Anne Will: CDU mit neuer Chefin – reicht das für einen Neustart?

SO 09.12.2018 | 21.45 Uhr | Das Erste

Rechtzeitig bevor Anne Will in die Weihnachtspause verschwindet, sorgte die CDU noch mal für einen Showdown. Annegret Kramp-Karrenbauer die die neue CDU-Chefin, sie löst Angela Merkel ab, die nun „nur“ noch Bundeskanzlerin ist. Und die Annegret will nun ihre Nachfolgerin werden.

Am Sonntagabend war AKK dann im Ersten bei Anne Will in „Anne Will“ zu Gast. Die Frage, um die es gehen sollte, war, ob es denn für einen Neustart reiche, wenn die Christdemokraten eine neue Chefin haben.
Dazu holte sich die Redaktion Gäste ins Studio, die es wissen mussten. Zum Beispiel Martin Schulz. Der ist ja nun schon seit fast zwei Jahren SPD-Vorsitzender und erfolgreicher Minister in der Großen Koa… ähm, Moment mal. Martin Schulz, der gescheiterte SPD-Chef, der als Heiland gestartet ist und dann die Wahl in den Sand gesetzt hat und fast rausgeschmissen werden musste, weil er zunächst gar nicht dran dachte, Konsequenzen zu ziehen.
Und dann war da noch FDP-Mann Wolfgang Kubicki, der natürlich auch viele gute Ratschläge hatte, wie man den erfolgreich regi… äh, Halt. Da war ja was mit der FDP, die dann doch nicht mitregieren wollte.

Annegret Kramp-Karrenbauer holte sich am Sonntagabend bei Anne Will also viele liebgemeinte Ratschläge von Männern ab, die in der jüngeren Vergangenheit nicht wirklich Erfolge vorweisen können.
Vielleicht hätte sich AKK lieber einen ruhigen Sonntagabend zu Hause im Saarland machen sollen.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

16 Kommentare zu „Anne Will: CDU mit neuer Chefin – reicht das für einen Neustart?“

  1. ThomasS

    Ich habe da auch mal kurz reingezappt.
    Wann immer Martin Schulz im Bld war und was gesagt hat, habe ich für mich „SCHULZ SCHULZ SCHULZ“ in den Raum gerufen. Ich wünschte, es wären einige Claqueure im Studio gewesen, die es mir gleich getan hätten. Das hätte für Stimmung gesorgt! Immerhin hat Schulz seinerzeit im Wahlkampf selbst die Leute animiert, möglichst oft seinen Namen zu rufen.

    Schulz mit lustig! ^^

  2. ThomasS

    Überleg mal: Wenn das Schule macht, vergeht dem Martinmartin alsbald die Lust auf öffentliche Auftritte. Aus meiner Sicht, kein großer Verlust.

  3. ThomasS

    Ich weiß … ich wäre auch kein großer Verlust.
    Schade eigentlich!
    Ich dachte du hast mich im Laufe der Jahre lieb gewonnen! 🙁

  4. ThomasS

    Wenn man näher drüber nachdenkt, ist Martin Schulz doch eigentlich die Personifikation des Wahlkampfs. Oder nicht? Er hat während des Wahlkampfs dazu aufgefordert, ihn als Person zu feiern. Schulzzug und so. Dann ist er grandios gescheitert. Aber ist er eine andere Person wie vorher? Nö! Also, warum darf man ihn dann nicht weiterhin feiern.

    Das erinnert mich an eine Geschichte, die mir meine Mutter mal merzählt hat.
    1945 war sie 10 und hat die Leute gegrüßt, wie sie’s halt gewohnt war.
    Aber plötzlich hieß es dann „Psssst! Das darfst du jetzt nicht mehr sagen!“

    Aber so funktioniert halt Politik!
    Politik bestimmt, wen du grad feiern darfst.
    Ich widersetze mich dem und feiere lauthals Martin Schulz, wann immer ich ihn sehe.
    Auch wenn das niemand kapiert geschweige denn gutheißt.
    Am allerwenigsten vermutlich Martin Schulz selbst.

  5. RT

    Na ja, die Frage ist, was sich davon MS selbst ausgedacht hat. Da wird ein Wahlkampfteam dahintergesteckt haben.

  6. ThomasS

    Schulz als willenlose Marionette der bösen Propaganda-Mafia …?
    Daran mag ich nicht glauben!
    Der Mann hat es in Europa so weit gebracht, der doch muss gewusst haben, auf was er sich einlässt! Ansonsten wären generell berechtigte Zweifel am Geisteszustand der Abgeordneten angezeigt, die von Brüssel aus schalten und walten.

