KeineWochenShow

#146 – Hinter den Kulissen von Paris

Sonntag, den 20. Oktober 2019
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Bevor KeineWochenShow beginnt gibt es diesmal noch den Schnelldurchlauf der Christian-Bruhn-Hitparade. Der Komponist ist in dieser Woche 85 geworden, und wir singen zehn seiner Hits.

Außerdem sprechen wir über die Gamer, die mitschuld sein sollen an den rechtsextremen Tendenzen und Taten. Der Brexit, der irgendwann kommt, ist auch ein Thema. Auch geht es um Verpackungsmüll – in der Oranienburger Apotheke und im Discounter.
Und: “Ich war noch niemals in New York” – der Satz stimmt nur für einen von uns, der gleichnamige Film ist aber diesmal unser Tipp.

Das und mehr in KeineWochenShow #146 auf Youtube.

Hits: 123

RTZapper

Zugabe: David Hasselhoff

Samstag, den 5. Oktober 2019
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DO 03.10.2019 | 23.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91.4

David Hasselhoff. Den meisten fällt an dieser Stelle “Looking for Freedom” ein. Hatte Hasselhoff noch mehr Hits? Hatte er ganz offensichtlich, denn am Tag der deutschen Einheit trat er bei einem Konzert in Berlin auf.
Wer dort war, konnte nicht genug bekommen. Das dachte man sich vermutlich beim Berliner Rundfunk 91.4 und sendete nach 23 Uhr eine Zugabe. Eine knappe Stunde lang nur Hits von David Hasselhoff. Für die, deren Ohren nach dem Konzert nicht schon klingelten. Los ging es natürlich mit “Looking for Freedom”.

Als Heranwachsender habe ich 1989/90 Musik auf Kassette aufgenommen. Mit meinen Englisch-Kenntnissen war es noch nicht so doll, und so betitelte sich David Hasselhoffs Song als “Akelukem for Freedom”. Klingt logisch.

Tatsächlich hat David noch mehr Hits. “Crazy for you” zum Beispiel. Aber irgendwie scheint man beim Berliner Rundfunk dann doch ins Schwitzen gekommen zu sein, wie man denn die 55 Minuten füllen kann. Nicht nur, dass man den Hörern zwischen jedem Titel mitteilen musste, dass sie gerade die David-Hasselhoff-Zugabe beim Berliner Rundfunk 91.4 hören. Zwischendurch gab es auch einen Instrumentalsong von “Knight Rider”, in dem der David nicht mal sang. Nach “Crazy for you” gab es einen Hitmix, in dem “Crazy for you” gleich noch mal vorkam.
Und dann war gerade mal eine knappe halbe Stunde vorbei, als man einfach noch mal “Looking for Freedom” spielte, Vermutlich hat man beim Konzert dann doch wohl nicht so viel verpasst. Ob Hasselhoff da auch fünfmal “Looking for Freedom” gesungen hat?

Hits: 124

RTelenovela

Überraschungsevent (32): Kontakte 19

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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(31) -> 29.7.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Zwar handelte es sich um mein Event, aber dennoch wusste ich auch mal wieder nicht, was uns erwartet. Auf dem Ticket stand “Studio für Elektroakustische Musik der Musikhochschule Shanghai”. Das klang erst mal spannend, und anhand von Youtube-Videos wusste ich, dass das Ensemble KNM Berlin spannende Musik macht. Klangkunst. Aber was genau hinter dem steckte, was uns erwartete, blieb unklar.
Rausgefunden hatte ich vorher, dass unser Konzert Teil der Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst sein würde. Titel: Kontakte 19.
Rausgefunden hatte ich auch, dass das Ensemble KNM Werke von Xiaojiao Dong, Tiantian Wang, Yuan Zhou, Yin Yang und Changbi An spielen würden. Bei Youtube fand ich von denen nichts.
Wir ließen uns also beide überraschen.

Das Ganze fand in der Akademie der Künste in Charlottenburg statt. Auch eine Premiere für mich, dort war ich bislang nicht. Die Überraschungsevents brachten mich mal wieder an einen für mich unbekannten Ort zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Um 20 Uhr, als es längst losgehen sollte, war allerdings gerade mal Zutritt zum Saal. Ansonsten wuselten überall Leute rum, an diversen Stellen in der Akademie gab es Veranstaltungen.
Wir liefen durch einen Konzertsaal, rechts an der Bühne vorbei. Dahinter befand sich ein weiterer, kleinerer Saal. Dort würde unser Konzert stattfinden. Nach und nach nahmen alle Platz.

