KeineWochenShow

#48 – Die erste Kerze ist ein Witz!

Montag, den 4. Dezember 2017
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Zu einer festlichen Adventssendung gehört Weihnachtsdeko! Die haben wir natürlich auch, und deshalb brennt zum 1. Advent bei uns auch eine Kerze. Allerdings… aber seht selbst.

Diesmal geht es um unserer Konzerterlebnisse. Ein Teeniekonzert in einem Berliner Club kann ein echtes Erlebnis sein, wenn man dem Teeniealter eigentlich längst entwachsen ist. Außerdem geht es um die Menschen, die ein Konzert eigentlich nur noch durch ihr Smartphone verfolgen und verwackelte Videos in schlechter Tonqualität drehen.

Politisch machen wir uns Gedanken, ob wir nun vielleicht doch wieder eine “GroKo” erleben – allerdings macht es der CSU-Schmidt mit seinem Glyphosat-Alleingang nicht gerade einfacher.

Passend zum nahenden Fest haben wir gleich drei festliche Bücher im Gepäck. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Klatsch und Tratsch gibt’s natürlich auch – auf YouTube in Folge 48 von “KeineWochenShow”.

RTelenovela

Überraschungsevent (16): Kreisch!

Sonntag, den 26. November 2017
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(15) -> 8.10.2017

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Januar ist sie dran.

Diesmal war alles anders. Ich war zwar dran, das Event zu planen. Das tat ich auch. Was mich aber wirklich erwartete, wusste ich aber diesmal auch nicht.
Ich fand ein Event im Club “Musik & Frieden”, an der Grenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain in Berlin. Ein Musiker namens “Vona” aus Tübingen trat dort auf. Auf Youtube sah ich mir zwei Clips an – und griff zu. Ich kannte also weder den Club, noch die Band.

Auf Youtube konnte ich schon sehen, dass Vona ein junger Mann ist, der popige Songs singt. Seine Zielgruppe sind vor allem junge Frauen um die 20. Diese Art von Konzerten habe ich bestimmt schon gut zehn Jahre nicht mehr erlebt. Wir waren nicht ganz die Ältesten, aber die meisten Besucher waren um die 20 bis 25.
Vona singt und die Mädchen kreischen. Kein Wunder, der Typ singt gut aus, hat ein Babyface. Kommt damit natürlich gut an. Die Mädels kreischten. Erstaunlicherweise habe ich von ihm noch nie gehört – er und seine Songs waren mir komplett unbekannt. Aber ein Album hat er draußen, und die vielen Besucher kannten fast alle Texte.
Die Musik ist hörbar. Ein paar Songs sind sogar recht gut. Die Musiker im Hintergrund sind gut, viele Songs haben immer irgendwas Auffallendes, Besonderes. An seiner Stimme muss Vona aber noch arbeiten, oft spricht und singt er undeutlich. Seine Trainingsjacke wirkt unpassend. Denn seine Musik macht einen “großen” Eindruck, einige Songs erinnern an Roger Cicero und könnte mit Orchester gespielt werden – so eine Trainingsjacke passt da irgendwie nicht.

Ich fand das Konzert eigentlich ganz okay, auch wenn songtechnisch am Ende nichts hängenbleibt. Aber ich werde das auf Youtube noch mal nachhören. Sie fand es so lala, hätte auch nach drei Songs gehen können, sagte sie.

Was Vona übrigens so richtig vergeigt hat, war sein Abgang. Nach dem letzten Song ging die Band ab, und irgendwie wirkte das so lapidar, dass keiner applaudierte. Keine Verbeugung, nichts. Das Publikum blieb perplex zurück, und erst nach langem Zögern kamen Zugabe-Rufe, die es dann auch gab. Aber so ein Abgang muss wirklich besser zelebriert werden. Aber kommt ja vielleicht noch.

