RTelenovela

Überraschungsevent (41): MAXI – Unendlich Zeit

Samstag, den 19. September 2020
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(40) -> 18.6.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Diesmal ging es raus aus Berlin – nach Kremmen. Im Hof der “Alten Lebkuchenfabrik” trat die Band “MAXI” auf.
Durch die Einfahrt ging es in den Hinterhof – wie er oft in solchen alten Kleinstädten zu finden ist. Einmal durch den Tunnel gelaufen, scheint man in einer eigenen kleinen Welt zu sein. Man kann dort übernachten, und es gibt auch ein schönes Café.

MAXI gibt es seit 2014, und angefangen haben Maxi, Robert und Olli mit Coversongs im akustischen Stil. Jetzt haben sie ein Album mit eigenen Songs aufgenommen, die sie in Kremmen präsentierten.
Ein wundervolles Konzert an wundervollem Ort. Leichte, schöne Musik an einem leider recht kühlen Spätsommerabend.
In den Songs wie “Unendlich Zeit”, “Nicht gut”, “Stopptaste” oder “Niemandsland” geht es um das Leben, um die Liebe, um Abschiede und Trennungen, um den Tod und darum, das Schöne im Leben zu entdecken.
Maxi hat eine tolle Stimme, und die Instrumentierung ist gelungen, Gitarre, Cachon, Xylophon, abwechslungsreich und interessant arrangiert. Da hört man gern zu.

Sie war übrigens auch begeistert! Und in die “Alte Lebkuchenfabrik” wollen wir auch noch mal, wenn es nächstes Jahr wieder wärmer ist…

Hits: 162

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Sido auf der Berliner Waldbühne

Donnerstag, den 10. September 2020
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SA 05.09.2020 | Berlin, Waldbühne

Der Kreid hat sich geschlossen. Ein Stück weit hat mich Sido durch die Coronazeit begleitet. Elf Freitage war ich “Zuhause bei Sido”, stundenlang im Homeoffice. Ein ganzes Wochenende war ich später mit ihm im “Angelcamp”. Er bot gute Unterhaltung, war eine Art Begleitprogramm.
Und zu Ende dieses Sommers und zum Neustart der großen Konzerte, konnte es ja nur einen geben: Sido.
Am Sonnabend trat er in der Berliner Waldbühne auf.

Fast ein halbes Jahr lang gab es keine großen Konzerte. Eine ganze Branche liegt am Boden. Das Coronavirus und die Sicherheitsmaßnahmen machen Großevents zu einer schwierigen Sache, wenn sie denn überhaupt erlaubt sind.
Bis zum Jahresende sind Großveranstaltungen weiterhin nicht erlaubt. Allerdings können Bundesländer und Kommunen auch selbst entscheiden, wenn die Ansteckungslage unproblematisch ist. Für Berlin scheint das zu gelten. Seit Anfang September sind große Events erlaubt – mit entsprechendem Hygienekonzept.

Sogleich startete in der Waldbühne eine kleine Open-Air-Konzertreihe. Roland Kaiser, Helge Schneider, Schlagernacht – und eben auch Sido.
Normalerweise passen etwa 22.000 Menschen in die Waldbühne, gier waren nur jeweils 5000 zugelassen. Tickets konnten nur Haushaltsangehörige oder Ehe- und Lebenspartner erwerben. Auf dem Ticket steht der Name, man muss auch einen Ausweis mitbringen. Will man das Ticket jemand anderem geben, muss man es vor Ort umschreiben lassen.
Alles ziemlich kompliziert.

Wir kommen an der Waldbühne an, da hören wir schon die Lautsprecherdurchsagen. Abstand halten. Rechtsverkehr. Maske auf. Auf den Plätzen bleiben, da kann die Maske abgenommen werden.
Tatsächlich wird am Eingang nicht nur das Ticket kontrolliert – am Einlass wird auch auf den Ausweis geschaut. Die Maske haben wir schon über Mund und Nase gezogen – wie alle hier.
Es geht echt gesittet zu, und weil der Andrang ja nicht so groß ist und alle Abstand halten müssen, ist auch das Gedränge nicht groß. Fast schon angenehm.

Auch an den Buden gibt es kaum Schlangen, und wenn mit Abstand. Der Liter Cola kostet schlappe 11 Euro, Alkohol gibt es nicht, das Bier ist alkoholfrei. Immerhin gibt es auch Pommes, Bratwurst und Brezeln.
Wir gehen an unseren Platz, im Block direkt neben der Bühne. Auf den Plätzen kleben die Platznummern, jeder weiß, wo er sich hinzusetzen hat. Ich finde das gut. Ich bin ja noch nie ein Fan von gewesen, schon sonst wann am Event-Ort aufzutauchen, weil man den besten Platz haben will und man Angst haben muss, dass kein guter Platz mehr da ist. Auch mag ich es nicht, dicht gedrängt zu sitzen.
Für die Branche ist die Situation schlimm. Aber ich fand die Situation sehr angenehm. Und erstaunlicherweise wirkte die Waldbühne mit den vielleicht 4000 bis 5000 Leuten nicht leer. Durch die Verteilung der Menschen gab es keine komplett freien Räume.

