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Meine Impfung

Montag, den 29. März 2021
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Den Termin für meine Impfung habe ich direkt in meiner Arztpraxis eingeholt. Es war auch gar nicht so schwierig, einen so bekommen. Vor zwei Wochen war es, und am Freitag sollte es dann so weit sein.

Bevor ich die Praxis in Oranienburg-Süd betreten konnte, musste ich warten. Denn am Empfangstresen stand ein älteres Ehepaar und… stand da. Eine halbe Ewigkeit. Es dauerte wohl ein bisschen, bis die Formalitäten geklärt werden konnten.
Wegen der Coronaregeln dürfen allerdings momentan nur zwei Leute in diesem Vorraum stehen. Irgendwie ärgere ich mich in solchen Situationen, weil solche Leute wie das Paar an so was nicht denken. Die beiden stehen da ewig rum, und gerade der Herr steht eigentlich nur rum, weil seine Frau noch was klären muss. Ginge er raus und würde dort auf sie warten, könnte ich schon rein. Aber so weit denken die Leute leider nicht.

Irgendwann durfte ich dann aber doch rein, ich legte meine Krankenversicherungskarte vor. Am Tresen stand groß der Hinweis, dass in dieser Praxis noch keine Coronaimpfungen vorgenommen würden. Ich wurde in den Wartebereich gebeten. Allerdings saßen da schon so viele Leute, dass ich keine Lust hatte, mich da noch dazwischenzusetzen. Mir wurde dann ein Platz im Flur zugewiesen.
Aber da musste ich nicht lange warten. Ich kam schnell ran. Ich setzte mich im Hinterzimmer auf einen Stuhl. Pullover aus, Ärmel hoch und schon stand die Schwester mit der Spritze vor mir. Arm locker lassen, und es mache Piks. Es war nur kurz was zu merken, dann doch leichte Anspannung, aber es war schnell vorbei.
Die nächste Tetanus-Impfung steht dann wohl erst 2031 wieder an – diesmal habe ich vier Jahre verpasst. Aus diesem Anlass bekomme ich auch gleich den internationalen Impfpass mit dem ersten Eintrag. Davor hatte ich noch den 23 Jahre alten Ausweis von der Bundeswehr und den noch viel älteren DDR-Ausweis dabei.

Ich war keine 15 Minuten in der Praxis. Am Freitag selbst habe ich von der Impfung nichts gemerkt, am Sonnabend hatte ich so was wie einen Muskelkater, und am Sonntag war die Impfstelle ziemlich hart. Aber das wird schon.

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RTelenovela

Irgendwas muss da passiert sein

Dienstag, den 16. März 2021
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Anruf von einer Kollegin: Irgendwas sei mit meinem Auto. Ein Mann steht daneben und habe es gerade fotografiert. Irgendwas muss da passiert sein.
Das sind ja immer so diese Nachrichten, die man eher ungern hört.

Ich ziehe also meine Jacke über, ziehe meine Schuhe an und laufe los, dorthin, wo mein Auto steht. Ich sehe inzwischen schon einen Polizeiwagen da stehen. Da wird doch wohl nicht jemand gegen mein Auto gedonnert sein?
Ich laufe zum Auto, da kommen der Herr und ein Polizist und eine Polizistin zu mir. Ob das denn mein Auto sei.
Und ich erfahre, was passiert ist: Offenbar hat der Mann den Außenspiegel meines Autos touchiert. Er habe zwar nachgeschaut und nichts gefunden, aber sicherheitshalber wollte er trotzdem die Polizei verständigen.
Tatsächlich habe ich am Spiegel keinen Kratzer entdecken können.

Meine Daten nahm die Polizei trotzdem auf, und am Ende stellen wir alle gemeinsam fest, dass eigentlich gar nichts passiert ist. Das hört man dann doch gern.

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Stau in der Sackgasse

Samstag, den 13. März 2021
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Autofahrer sind schon eine merkwürdige Spezies. Seit Montag ist in Oranienburg die Stralsunder Straße in Höhe der Einmündung Schulstraße gesperrt. Der Bahnhofsbereich ist somit eine Sackgasse. Aber irgendwie scheinen das viele Menschen noch nicht mitbekommen zu haben.

