RTelenovela

Es taut! Schnell noch fegen!

Dienstag, den 12. Dezember 2017
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Morgens um 4.30 Uhr in Oranienburg. Es hat geschneit, die Straßen sind mit Schnee zugedeckt.
Also, eigentlich müsste man sagen: Sie waren mit Schnee zugedeckt. Waren es vor Mitternacht noch -1 Grad in der Stadt, so kletterte die Temperatur bis 4.30 Uhr auf 3 Grad. Der Schnee taute weg.

Das hinderte die Leute von der Straßenreinigung aber nicht, schnell noch auf Tour zu fahren. Es war wohl ein kleines Wettrennen: Wer ist schneller? Die Schneeräumer oder der wegtauende Schnee selbst?
Mit der Kehrmaschine fuhren sie die Straße entlang – mit großem Radau. Sie kratzten die Straße entlang, die an vielen Stellen längst nicht mehr schneebedeckt, sondern voller Pfützen waren.
Die Schneeräumer aber blieben ehrgeizig – sie mussten ja einen Grund haben, warum sie ausgerückt sind. Mit einem Besen räumte einer den letzten Matsch weg, der vermutlich eine Stunde später sowieso weg gewesen wäre.

Nicht falsch verstehen: Die machen einen guten Job, und wir können dankbar sein, dass es sie gibt. Aber dieser Einsatz wirkte dann doch irgendwie skurril.

KeineWochenShow

#49 – Vibrator statt Kalter Platte

Montag, den 11. Dezember 2017
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Zum 2. Advent haben wir in der “KeineWochenShow” endlich auch eine richtige Kerze, die man auch wirklich sieht. Und die passenden Weihnachts-CDs und ein Buch gibt es noch obendrauf.

Ansonsten wird es nicht so festlich. Obwohl: So genau weiß man ja nicht, ob der Vibrator in einem Oranienburger Briefkasten ein Weihnachtsgeschenk war. Jedenfalls sorgte er für Wirbel. Außerdem sprechen wir über die Ereignisse auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt, als es ein Zwischenfall mit einem Paket gab – die sich als DHL-Erpressung herausstellte. Zur Beruhigung gibt’s eine Kalte Platte – wobei es mit der Beruhigung dahin ist, wenn man den Preis dafür erfährt.

Das und viel mehr gibt es in Folge 49 von “KeineWochenShow” auf Youtube.

RTelenovela

Radler haben immer Recht – und Vorfahrt

Dienstag, den 21. November 2017
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Immer wieder gibt es in Oranienburg schwere Unfälle mit Radlern und Autos. In der Folge wird meistens darüber diskutiert, ob alles besser wäre, wenn Autos in der Innenstadt nur noch Tempo 30 fahren dürften.
Dabei würde es schon helfen, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten würden – auch die vermeintlich schwächeren Radfahrer.
Zwei Beispiele.

Bernauer Straße, Ecke Stralsunder Straße. Ich habe Grün und will links in die Bernauer abbiegen. Plötzlich sehe ich, wie ein älterer Herr auf dem Rad von der Innenstadt kommend vom Radweg plötzlich nach links auf die Straße schert und rüber rollt. Ich musste scharf bremsen, weil ich ihn in der Geschwindigkeit so schnell nicht wahrgenommen habe – und schon gar nicht ahnen konnte, dass der Radler nicht anhält, sondern über die Straße rollt. Was er dort nicht darf. es ist noch mal gut gegangen.

Willy-Brandt-Straße, Ecke Mittelstraße. Aus der Mittelstraße kommend muss ich auch auf Radler achten, die entgegen der Einbahnstraße auf dem Radweg fahren dürfen. Fast hätte ich dennoch einen Mann übersehen, der nicht auf dem Rad-, sondern auf dem Fußweg unterwegs war. Und natürlich erbost schien, dass ich so unverschämt war, ihn so spät wahrzunehmen.

Davon, dass Radfahrer anscheinend nicht mehr Fahrtrichtungsänderungen anzeigen müssen, ganz zu schweigen. Wollen Radfahrer sicherer unterwegs sein, wollen sie Kollisionen mit Autos vermeiden, dann wäre es hilfreich, wenn auch sie sich an Vorschriften halten. Ich als Autofahrer muss das auch.

