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Regierungspost in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 21. Januar 2021
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Post von der Bundesregierung bekommt man auch nicht alle Tage. Das ist so außergewöhnlich, dass es schon wieder misstrauisch macht.
Am Dienstagabend ploppte aber tatsächlich ein Foto in der WhatsApp-Familiengruppe auf. Da lag ein Brief von der Bundesregierung im Briefkasten.
Der Inhalt war überraschend. 15 FFP2-Schutzmasken! Zwar nicht geschenkt, aber preiswerter als sonst. Da stand auch, dass man sich bis 6. Januar schon drei kostenlos in der Apotheke abholen konnte. Überraschend war, dass wir das erst am 19. Januar erfahren haben. Aber, noch eine Überraschung: zwei Abholscheine für je sechs Masken für 2 Euro. Einlösbar sofort, und der zweite ab Mitte Febuar.

Kann man so was glauben? Das große Rätseln begann. Alle schauten sich alle Details des Briefes an, und würde uns die Bundesregierung belügen? Und wenn es ein Fake wäre: Wer hätte was davon?
Ich googelte und fand einen Beitrag der Ärztezeitung, in der das Prozedere beschrieben stand. 34 Millionen Bundesbürger bekommen diese Post. Ich bis jetzt nicht.
Und inzwischen haben wir auch den Test in einer Oranienburger Apotheke gemacht, und tatsächlich: Es hat funktioniert, und das Regierungsschreiben ist echt.
Ausnahmsweise war das Misstrauen also nicht angebracht.

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15 Kilometer plus x in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 17. Januar 2021
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Nachdem in Oberhavel am Sonnabend zum ersten Mal der Inzidenzwert von 200 überschritten wurde, gelten auch hierzulande schärfere Regeln. Wobei: Nicht wirklich.

Seit heute darf ich mich meinem Heimat-Landkreis nicht weiter als 15 Kilometer entfernen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Brandenburg die Regel, dass der Landkreis als Entfernungsmarke gilt, nicht der Wohnort. Begründet wird das mit den wenig besiedelten Orten, wo es in 15 Kilometern manchmal gar nichts gibt.
Ob die jetzige Regel aber so viel ändert, bezweifele ich. Ich darf immer noch bis in die Berliner Mitte, bis nach Friedrichshain. Ich darf im Norden bis etwa nach Neustrelitz, das sind nicht ganz 70 Kilometer. Bis zur Kreisgrenze hinter Fürstenberg sind es weit mehr als 50 Kilometer.
Viel mehr ist mein Alltagsbewegungsradius sowieso nicht. Es ändert sich nichts. Und für den Job könnte ich sogar noch weiter fahren, was aber nur selten passiert. Und es gibt weitere Ausnahmen – triftige Gründe.
Wirklich neu ist das Versammlungsverbot.

Ich bin wirklich kein Experte darin, wenn es um Maßnahmen geht, um den Coronavirus einzudämmen. Aber die neue Regel ändert im Grunde nichts.
In der kommenden finden neue Beratungen statt, und dann wird es vermutlich weitere Einschränkungen geben. Eine Ausgangssperre ab 18 Uhr würde wirklich weh tun. Die Wirtschaft runterzufahren, würde sehr weh tun. Allerdings tun steigende Fallzahlen und sich füllende Kliniken nicht weniger weh.

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Wiederaufbau am 22. November

Montag, den 11. Januar 2021
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Ich habe es diesmal ein bisschen schleifen lassen. Normalerweise baue ich den Weihnachtskram in meiner Wohnung am Montag vor dem 1. Advent auf. Und am 6. Januar wieder ab. Wie man das eben so macht.

Aber dieses Jahr ist ja bekanntlich alles anders, und da will man es zu Hause besonders kuschelig haben. Und da ich sowieso noch bis einschließlich Sonntag frei hatte, ließ ich auch den Weihnachtskram noch stehen und machte am Sonnabendabend noch das große Kerzenabbrennen.
Zudem war ich mir auch mit den Nachbarn vom Haus gegenüber einig, dass wir die Weihnachtzeit noch ein bisschen verlängern. Dort war auch am Sonntagabend noch die Beleuchtung im Fenster. Und auch ansonsten habe ich am Wochenende in Oranienburg noch hier und da ein paar Lichter gesehen.

Ich beendete die Weihnachtszeit am Sonntagnachmittag. Das kleine Bäumchen und der anderen Kram kommt in die Türe und die in die Abstellkammer. Alles, was dekotechnisch winterlich ist, darf noch stehenbleiben.
Am 22. November 2021 werde ich mich dann freuen, wieder weihnachtlich zu dekorieren.

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Bahnbekanntschaften (92): Nasenfrei in Zeiten des Coronavirus

Freitag, den 8. Januar 2021
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(91) -> 6.7.2020

Für einen Donnerstagnachmittag ist der Regionalbahnsteig in Oranienburg überraschend leer. Aber vermutlich fahren um diese Zeit mehr Menschen aus Berlin raus als nach Berlin rein. Der RE5 kommt pünktlich, und drinnen ist es ebenfalls erstaunlich leer. Ich finde einen Platz, und es ist so wenig los, dass ich nicht das Gefühl habe, ich komme irgend jemandem zu nah.

