RTelenovela

Immer rechts herum!

Samstag, den 21. Juli 2018
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Wenn ich vom Scheunenviertel in Kremmen nach Hause nach Oranienburg fahre, muss ich nicht ein einziges Mal links abbiegen.

Ich weiß, diese Information reißt dich gerade voll vom Hocker. Aber für mich war sie in den vergangenen Tagen ziemlich wichtig. Denn mein vorderer Linksblinker am Auto war defekt.
Hieß für mich: Linksabbiegen am besten vermeiden.
So fuhr ich von der B 96 kommend auch nicht in Oranienburg-Süd runter in die Stadt, sondern erst in Zentrum-Süd, weil es in der Walther-Bothe-Straße den Kreisverkehr gibt, aus dem man ja bekanntlich nur rechts ausfahren kann.
Du kannst dir vorstellen, dass ich die Gegend mal aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet habe.

In der Werkstatt behob ein Monteur das Problem, und ich bin vorher schon gewarnt worden: Kostet 25 Euro! So stand ich schon mit meiner Bankkarte in der Hand am Tresen der Werkstatt, als es hieß: 4,72 Euro. Da war ich dann wirklich mal positiv überrascht.

RTelenovela

Mit Karte zahlen? Aber doch nicht hier!

Donnerstag, den 12. Juli 2018
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Schweden ist nicht nur ein schönes Land. Man könnte auch meinen, dass sie dort technisch weiter sind als wir – auch in Sachen Kundenservice.

Ich habe es im Urlaub erlebt. Bargeld spielt in den Läden dort kaum noch eine Rolle. Alles wird mit der Bankkarte bezahlt – selbst die Kugel Eis am kleinen Büdchen. Es gibt dort inzwischen sogar Läden, in denen sie gar kein Bargeld mehr annehmen. Auch gibt es dort überall W-Lan, ist da ganz selbstverständlich.

Zurück in Deutschland: Neulich waren wir bei einem Oranienburger Bäcker, ich gab eine Frühstücksrunde aus und wollte die knapp 20 Euro mit Karte zahlen. Die Verkäuferin teilte mir mit, dass das nicht gehe. Und ich so: Warum nicht? Da war die Frau hinter der Theke perplex, wie ich denn so dreist so etwas fragen konnte. Und dabei habe ich mich noch nicht mal nach dem W-Lan erkundigt.
Hierzulande scheint es vielerorts total selbstverständlich zu sein, auf Kundenservice zu verzichten und zum Bargeldverkehr zu zwingen. Dabei könnte das alles so einfach sein.

RTelenovela

ABBA vs. Fußball (2)

Montag, den 18. Juni 2018
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(1) -> 15.6.2018

Neulich hatte ich mich ja ein bisschen geärgert, dass beim Oranienburger Stadtfest ausgerechnet die ABBA-Show parallel zum Auftaktspiel der Deutschen bei der Fußball-WM stattfindet. Ich konnte nicht glauben, dass es auf dem Schlossplatz rappelvoll ist, wenn das Event steigt, während die WM auf den ersten Höhepunkt zustrebt.
Letztlich hatte ich am Sonntag beides.

Wir haben uns einen Ort für Public Viewing gesucht. Fündig wurden wir im italienischen Restaurant am Rande des Schlossplatzes. Draußen stand ein großer Fernseher, und wir hatten uns einen Tisch in Sichtweite reserviert.

