sich der Himmel, es wurde merklich dunkler und Wind setzte ein. Aber bei der Hitze konnte das eigentlich nur positiv sein.
Kurz bevor der Star des Abends dran war, war dann auch die Stimmung auf einem ersten Höhepunkt: Dauer-Laola! Als dann gegen 20.40 Uhr Robbie Williams auf der Bühne stand, war auch das Olympiastadion sehr gut gefüllt.
Eine sehr geile Show! Ein Event, an das man sich noch lange erinnern wird. Sehr schnell hatte Williams die Masse voll im Griff. Mit “Radio” ging es los.
Zwischendurch: Plaudereien mit dem Publikum. Deutschland ist fuckig geil! Alles fit im Schritt?! Plakate wurden verlesen, mit seinem Bruder trug er ein kleines Fußballmatch aus. Fand doch erst vor 3 Wochen genau hier das Fußball-WM-Finale statt.
Und natürlich Song auf Song. Geil, einfach geil.
Auch die Hits vom neuen Album kamen gut an – bis auf einen, in der Zugabe. Tatsächlich gilt “Rudebox” (was live wie “Ruhrpott” klang) unter Kritikern als RWs schlechteste Single überhaupt. Kam auch in Berlin nicht gut an. Also schnell “Angels” hinterher geschoben und die Welt war wieder in Ordnung.
120 Minuten pures Entertainment. Von einer Langeweile bei Robbie Williams war nichts zu spüren. Er schien das Ganze zu genießen. Und selbst wenn nicht, er gab uns das Gefühl.
82 Euro hat uns das gekostet. Aber erstens haben wir die im letzten November schon bezahlt (der Schmerz sitzt also nicht mehr tief) und zweitens – ja, es hat sich wirklich gelohnt! Das Konzerthighlight des (in der Hinsicht allerdings auch bisher sehr schwachen) Jahres.

RTelenovela

Dit is mein Berlin!

Freitag, den 28. Juli 2006
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Ein merkwürdiges Bild zeichnete sich mir heute Nachmittag am Kurfürstendamm in Berlin. An der Kreuzung Joachimsthaler Straße, gleich neben dem Filmpalast, gibt es ein Straßencafé. Ich habe mich schon immer gefragt, warum die Kellner die Stühle eigentlich immer so seltsam hinstellen. Nicht um den Tisch herum, sondern vorn nebeneinander und hinten nebeneinander. Und die Berliner scheinen in der Hinsicht hörig zu sein: Sie stellen die Stühle nicht so hin, wie sie es wollen, sondern lassen sie so stehen, wie die Kellner sie hingestellt haben. Das führt dazu, dass wirklich alle Leute mit dem Gesicht zur Straße sitzen und dort hinstarren, als ob auf dem Kudamm ein Theaterstück gezeigt wird. Als vorbeilaufender Passant ist das wirklich ziemlich irritierend. Wo gucken die denn bloß hin? Es ist auch relativ still, kaum jemand scheint sich zu unterhalten. Fast hätte ich ein Foto von dieser skurrilen Szene gemacht.

Zweite seltsame Szene nur wenige Meter weiter, in der Joachimsthaler Straße, vor dem Beate-Uhse-Laden. Ein kleines Mädchen spielt Akkordeon. Nein, nicht ganz: Es hat ein Akkordeon in der Hand und macht damit rum. Es gibt Töne von sich. Schön hört es sich nicht an. Jedenfalls ist es keine Musik gewesen. Vor ihr stand ein behälter, in dem sich die Euros vermehren sollten. Es wohl aber nicht taten. Zu recht.

Echt zu empfehlen: Ein lauer Sommerabend im Volkspark Friedrichshain. Die Wiese ist zwar keine Wiese mehr (alles verbrannt), schön ist es da trotzdem. Himmel und Menschen.
Dit is mein Berlin!

RTZapper

Marge Simpson hat ihre Stimme verloren

Donnerstag, den 27. Juli 2006
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Marge Simpson hat ihre Stimme verloren. Die Schauspielerin Elisabeth Volkmann ist im Alter von 64 Jahren gestorben, wie vorhin die ARD meldete.
64, das ist heute doch noch gar kein Alter. Viel zu früh ist die Schauspielerin gegangen.
Sie lieh nicht nur Misses Simpson ihre Stimme. Bekannt wurde sie durch die Comedyreihe “Klimbim”.
Man kennt ja diese Menschen nie persönlich, aber wenn die Stimme wie in diesem Fall einen nun 15 Jahre lang so kontinuierlich begleitet, wie die von Elisabeth Volkmann, hält man einen Moment inne.
Sie hinterlässt eine große Lücke.

RTelenovela

Kuschelig

Mittwoch, den 26. Juli 2006
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Nein, mit “kuschelig” ist nicht die andauernde Hitze gemeint. Ich hatte vorhin einen Termin in Germendorf. Dort gibt es abseits der Annahofer Straße eine Wohnsiedlung, in der ich heute das erste Mal war.
Also wer dort hin zieht, sollte nie ein Problem mit den Nachbarn haben. Eine so eng bebaute Siedlung habe ich noch nicht gesehen. Haus an Haus. Dazwischen: nichts. Die Straßen sind so schmal, dass da gerade so zwei Autos aneinander vorbei fahren können. Wie eine Modellstadt, bei der der Maßstab ein wenig durcheinander geraten ist.
Leegebruch gleich nebenan ist zwar ein ähnlicher Fall, auch wahnsinnig eng. Dort stehen aber meist Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten drumherum.
Wohnen will ich da nicht…

aRTikel

Mehr als ein Hobby

Dienstag, den 25. Juli 2006
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Camilla Fibitz-Oehler zeigt in der Museumsscheune ihre gemalten Werke


