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Der nette Junge von nebenan

Ehrung für Michael Wudick

MAZ Oranienburg, 26.6.2000

ORANIENBURG
Die Mädchen aus der Sekundarstufe I sollen wie verrückt mit den Augen rollen, wenn sie auf dem Flur des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums dem 19-jährigen Michael Wudick begegnen. Auch erste Autogramme soll er schon gegeben haben. Das ist eigentlich auch kein Wunder, trat Michael doch auf jedem Schulkonzert und in vielen Theaterstücken, die in der Schule stattfanden, auf.
Für seine Verdienste an seiner Schule bekam der Grüneberger am Sonnabend während der Übergabe der Abiturzeugnisse den Louise-Henriette-Förderpreis. Dieser wurde in diesem Jahr bereits zum vierten Mal vom Förderverein der Schule vergeben und ist mit 300 Mark dotiert. „Die Wahl ist nicht einfach gewesen”, meinte die Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Petra Buchholz.
In der Laudatio lobte Wolfram Peschke, der den Preis im Jahre 1998 erhielt, „sein hohes Engagement in der Schule”. Er arbeitete auch in der Schülervertretung mit. Aber bei all seinem Schaffen ist er ausgeglichen und bescheiden geblieben. „Ich bin so geworden, weil die Schule so ist”, hat Michael Wudick einmal gesagt, Er blieb „der nette Junge von nebenan”, lobte Peschke in seiner Rede. Sein größter Verdienst sei wohl seine Mannigfaltigkeit in der Schule, meinte der Preisträger selbst. Er sei überall dabei gewesen, ohne dass eine seiner Verpflichtungen darunter leiden musste.
So ist die Vergabe des Preises als Anerkennung und Würdigung seiner Persönlichkeit zu betrachten. Ganz nebenbei bekam er auch den diesjährigen Chemiepreis der Schule.
Viele seiner Auftritte am Louise-Henriette-Gymnasium sind legendär geworden. Viele erinnern sich noch an seinen Auftritt als Diabetes im Theaterstück „Gott”. Auch auf den Schulkonzerten war er stets mit mindestens einem Lied vertreten. Vor einigen Jahren organisierte Michael Wudick gemeinsam mit einer Lehrerin der Schule einen Auftritt von Gerhard Schöne in der Aula des Gymnasiums.
„Viele haben es mir ja schon vorher gesagt, dass ich den Preis gewinnen werde”, erzählt Michael, „aber ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht.” Was er mit dem Geld anfangen wird, konnte er noch nicht sagen.
Als nächstes steht bei ihm der Zivildienst an, den er in einem Wohnheim für Behinderte in Zehdenick absolvieren wird. Danach will er studieren. Was, weiß er noch nicht so genau.

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