Das Spiel begann, und eine halbe Stunde später begann nebenan auch die ABBA-Show. Wie viele Leute dort waren, konnten wir nicht sehen. Aber sehr viele können es nicht gewesen sein, weil es allgemein relativ leer auf der Straße war.
Aber wir hatten die Musik im Hintergrund: von “Waterloo” bis “Thank you for the Music”. Während Deutschland auf dem Weg zum Mexiko-Desaster war, kamen aus der Ferne die Klänge der schwedischen Kultband.
Noch viel toller wäre es natürlich gewesen, wenn wir direkt nach dem Spiel hätten rüberlaufen können, um dann dieses Musikevent erleben zu können…

RTelenovela

ABBA vs. Fußball

Freitag, den 15. Juni 2018
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Die Programme bei den Oranienburger Stadtfesten sind ja immer so eine Sache. Als Oranienburg 2016 den 800. Geburtstag feierte, da waren viele zu recht enttäuscht, dass ein wirkliches Programmhighlight fehlte. Hubert Kah war zwar da, ein Promi also, aber eigentlich haben sich während seines Auftrittes viele gewünscht, dass man hätte besser jemanden engagieren sollen, der singen kann.

2018 gibt es wieder ein Stadtfest. Am Sonnabend gibt eine Art Michael-Jackson-Show. Ein Highlight am Sonntag ist eine ABBA-Show. Und ABBA ist ja immer irgendwie eine feine Sache. Blöd nur: Die Show beginnt um 17.30 Uhr. Und da gibt es ja parallel noch ein anderes Ereignis: In Russland findet das erste WM-Vorrundenspiel der deutschen Fußballer statt. Es könnte sein, dass das ein paar Leute interessiert. Und es könnte sein, dass die ABBA-Show darunter leidet.

Ich frage mich ja, ob man als Planer eines solchen Festes nicht mal schaut, wie denn das mit der WM aussieht. Immerhin steht der Plan seit Ende des vergangenen Jahres fest. Wer wann in der Vorrunde spielt, weiß man nicht erst seit drei Wochen.
Warum plant man so ein Programm nicht enstprechend? Warum gibt es kein Public Viewing? Warum pausiert das Kulturprogramm in der zeit des Spiels nicht. ABBA um 20 Uhr wäre nach so einem WM-Spiel doch sicher ein Knaller.
Aber soll halt nicht so sein.

KeineWochenShow

#75 – Alter, schmeiß’ das Bier raus!

Sonntag, den 10. Juni 2018
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Kleines Jubiläum! Hier kommt schon Ausgabe #75 von KeineWochenShow! Diesmal sprechen wir über “Astro-Alex”. Alexander Gerst ist ein deutscher Astronaut, der in dieser Woche zur ISS aufgebrochen ist.

Die Jubelfeier wird allerdings erschüttert durch einen Bierskandal. Ein zum Test vorgeschlagenes Bier muss leider aus dem Studio geschmissen werden – warum, erfahrt ihr in der Sendung.

Außerdem geht es um das Oranienburger Stadtfest und die Planung rund um die Fußball-WM, die irgendwie ziemlich kollidieren. Wir sprechen wir Flecki, ein Wildschwein, das die Bewohner von Hennigsdorf um den Verstand bringt.

Alles das und mehr in KeineWochenShow #75 auf YouTube.

aRTikel

Resist to Exist: Festival findet statt – stand aber auf der Kippe

Mittwoch, den 6. Juni 2018
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Vom 3. bis 5. August findet in Kremmen wieder das Punkfestival „Resist to Exist“ statt. Spätestens nach dieser Auflage müssen sich die Veranstalter aber über einen Bebauungsplan für die Festwiese Gedanken machen.

MAZ-online Oberhavel, 5.6.2018

Flatow.
Zum dritten Mal findet Anfang August in Kremmen das Punk-Festival „Resist to Exist“ statt. Das war in den vergangenen Wochen nicht sicher, zwischenzeitlich stand es auf der Kippe. „Aufgrund der Tatsache, dass das Festival nun offensichtlich regelmäßig, nämlich jährlich stattfinden soll, bedarf es einer Baugenehmigung“, sagte Irina Schmidt, die Pressesprecherin im Landratsamt, am Dienstag. Dafür wiederum müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Warum dies erst jetzt ein Thema sei, beantwortet Irina Schmidt so: „Da bisher nicht klar war, ob das Festival eine regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung ist, hat sich die Frage der Genehmigungsfähigkeit bislang nicht gestellt.“ Allerdings hatte der Veranstalter bereits im vergangenen Jahr verkündet, die Wiese auch in den nächsten Jahren mieten zu wollen. Dafür ist auch im Sommer 2017 ein entsprechender Vertrag mit dem Besitzer der Flächen abgeschlossen worden.

