Schlagwort: Oranienburg

  • Autobahn-Pop-Up

    Dichter Nebel kann auf der Autobahn schon mal unangenehm werden. Wenn die Sichtweite gerade mal 40 Meter beträgt, fährt man permanent gegen eine weiße Wand. Am späten Freitagabend lag das Autobahnkreuz Oranienburg mal wieder versteckt unter einem wabernden Teppich. Wer dort unterwegs war, konnte sich nur an den Linien auf der Fahrbahn orientieren. Doch dann…

  • Knallhysterie

    Die Oranienburger sind gebrannte Kinder. Viele von ihnen sind schon zigmal evakuiert worden, weil Bomben entschärft oder gesprengt werden mussten, und immer wieder heißt es, dass wir bald an einem Punkt sind, wo die alten Zünder kaputt gehen und die Bomben von alleine hochgehen könnten. Klar, dass das ein mulmiges Gefühl ist, wenn man daran…

  • Erst die Politiker, dann das Volk

    Seit einer Woche ist die neue Oranienburger Stadtbibliothek geöffnet. Für die Leute gab es am Sonnabend ein großes Fest mit Musik und Lesungen, außerdem konnten sich natürlich alle in den neuen Räumen am Schlossplatz umsehen. So weit, so gut. Doch die Schlüsselübergabe am 28. Februar – die fand ohne das Volk statt. Der Bürgermeister, ein…

  • Vor 20 Jahren (98): Wir verlassen Runge

    (97) -> 11.7.2013 Dienstag, 8. März 1994. Seit 1991 besuchte ich das Oranienburger Runge-Gymnasium. In meinem Jahrgang gab es sieben Klassenzüge, 1994 waren wir die 9/7. Aber wie lange noch? Oranienburg brauchte ein zweites Gymnasium, denn bei Runges war alles überfüllt. Klar war bereits, dass es am Rosengarten entstehen soll, in der ehemaligen Hans-Schemm-Schule, das…

  • Seife

    Ich habe zum ersten Mal Seife gekauft. Also, so richtige Seife – nicht die im Spender. Nachdem ich im Herbst im Krankenhaus echte Seife verwendet habe, lag die vor einigen Wochen noch bei mir rum. Also benutzte ich sie und fand das auch besser als den Flüssigkram. Nun aber ist sie fast aufgebraucht. Im Kaufland…

  • Nicki und die rote Sonne von Barbados

    Als aus den Lautsprechern die Flippers „Die rote Sonne von Barbados“ besangen, da wurde ich hellhörig. Eigentlich dachte ich immer, dass McDonald’s ein junges, hippes Unternehmen ist. Noch dazu in Oranienburg gegenüber des Gymnasiums. Da, wo die Jugend ein und aus geht und dementsprechend die aktuellen Hits und das Beste der 90er und 2000er-Jahre zu…

  • Rückenschule (2): Noch mal paddeln, bitte!

    (1) -> 9.1.2014 So schnell kann’s gehen: Die Rückenschule, bei der ich jetzt jede Woche mitgemacht habe, ist schon wieder zu Ende. Im April soll es an selber Stelle weitergehen, dann beginnt der Nachfolgekurs, aber da stehe ich bislang nur auf der Warteliste. Das Ganze fand zwar nur einmal pro Woche für je eine Stunde…

  • Nix los auf dem Schiff

    Eine Meldung auf der Internetseite der Stadt Oranienburg hat mich stutzig gemacht. Dort werden Schließzeiten des Bürgeramtes und der Barkasse vermeldet. Barkasse? Ist das nicht ein Schiff? Im Hamburger Hafen sieht man viele Barkassen. Aber von Barkassen habe ich in Oranienburg bislang noch nichts gehört. Oder hat sich jemand verschrieben und die „Sparkasse“ gemeint? Aber…

  • Nüchterne Sandwiches

    Ich bin mindestens einmal pro Woche bei Subway anzutreffen. Was zum einen daran liegt, dass ich das Essen nach der Magen-OP ganz gut vertrage und zum anderen natürlich, weil der Ecken bei mir um die Ecke ist. Neulich aber, das war alles irgendwie anders. Über der Theke hängen die großen Tafeln mit der Übersicht, welche…

  • Küssen als Protest

    Oberhavel-Promis machen Mundpropaganda gegen Homophobie: Sie sind Freunde, Kollegen oder haben sich erstmals getroffen MAZ Oranienburg, 13.2.2014 OBERHAVEL Es ist bloß ein Kuss. Könnte man meinen. In diesem Fall drückt der Kuss Protest und Entschlossenheit aus. Oberhavel setzt ein Zeichen gegen Homophobie. Sportler, Musiker, junge Politiker und engagierte Schüler sind dabei. Sie küssen sich. Sie…

  • Willis Mundpropaganda: Making of

    Drei Männerpaare und ein Frauenpaar, die sich küssen. Nicht, weil sie sich lieben oder so. Aus Protest! In der MAZ in Oberhavel, auf der „Willi“-Seite betreiben wir am Donnerstag Mundpropaganda, eine Aktion gegen Homophobie. Und das kam so: Vor der Bundestagswahl 2013 war die Homoehe eines der ganz großen Themen – auch weil sich Bundeskanzlerin…

  • Ja sagen. Ein bürokratischer Akt

    Ich kenne bisher nur Hochzeiten im Oranienburger Schloss. Da habe ich schon einige erlebt, und sie waren alle recht berührend. Es gab immer schöne Musik, viele Tränen, nette reden und noch mehr Musik. Und natürlich einen bürokratischen Teil, aber das hat sich eigentlich immer ziemlich ins Große und Ganze eingeschmiegt. In Hannover erlebte ich nun…

  • Wenn die Gegner mal wieder die Idioten sind

    Ich bin eher nicht so Schlachtenbummler. Wenn ich zum Handball gehe und meine Heimmannschaft beobachte, dann mache ich das als stiller Beobachter. Also: meistens jedenfalls. Natürlich gibt’s bei Toren Applaus, und wenn’s mal eng ist, dann gebe auch ich mal einen Laut von mir. Was mir aber völlig abgeht: den Gegner beschimpfen. So was ist…

  • Die Frau am Fenster

    Ein außerordentlicher Zwischenfall sorgte in unserem Büro neulich dafür, dass die Arbeit für kurze Zeit zum Erliegen kam. Es kommt immer mal wieder vor, dass wir Leute in gegenüberliegenden Haus dabei beobachten, wie sie aus dem Fenster gucken – oft machen sie das sehr lange, und wir fühlen uns manchmal auch ein wenig beobachtet. Neulich…

  • „Es kann doch nicht einfach alles vorbei sein!“

    Schüler des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums sprachen über den Tod und das Sterben MAZ Oranienburg, 30.1.2014 ORANIENBURG Am Anfang herrschte Skepsis: Anderthalb Stunden lang über den Tod reden? Ist das nicht zu traurig? Gerade einige der Jungs schienen unsicher zu sein. Ja, es war traurig, aber auch tief beeindruckend und bewegend. Am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium findet in den…