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Chronik Oberkrämer 2017

Freitag, den 29. Dezember 2017
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MAZ Oranienburg, 29.12.2017

Januar: Die „Vehlefanzer Amseln“ feiern ihr zehntes Jubiläum. Der Chor wurde 2007 gegründet. – Erste Pläne für die neuen Hortgebäude in Vehlefanz und Bötzow werden vorgestellt. Die Kosten betragen insgesamt etwa 4,5 Millionen Euro. Der Hort in Vehlefanz sollte im Herbst fertig sein, nun aber erst 2018.

Trauer in Marwitz
Albrecht Seeburg ist am 27. Januar im Alter von 79 Jahren überraschend gestorben. Bis zuletzt war er Ortsvorsteher in Marwitz und Gemeindevertreter in Oberkrämer – er setzte sich für die Belange der Menschen ein.

Februar: 35 Leute kommen zum Seniorenfasching nach Eichstädt. Die Kaffeenachmittage, die jeden Monat im Gemeindehaus stattfinden, sind ein voller Erfolg.

Müllers Helfer
Nachdem auf dem Hof von Familie Müller in Schwante ein milder Volgelgrippe-Fall aufgetreten war, wurden dort rund 500 Tiere getötet. Die Trauer in der Familie war groß. Um so größer die Freude, als im Februar viele Helfer auf den Hof kamen, um aufzuräumen und für einen Neustart zu sorgen.

Thiede zeigt’s dem Minister
Albrecht Gerber, der Wirtschaftsminister von Brandenburg, war im Februar zu Gast in der Tischlerei von Olaf Thiede in Bötzow. Er staunte: “Ein ganz großes Spektrum” habe er dort entdecken können.

Mehr Plätze in der Bötzower Kita
Der Anbau der Kita “Traumzauberbaum” in Bötzow ist Ende Februar eröffnet worden. Sie bietet nun Platz für 165 Kinder, das sind 40 mehr als vorher.

März: Die Kirche in Marwitz ist marode und muss saniert werden. Betroffen sind das Dach und das Gestein. Der neue Pfarrer Marcus Schütte beziffert die Kosten auf etwa 310 000 Euro. Er bittet bei der Gemeinde Oberkrämer um Hilfe. – Nach dem Tod von Albrecht Seeburg wird Thomas Nocke neuer Ortsvorsteher von Marwitz. – Auf dem Autohof Oberkrämer in Vehlefanz kommt es zu einem Zwischenfall: Es gibt Streit um die Plätze an den Spielautomaten. Ein Mann (28) kommt mit einem Beil und schlägt auf einen 35-Jährigen ein. – In Schwante schließen sich die Gastwirte vom Schloss, Forsthaus und Gartenhaus zusammen. Sie starken die Vermarktungskampagne „Schwante is(s)t gut“.

April: Eigentlich sollte am Gemeindezentrum in Bötzow eine Streetball-Anlage entstehen. Sie kommt nicht, weil der Ortsbeirat befürchtet, es könnte zu laut werden. – An der MAZ-Frühlingswanderung zur Mühle nach Vehlefanz nehmen 80 Leute teil und sehen Oberkrämer von einer anderen Seite. – Die Gemeindevertreter beschließen einen Nachtragshaushalt für 2017. Die Höhe der Investitionen steigt von 1,98 auf 6,5 Millionen Euro Euro. – Manfred Ende aus Bötzow veröffentlicht sein neues Buch „Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“. – Bernd Ostwald aus Schwante ist neuer Behindertenbeauftragter in Oberkrämer. – Unzählige Besucher kommen zum 15. Krämerwaldfest nach Wolfslake.

Mai: Der Bau des Radweges an der L 170 von Schwante nach Germendorf kommt noch vor 2030. Das geht aus einer neuen Bedarfsliste der Landesregierung hervor. Es herrscht Frust. – Es wird bekannt, dass der Lindenkrug in Schwante schließen muss. Ende September ist Schluss. – Polizei, Veterinäramt und ein Tierarzt holen von einem Grundstück in Eichstädt-Ausbau viele Enten, Hühner, Puten und mehr. Es besteht der Vorwurf der Tierquälerei, den der Besitzer bestreitet. – Das Unternehmen „Fi-sherman’s Partner zieht von Schwante in den Gewerbepark nach Vehlefanz und öffnet dort eine größere Filiale. – Der Oberkrämer-Abschnitt der Straße von Sommerswalde nach Hohenbruch wird saniert.