Am 30. Mai gab es ein Treffen mit Vertretern der Bauaufsichtsbehörde und den Festivalorganisatoren im Oranienburger Landratsamt. Ergebnis: In diesem Jahr kann „Resist to Exist“ stattfinden. Die untere Bauaufsichtsbehörde gehe in diesem Jahr „unter Zurückstellung erheblicher Bedenken von einer Baugenehmigungsfreiheit aus“, so Irina Schmidt. „Während des Gesprächs wurde aber unmissverständlich darauf hingewiesen, dass zur Durchführung des Festivals im nächsten Jahr eine Baugenehmigung erforderlich sein wird. Es müsste also unverzüglich mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans begonnen werden.“
Im Verlaufe des Gesprächs habe sich zudem herausgestellt, dass all diese Informationen für die Veranstalter nicht neu waren, so Irina Schmidt. Auch in Berlin, wo das Festival in den Jahren zuvor stattfand, bedurfte es – den Angaben der Veranstalter zufolge – zu seiner Durchführung stets einer Baugenehmigung. Auch sei den Veranstaltern bewusst gewesen, dass sich eine Baugenehmigungspflicht erst dann ergebe, wenn die Veranstaltung mit einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinde.

Dass ein Bebauungsplan aufgestellt werde, müsse vom Veranstalter ausgehen, sagte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) am Dienstag. Danach müssten die Stadtverordneten darüber sprechen. Er stellte klar, dass er sich nicht gegen das Festival in Kremmen gewehrt habe. Allerdings frage er sich, ob das Event für Kremmen einen wirtschaftlichen Nutzen habe. Er sehe den nicht. „Aber viele freut es“, sagte der Bürgermeister außerdem. Und wenn sich die Festivalbesucher vernünftig verhalten würden, dann sei das Event für Kremmen kein Problem.
Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr kaum Schwierigkeiten. 2500 Besucher kamen zum Festival. Einige Anwohner beschwerten sich über vermehrten Müll oder Lärm. Probleme gab es zwischenzeitlich im örtlichen Supermarkt mit den Pfandautomaten.

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (48): Blinker geht. Geht nicht. Geht.

Samstag, den 2. Juni 2018
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(47) -> 25.4.2018

Eigentlich ist das ja ein uralter und schlechter Gag: Geht der Blinker? Geht. Geht nicht. Geht. Und so weiter.
Neulich aber, auf dem Weg nach Berlin, ging der vordere linke Blinker plötzlich gar nicht mehr. Die moderne Technik im Auto macht es möglich, dass mir das im Cockpit auch gleich angezeigt wird.
Am Sonntagnachmittag kann man da natürlich nicht viel machen. Außer vielleicht: nicht so oft nach links fahren. Hinten wurde zwar noch geblinkt, aber wegen des fehlenden vorderen Impulses in doppelter Geschwindigkeit.

Irgendwie war damit klar: Montag geht’s in die Werkstatt.
Bis ich später wieder in Oranienburg war – und der Blinker plötzlich wieder ging. Keine Warnlampe mehr. Dafür regelmäßiges Blinken.
Nanu?

Nächste Fahrt: nach Kremmen. Als ich in Oranienburg losfahre, geht der Blinker. An der zweiten Kreuzung ist aber wieder Schluss, Blinker: geht nicht.
In Kremmen angekommen, steige ich aus und haue einmal mit der Faust gegen den Scheinwerfer mit dem Blinker. Und tatsächlich: Es bringt was. Scheinbar muss irgendwas locker sein an der Stelle, denn seitdem geht das Teil wieder. Oder eher: Geht. Geht nicht. Geht.