RTelenovela

Speyer: Eine Geschichte voller Missverständnisse

Samstag, den 2. Mai 2009
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Der Plan war relativ simpel. Das Ziel war ein Kino in Speyer. Ich suche mir die Adresse aus dem Internet, sah auch noch extra bei Google Maps nach und fühlte mich sicher. Gar kein Problem, dachte ich. Zumal ich mich erinnerte, dass ich ja schon mal dort gewesen bin, vor einigen Jahren.
Rein ins Auto, und los ging’s. Doch schon der Weg nach Speyer war beschwerlich. Bei Lußhof ist die B39 gesperrt, die Umfahrung ist weiträumig, da gingen schon mal rund 10 bis 15 Minuten flöten.
Die Fahrt ging über die Rheinbrücke, und ich wusste, dass ich die zweite Ausfahrt nach Speyer nehmen musste. Dann nochmal rechts und dann links, dann hätte ich eigentlich da sein müssen.
Eigentlich. Denn die Gegend passte nicht zu der, an die ich mich erinnerte. Ich sah noch das große Gebäude am Rande eines Gewerbegebietes vor mir, auch Burger King war mit einem Laden vertreten.
Ich wendete und fuhr nun in das Gewerbegebiet, das auch gleich vor mir erschien. Nur das Kino gab es nicht.
Wieder wenden. Ich fuhr nochmal auf die Bundesstraße, natürlich in die falsche Richtung – nochmal über die Rheinbrücke. Auf einem Parkplatz drehte ich erneut um, raste wieder über den Rhein und nahm nun die dritte Ausfahrt nach Speyer.
Letztlich landete ich im Stadtzentrum mit engen Gassen und Einbahnstraßen. Hier und da standen große Werbetafeln von Burger King. Da musste ich hin! Da musste es sein! Doch leider stand nirgendwo, wo denn genau der Bulettenkönig residiert.
Inzwischen war es 15 Minuten nach Filmbeginn, ich gab mein Vorhaben inzwischen bereits auf, als ich plötzlich an dem Komplex vorbeifuhr, an den ich mich die ganze Zeit erinnerte.
Erst Jubel, dann Ernüchterung.
Erstens: Auf dem Gelände gibt es keinen Burger King, sondern McDonald’s.
Zweitens: Auf dem Gelände gibt es kein Kino. Nur eine Bowlingbahn. Hier war ich mit Marcel vor ewiger Zeit mal bowlen.
Ich erinnerte mich also in zweierlei Hinsichten falsch. Eine totale Pleite. Ich gönne mir ein McD ein Frustessen und fuhr zurück. Wahrscheinlich hätte ich einfach der Straße folgen sollen, die ich vorher im Internet rausgesucht hatte. Das nächste Mal dann.
Eine Geschichte voller Missverständnisse. Mein Verhältnis zu Speyer ist leider vorübergehend gestört.

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Also, Hoffenheim geht ja gar nicht mehr!

Montag, den 8. Dezember 2008
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Ausflugssonntag. Wir nutzen den 2. Advent, um ums ein wenig in der Region umzusehen. Zunächst einmal über den Rhein nach Speyer.
Schon von weitem zu sehen: der Dom. Ein beeindruckendes Bauwerk mit einer wahnsinnigen Akustik. Gerade probte ein Orchester für ein Konzert. Begann die Musik, sang der Chor, spürte man förmlich, wie sich die Klänge im gesamten Bauwerk ausbreiteten – und wie der Schall nachhallte.
Dann weiter in die andere Richtung. Zum zweiten Mal nach Freitag düsten wir zum Weihnachtsmarkt nach Bad Wimpfen. Auf der A6 fährt man auf dem Weg dorthin am neuen Stadion von Hoffenheim vorbei, das in Sinsheim liegt. Das alte Stadion ist zu klein geworden, das neue wird der verein 2009 beziehen. Aber Hoffenheim hat zwar inzwischen Erfolg, aber die alten Fans scheinen irgendwie bockig zu sein.
Gleich zweimal belauschte ich in Bad Wimpfen Gruppen, die irgendwie so gar nicht mit dem aktuellen Erfolg der Mannschaft klarkommen: “Hoffenheim geht ja gar nicht mehr!”, hieß es da beispielsweise – natürlich in breitem badenser Dialekt. Ein anderer beschloss, dass er sich für das nächste Jahr wohl keine Dauerkarte kaufen werde. Nun gut, die Hoffenheimer werden darauf nicht mehr angewiesen sein. Vermutlich ist die Zahl der Fans eher steigend, und die, die den kleinen, kuschligen Verein mochten – die müssen sich wohl umgewöhnen…

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Traumtagebuch (15): Vorhang zu!

Mittwoch, den 2. Mai 2007
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-> 25.3.2007

Ich bin in einem großen Kinosaal, neben mir sitzen meine Eltern. Das Licht geht aus, die Werbung beginnt – und der Vorhang geht wieder zu und das Licht wieder an. Muss wohl eine technische Panne gewesen sein.
Nach einiger Zeit, geht das Licht wieder aus, die Werbung beginnt wieder – und erneut geht der Vorhang zu und das Licht wieder an. Gemurmel im Kino. Ich rufe laut, wann denn der Mist endlich behoben sei.
Nachdem die Prozedur zum dritten Mal stattfand, stehen alle auf und verlassen langsam den Saal. Mein Vater meint, dass wir jetzt das Geld wiederholen würden.
Durch diverse Flure kommen wir letztlich nach draußen. Die Gegend erinnert mich ein wenig an Heidelberg und das Neckar-Ufer. Aber wir sind in Hamburg. Und wir wollen immer noch unser Geld. Dazu müssen wir jetzt über einen anderen Eingang.
Über lauter steile Treppen gehts runter. Und dann sogar eine Leiter. Im Hintergrund meint Marcel, dass wir doch schon mal hier gewesen seien. Ich stimme zu: und zwar mit dem… wie hieß er noch? Der Typ, der in Speyer wohnte (oder immer noch wohnt). Ich wusste im Traum, wen ich meine – und auch jetzt – aber mir fällt tatsächlich der Name nicht ein.
Schließlich kommen wir in einen Flur. Hier stehen lauter 80er-Jahre-Promis rum. Tilli Breidenbach (spielte Lydia Nolte in der “Lindenstraße”) ist ganz nervös, als sie Annemarie Wendl (”Else Kling”) begegnet und muss an der Bar erstmal einen Schnaps trinken. Auf einer Treppe steht Schauspieler Stephan Orlac (spielte Eberhard in “Die Wichrts von nebenan”) und spricht mit seiner Begleitung über eine neue Serie (im Traum nannte er auch den Namen dieser Serie, die es in den 80ern tatsächlich gab, aber jetzt erinnere ich mich nicht mehr dran).
Dann wachte ich auf.