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Lichtblitz und Knall

Mittwoch, den 16. Januar 2019
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Es war am Sonnabend, kurz vor Mitternacht. Ich fuhr mit dem Auto auf den Lehnitzer Bahnhof zu, als darüber ein Blitz aufzuckte. Ich dachte mir wenig dabei und glaubte an einen Blitz, wie ihn die Eisenbahn manchmal an irgendwelchen Oberleitungen erzeugte. Das Radio war eingeschaltet, weshalb ich nicht hören konnte, dass zu diesem Lichtblitz offenbar auch noch ein Knall gehörte.

Dieser schreckte halb Oranienburg auf, wie ich erst am nächsten Tag in einer Facebook-Gruppe gelesen habe. Dabei kommt das tatsächlich ja hin und wieder vor. Erst eine gute Woche zuvor gab es in der Nacht schon mal einen gewaltigen Knall, der in der Innenstadt zu hören war.
Das sind die Momente, wo ich kurz zum Fenster laufe, es öffne und lausche. Passiert nichts, war auch nichts. Ein Megaböller vielleicht. Oder man liest am nächsten Tag von einem gesprengten Zigarettenautomaten. Was der Knall am Sonnabend zu bedeuten hatte, scheint momentan aber ein unlösbares Rätsel zu sein.

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Frag Google (14): Ist Einpullern in oder out?

Mittwoch, den 9. Januar 2019
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(13) -> 24.2.2016

Und wieder haben sich zehn Suchanfragen gefunden, mit denen User auf meine Seite gelangt sind – und die weitere Fragen aufwarfen oder besonders seltsam waren.

1. “oranienburg intim”
Will man das?

2. “wer will moderatorin aus frühstücksfernsehen gern ficken und warum?”
Ob sich da jemand gemeldet hat?

3. “ich glaube du hast dich eingepullert”
Ich glaube nicht.

4. “Schwudke amtsgericht”
Schwuttke!

5. “dringend pipi müssen story”
Ja, total spannend!

6. “Susan Stahnke nackt”
Ist das schon pervers?

7. “Schrottwichteln in oder out”
In!

8. “babestation24 kalender”
Kleben die?

9. “babestation 24 funktioniert nicht nicht mehr”
Oh nein!

10. “fernseher reparatur flatow”
Viel Glück!

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Abgeschmückt – Weihnachten ist vorbei

Montag, den 7. Januar 2019
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7. Januar. Weihnachten ist nun wirklich vorbei. Das kleine Weihnachtsbäumchen wird wieder eingemottet, ebenso der Lichterbaum und das ganze Gedöns, was sich noch so in den vergangenen Jahren angesammelt hat.
Am Sonntag leuchteten auch in der Oranienburger Innenstadt noch die Lampen der Lichterketten entlang der Hauptstraßen. Auch der Weihnachtsbaum vor dem Schloss wird wieder abgebaut. Die Stadt wird wieder ein wenig trister.

Irgendwie ist das ein bisschen deprimierend. Der Januar ist sowieso eine dunkle Zeit. Alles wieder auf Anfang, die Arbeit geht wieder los, der Alltag zieht wieder ein.
Aber andererseits: Bald geht es wieder ins Theater. Treffen mit Freunden sind auch schon arrangiert. Das Dschungelcamp startet demnächst, und der nächste Urlaub ist auch schon in Planung.
Alles geht weiter. Und der Weihnachtskram wird auch wieder aufgebaut – am 25. November.

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RTelenovela

Geht am 2. Januar leider gar nicht

Sonntag, den 6. Januar 2019
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Man könnte meinen, dass am 2. Januar der Alltag wieder beginnt. Zumindest dann, wenn man keinen Urlaub hat. Doch da lag ich falsch. Denn am 2. Januar gibt es einige Dinge, die an diesem Tag schlicht weg nicht gehen.

In Wittenberg will ich am 2. Januar ein paar Postkarten in den Briefkasten werfen. Ich laufe durch die Innenstadt, suche und finde endlich einen Briefkasten. Ich will die Karten einwerfen – doch nichts geht. Der Kasten ist verschlossen – vermutlich noch wegen des Jahreswechsels und der (durchaus berechtigten) Angst, dass da jemand einen Böller reinwirft. Irgendwo außerhalb der Innenstadt finde ich dann doch noch einen offenen Kasten.