    Der „Schulzzug“ wurde vor allem deswegen gegen die Wand gefahren, weil der Mann vorwiegend mit inhaltsleeren Phrasen aufgetrumpft hat und kaum jemals konkret geworden ist. Dass er sich nach einer grandiosen Niederlage noch in eine Talkshow setzt, um Ratschläge zu erteilen – das würde ich beinah schon als „Chuzpe“ bezeichnen. Aber vielleicht konnte er das Geld gut brauchen.

  7. RT

    Hast du mal den langen Beitrag bzw das Buch über den Schulz-Wahlkampf gelesen? Sehr interessant.

  8. ThomasS

    Aus meiner Sicht ist Martin Schulz geradezu der Inbegriff des wahltaktischen Agitierers und des hohlen Phrasendreschers. Somit ist er die Verkörperung all dessen, was der Bürger den professionellen Volksvertretern zu Recht vorwirft. Warum nicht den ach so tollen „Schulzzug“ weiterfahren lassen, wann immer sich der Mann nochmal in der Öffentlichkeit zeigt?!? Er hat es doch verdient! Nach paarmal „SCHULZ SCHULZ SCHULZ“ (oder meinetwegen auch „Martin Martin“ rufen), dann verschwindet der ganz von selbst von der Bildfläche und verkrümelt sich wieder mit seinem üppigen Politikergehalt nach Brüssel. Und das ist auch gut so! Danke für gar nix! Solche Nullnummern wollen wir in der Politik nicht mehr sehen.

  9. ThomasS

    Irgendwann landet der (wie vor ihm schon „Richter Gnadenlos“) bei Promi Big Brother.

  10. RT

    In dem Buch kommt Martin Chulz auch vor, sehr interessant!
    http://www.rtiesler.de/index.php/2019/04/02/martin-sonneborn-herr-sonneborn-geht-nach-bruessel-abenteuer-im-europaparlament/

    Und hier gibt’s ein aktuelles, langes Interview mit ihm – noch nicht geschafft zu sehen, aber will ich mir noch angucken.
    https://www.youtube.com/watch?v=Q-gVYIgtUtw

  11. ThomasS

    Kommt Schulz denn in dem Buch gut wech?

  12. RT

    Na ja, es ist ein Sonneborn-Buch. 😀 Da kommt ja kaum jemand richtig gut bei weg.

  13. ThomasS

    Das hatte ich mir schon gedacht.

  14. ThomasS

    Bevor er nach dem grandiosen und vorprogrammierten Scheitern mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden ist, hat sich der Mann noch erdreistet, kurz den Chef zu spielen und einer gewissen Andrea Nahles alle wichtigen Ämter zu übertragen.

    Bereits in dien 70ern sind mit dem Wechsel von Brandt zu Schmidt viele Sozialdemokraten von der Partei abgefallen. Keine Visionen mehr, sondern nur noch Realpolitik bis hin zur Installation der Startbahn West. Mittlerweile gilt der bei den Sozis als Ikone.

    Dann kam Ende der 90er Gerhard Schröder ans Ruder. Zunächst großer Jubel.
    Was hat er uns gebracht. Hartz-IV. Und schließlich hat er sich zu seinem Busenfreund Putin nach Russland abgesetzt, wo er einen lukrativen Manager-Job angenommen hat.

    Und jetzt also Schulz. Wieder großer Jubel zunächst.
    Dann stellte sich heraus: Mehr Luftnummer geht nicht.

    Wer lernen möchte, wie man eine altgediente Partei gegen die Wand fährt, sollte sich an die Sozialdemokraten halten. Und die Nahles wird die „Arbeiterpartei“ auch nicht aus dem Dreck ziehen. Die ist eine gelernte Funktionärin und hat nie was anderes gemacht als Parteiarbeit. Welcher Arbeiter kann so jemanden ernst nehmen, geschweige denn, sich damit identifizieren.

  15. ThomasS

    Da könnte man ebensogut als nächstes dem Drachenlord den SPD-Parteivorsitz antragen. Dessen Gesicht ist auch bekannt, er hat auch ein großes Maul und auch er hat noch nie richtig gearbeitet. Nur falls die Nahles irgendwann mal keinen Bock mehr hat und die Brocken hinschmeißt. In Sachen Popularität dürften die Werte der beiden in etwa identisch sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert