RTZapper

30 Jahre Mauerfall – Die 100 besten Ost-Songs

Montag, den 15. Juli 2019
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SO 14.07.2019 | 9.05 Uhr | radioeins

Das war jetzt nicht sonderlich überraschend: “Am Fenster” von City ist von einer Expertenjury zum besten Ost-Song gewählt worden. Am Sonntag liefen auf radioeins “Die 100 besten Ost-Songs”, und am Ende gab es den Song mit der Geige, der interessanterweise auch schon immer im Jingle zur Sendung immer wieder zu hören war.

Man könnte man sagen: DDR-Hitparaden gab es schon oft, aber radioeins wäre ja nicht radioeins, wenn diese 100er-Liste nicht auch aus lauter Liedern bestehen würde, die vielleicht nicht zum Erinnerungsmainstream gehören.
So ist Gerhard Gundermann gleich mehrere Male vertreten, auf Platz 99 das Liedertheater Karls Enkel, das mir vollkommen unbekannt war. Auf Youtube findet man den Song “Oma Amler” nur unter dem Stichwort “FDJ-Lieder”.
Oder Jacek Kaczmarski – auch an mir vorbei gegangen und ziemlich sicher nicht unter meinen persönlichen Top 100. Aber das ist ja auch die Aufgabe des rbb, einem vielleicht doch noch etwas Neues beizubringen.
Feeling B ist ebenso dabei wie Reinhard Lakomy, Gerhard Schöne, Manfred Krug und Wolf Biermann. Nicht das, was man auf schon bekannten DDR-Hit-Samplern findet.
Dass zum Beispiel Gaby Rückerts fantastischer Liebessong “Berührung” nicht dabei ist, ist extrem schade. Dass dagegen Nina Hagens Gassenhauer “Du hast den Farbfilm vergessen” auf Platz 2 landete, ist erstaunlich.

Interessant ist Platz 29. Dort landete “Kling Klang” von Keimzeit. Der wurde erst 1993 veröffentlicht. Geschrieben worden ist er aber wohl schon Ende der 80er. Aber kann etwas ein Ost-Hit sein, wenn es zu “Ost-Zeiten” noch gar nicht veröffentlicht war? Dass es der Song in die Liste schaffte, ist fragwürdig. Auf anderen Samplern mit DDR-Hits fehlt dieser Song meistens, weil er eben erst nach der DDR öffentlich wurde.

-> Die ganze Liste der Top 100 auf radioeins.de.

Hits: 105

RTZapper

Giovanni Zarrella feat. Pietro Lombardi: Senza te (Ohne dich)

Freitag, den 5. Juli 2019
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MI 03.07.2019 | Youtube

Die Münchner Freiheit hat Ende der 80er für einige unvergessene Hits gesorgt. “Ohne dich” gehört eindeutig dazu. Ziemlich genau 30 Jahre später gibt es ein Remake.

Giovanni Zerella und Pietro Lombardi haben aus “Ohne dich” eine Hymne an die Freundschaft gemacht. Das klappt erfreulich gut, zumal Zabrella auf Italienisch singt und wieder mal beweist, was für eine wohlklingende Sprache das ist. Lombardi singt auf Deutsch.

Ein bisschen peinlich ist nur eins: Im Videoclip steht Pietro Lombardi mit einem Zettel am Mikro. Da soll so etwas wie sein Markenzeichen sein, weil er ja damals bei “Deutschland sucht den Superstar” vor der Castingjury auch mit einem Spickzettel in der Hand stand. Aber in einem Videoclip wirkt das dann doch eher ärmlig. Und vor allem unglaubwürdig, denn Giovanni Zarrella singt den Song voller Freude und Inbrust, und daneben steht Pietro Lombardi und muss seinen Text ablesen – also meint er es auch nicht ernst.
Hätte man anders machen können.

-> Das Video auf Youtube.