Marwitzer Partypeople
Die Beat-Fabrik in Marwitz feierte im Mai ihren 20. Geburtstag. Einmal im Monat wird dort eine Nacht lange gefeirt.

Juni: Vehlefanz hat eine zweite Mühlen-Attraktion. Dietmar Sturzbecher kümmert sich um die Bathe-Mühle an der Lindenallee. – Für das Gemeindezentrum in Schwante werden nach dem Auszug der Tourismusinfo neue Nutzer gesucht. – 170 Gäste kommen zur Feier der Brandenburgischen Seniorenwoche in die Marwitzer Turnhalle. – Die Jugendkoordinatorin Marlies Arian geht in den Ruhestand. Silvia Hinze ist ihre Nachfolgerin. – Der Jahrhundertregen sorgt insbesondere in Vehlefanz, Bärenklau und Schwante für viele Einsätze. – David Ostwald ist neuer Gemeindebrandmeister.

140 Jahre Plentz
Das Erdbeerfest im Juni auf dem Dorfanger in Schwante nutzte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz für eine besondere Feier. Die Bäckerei ist 1877 gegründet worden, nun stand das 140. Jubiläum auf dem Programm.

Touristischer Mittelpunkt
Die Mühle in Vehlefanz entwickelt sich weiter zum touristischen Mittelpunkt in Oberkrämer. Im Juni ist dort die neue Tourismusinfo eröffnet worden. Dazu ist ein ehemaliges Wohnhaus direkt neben der Mühle umgebaut worden.

Juli: Die Dorfkirche in Marwitz ist 250 Jahre alt. Das Kirchweihjubiläum wird mit einem Gemeindefest gefeiert. – Es gibt Dauerregen in Oberkrämer. Erneut hat die Feuerwehr diverse Hochwassereinsätze. – Die Senioren aus dem altersgerechten Wohnheim in Vehlefanz unternehmen mit dem Erlebnisshuttle aus Paaren eine Sommertour durch Vehlefanz und Schwante. – Das Sommerlager der Freikirche muss umziehen. Das Gelände am Mühlensee in Vehlefanz ist zu schlammig. Kurzfristig muss das Lager eine Wiese weiterziehen – eine logistische Herausforderung. Am Ende läuft alles reibungslos.

Land unter am Hörstegraben
Viel zu sehen vom Hörstegraben ist nicht mehr. Ende Juni gab es den Jahrhundertregen. Im Juli folgte ein zweiter Mega-Regenguss, gefolgt von mehrtägigem Dauerregen. Der Hörstegraben in Schwante, in dem viele Kanäle aus Oberkrämer zusammenlaufen und nach Kremmen weiterfließen, konnte die Wassermassen im Laufe des Sommers nicht mehr aufnehmen. Die Wiese nebenan war mehr als einen halben Meter überflutet. Im Spätherbst bot sich an der Stelle noch einmal ein ähnliches Bild. Ein Problem auch für die Anwohner des Grabens.

August: Das Hochwasser nach den Regenfällen am Elsgraben in Bärenklau läuft nur langsam ab. Die Anwohner bitten um Hilfe. – In Vehlefanz startet eine Verfolgungsjagd. Ein Autofahrer ignoriert eine Polizeikontrolle. Die Jagd endet an einem Straßenbaum in Sommerswalde. – Die Gemeindevertreter lehnen die Pläne zur Erweiterung des Geländes der Firma in Winzler in Bötzow-West ab. – Lisa Andreß (22) ist Erntekönigin in Bärenklau. – Ein Hannoveraner-Wallach in Bötzow muss in Quarantäne. Das Pferd ist an Druse erkrankt.