Am Mittwochnachmittag fiel mir beim Rückweg vom Bahnhof auf, dass trotz der Vollsperrung ständig Autos in die Sackgasse fuhren. Und so konnte ich beobachten, wie die Leute mit ihren Autos in drei Zügen wenden. Oder in vier. Oder fünf.
Es ist erstaunlich, wie viele Leute die Sackgasse-Schilder übersehen oder nicht ernstnehmen. Ich stand vielleicht fünf Minuten auf der Stelle. Und wirklich Auto an Auto verirrte sich in die Sackgasse. Grinsten die Leute mich noch an, wenn ich manchmal ein dezentes Zeichen gab, grinsten sie beim Umdrehen nicht mehr. Da sahen sie entweder wütend, irritiert oder beschämt aus – wenn ich plötzlich lächelte. Dieser Wechsel des Gesichts war bei den meisten Fahrerinnen und Fahrern deutlich sichtbar.

Und war das eine Autos raus aus der Sackgasse, kamen schon die nächsten beiden, gern auch mal in Kolonne mit einem Taxi, das ja momentan am leeren Busbahnhof die Stellplätze nutzen kann.
Fast kommt es bei den hektischen Wendemanövern zu Unfällen. Weil ärgern und wenden gleichzeitig schwierig sein kann, da ist der Blick in die Spiegel gern mal zu vernachlässigen.

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KeineWochenShow

#218 – Luca rettet die Welt

Sonntag, den 7. März 2021
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Wir wissen zwar nicht, ob das funktioniert und wie das funktioniert: Aber Luca rettet die Welt. Oder will sie zumindest retten. Die Luca-App, von Smudo vorgestellt, soll die Corona-Warn-App ersetzen. Oder so. Sie ist jedenfalls Thema in der neuen Ausgabe von KeineWochenShow.

In unserer Interview-Reihe zur Coronakrise kommen diesmal Thomas Schenk und Steve Kirschke zu Wort. In Oranienburg kennt man sie aus dem “Kellerkind”, wo wir auch die 100. Ausgabe von “KeineWochenShow” produziert haben. Sie erzählen, wie es ihnen geht, und es geht um ein neues Projekt, bei dem sich alles um Podcasts dreht.

Wir sprechen natürlich auch über die Coronalage, über die aktuellen Regeln, die irgendwie keiner mehr überblicken kann, und über die Schnelltests – und was denn passiert, wenn dabei ein positiver Wert rauskommt.
Außerdem machen wir einen Ausflug nach Neuglobsow zum Stechlinsee, fragen uns, was Demi-Homosexualität ist, kosten wieder wieder ein Bier – und mehr bei KeineWochenShow #218 auf Youtube.

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RTelenovela

Oranienburg hat einen Knall

Freitag, den 26. Februar 2021
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Es hat geknallt. Wieder mal. Es knallt öfter mal in Oranienburg. Vorzugsweise nachts.
So auch diesmal, und diesmal hatte ich sogar noch das Fenster geöffnet. Es war gegen 1.20 Uhr, es gab einen ordentlichen Knall. Als ob irgendwas zerplatzt ist, als ob was aus Plastik in die Luft geht. Eine Druckwelle gab es nicht, vielleicht war dieser Knall aber auch zu weit weg von mir.
Das passiert öfter mal. Neulich genau um Mitternacht. Manchmal auch gern weit vor Mitternacht.

Und auf den Knall folgt die Knall-Diskussion in der Facebook-Gruppe. Das wird dann aufgeregt gefragt, ob man denn den Knall gehört habe. Alle erzählen, dass sie ihn gehört haben, wo sie beim Knall waren und wie sie sich dabei fühlten. Und dass es doch vielleicht eine Bombe war. Weil alles gezittert habe.
Immer beginnt die Rätselei von neuem. Diesmal war sogar ein Hubschrauber in der Luft, der bis weit nach 3 Uhr offenbar von oben die Stadt absuchte. Gefunden worden ist nichts. Wie immer in solchen Fällen.
Aber dass es sich um einen Böller handeln könnte – nein, nein, das kann gar nicht sein. Da sind sich die Experten bei Facebook einig.