Hits: 83

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Gitarrenbauer mit eigener Werkstatt

Mittwoch, den 26. Juni 2019
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Tobias Hergt und Ulf Gruber leben in Kremmen ihr Hobby aus – bald wollen sie einen Kurs anbieten

MAZ Oberhavel, 26.2.2019

Kremmen.
Tobias Hergt macht seit mehr als 40 Jahren Musik. Am liebsten spielt der 47-jährige Berliner auf der Akustikgitarre. Er wollte sich immer mal eine Neue kaufen, „aber das war mir zu teuer.“ Er begann, sich näher damit zu beschäftigen, und irgendwann war klar: Er kann sich eine Gitarre auch selber bauen. Mehrere Jahre lang betrieb er in Berlin-Charlottenburg eine Gitarrenbauwerkstatt. Als klar war, dass er dort raus muss, begann er neue Räume zu suchen – und fand sie in Kremmen.
Gemeinsam mit Ulf Gruber betreibt er nun in der Grabenstraße eine neue Gitarrenbauwerkstatt – als reines Hobby, nicht als Gewerbe. „Bisher nur für uns selbst“, so Tobias Hergt. Um das Geldverdienen gehe es dabei noch nicht. „Wir müssten auch richtig viel Aufwand betreiben, damit wir richtig gute Gitarren bauen. Zumal es ja große Firmen gibt, die das zu anderen Preisen machen können.“
Vor zwei Jahren sind sie in ihre Räume in Kremmen gezogen. „Vieles entstand Stück für Stück“, erzählt Ulf Gruber. Der 53-Jährige aus Beetz arbeitet als Musiklehrer an der Kremmener Goethe-Oberschule. „Wir sind oft am Wochenende hier oder auch nach Feierabend. Für mich ist das hier ein echter Ruhepol, das hat fast etwas Therapeutisches.“ Zehn Gitarren haben sie bereits gebaut, jede ist ein Unikat. „Natürlich nur als Hobbyisten“, sagt Ulf Gruber. „Für meinen Prototyp habe ich lange gebraucht, vielleicht ein dreiviertel Jahr. Ich habe da viel von Tobi gelernt.“

Die beiden kennen sich seit dem Jahr 2000. „Tobi hat mir immer von seinen Projekten erzählt.“ Ursprünglich hatten sie den Plan, gemeinsam mit Kindern Instrumente zu bauen. „Wir haben in unseren Familien ja beide Kinder, und der beste Weg, den Musikern den Weg zur Musik zu zeigen, ist, ein Instrument zu bauen“, erzählt Ulf Gruber. „Zumal wir beide ja eine große Affinität zum Selbermachen haben“, ergänzt Tobias Hergt, der ansonsten Softwareentwickler ist.

Was aber macht denn eine gute, selbstgebaute Gitarre aus? „Wenn du sie selber baust, kannst du sie nach deinen persönlichen Vorstellungen bauen“, so Ulf Gruber. Die Bespielbarkeit spiele aber natürlich die entscheidende Rolle. „Wenn du ein Instrument baust, baust du ein Stück deiner Seele mit rein. Du hörst den ersten Ton, und das ist unbeschreiblich.“ Tobias Hergt erzählt vom Besuch bei der Musikmesse. „Da habe ich nicht eine Klampfe gefunden, die ich haben wollte. Meine sind besser.“

Auf lange Sicht wollen sie ihr Wissen in Kremmen weitergeben und in ihrer Gitarrenwerkstatt Workshops anbieten. Wann es so weit sein könnte, ist aber noch offen. „Wir denken an einen zweiwöchigen Kurs“, sagt Ulf Gruber. Das sei auch wie zwei Wochen Urlaub, und danach habe man ein eigenes Instrument. Zudem könnten die Teilnehmer in der Zeit Kremmen kennenlernen. „Wir haben ja hier ein großes touristisches Angebot. Die Tiefste Provinz, der Spargelhof, der See, die Möglichkeit sind groß.“ Ein Ziel sei es zudem, CITES-frei zu bauen. Auf der CITES-Liste stehen gefährdete Gehölze. „Das Holz muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, man muss die Kette nachweisen, wo es herkommt“, erklärt Ulf Gruber. Ahorn, Fichte, aber auch andere Holzarten seien möglich.
Vielleicht schon im Herbst könnte so ein Kurs stattfinden. Wenn nicht zwei Wochen, dann vielleicht an den Wochenenden. „Wir hoffen, es gibt mehr Leute, die so ticken wie wir“, sagt Tobias Hergt. Wenn es so weit ist, wollen sie informieren.