Im Dezember gibt es kein neues Überraschungsevent. Dann werden wir stattdessen das Ü-Event des Jahres 2017 wählen. Ich bin sehr gespannt, wer als Sieger hervorgeht.

RTelenovela

Casper live im Smartphone

Samstag, den 25. November 2017
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War mal wieder ein toller Abend mit Casper. In der Berliner Max-Schmeling-Halle gab er ein Konzert, das sich sehen und hören lassen konnte.
Die beiden neben mir haben vom Konzert allerdings ein bisschen weniger mitbekommen – nämlich nur so viel, wie es der Smartphone-Monitor hergab. Wenn das Paar nicht klammernd auf ihren Sitzen festklebte und dem Konzert still und passiv folgten, dann fotografierten sie. Oder filmten. Beide, sie und er jeweils auf dem eigenen Smartphone.

“So perfekt” – als Casper den Song anstimmte, zückten beide ihr Handy und filmten. Parallel. Dass der Ton grauenhaft sein wird und das Bild miserabel, weil wir leider nicht all zu dicht dran waren – egal.
Und dann die Katastrophe. Als sie das Video abspeichern will – kann sie es nicht. Speicher ist voll. Sie schaut lange auf ihr Handy, sie scheint zu überlegen – dann löscht sie das Video, das sie gerade gefilmt hat.
Ihr Freund hat zum Glück noch Speicherplatz, er kann weiterfilmen.

So starren sie also beiden durch seinen Smartphone-Monitor in Richtung Bühne. Da spielt zwar die Musik, aber Casper ist in der Zwischenzeit auf eine zweite Bühne mitten im Publikum gewechselt. Haben die beiden nicht mitbekommen. Hätten sie mal woanders hingeschaut und nicht nur durch Handy, hätten sie Casper auf die Bühne schleichen sehen.
So ein Smartphone-Monitor ist eben einfach viel zu klein…

RTZapper

90s Smash Hits powered by Nitrolaut

Samstag, den 25. November 2017
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DO 23.11.2017 | 22.00 Uhr | Nitro

Eigentlich sind die 90er ja gerade wieder total in – warum auch immer. Der RTL-Spartenkanal Nitro hatte mit den “90s Smash Hits powered by Nitrolaut” nicht so viel Glück. Am Donnerstagabend lief dort eine Clipshow mit den 25 Songs aus den 90ern, die am meisten gestreamt werden.
Und wenn die Leute eventuell anhand des Sendungstitels gewusst hätten, was sie da erwartet, hätten vielleicht auch ein paar mehr eingeschaltet. Aber was sollen denn bitte “Neunzichs Smäsch Hits powered bei Nitrolaut” sein? Wer oder was wird da von Nitrolaut gepowert, warum müssen Hits überhaupt gepowert werden, und was ist eigentlich Nitrolaut?
Hätte man diese billige Musik-Resterampe nicht einfach “Die besten 90er-Hits” nennen und von Sonja Zietlow wegmoderieren lassen können?

Dabei ist die Sendung ganz nett. Marks Kavka sagte zum Glück nicht nur die Clips an, sondern begrüßte auch musikalische Gäste wie den erstaunlich und erfreulich unterhaltsamen Haddaway. Gemeinsam machten sie am Ende Musik, nur die Karaoke-Nummer, bei der sich alle geziert haben, hätten sie sich sparen können.
Preiswerte, nette Show, die man zwar nicht wirklich braucht, aber auch nicht bereut, gesehen zu haben.

KeineWochenShow

#46 – Schon wieder Urlaub!

Montag, den 20. November 2017
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Nur wenige Stunden nach dem Hochladen ist Ausgabe 46 von “KeineWochenShow” schon wieder von der aktuellen Entwicklung überholt. Zu Beginn schwadronieren wir nämlich über die Jamaika-Sondierungsgespräche. Dass die FDP die am späten Sonntagabend platzen lässt, konnten wir da noch nicht ahnen.