Wenn eine Bombe hochgeht, dann bekommen das wirklich alle mit. Denn dann knallt es nicht nur. Dann gibt es wirklich eine Druckwelle, und dann bebt und wackelt auch kurz die Erde.
Wenn das alles mal eintritt, dann ist wirklich was passiert.
Und so lange freuen sich die Blödmänner, die durch die nächtlichen Explosionen für Angst sorgen.

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Einkaufswagen in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 23. Februar 2021
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Eigentlich wollte ich ja nur schnell mal in die Getränkeabteilung des Oranienburger Supermarktes. Die kann man zum Glück auch erreichen, ohne in den eigentlichen Supermarkt gehen zu müssen. Schnell zwei Flaschen mit Getränke kaufen und wieder weg.
Also, Maske auf – und rein. Es war kaum was los.

Weit kam ich aber nicht. Der Mann an der Kasse meinte, ich bräuchte einen Einkaufswagen. Die Regeln wegen Corona und so. Aus dem Supermarkt weiß ich das auch, am Eingang des Getränkemarktes stand davon nichts. Auch, dass ich ja nur fix zwei Flaschen kaufen wolle, ließ der Mann nicht gelten. Ich müsse einen Wagen nehmen.

Ach, das war mir dann doch zu umständlich, und deshalb fuhr ich weiter. Getränke konnte ich auch noch später kaufen, wenn ich eh den nächsten größeren Einkauf vor mir habe.

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Impfzentrum in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 17. Februar 2021
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Ja, ich bin noch nicht dran. Dennoch konnte ich am Dienstag das Oranienburger Impfzentrum besuchen, aus beruflichen Gründen.
Bevor man dort rein will, muss man erst mal am Einlasser vorbei – und das geht nur, wenn der Einlasser sagt, dass er uns reinlassen darf.

Das Impfzentrum in Oranienburg befindet sich in einer Sporthalle, in der normalerweise Drittliga-Volleyball gespielt wird. Als wir dann drin stehen, schaue ich mich erst mal um.
Ein bisschen gespenstisch ist das ja schon. Es gibt diesen Ort nur, weil es diese Pandemie gibt. Ohne diesen Ort könnte langer Lockdown-Stillstand herrschen. Wenn wir hoffentlich irgendwann geimpft sind, dann könnte alles wieder besser werden.
Man läuft durch eine kleine Schleuse und wird dann zu einem der Empfangstische gebeten. Dort muss man vorlegen, was vorzulegen ist. An vielen der Tische sitzen Leute von der Bundeswehr. Die Leute, die zum impfen gekommen sind, sitzen da oft zu zweit. Senioren, viele schon recht alt.
Sie verschwinden dann irgendwann in den Impfkabinen.

Wir gehen in einen Nebenraum. Nach den Fällen der weggeworfenen Impfdosen wird uns erklärt, dass das passiert sei, weil am selben Tag eine ganze Einrichtung ihren Termin abgesagt habe. Und es sei nicht möglich, dass von dort aus bestimmt werde, wer stattdessen geimpft werde, zumal sie nicht einfach so jemanden impfen dürften, wer gerade keine Priorität habe. Stichwort: Du bist noch nicht dran.

Wir laufen in eine der Kabinen, später zum Bereich, wo die Geimpften eine gute Viertelstunde warten, um zu schauen, ob sie alles vertragen. Bis jetzt sei noch kein Fall eingetreten, bei denen Nachwirkungen aufgetreten sein. Gute 45 Minuten würde man sich im Impfzentrum aufhalten, dann sei alles erledigt.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wann denn mein Impftermin dran ist. Angela Merkel sagt, ich habe noch vor dem Herbstanfang einen Termin. Oder irgendwann 2022.

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