Hits: 109

RT im Kino

Rocketman

Dienstag, den 11. Juni 2019
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Er kann nicht mehr. Zu viele Drogen. Zu viel Alkohol. Zu viel Stress. Zu viele Enttäuschungen. Aber auf der anderen Seite: Mega-Erfolg.
Aber jetzt geht es nicht mehr. Elton John (Taron Egerton) begibt sich in eine Klinik, wo er in einem gesprächskreis von seinem bisherigen Leben berichtet.
Sein Vater (Steven Mackintosh) hat sich nie wirklich für ihn interessiert, seine Mutter (Bryce Dallas Howard) hat es immerhin laufen lassen, als der damals noch kleine Reginald (Matthew Illesley) mit Klavierstunden beginnt.
Nach und nach ist klar, dass er Talent hat, dass er ein Star werden könnte. Er lernt Bernie Taupin (Jamie Bell) kennen, der fortan die Texte für seine Songs schreibt – und sie werden Freunde fürs Leben.
Bald wird Elton John – so nennt er sich dann – weltberühmt. Die Liebe zu seinem Manager John Reid (Richard Madden) erweist sich als einseitig, denn ihm geht es nur um Geld. Elton kommt zunehmend nicht mehr mit seinem Leben klar…

“Rocketman” erzählt die frühen Jahre von Elton John. Wie er als Kind zur Musik kam, sein Auf- und sein Abstieg, sein zwischenzeitlicher menschlicher Tiefpunkt.
Es scheint, als ob der Film von Dexter Feltcher alle größeren Punkte in Elton Johns früher Biografie streift. Wir sehen, wie zerrissen der junge Musiker war. Einerseits hatte er großen Erfolg, privat war er jedoch nie so richtig glücklich. Von seinen Eltern wird er nie wirklich unterstützt, und auch in der Liebe hat er Pech. Zwar geht er offen mit seiner Homosexualität um, aber nicht öffentlich. Mit Bernie Taupin hat er immerhin einen platonischen Partner, einen wahren Bruder.
Wie in einem Musical sind immer wieder Elton-John-Hits in die Handlung eingewoben, was gut funktioniert.
Oftmals ist “Rocketman” recht düster, die Biografie geht offen mit den Tiefschlägen um. Und, ganz klar: Der Film trägt dazu bei, die Hits dieses Mannes neu zu entdecken. Da gibt es großartige Momente, die zeigen, was er drauf hat. Taron Egerton macht seine Sache in der Hinsicht richtig gut.

Rocketman
GB 2019, Regie: Dexter Fletcher
Paramount, 121 Minuten, ab 12
8/10

Hits: 156

aRTikel

Bosses Hometown ist auf Scheplers Hof

Samstag, den 1. Juni 2019
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Die Sommerfelder Familie stellt ihren Garten für den aktuellen Videoclip des Sängers zur Verfügung

MAZ Oberhavel, 1.6.2019

Sommerfeld.
Wenn Axel Bosse in seinem aktuellen Videoclip „Hallo Hometown“ ruft, dann meint er als Heimat Sommerfeld. Er kommt am Bahnhof Beetz-Sommerfeld an, fährt über die Straßen des Dorfes und trifft Bjarne Mädel, der mit seinem Hund auch schon im vorherigen Clip vorkam, am Rhin in Kremmen. Am Ende erreicht er „seinen“ Garten. Seitdem der Clip am 23. Mai auf Youtube im Internet online ging, hatte er bis zum Freitag fast 143.000 Klicks. Das freut auch Familie Schepler – denn sie wohnt gewissermaßen in Bosses Garten. Sabrina und Oliver Schepler haben dem Drehteam um die Kremmener Filmemacherin Katja Malinowski ihren Garten nahe des Sommerfelder Bahnhofes für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt. Im Film sieht man dort Bosse auf seine Frau, gespielt von Laura Tonke, treffen und mit seiner Tochter spielen.