Beim Fleischer in der Wittenberger Innenstadt wird frische, hausgemacht Bockwurst versprochen. Allerdings nicht am 2. Januar – da ist der Laden zu. Sogar noch ein paar Tage länger.

Beim Buchladen in der Oranienburger Innenstadt stehe ich vor verschlossenen Türen. Zwar sieht man drinnen die Verkäuferinnen – aber es ist Inventur.
Und apropos Inventur: Auch beim Klamottenladen schräg gegenüber ist Inventur und deshalb geschlossen. Auch beim Handyladen in einem Wittenberger Einkaufscenter ist der Vormittag für eine Inventur reserviert.

Sicherlich keine Einzelfälle, hier und da etwas ärgerlich – aber am 3. Januar war dann die Welt ja auch wieder in Ordnung…

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RTelenovela

Feuerwerk-Preview

Sonntag, den 30. Dezember 2018
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Gerade wird wieder verstärkt über die privaten Feuerwerke zu Silvester diskutiert. Eigentlich mehr über die Böller, deren Geknalle für Lärm sorgen. Aber eigentlich auch allgemein, weil in der Neujahrsnacht die Feinstaubbelastung durch die Feuerwerke ins Unermessliche steigen.
Ich bin dafür, die Steuer auf solche Böller und Raketen so sehr zu erhöhen, dass man dafür richtig tief in die Tasche greifen muss.
Und es geht hier nicht darum, wenigstens einmal im Jahr Spaß zu haben. Wenn man den nur durch die Böllerei hat, dann ist das eh bedauerlich. Aber wenn man damit andere Menschen und vor allem die Tiere dermaßen belastet, dann geht es eben nicht nur ums eigene Vergnügen. Zumal das Ganze ja bereits Tage vorher vereinzelt beginnt und immer mehr wird.
Aber dahinter steckt natürlich auch wieder eine Industrie, die ordentlich mitverdient an der Knallerei, und da werden die vielen Lobbyisten schon dafür sorgen, dass alles bleibt, wie es ist.

Am Donnerstag konnte man sich im Oranienburger Oranienpark schon mal ansehen, was denn in diesem Jahr an Knall- und Lichtgedöns angeboten wird.
Eine entsprechende Firma präsentierte die diesjährige Kollektion, und eine größere Menschentraube wollte sich das ansehen.
Es machte puff, es zischte, es schwebten Raketen in die Luft. Nett, aber auch mehr nicht. Nicht wirklich aufregend. Und ich frage mich ja immer wieder, wieso manche Leute dafür hunderte Euro ausgeben. Ich bin dafür zu geizig, wenn man das an der Stelle überhaupt so nennen kann, gehe dafür lieber ein paar mal ins Kino oder fahre in den Urlaub.

Dass sich an diesem Jahreswechsel-Wahnsinn aber auf lange Sicht was ändern muss, ist auch klar. Manche reden da von Traditionen. Aber die halten ja auch nie ewig.

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aRTikel

Überflieger: Ein halbes Jahr auf dem Wasser und Weihnachten auf Curaçao

Sonntag, den 23. Dezember 2018
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Christin Schilling (31) aus Oranienburg unterrichtet Jugendlicheauf dem Segelschulschiff „Pelican of London“

MAZ Oberhavel, 22.12.2018

Oranienburg.
Die Fahrt über den Atlantik verlief überraschend entspannt. Schwierig war es nur in der Biskaya, an der Westküste Europas. „Da hatten wir ziemlich hohen Wellengang, da mussten wir uns zusätzlich sichern.“ Weihnachten wird sie auf Curaçao verbringen, in der Karibik.

Christin Schilling aus Oranienburg ist auf einem Schiff unterwegs. Dabei handelt es sich um die „Pelican of London“, ein Segelschulschiff. Die Tour begann im Oktober in Dublin. Sie führte bereits nach Portugal, Marokko und über den Atlantik. In dieser Woche machte es Halt auf St. Lucia Station, das zu den Kleinen Antillen gehört. Die 31-Jährige macht dort aber keinen Urlaub – sie arbeitet auf dem Schiff als Lehrerin. Es sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf dem Schiff mitfahren. „Im Fokus steht das Segelnlernen“, sagt Christin Schilling. Oceancollege stehe für sechsmonatiges Lernen unter Segeln. Sie untersuchen aber auch das Plastikmüllproblem, oder nehmen an einem Aufforstungsprojekt in Costa Rica teil.