KeineWochenShow

#45 – Peter Maffay und die Geister

Montag, den 13. November 2017
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Nein, das ist keine Störung. Das ist auch kein Schnittfehler. Aber am Anfang von Ausgabe 45 von “KeineWochenShow” passiert erst mal eine Weile gar nichts. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr aber natürlich auch.

Außerdem sprechen wir diesmal über die “MTV Unplugged”-Show von Peter Maffay. Es geht um Brother Louie und Puff Daddy, der nicht mehr Puff Daddy und nicht mehr P Diddy heißt. Es geht darüber hinaus um eine marode Brücke in Oranienburg, die nicht sehr lange gehalten hat, um den Kahlschlag entlang der Autobahn in Oberkrämer und um ein großes Jubiläum für den kleinen Trabant.

Und: Wir haben ein Haustier im Studio! Was Sat.1 im Frühstücksfernsehen mit einem Hund etabliert hat, machen wir nun mit einem anderen Tierchen. Schaut selbst – auf YouTube!

KeineWochenShow

#42 – Rares für Bares

Montag, den 23. Oktober 2017
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Folge 42 von “KeineWochenShow” ist einen Tick kürzer als sonst. Wir haben nämlich diesmal drei Einspieler, die wir von der Aufnahmezeit abziehen mussten, und irgendwie habe ich mich wohl ein wenig verrechnet. Was allerdings an einem Schnitt mittendrin liegt (ihr werdet ihn merken), an dem die Batterie der Kamera leer war und wir neu ansetzen mussten.

Diesmal trödeln wir, allerdings schon ein paar Tage vor der Sendungsaufzeichnung. Sowohl ich als auch MetalMewes haben uns vom privaten Flohmarkt drei Dinge ausgesucht, die wir euch präsentieren – und wenn ihr Interesse an einem Kauf habt, könnt ihr das kommentieren. Hier oder auf Youtube.

Ansonsten werten wir die Oranienburger Bürgermeisterwahl ein wenig aus. Es geht um die Hohen Neuendorfer Spielshow “Wer besiegt Paul?”, und endlich wissen wir: Bier ist gesund! Und apropos Bier: Eine Freundin hat uns einen ganzen Beutel mit Bier zukommen lassen – das erste Probierbier hat es gleich in die Sendung geschafft.

Ausgabe 42 von “KeineWochenShow” gibt es auf YouTube.

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Kleines Nutella, großer Preis

Mittwoch, den 18. Oktober 2017
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Nutella gibt es jetzt auch im 25-Gramm-Glas. Also in der Minimini-Version. Als ich neulich im Oranienburger Edeka-Markt vor der Palette mit den kleinen Gläschen stand, war ich echt baff. Denn ein Glas kostet satte 89 Cent.
Was erst mal nicht so teuer klingt, wird teuer, wenn man mal beginnt, zu rechnen. 100 Gramm Nutella kosten 3,56 Euro. So viel kostet sonst nicht mal ein großes Glas Nutella mit 450 Gramm. Mit 25-Gramm-Gläsern würden wir unfassbare 16,02 Euro bezahlen, würden wir so viel kaufen, um auf 450 Gramm zu kommen.

Ich stand also vor der Palette und fragte mich: Wer kauft so was? Da kam, wie auf Bestellung, eine junge Frau. Sie schaute kurz und nahm sich dann vier Gläser.
Mahlzeit.

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Endlich ist der Wahlkampf zu Ende!

Montag, den 16. Oktober 2017
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Endlich ist es vorbei! Fast drei Monate Wahlkampf sind in Oranienburg zu Ende gegangen, und am Ende war er erstaunlich schmutzig.
Alexander Laesicke (parteilos) wird neuer Bürgermeister von Oranienburg. Er löst seinen Vater ab. Hans-Joachim Laesicke (SPD) leitet seit 1993 die Geschicke der Stadt und wird sie nun also Anfang 2018 an seinen Sohn abgeben.
Laesicke-Junior setzte sich letztendlich gegen sieben Gegenkandidaten durch, in die Stichwahl ging er mit Kerstin Kausche, die für CDU und FDP ins Rennen ging.