September: Die Kita „Krämer Kids“ wird gesperrt – wegen aggressiven Schimmelbefalls. Die Kinder müssen ausweichen in die Kita Bötzow und ins „Haus der Generationen“. – Die Marwitzer Straße in Bötzow wird ausgebaut – breiter und sicherer soll sie werden. – In Schwante stürzt ein Bauarbeiter aus großer Höhe ab und landet auf einer Zwischendecke. Er wird schwer verletzt. – Bei der Bundestagswahl liegt in Oberkrämer die CDU (32,8 Prozent) vor der SPD (23,0) und der AfD (18,2).

Endlich fertig!
Die Kirche in Vehlefanz wurden sieben Jahre lang saniert. Dach, Fassade, Innenraum. Im September feierte die Gemeinde die Wiedereinweihung.

Oktober: Der Seniorenbeirat Oberkrämer feiert das 20. Jubiläum. Viele Ziele seien geschafft, so die Vorsitzende Erika Kaatsch. – Die Schlossherren in Schwante wollen wieder mehr auf die Dorfbewohner zugehen. Geplant sind diverse Abendveranstaltungen und Feste. – Der Heimatverein Vehlefanz feiert das 25. Jubiläum. Weil im „Haus der Generationen“ aber die Kita untergebracht ist, wird die Feier auf 2018 verschoben. – Der Bolzplatz in Bötzow wird eröffnet. Kosten: etwa 114 000 Euro. – An der Kirche in Vehlefanz wird ein Luther-Baum gepflanzt. – Der Jugendclub zieht vorübergehend in die Feuerwehr, der Platz im „Haus der Generationen“ wird von der Kita gebraucht.

Xavier ließ die Bäume fallen
Große Schäden richtete Anfang Oktober das Orkantief Xavier in Oberkrämer an. Allein auf der L17 zwischen Schwante und Groß-Ziethen fielen 21 dicke Alleebäume samt Wurzeln um und richteten dadurch auch Schäden an der Straße an. Schlimm sah es auch am Wendemarker Weg in Bärenklau aus. Blockiert waren auch die Straßen zwischen Germendorf, Sommerswalde und Schwante sowie zwischen Eichstädt und Marwitz. Die Aufräumarbeiten dauerten langen an.

November: Bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge in Bärenklau kommen 2375,50 Euro zusammen. – An der A 10 in Oberkrämer werden Bäume gefällt. Kahlschlag. Bitter ist das für die Autobahn-Anwohner in Neu-Vehlefanz. Sie sind dem Krach nun komplett ausgesetzt. – Die Senioren-Weihnachtsfeier wird zur logistischen Hausforderung. Weil 240 Leute kommen, ist die Marwitzer Halle zu klein. Es wird in der Oberkrämerhalle in Eichstädt gefeiert.

Dezember: Die Gaststätte „Zur Waage“ schließt. – Die Bärenklauer Sicherheitspartner werden vom Landespräventionsrat ausgezeichnet. Preisgeld: 1000 Euro. – Der Heimatverein Bärenklau veranstaltet auf dem Remontehof erstmals einen Adventsmarkt. – Das Auto von Thomas Nocke, dem Marwitzer Ortsvorsteher, brennt ab. Es ist wohl Brandstiftung – und das dritte Mal, dass es in Zusammenhang mit Nocke einen Zwischenfall gibt.

RTelenovela

Gefährlich markiert

Dienstag, den 10. Oktober 2017
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass Feuerwehrleute beim Einsatz in Brandenburg auf der Autobahn A2 ums Leben gekommen sind. Weil Lkw-Fahrer unaufmerksam waren. Oder weil Einsatzstellen nicht gut genug abgesichert sind. Seitdem wird darüber gesprochen, wie man solche Einsatzstellen noch besser absichert, ob man Fahrbahnen immer sperren soll.

Am Montagvormittag stockte mir auf der Landesstraße 170 bei Sommerswalde der Atem. Dort ist die Fahrbahnmarkierung erneuert worden. Das ist zwar gut und wichtig, aber wie das geschehen ist, war überaus gefährlich. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei standen mitten auf der Fahrbahn und arbeiteten im fließenden Verkehr – teilweise hinter einer schlecht einsehbaren Kurve.
Irgendwo muss ein rumpeliges Baustellenschild gestanden haben – eine Absenkung des Tempolimits war allerdings nicht vorgesehen. Ein Lkw bretterte von Schwante kommend auf die Baustelle zu, und dass er rechtzeitig abgebremst hat, war schon fast eine Glückssache.