Und dann ging es auch schon los. Das Ganze funktionierte so: Immer ein Musiker aus dem Ensemble KNM kam auf die Bühne. Erst eine Geige. Zum live gespielten Musik kam noch je eine Klangkomposition hinzu. Unterstützende Geigenklänge, wabernde Töne, Bässe, Klopfen. Das klang toll, zumal im Surround-Ton.
Dann ging es weiter mit einer Trompete, Cello, einer Flöte und einem Flügel.

Es begann toll. Man machte am besten die Augen zu, um diese Klangkunst zu genießen. Die Trompete klang leider ein bisschen nervig, bei der Flöte hatte ich das Gefühl, dasselbe Stück wie bei der Trompete zu hören.
Spannend war der Mann am Flügel, der nicht Klavier spielte, sondern den Flügel als Resonanzraum nutze. Er schlug auf die Saiten, warf den Schwengel auf die Saiten, schlug an die Seiten aufs Holz – und so weiter.

Nach einer Stunde war alles vorbei. Und wir erlebten mal wieder etwas ganz Neues, ziemlich Spannendes. Schade war, dass bei diesem Konzert nicht ein Wort verloren wurde. Ich hätte schon gern was über die Künstler und Komponisten gewusst, die fast alle da waren. Das war durchaus ein Versäumnis – aber vielleicht ja auf solchen Konzerten schlicht nicht üblich. Da sind wir ja keine Experten…

Hits: 135

RTelenovela

Wissenswertes über Erlangen

Montag, den 9. September 2019
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Von München nach Berlin ging es – wie schon auf der Hinfahrt – mit dem ICE. Allerdings um ein paar Euro zu sparen, wich ich in diesem Fall auf den etwas langsameren ICE aus. Der braucht eine gute halbe Stunde länger als der Sprinter. Er hält unterwegs öfter. Während der Sprinter nur in Nürnberg, Erfurt und Halle hält, stoppen wir nun zum Beispiel in Erlangen.
In Erlangen habe ich natürlich sofort den bekannten NDW-Hit “Wissenswertes über Erlangen” im Kopf. Ich suchte den Song von Foyer des Arts auf Youtube – W-Lan sei Dank! Und als wir Erlangen verließen, hatte ich den Erlangen-Song von 1982 im Ohr.

Auch in Bamberg stoppt der Zug, dann in Erfurt und auch in Leipzig. Da hatte ich ein Déjà-vu, denn in Leipzig war ich ja gerade erst. Wir rollen am Flughafen vorbei und fahren dann in die Stadt ein. Das Spezielle: Leipzig hat einen Sackbahnhof, von dort aus fährt der Zug rückwärts wieder raus. Man braucht in der Bahn ziemlich viel Zeit für Leipzig.
Dafür entfällt dann Halle, aber auch in Wittenberg stoppt der ICE nochmal.
Ganz pünktlich rollte der Zug in Berlin-Hauptbahnhof ein. In diesen Fällen ist man als Fahrgast tatsächlich extrem entspannt.

Hits: 117

RTZapper

Max Herre: Nachts

Mittwoch, den 14. August 2019
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DI 13.08.2019 | Youtube

Max Herre sei Dank! Denn durch ihn habe ich im großen Archiv der DDR-Songs etwas Neues entdeckt. Einen Song, der scheinbar bislang vollkommen unbeachtet blieb, der in keine Hitliste auftaucht.

“Nachts” heißt der aktuelle Song von Max Herre. Er selber rappt, das macht er ganz okay. Aber der Knaller ist der Refrain: Darin singt nämlich Veronika Fischer.
Die war 1973 Sängerin in der Band Panta Rhei. In ihrem Song sang sie: “Die Nacht streckt ihre Hände aus. Deckt alles ringsum zu. Ich bin allein in meinem Haus und finde keine Ruh’.”
Ein toller Text, eine wahnsinnig schöne Melodie, und dass das bislang in der DDR-Nostalgie nicht vorkam, ist schade. Dafür hat Max Herre für eine 2019er-Nostalgie-Entdeckung gesorgt.