Eine nie da gewesene Schmutzkampagne fegte über Oranienburg hinweg. Kausche-Gegner gruben uralte Geschichten aus. 2011 schrieb der “Focus” über eine Immobiliengeschichte in Hohenbruch, die Kausche in ein schlechtes Licht rückt. Dazu sind Flyer verteilt worden, auf denen der alte Kram ebenfalls verbreitet worden ist. Es wurde so getan, als ob das alles neu und die Story nie aufgedeckt worden sei. Dabei hatte sich Kausche 2011 lang und breit dazu geäußert, die Lokalpresse schreib damals diverse Berichte, und die Geschichte war eigentlich vom Tisch.
Das hinderte ihre Gegner nicht daran, bei Facebook immer wieder darauf rumzureiten. Selbst Gesprächsangebote Kausches wurden dort schlicht ignoriert, um danach dreist zu behaupten, es habe nie ein Gesprächsangebot gegeben. Da wird gelogen und geleugnet, wenn plötzlich Gegenfragen kommen.
Eine bemerkenswerte Schmutzkampagne, die Oranienburg in dieser Form noch nicht erlebt hat.

Tatsächlich hat Kerstin Kausche die Wahl verloren, und am Sonntagabend zeigte sie sich als schlechte Verliererin. Ich war dienstlich im Wochenendeinsatz und war als Reporter auf der Kausche-Wahlparty in Oranienburg. In dieser halben Stunde hat Kausche mir unbewusst gezeigt, warum sie vermutlich keine gute Vertreterin der Oranienburger gewesen wäre.

1. Kausche schob die verlorene Wahl darauf, dass sie nicht gegen Laesicke-Junior, sondern gegen Laesicke-Senior verloren habe. Hans-Joachim Laesicke habe die besseren Netzwerke gehabt. Was natürlich eine Behauptung ist, die sie nicht nachweisen kann. Kompetenz habe nicht gezählt bei den Leuten, sondern nur der Name. Und ob sie Laesicke anrufen werde, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren, wollte sie gar nicht erst sagen. Aber ihr Blick sprach Bände. Fehler bei sich fand sie offenbar keine.

2. Als ich gerade ein Foto von der gesamten Kausche-Wahlkampfgruppe machte (ich wollte das gar nicht, sondern nur die engsten Kollegen, weil ich gar keine Verwendung für ein Foto mit 30 Leuten drauf habe, aber es wurde mir quasi aufgezwungen), traf der Kollege der anderen Zeitung ein.
Kerstin Kausche rief, dass nur ich dieses Foto machen dürfe. Woraufhin ich meinte, dass es mir nichts ausmache, wenn der Kollege auch fotografiert. Diese Exclusivität fand ich unnötig. Der Kollege machte dann aber kein Foto.
Kerstin Kausche verschwand dann ganz schnell, und ihr Mann kam auf meinen Reporterkollegen zu und erklärte ihm, dass er weder Fotos bekomme noch einen Kommentar zum Ausgang der Wahl. Ob Frau Kausche das ihm nicht persönlich sagen könne, fragte der Kollege. Konnte sie nicht. Tatsächlich ging der Kollege dann wohl wieder, und ich habe mir später sagen lassen, dass es in der anderen Zeitung vor der Wahl einen Artikel gegeben habe, der der CDU nicht gepasst habe. Ich kenne den Text nicht, deshalb kann ich dazu nichts sagen.
Klar ist es unschön, wenn es nicht genehme Artikel gibt – aber ein Boykott gegenüber bestimmten Medien durch eine Frau, die gerade noch Bürgermeisterin werden wollte? Ich finde das empörend, und es wirft ein ganz mieses Licht auf Kerstin Kausche und auf ihr Verständnis der (manchmal unangenehmen) Pressefreiheit. Sie gibt also Medien, die Dinge schreiben, die ihr nicht passen, keine Auskünfte mehr. Hätte sie das auch als Bürgermeisterin getan?

3. Als sie von der Ortsvereinschefin Blumen bekam und die ihren Dank an Kausche aussprach, hielt auch Kausche noch mal eine kleine Rede an ihre Leute von CDU und FDP. Darin sagte sie sinngemäß, dass ja wohl 55 Prozent der Oranienburger nicht genug Hirn besäßen. Damit meinte sie vermutlich die 55 Prozent, die Laesicke gewählt haben. Aaah ja.
Kerstin Kausche hält also alle für doof, die sie nicht wählen?
Ich habe das Gefühl, dass sie nicht viel von Demokratie hält. Zwar war die gegen sie gerichtete Schmutzkampagne eklig. Aber am Sonntagabend zeigte sie zumindest mir, dass sie die Wahl dann wohl doch völlig zurecht verloren hat.