Die wenigen Leute im Abteil tragen eine Maske. Allerdings haben manche Leute immer noch nicht verstanden, wie sie denn die Maske zu tragen haben – nämlich auch über der Nase. Eine Frau in meinem Blickfeld trägt die Maske nur über dem Mund, und auch ein intensiver Blickkontakt vermag daran nichts zu ändern.
Später kommt der Schaffner, um die Tickets zu kontrollieren. Dass die Frau die Maske nicht richtig trägt, scheint er zu registrieren, aber nicht ändern zu wollen – wie übrigens bei einem ähnlichen Fall auf dem Rückweg auch. Der Schaffner scheint Ärger aus dem Weg gehen zu wollen. Aber vielleicht auch nur leer, weil es nicht so voll ist.

In Berlin-Gesundbrunnen wird der RE5 sogar noch leerer. Es steigen viele Leute aus, aber kaum Leute ein. Als der Zug zum Hauptbahnhof rollt, sind wir noch eine gute Handvoll im Waggon.

Der Hauptbahnhof in Berlin ist an diesem Donnerstagnachmittag auch eher schwach frequentiert. Alle Läden, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, sind geschlossen. Im Imbiss bieten ihre Speisen nur zum Mitnehmen an. Wo ich allerdings die McDonald’s verputzen darf, ohne von den Gelbwestlern aufgegabelt zu werden, weiß ich nicht. Also ziehe ich den Fischimbiss vor, kaufe mir eine Backfischbox und spieße sie etwas abseits auf dem Bahnsteig auf. Alles gerade ein bisschen umständlich. Aber wenn’s hilft…

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Fast schneefrei

Dienstag, den 5. Januar 2021
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In vielen Gegenden hat es in den vergangenen Tagen geschneit. In meiner Instagram-Timeline sehe ich beispielsweise Fotos aus dem Süden Brandenburgs, wo wohl ordentlich Schnee liegt. Selbst aus Mecklenburg-Vorpommern liest man Nachrichten von schneebedingten Unfällen auf der Autobahn.

Nur an Oranienburg scheint der Schnee mal wieder vorbeigezogen zu sein. Am Sonntagnachmittag bildete sich eine leichte Schneedecke immerhin auf Wiesen, Dächern und Autoscheiben. Die Straßen selbst blieben weiterhin schneefrei und grau, und selbst das bisschen Schnee auf den Wiesen hat sich nicht gehalten.
Aber das ist so eine Eigenheit von Oranienburg, dass gewisse Wetterlagen um die Gegend herumziehen, weil es gerade hier einen Grad zu warm ist oder wenig Niederschlag runterkommt.

Wie schön wäre es doch, wenn Normalität herrschen würde und man überall hin reisen könnte – um zum Beispiel ein bisschen Schnee erleben zu können…

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KeineWochenShow

#209 – 2020? Kann weg!

Mittwoch, den 30. Dezember 2020
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Die letzte KeineWochenShow des Jahres! Für den Jahresrückblick 2020 rücken wir schon auf den Donnerstag, auf Silvester vor.
Wir haben wieder unsere Listen: Unsere Lieblingsmusik, Lieblingsbücher, Lieblingsfilme (plus Filmflops) und die Tops und Flops aus dem Fernsehen und Stream. Dazu die Hitlisten mit den beliebtesten RTests und KeineWochenShows 2020!

Außerdem geht es um die Heiligabend-Gottesdienste 2020 in Schmachtenhagen, Oranienburg und Kremmen – und auch online gab es eine Predigt. Und wir trauern um McDonalds in Teschenhagen auf Rügen.
Das und mehr in KeineWochenShow #209 auf Youtube!

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To go oder so in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 29. Dezember 2020
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Manche Imbisstanten haben die Sache mit dem Lockdown und “To go” noch nicht so richtig verstanden. Neulich stand ich an einem Oranienburger Imbiss und hatte einen Cheeseburger und eine Portion Pommes bestellt.
Als sie die Pommes direkt vor mir ablegte, meinte ich: Packen Sie die gar nicht ein? Und sie so: Das haben Sie aber nicht gesagt! Und ich so: Sie dürfen doch eh nur “to go” verkaufen. Und sie so: Aber das müsse ja nicht heißen, dass sie das einpacken müsse.

Das wirft Fragen auf. Stehen eigentlich öfter Leute draußen am Imbisstisch rum, um ihr Bierchen zu süffeln? Und verkauft die Dame hinterm Fenster nie irgendwas, was sie einpackt? Und wie sollte ich denn einen Cheeseburger und Pommes to go essen? Dampfend und stinkend in der Bahn? Während ich laufe?
Die Frau wurde jedenfalls etwas pampig, und das, weil sie die schmackhaften Speisen nun unangenehmerweise einpacken musste. Dass to go auch einpacken heißt, das war ihr vollkommen unklar, und eigentlich hielt sie mich auch für vollkommen bescheuert, dass ich das Zeug eingepackt haben wollte.
Als ich ihr beim Rausgehen jedenfalls einen schönen Tag wünschte, antwortete sie nicht.

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