Die Oranienburgerin gibt den Jugendlichen Unterricht in Deutsch und Geografie. Wenn es die Situation auf dem Schiff erfordert aber nicht nur das. „Wir müssen aber auch bei All-Hand-Manövern dabei sein. Dann geht es auch mal hoch in den Mast.“ Sie ist eine von drei Lehrern an Bord. „Aber es ist natürlich so, dass wir hier 24 Stunden lang den Lebensraum teilen.“ Heißt: Sie ist auch Ansprechpartnerin für die Jugendlichen, wenn es mal Probleme gibt. „Wir sind pädagogisch extrem gefordert, sind eine Auffangstation für Sorgen und geben die Struktur für den Tag.“ Da rutsche man schon mal in verschiedene Rollen.   

Sie selbst hat 2006 ihr Abitur am Oranienburger Runge-Gymnasium gemacht. Dann folgte das Studium und eine Ausbildung zur Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geografie. Ihr Referendariat machte sie an einer Schule im Barnim. Schon  während des Studiums hat sie von der Möglichkeit des Arbeitens auf so einem Schiff erfahren. Sie hat sich zwar an vielen Schulen beworben und auch diverse Zusagen bekommen – aber sie packte das Fernweh. „Ich habe gemerkt, dass ich raus möchte. Reisen, erkunden, aber auch unterrichten.“ Sie meldete sich beim Oceancollege, bewarb sich und bekam die Stelle auf dem Segelschulschiff. Mehrere Monate bereitete sie sich auf die Tour vor, wälzte Unterrichtsmaterial und kaufte Bücher. Kurzfristiges Recherchieren an Bord geht ohne Internet nicht. Heimweh? „An sich nicht“, sagt sie. „Also, vielleicht so gut wie gar nicht. Aber man hat hier gar keine Zeit für Heimweh. Man erlebt so viel in kürzester Zeit und hat ein familiäres Gefühl an Bord. Und hier in St. Lucia ist es gerade megaschön, total paradiesisch.“ 

Kontakt nach Hause hält sie über das Internet – aber immer nur dann, wenn es W-Lan gibt – und das ist nicht oft der Fall. Ein kleiner Tannenbaum ist schon aufgestellt worden. „Und die Kabine platzt nur so vor Weihnachtsdeko.“ Heiligabend ist eine deutsche Weihnachtsfeier geplant, am Tag danach die britische – das Schiff fährt unter englischer Flagge, von dort kommt auch die Crew. Nächste Station wird Costa Rica sein. Dort steht ein einmonatiges Landprogramm auf dem Plan, Christin Schilling wird am Aufforstungsprojekt teilnehmen. Wenn die jungen Segler Spanischschule haben, hat die Oranienburgerin zwei Wochen Urlaub. „Nach Hause geht es dann aber auf keinen Fall.“

Die Reise geht weiter nach Kuba, zurück über den Atlantik nach Frankreich. Ankunft ist Mitte April. Danach ist beruflich alles offen.  Sie wird sich als Lehrerin bewerben. „Ich weiß nicht, wo ich danach zu Hause bin“, sagt sie. „Ich bin der Typ, der nicht so gerne plant. Ich lebe gerne im Moment.“ 

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KeineWochenShow

#102 – Wo warst du in den 90ern?

Sonntag, den 16. Dezember 2018
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Es ist Weihnachtsmarkt-Zeit. In der aktuellen Ausgabe von KeineWochenShow geht es um den Markt auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Zwei Jahre nach dem Terroranschlag, stehen dort nun große Barrieren an allen Eingängen. Aber ist das sinnvoll? Das fragen wir uns auch angesichts des Zwischenfalls von Straßburg, den solche Barrieren auch nicht verhindert hätten.

Annegret Kramp-Karrenbauer. Den Namen werden wir uns merken müssen, sie ist die neue CDU-Vorsitzende. Wir sprechen über die Wahl. Auch geht es um den täglichen Oranienburger Stau, den man zu Fuß viel schneller umgehen kann. Und auch über die Stadtverordneten von Oranienburg sprechen wir, die keinen Livestream aus ihren Sitzungen anbieten wollen.

Blümchen gibt’s dann auch noch. Und viel mehr in Ausgabe #102 von KeineWochenShow auf Youtube.

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