Warum bringen sich die Bauarbeiter dermaßen selbst in Gefahr? Das ist verantwortungslos! Warum gibt es keine vernünftigen Warnschilder? Solche Baustellen müssen besser abgesichert sein!

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B denkt, dass er tuckert, tut er aber nicht

Mittwoch, den 16. August 2017
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Kürzlich habe ich mich ja an dieser Stelle über tuckernde Berliner auf Brandenburger Straßen echauffiert. Vielleicht hat derjenige das ja gelesen und ist gleich nervös geworden.

Auf der L170 zwischen Germendorf und Sommerswalde. Im Wald gilt Tempo 80, und als ich mich dem Auto mit dem B-Kennzeichen langsam nähere, blinkt mein Vorfahrer rechts und wird ein wenig langsamer. Es ist das Zeichen, dass er entweder rechts abbiegen will (aber wohin?) oder dass ich überholen kann.
Allerdings: ich will gar nicht überholen, denn der Berliner fährt Tempo 80.
Er blinkt noch mal, aber ich überhole nicht. Inzwischen beschleunigt der Fahrer wieder, fährt inzwischen fast 90. Keine Ahnung, warum ich ihn hätte überholen sollen.

Am Sommerswalder Dreieck gilt dafür Tempo 50. Während ich abbremse, düst der Berliner relativ zügig durch und entfernt sich wieder von mir.
B tuckert eher nicht.

RTelenovela

Schlechter Empfang

Dienstag, den 21. Juni 2016
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Falls die junge Verkäuferin bei Burger King in Vehlefanz dich bittet, mit ihr mal kurz rauszugehen, dann ist das nicht zwingend eine Anmache. Das ist das eher schlechter Empfang. Wer nämlich beim Bulettenkönig mit der Bankkarte bezahlen will, wird zum Problem. Denn das Kartenlesegerät hat im Laden keinen Empfang. Erst vor dem Laden wieder. Eventuell. Könnte jedenfalls länger dauern.
Montagnachmittag musste die Verkäuferin mit einem Familienvater mehrmals rauslaufen und auf guten Empfang hoffen. Später gesellte sich noch der Chef dazu – und dann standen sie gemeinsam draußen und starrten auf das Gerät. Der Vorgang dauerte mehrere Minuten.

Es ist nicht das einzige Funkloch in der Region. Wer mal in Sommerswalde war, wird wissen, wovon ich rede. Kein Handyempfang, an das mobile Internet ist nicht mal im Ansatz zu denken. Kein Wunder, dass sie sich im Forsthaus erst mal fix W-Lan angeschafft haben.
Auf dem Gelände der Kliniken in Sommerfeld kann man das Handy ebenfalls getrost wegstecken. Was natürlich auch mal ganz entspannend ist.

In Vehlefanz habe ich es übrigens vorgezogen, bar zu zahlen. Schließlich hatte ich Hunger und nicht Lust, minutenlang auf ein Funksignal zu warten…

RTelenovela

Kilometerweit von der Polizei verfolgt

Mittwoch, den 9. März 2016
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Das ist ja doch irgendwie unangenehm: Wenn man mit dem Auto unterwegs ist und hinter einem die Polizei fährt. Das wird man nervös: Macht man alles richtig? Stimmt das Tempolimit? Noch schlimmer ist es, wenn sie kilometerweit hinter einem klebt. Neulich habe ich das erlebt – auf dem Weg von Germendorf bis Kremmen. Allerdings hatte ich den Vorteil, dass der Polizeiwagen vor mir fuhr und ich das muntere Treiben von hinten beobachten konnte.

Am Sommerswalder Dreieck gilt seit einiger Zeit Tempo 50, und der verfolgte Autofahrer hielt sich sogar dran. Was zur Folge hatte, dass der Polizeiwagen erstaunlich dicht auffuhr. Stichwort: Sicherheitsabstand.
In Schwante hatte der Autofahrer Glück. Während der einen Bus an der Haltestelle überholte, hatten die Polizeileute darauf keine Lust. Sie warteten und verloren den Verfolgten. An der nächsten Haltestelle konnte der Streifenwagen aber wieder am Bus vorbeifahren, und die armen Leute davor hatten wieder ihren Verfolger im Rücken. Und so zuckelten wir im Dreierpack durch Amalienfelde bis Kremmen.