„Ich habe das fertige Video auch erst gesehen, als es veröffentlicht wurde“, erzählt Sabrina Schepler. Die 33-Jährige war gleich begeistert. „Ich habe es geliked und geteilt, weil ich es echt schön finde, es hat mir sehr gut gefallen.“ Selbst ihre kleine Tochter Nele (4) konnte jede Ecke benennen, die im Video vorkommt. „Und es ist ein schönes Gefühl, dass das deutschlandweit rumgeht. Dass man ein Stück von seinem Zuhause und seinem Dorf überall sieht.“

Alles hat angefangen, als eines Tages zwei Frauen bei den Scheplers am Gartentor standen. „Ich dachte erst, das sind die Zeugen Jehovas, ich bin aber trotzdem nach vorne gelaufen“, erinnert sich die Sommerfelderin. Aber es ging dann nicht um Religion. „Die beiden Frauen meinten, dass sie gern ein Musikvideo bei uns drehen wollen. Sie haben sich dann bei uns umgesehen.“ Es stellte sich alles als echt heraus, und durch das erste Bosse-Video aus Kremmen hatte der Musiker sowieso einen guten Stand in der Region.
Dann kam das Wochenende, an dem gedreht worden ist. Szenen entstanden direkt auf dem Bahnsteig und eben auch in Scheplers Garten. Auch mit Bosse selbst kam sie ins Gespräch. „So ein bisschen haben wir uns unterhalten. Er hat sich dafür bedankt, dass sie hier drehen dürfen. Und ein Selfie haben wir gemacht. Der war total nett und bodenständig. Überhaupt waren die ganzen Leute total nett.“ Gedreht worden ist an vielen Stellen des Grundstückes.

Scheplers leben seit Ende November 2017 auf ihrem Hof. Sie lebte zuvor schon seit 1998 im Dorf, ihr Mann Oliver kam 2013 aus Berlin dorthin. „Es lebt sich wunderbar hier“, sagt Sabrina Schepler. „Sommerfeld ist sowieso ein schöner Ort, gerade hier am Bahnhof ist es eine tolle Lage. Die Bahn merkt man gar nicht mehr. Dadurch, dass sie langsam einfährt und langsam wieder abfährt, ist sie auch nicht wirklich laut.“ Sie ist Krankenschwester in Hennigsdorf, mit ihrem elf Monate alten Paul aber gerade in Elternzeit. Oliver Schepler ist Maschinenprogrammierer. In ihrem Flur hängt nun ein gemalter Zettel: „Willkommen zu Hause, Papa“ steht darauf. Er entstand für die Videoproduktion. Bosse hat darauf unterschrieben.

Hits: 157

RTZapper

Andreas Gabalier feat. Arnold Schwarzenegger: Pump it Up – The Motivation Song

Dienstag, den 28. Mai 2019
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FR 24.05.2019 | Youtube

Hat Österreich nicht schon genug gelitten? Müssen die Österreicher nicht schon genug ertragen? Liegen die Nerven nicht sowieso schon blank?
Es ist ein zweites Video aufgetaucht, das für große Erschütterung sorgt. Erst Ibiza-Gate, und diesmal sind es zwei Männer, die sich treffen, um etwas zu tun, was sie nicht können. Was sie aber nicht daran hindert, es trotzdem zu tun.

Es soll ein Musikvideo sein, aber mit Musik hat es nur wenig zu tun. Andreas Gabalier, der Volks-Rock’n’-Roller aus Österreich, hat sich mit Arnold Schwarzenegger, dem Volksschauspieler Volksbodybuilder Volkspolitiker Muskelberg aus Österreich, getroffen, um zu, nun ja: singen. Und zu rappen.
Also eigentlich spricht Arnie immer nur irgendein englisches Kauderwelsch, und Gabalier grinst in die Kamera, hut Kopfhörer auf und versucht sich am Rap und in der englischen Sprache. Er scheitert an beidem.

Das tut wirklich weh, und natürlich sind Geschmäcker verschieden. Aber mit Musik hat das doch nur noch am Rande zu tun, und vielleicht will Gabalier die Ösis ja auch nur vom FPÖ-Desaster ablenken. Funktioniert nicht.

-> Das Video auf Youtube.

Hits: 118

KeineWochenShow

#125 – Zerstörung des ESC

Sonntag, den 26. Mai 2019
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Was für eine Woche!
Zerstörung des ESC!
Zerstörung der Sisters!
Zerstörung von Madonna!
Zerstörung von Großbritannien!
Zerstörung der CDU!
Zerstörung der SPD!
Zerstörung der AfD!
Zerstörung von Österreich!
Und dazu noch das Europa-Video von Böhmermann, die Biografie von Verona Pooth und das neue Album von Don Felder.

Alles das und mehr in KeineWochenShow #125 auf Youtube.

Hits: 139