MAZ Oranienburg, 25.7.2006

KREMMEN

„Ihre Farben kommen aus dem Herzen. Die Liebe zur Natur spricht aus jedem Bild.“ So steht es im Gästebuch, das in der aktuellen Ausstellung in der Kremmener Museumsscheune ausliegt. Dort stellt noch bis zum 7.August Camilla Fibitz-Oehler ihre Werke aus.
„Für mich ist malen mehr als ein Hobby“, sagt sie. „Es ist Kraftquell für meine Arbeit, für meine Familie und für neue Aufgaben.“ Zu sehen sind Blumen- und Rapsfelder, Bach- und Seenlandschaften. „Man muss nicht weit fahren, um ein Motiv zu finden“, meint Camilla Fibitz-Oehler, die seit mehr als zehn Jahren in Kremmen lebt. So sind in ihrer aktuellen Ausstellung auch Motive vom Rhinluch und vom Kremmener See zu sehen. „Es macht mir richtig Freude, dort zu malen.“
Vier bis fünf Stunden arbeitet sie an einem Bild. Mit einer Feld- oder Tischstaffelei fährt sie gern raus in die Natur und bringt die verschiedenen Landschaften auf die Leinwand. „Ich liebe das Licht sowie die Natur und die Weite der Landschaft.“
Schon seit ihrer Kindheit steht das Malen bei ihr hoch im Kurs. „Hobbymäßig habe ich schon immer gerne gemalt“, so die Künstlerin, die in Oranienburg als Arztsekretärin arbeitet. Vor einigen Jahren besuchte sie an der Volkshochschule diverse Kunstlehrgänge und vertiefte dort ihre Kenntnisse im Aquarell- und Ölmalen, Landschaften-, Tiere- und Porträtmalen.
Dass sie in der Museumsscheune in Kremmen ausstellen darf, ehrt sie sehr. Bisher hat sie bereits fünf ihrer Werke verkauft. In „Lindas Pension“ in Amalienfelde ist ein Sonnenblumenfeld als Wandmalerei von ihr zu bestaunen. Beim Erntefest in Kremmen hatte sie einen Stand, an dem sie ihre Werke anbot.
Für den Februar plant Camilla Fibitz-Oehler ihre nächste Ausstellung. Noch bis 5.August können ihre Bilder der aktuellen Schau mittwochs bis sonntags von 10 bis 16Uhr in der Museumsscheune in Kremmen bestaunt werden.

RTZapper

Zwei tolle Käfer räumen auf

Montag, den 24. Juli 2006
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SO 23.07.2006, 13.30 Uhr, Kabel eins

Dudu! Nein, nein, das ist jetzt kein Verbotshinweis für die Allerkleinsten. Das ist der Name der deutschen Billigstkopie von Herbie.
Herbie? Herbie ist ein Auto. Ein VW Käfer mit Gehirn. Oder so was Ähnlichem.
Weil das in den 70ern relativ erfolgreich war, wollten die Deutschen nicht hinten anstehen. Dudu war geboren. Und sind aus heutiger Sicht schon die herbie-Filme grottig, so sind die Dudu-Streifen eine einzige Katastrophe.
Heute Nachmittag lief nun bei Kabel eins “Zwei tolle Käfer räumen auf”. Ein Typ, der mit einem offenbar sprechenden Käfer, zwei Herren von der Mafia ärgert. Wie spaßig! Auch, dass die Computerstimme einen leicht bayerischen Akzent hat. Wortwitze wie “Was soll denn diese Bumserei?” fand vielleicht in den 70ern auch mal ein fünfjähriger lustig. Aber die merken ja auch nicht, dass Autos im Wüstensand in Wirklichkeit keine Quietschgeräusche machen kann.
Was aber wirklich seltsam ist: Nachdem der Käfer nach etwa fünf Minuten Schrott ist, taucht im gesamten Film kein weiterer VW mehr auf. Der Bayern-Computer stellt sich als spinnenähnliches Dingsbums raus, das nur im VW eingebaut war und ein Eigenleben führt.
Ein ganz erbärmlicher Etikettenschwindel. Und dass Kabel eins solche Grotten nochmal zeigt, ist eigentlich das Erschreckenste an der ganzen Sache.

RTZapper

Extreme Activity

Sonntag, den 23. Juli 2006
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SA 22.07.2006, 20.15 Uhr, ProSieben

Jürgen von der Lippe und ProSieben – zwei Dinge, die auf den ersten Blick irgendwie nicht zueinander passen.
Nach einigen Flops wäre dem Hawaiihemdträger allerdings mal wieder ein Erfolg zu gönnen. Und die neue Show “Extreme Activity” hat das zeug dazu. Promis müssen anderen Promis Begriffe erklären. Entweder durch Umschreiben, Malen, Pantomime und eben extrem. So wurde Janine Kunze über eine tanzfläche gewirbelt, während sie begriffstechnisch in Aktion war. Sehr lustig!
Allerdings ist der Sendeplatz der show eher ungünstig. Während des heißen Sommers an einem Sonnabend um 20.15 Uhr – da hat man eigentlich Besseres zu tun! Ein späterer Sendeplatz (oder eine entsprechende Widerholung) wäre sinnvoll!