Veronika Fischer schrieb auf ihrer Facebook-Seite, dass Herre sie gefragt habe, ob er ihr Lied verwenden dürfe.
Was ärgerlich ist: Dass Max Herre weder Veronika Fischer noch Panta Rhei nennt. Eigentlich hätte der Youtube-Clip als Max Herre feat. Veronika Fischer betitelt werden müssen. Dass sie es ist, sieht man im Videoclip in einer Namenseinblendung, die aber zudem schlecht zu erkennen ist.
Das ist schäbig. Denn ohne Veronika Fischer gäbe es auch den Herre-Song nicht.
Schade ist übrigens auch, dass er im Clip gleich zwei Songs verwurstet. “Diebesgut” wird hinten rangeklatscht. Eine echte Verschwendung.

-> Der Clip auf Youtube.
-> Das Original auf Youtube.

Hits: 171

RTZapper

Die 100 besten Songs des Jahrzehnts

Montag, den 5. August 2019
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SO 04.08.2019 | 9.05 Uhr | radioeins

“Get Lucky” von Daft Punk feat. Pharrell Williams & Nile Rodgers ist der beste Song des Jahrzehnts.
Sagen sie zumindest bei radioeins.
Nun ja.

Mutig ist das ja schon. Das 10er-Jahrzehnt dauert noch knapp fünf Monate, und bei radioeins wollen sie schon “Die 100 besten Songs des Jahrzehnts” küren.
Das ist schon allein deshalb schwierig, weil man ja bei neueren Songs, gerade bei den sehr aktuellen aus dem Jahr 2019, noch nicht so richtig einordnen kann, wie gut sie im Vergleich zu Top-Songs von 2010 oder 2011 sind. Aktuelle Lieblingssongs sind schwer einzuordnen in eine Alltime-Liste. Das kann man erst mit einem gewissen Abstand.
Und deshalb ist es schwierig, jetzt schon sagen zu wollen, welcher Song aus den Jahren 2010 bis 2019 der beste sein könnte.

“Wir hoffen darauf, dass wir Ihr musikalisches Kurzzeitgedächtnis gewinnbringend auffrischen können”, hieß es auf der radioeins-Internetseite. Das Problem: Mein Kurzzeitgedächtnis hatte viele der Songs gar nicht parat. Die Top-100-Liste von radioeins war ein merkwürdiges Sammelsurium aus Nischen- und Expertenlieblingen.
Los ging es zwar auf Platz 100 mit dem wundervollen “Oft gefragt” von AnnenMayKantereit, aber viele der anderen Songs waren mir unbekannt oder sind nun nicht wirklich Lieder, die ich in eine solche Liste packen würde.
So war Kettcar auf Platz 38. Zwar ist “Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)” ein Lied mit wichtiger Botschaft, rein musikalisch gesehen ist er aber recht einfallslos, der Sprechgesang – oder eher das Vorlesen des Textes ziemlich lieblos. Das Lied nervt eigentlich eher schon beim dritten Hören.
Bilderbuch aus Österreich macht gute Musik, dass die Band aber gleich zweimal die Top-10 entert, ist sehr übertrieben.

Vielleicht sollte man in zehn Jahren mal wieder so eine Liste zusammenstellen. Dann ist es spannend zu sehen, wie man aus der zeitlichen Ferne aus dieses Jahrzehnt betrachtet. Da sieht sicherlich einiges noch mal anders aus.

-> Die komplette Liste auf radioeins.de

Hits: 137

RTZapper

Kaisermania 2019

Sonntag, den 4. August 2019
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SA 03.08.2019 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Wann hört eigentlich die dämliche Unsitte auf, dass am Ende von Konzerten um Zugaben gebettelt werden muss, die sowieso im Ablaufplan stehen?
Zu sehen war das auch wieder am Sonnabendabend bei der “Kaisermania 2019” im mdr. Die Live-Übertragung aus Dresden war bis 22.50 Uhr geplant, und um 22.27 Uhr verschwanden Roland Kaiser und seine Band von der Bühne. Dann: “Zugabe, Zugabe”, und um 22.29 Uhr konnte das Konzert weitergehen.

Davon abgesehen: Die Kaisermania war auch 2019 sehens- und meistens auch hörenswert. Roland Kaiser hat bei weitem an diesem Abend nicht jeden Ton getroffen. Aber andererseits: Mehr als zweieinhalb Stunden sang der live. Und wirklich live. Das ist heutzutage bei Fernsehübertragungen eine echte Seltenheit, und deshalb sind kleine gesangliche Fehler sehr verzeihlich.

Hits: 146