RTelenovela

Fastenzeit 2018, Tag 4

Sonntag, den 18. Februar 2018
Tags: ,

Tag 3 -> 17.2.2018

Keine Cola, keine Schokolade. Was es heißt, auf Schokolade zu verzichten, wurde mir klar, als ich am Sonnabend durch das Kaufland in Oranienburg spazierte.
Mir tropfte ganz schön der Zahn, als ich an der Milka-Palette vorbeikam. Nun gilt das Fasten ja nicht für Süßigkeiten im Allgemeinen. Aber selbst bei Keksen hat man kaum eine Chance, denn in oder an den meisten Keksen ist auch irgendwo Schokolade. Eis fällt auch aus, denn an den meisten Sorten ist Schokolade drumherum.
Aber dann der Schock: Da standen die ersten Schokolade-Osterhasen im Regal. Und an die hatte ich ja nun überhaupt nicht gedacht. Die fallen also auch aus – zumindest vor Ostern. Vielleicht werde ich mir einen oder zwei kaufen – für den Härtetest, sich Schokolade in die Wohnung zu stellen und nicht essen zu dürfen.

Schokoladenpudding – joa, der geht aber, habe ich beschlossen. Man muss es ja nicht übertreiben. Und Bonbons – die gehen auch. Nur mag ich die jetzt nicht sooo…

KeineWochenShow

#58 – Oranienburger Karneval! Live!

Sonntag, den 11. Februar 2018
Tags: , ,

“KeineWochenShow” hat zwar die Exklusivrechte an der Übertragung des Oranienburger Karnevals verloren, wir sind aber trotzdem dabei! Im vergangenen Jahr führte der Umzug direkt durch’s Studio (allerdings hinter der Kamera vorbei), diesmal sind wir dabei, wenn er durch die Oranienburger Innenstadt führt. Wir haben eine Reporterin an der Strecke, sie wird uns berichten, wie die Narren durch Oranienburg laufen!

Närrisch ist wohl auch das, was gerade bei der SPD angeht. GroKo kommt vielleicht, Martin Schulz wollte erst, sollte dann aber nicht und will nun selbst nicht mehr. Das große Chaos.
Außerdem geht es um David Hasselhoff, der ja nun wohl doch nicht dafür verantwortlich ist, dass die Berliner Mauer gefallen ist – was nun große Folgen für ihn hat.

In dieser Woche gibt es endlich mal wieder Bier, das nicht abgelaufen ist – aus Finnland! Zu viel Alkohol solltet ihr aber auch nicht trinken, denn die Karnevalsverantwortlichen in Köln haben schon Angst, dass das Fest zu einer Sauforgie wird. Ahja.
Das und mehr in Folge #58 von KeineWochenShow auf YouTube.

RTelenovela

Bombensuche und das lange Warten

Freitag, den 9. Februar 2018
Tags:

Direkt unter meinem Fenster wird momentan nach Bomben gesucht. Das heißt, eigentlich wurde schon vor genau einer Woche unter meinem Fenster nach Bomben gesucht.

Ein bisschen aufregend ist das ja durchaus. Immerhin könnte es rein theoretisch sein, dass die was finden. Und dann müssten wir vermutlich sofort das Haus verlassen. Aber in Oranienburg sehen wir das alles viel gelassener, schließlich sind solche Bomben bei uns (leider) nichts besonderes.

Aber wie gesagt: Das ist eine Woche her. Die zugedeckten Bohrlöcher und die Absprerrungen der Parkplätze und des Gehweges sind immer noch da, obwohl sich seit sieben Tagen nichts mehr getan hat.
Muss man noch irgendwas auswerten? Hat man die Lust verloren? Kann man beim aktuellen Fröstchen nichts mehr machen?
Das Warten auf den Abbau der Baustelle ist nerviger als die Aufregung bei der Bombensuche selbst.

RTelenovela

Vermisst: Schnee

Dienstag, den 6. Februar 2018
Tags: , ,

Wann wird’s mal endlich wieder Winter? Ich könnte die Frage noch präzisieren: In Oranienburg? Am Sonntag sah ich wunderschöne Schneebilder aus vielen Regionen Deutschlands. Auf Instagram posteten zig Leute, denen ich folge, herrliche Winterfotos. Auch aus Fürstenberg. Der Marktplatz ganz in Weiß. So weit weg ist der Winter also nicht.

Und auch die Schneeräumer scheinen so langsam nervös zu werden.
Am Montagfrüh gegen 4.30 Uhr – der SuperBowl war gerade entschieden – hörte ich von draußen das bekannte Geräusch der Schneemaschinen, dazu die orangenen Rundumleuchten.
Doch der Blick aus dem Fenster war erstens ernüchternd – immer noch kein Schnee – und zweitens merkwürdig: Denn das Räumfahrzeug fuhr langsam durch meine Straße, und irgendwie machte es den Eindruck, als suche der Fahrer nach Schnee, den er wegräumen konnte. Oder nach Eisflächen, die hätten gestreut werden müssen. Doch da war in unserem Wohnviertel leider gar nichts zu holen.
Aber vielleicht lag ja irgendwo anders in Oranienburg ein halber Millimeter Schnee, und das Räumfahrzeug ist nicht ganz umsonst durch die Stadt gerollt.