Ansonsten wundern wir uns über die Diskussion, ob den am Heiligabend die Geschäfte öffnen sollen. In diesem Jahr fällt er auf einen Sonntag, und warum man da überhaupt diskutiert, wissen wir nicht so genau. Auch das Jugendwort des Jahres, “I bims” (sind das nicht zwei Wörter?), lässt uns ziemlich ratlos zurück.

Wir erfahren diesmal auch akkustisch, wie denn Frischmetal klingt (und wie er richtig geschrieben wird, das müsst ihr selbst rausfinden). Es geht um den Tod des Rappers Lil Peep, um die Frage, ob Italien bei der Fußball-WM 2018 fehlen wird und ob es zu einer Sexismusmus-Debatte passt, bei “Anne Will” die Beine von Verona Pooth abzufilmen.
Und auch um den Urlaub wird es gehen – in “KeineWochenShow #46″ auf YouTube.

RTelenovela

Rügen 2017 (17): Der Sänger und sein ignorantes Publikum

Dienstag, den 14. November 2017
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(16) -> 23.7.2017

Sonnabend, zur Primetime. Im Hotel in Sellin hat ein junger Sänger seinen Auftritt. Erstaunliche drei Stunden – mit zwei Pausen – wird er Songs spielen. Eigene und gecoverte.
Ich vermute mal, dass das ganz gut bezahlt wird, und eventuell wird ihm ja auch das Hotelzimmer gezahlt. Aber vor einem Hotelpublikum zu spielen, ist sehr hartes Brot.

Es ist 22.45 Uhr, als ich dazu stoße. Ich setze mich ein wenig an den Rand. Der junge Mann spielt, und es klingt gut. Aber längst nicht alle hören zu. Am Nachbartisch sitzt eine Gruppe Frauen. Sie hören nicht im Ansatz zu, sie sind ins Gespräch vertieft. Flüstern scheint auch irgendwie aus der Mode gekommen sein. Die Frauen stören, und es interessiert sie nicht. Als zwei der Frauen aufstehen und gehen wollen, verabschieden sie sich lauthals und verabreden sich für morgen. Ist das Ignoranz? Verachtung? Auf jeden Fall unverschämt.
Andere Leute gehen mitten im Lied. An anderen Tisch branden immer wieder lautere Gespräche auf.

Viele der Leute sehen den jungen Mann nur als Hintergrundgeräusch, und das ist repektlos. Aber so läuft das wohl, wenn man sich in den Hotelsessel fläzt, nicht für den Künstler zahlen muss und dann einfach mal losquatscht – und sich vielleicht noch von der Live-Musik gestört fühlt.

Als das Konzert kurz nach Mitternacht zu Ende ist, sitzen noch ein gutes Dutzend Menschen da. Der Musiker hat es tapfer zu Ende gebracht, und ich vermute mal, er wird an seine hoffentlich gute Gage gedacht und den Rest ausgeblendet haben.

KeineWochenShow

#45 – Peter Maffay und die Geister

Montag, den 13. November 2017
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Nein, das ist keine Störung. Das ist auch kein Schnittfehler. Aber am Anfang von Ausgabe 45 von “KeineWochenShow” passiert erst mal eine Weile gar nichts. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr aber natürlich auch.

Außerdem sprechen wir diesmal über die “MTV Unplugged”-Show von Peter Maffay. Es geht um Brother Louie und Puff Daddy, der nicht mehr Puff Daddy und nicht mehr P Diddy heißt. Es geht darüber hinaus um eine marode Brücke in Oranienburg, die nicht sehr lange gehalten hat, um den Kahlschlag entlang der Autobahn in Oberkrämer und um ein großes Jubiläum für den kleinen Trabant.

Und: Wir haben ein Haustier im Studio! Was Sat.1 im Frühstücksfernsehen mit einem Hund etabliert hat, machen wir nun mit einem anderen Tierchen. Schaut selbst – auf YouTube!