Womit erregt man eigentlich Aufmerksamkeit bei der Polizei? Zum Beispiel wenn ein Abschleppwagen mit selbstgemaltem Nummernschild auf der Landesstraße unterwegs ist.
Der ewig Verfolgte bog in Kremmen auf den Schlossdamm ab, der Streifenwagen fuhr weiter geradeaus. Was muss das für ein Aufatmen gewesen sein!
Die Polizisten hatten stattdessen freie Sicht auf die Nummernschildbastelei beim Abschleppwagen. Der war doch sicherlich irgendwo in Orion fällig.

RTelenovela

Landpartie: Vom Guten zu viel

Montag, den 15. Juni 2015
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Allein in Oberhavel fand am Wochenende an 27 verschiedenen Orten die Brandenburger Landpartie statt. 27 Orte, an denen etwas los war. 27 Orte, an denen sich Menschen Mühe gegeben haben, um den Besuchern etwas zu bieten.
Das ist enorm. Aber auch zu viel des Guten.

Wer bitte schön soll denn all diese Orte besuchen? 27 Höfe machen sich an zwei Tagen gegenseitig Konkurrenz.
Okay, auf dem Hof in Kreuzbruch waren am Sonnabendvormittag, zur Eröffnung, ein paar Dutzend Menschen. Nicht wenig, aber viele nun wirklich nicht. In Sommerswalde war der Andrang am frühen Nachmittag stark überschaubar. In Bärenklau war am Nachmittag praktisch gar nichts mehr los.

Ein paar Höfe, wie zum Beispiel in Schwante und Vehlefanz, schließen sich zusammen, machen eine Fest- und Landpartiemeile. Da funktioniert das ganz gut. Aber bei 27 Angeboten fallen eben doch zu viele hinten runter.
in Bärenklau wird nun tatsächlich darüber nachgedacht, aus der Landpartie auszusteigen und das dort gestaltete Fest lieber an einem anderen Tag durchzuführen.

Ich kann das gut verstehen. Viele Leute geben sich Mühe, und dann ist nur wenig los. Weil es eben unmöglich ist, 27 Landpartie-Orte wirklich gut zu bespielen.

RTelenovela

Oldtimer-Nostalgie

Dienstag, den 8. Juli 2014
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100 alte Autos auf dem Markt von Kremmen. Wunderschöne alte Modelle. Dazu Leute, die sich teilweise in passende Klamotten geworfen haben. Toll! Oldtimertouren wie die am Freitag durch Kremmen und Oranienburg machen mich immer ein bisschen nostalgisch. Denn als Kind habe ich mit meiner Familie auch so manche solcher Touren miterlebt.

Mein Vater gehörte Zeit seines Lebens zu den Oranienburger Autonarren, die ihren Oldtimer hegten und pflegten und damit natürlich immer wieder unterwegs waren. Ich mittenmang.
So erinnere ich mich an Ausfahrten nach Fürstenberg oder zum Schloss nach Sommerswalde, es muss Mitte der 80er-Jahre gewesen sein. Die Fahrten an sich waren toll. Bei sonnigem Wetter mit offenem Dach und wehenden Haaren – was kann es Schöneres geben? Auch wenn unser Oldie hinten nur „Notsitze“ hatte und die nicht so wirklich gemütlich waren. Was ich aber hasste, war das ewige Rumstehen, wenn die Autos präsentiert worden sind. Wenn man eine halbe Ewigkeit auf irgendeinem Platz oder auf einer Wiese verbringt, ohne dass etwas Nennenswertes passiert. Als Kind hat man keinen Nerv dafür. Heute kann ich die Faszination besser nachvollziehen.

Ein gibt ein legendäres Foto, es muss am Schloss in Sommerswalde entstanden sein: Die Gruppe stand um einen Oldtimer herum, und der Fotograf meinte: Jetzt schauen Sie doch alle mal zum Auto. Und das machte ich. Und ich war der Einzige, der auf dem Foto aufs Auto glotzte, während alle anderen natürlich in die Kamera schauten…