RTelenovela

Er ist (k)ein Linienbus und will uns erziehen

Samstag, den 3. Februar 2018
Tags: ,

Freitagmittag in Oranienburg. Zwei Autos stehen sich gegenüber. Ein Pkw und ein Versorgungswagen der OVG, der Oberhavel-Verkehrsgesellschaft. An dieser Stelle, in der Stralsunder Straße, ist die Straße einspurig, eine Ampel regelt den Verkehr. Allerdings darf stadteinwärts nur Linienverkehr die Ampel nutzen, alle anderen müssen eine Umleitung fahren.
Ob der Autofahrer das Rotlicht übersehen hat, habe ich nicht mitbekommen. Nur, dass sich beide Wagen auf der schmalen Straße gegenüber standen. Das dauerte ein wenig, aus der Ferne war zu sehen, dass der OVG-Fahrer wütend mit den Armen wedelte.

An der Ampel staute sich schon der Verkehr, unsere Ampel zeigte längst Grün, und wenn ich ganz vorn gestanden hätte, wäre ich ja frech losgefahren, um den Pkw-Fahrer da vorn zu “unterstützen”.
Der aber zog den kürzeren und fuhr rechts auf den Gehweg, um Platz zu machen. In der Zwischenzeit fuhr aber ein Auto vom in der Engzone befindlichen Parkplatz los – und dieselbe Szene entstand. Auch das Auto musste zurücksetzen.

Der OVG-Mann konnte natürlich nicht einfach losfahren und die Straße freimachen. Nein, er sah für sich noch einen Erziehungsauftrag und teilte dem Autofahrer mit, was er denn gerade falsch gemacht hat. Während wir weiter warteten und ich langsam mal die Schnauze voll hatte.
Denn wir wollen mal festhalten: Der OVG-Fahrer, der sich die Fahrt freistritt, hatte gar nicht das Recht, dort durchzufahren. Denn er fuhr zwar ein OVG-Fahrzeug – war aber kein Linienverkehr. Der Erziehungsmann war also nicht mal wirklich erziehungsberechtigt. Aber vielleicht war es ihm sehr wichtig, mal Recht zu haben. Aber nächstes Mal kann er trotzdem gern – wie alle anderen auch – die Umleitung nutzen. Oder sich einen Bus nehmen, um durch die Baustelle zu fahren.

RTelenovela

Weggelegtes

Mittwoch, den 31. Januar 2018
Tags:

Ich gehe gern abends nach 20 Uhr einkaufen. Da hat sich die Lage in Oranienburgs großen Supermärkten schon deutlich entspannt. Außerdem gibt es dort immer wieder spannende Beobachtungen.
Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen: Da stehe ich vor dem Regal mit den 31 Joghurtsorten, und plötzlich entdecke ich mittendrin einen Margarinewürfel. Gehört da nicht hin. Liegt aber trotzdem da. Oder im Regal mit den Milchsorten hat sich eine Tafel Schokolade verirrt. Mitten auf der Truhe mit den Pizzen stand neulich eine Flasche Ketchup. Und in der Colakiste stand ein einsamer Orangensaft.

Die Frage, was es damit auf sich hat, ist allerdings einfach zu beantworten. Auch weil ich (und jetzt flüstere ich ein bisschen verschämt) das auch schon mal gemacht habe. Es kommt nämlich schon mal vor, dass man eine Ware bereits im Einkaufswagen zu liegen hat und plötzlich denkt: Och nö, brauche ich doch nicht. Anstatt es zurück zu bringen, legt man es heimlich woanders hin. Wer abends aufmerksam durch den Supermarkt schlendert, wird sehen: Das ist kein Einzelfall.

RTelenovela

Aggressives Pulverfass

Donnerstag, den 25. Januar 2018
Tags: , ,

In Lünen hat ein 15-Jähriger einen anderen 15-Jährigen in den Hals gestochen. Angeblich weil er der andere dessen Mutter provozierend angeguckt hat.
Genau, er hat geguckt.
Aber so läuft das heute offenbar: Guckt man einen anderen aus welchem Grund auch immer, scharf an, dann ist das Echo meist höchst unerfreulich. Dann wird gleich gepöbelt, im schlimmsten Fall geprügelt.

In Oranienburg ist ein 15-Jähriger zusammengeschlagen worden, eine Gruppe trat dann auf ihn ein. Angeblich, weil er jemanden angesprochen hat, weil er von dessen Fahrradlicht geblendet worden ist.
Neulich gab es auf der Oranienburger Schulstraße mal wieder lautstarken Zoff. Ein Fußgänger sprach einen jungen Autofahrer an, weil er auf dem Gehweg parkte. Der Gehwegparker wurde darauf laut und extrem aggressiv. Wie man es denn wagen könne, ihn anzusprechen. Ich muss nicht mal das Fenster aufmachen, ich konnte auch so alles hören.

Immer wieder hört man davon. Leute fühlen sich gestört, wenn man sie auf etwas hinweist, wenn man sie in ihrer Welt stört. Dann ist die Freundlichkeit im Eimer, und man muss Angst haben, verprügelt zu werden.
Es herrscht immer öfter eine große Aggressivität, es scheint, als ob viele Menschen ein so großes Stress- und Frustlevel haben, dass sie ein Pulverfass sind. Dass im Gegenzug immer mehr Menschen in solchen Situationen nicht mehr eingreifen wollen, kann da nicht verwundern. Ein Teufelskreis.