Nach einem Vorprogramm kam er dann: Sido. Berlin ist sein Heimspiel, aber auch er war das erste Mal in der Waldbühne. Insofern war es auch für ihn ein großer Moment. Nicht nur, weil er nach diversen Autokino-Konzerten jetzt wieder vor richtigem Publikum auftreten konnte.
Er forderte die Leute auf, aufzustehen, und dann standen wir bis zum Ende. Wir feierten, wir tanzten und lauschten, was Sido zu sagen hatte. Er kiffte zwischendurch, holte einen Jungen auf die Bühne, mit dem er rappte, und nach gut 105 Minuten sagte er Tschüss, und das Konzert war zu Ende.
Und wieder die Durchsagen, wieder die Masken auf, und gesitteter Nachhauseweg.

Sicherlich, es war alles ein bisschen anders. Aber letztlich dann doch sehr entspannt, und war man erst mal am Platz, war sowieso alles entspannt. Nur ein bisschen kalt.

Hits: 166

RTZapper

Sat.1-Musiktipp: Matthias Schweighöfer – Lauf

Dienstag, den 8. September 2020
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FR 04.09.2020 | 21.37 Uhr | Sat.1

Wozu gibt es eigentlich auf Sat.1 Musiktipps, wenn von der vorgestellten und angepriesenen Musik gar nichts zu hören ist?
Am Ende einer Werbepause am Freitagabend kam der “Sat.1-Musiktipp”. Vorgestellt wurde der Song “Lauf” von Matthias Schweighöfer, der bald auch ein neues Album rausbringen will.

Ein paar Takte waren davon auch zu hören, ansonsten aber redet eine Stimme komplett über das Lied, um etwas über eben jenes Lied zu erzählen. Dabei wäre es ja viel sinnvoller, einfach mal das Lied als solches zu spielen. Da könnte man sich als Zuschauer am besten ein Bild davon machen.

Aber vielleicht ist der Sat.1-Musiktipp ja auch eher eine Einladung, die Youtube-App zu öffnen, um sich den Song mal anzuhören und den Clip dazu anzusehen. Falls das Sat.1-Programm selbst mal wieder langweilig sein sollte. Also wie fast immer.

Hits: 167

RTZapper

KiKA live: Junior Eurovision Song Contest 2020

Samstag, den 5. September 2020
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MI 02.09.2020 | 20.00 Uhr | KiKA

Das ist eine gute Nachricht: Deutschland wird in diesem Jahr erstmals am Junior Eurovision Song Contest teilnehmen. Er findet am 29. November in Warschau in Polen statt. In Deutschland wird der KiKA das Event ab 17 Uhr live übertragen.

Den Junior Eurovision Song Contest gibt es schon viele Jahre. Wer gewonnen hat, hatte auch immer einen kurzen Auftritt beim großen Eurovision Song Contest, und die Veranstalter sollten drüber nachdenken, ihm oder ihr auch einen richtigen Song-Auftritt zu gönnen.
Dass Deutschland bislang nicht dabei war, war unverständlich. Denn die Show ist für den KiKA mehr als geeignet, und eigentlich könnte sie auch am Sonntagnachmittag live im Ersten laufen – was sollte da dagegensprechen? Angeblich hat man hierzulande drauf verzichtet, weil die Sendezeit nicht ins KiKA-Sendeschema gepasst habe – was natürlich eine blödsinnige Ausrede ist, weil ein einmal im Jahr stattfindendes Event selten in irgendein Schema passt.

Das Auswahlverfahren für den deutschen Act war allerdings ein bisschen lieblos. Eigentlich gibt es beim KiKA die Castingshow “Dein Song”. Die spielte bei “unserem Lied für Warschau” aber keine Rolle.
Stattdessen gab es ein Casting, an dem vier Jugendliche teilgenommen haben – drei Mädchen und ein Junge. Gerade mal gute 25 Minuten gönnte man einer entsprechenden Sendung. In “KiKA live” gab es am Dienstag- und Mittwochabend zwei etwa zwölfminütige, zusammengeschnittene Häppchen.

Der erst 17-jährige Komponist Levent Geiger hat zwei Songs geschrieben, die Vier im Casting sangen beiden Lieder, und dann wurde auch schon entschieden, wer mit welchem Song in Warschau antritt.
Dieses Casting könnte ruhig auch zu einem Event werden, um die jungen Zuschauer (und die älteren auch) schon mal anzufüttern und Begeisterung zu schüren.
Gewonnen hat Susan (13), sie tritt mit dem Song “Stronger with you” an, jund Deutschland ist sogar das erste Land überhaupt, wo feststeht, wer beim JESC 2020 dabei ist.

In “KiKA live” will man Susan nun in den nächsten Wochen begleiten, Mitte September soll der Videoclip entstehen, und es wird spannend, ob Ende November – auch angesichts des ESC 2020, der ausgefallen war – ein bisschen Song-Contest-Euphorie aufkommt.

-> Der Auftritt im Casting auf eurovision.de.

Hits: 120

RTZapper

MTV back for good

Freitag, den 4. September 2020
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DI 01.09.2020 | 23.45 Uhr | MTV

In den 90er-Jahren war MTV das ganz große Ding. Eine riesige Marke, die unter Jugendlichen einen riesigen Stellenwert hatte. Sogar, als MTV noch nicht mal einen deutschen Ableger hatte und hierzulande nur die englische Version zu sehen. Umso größer war die Freude, wenn man ein deutscher Clip zu sehen war.
Heute sieht das ganz anders aus. MTV spielt kaum noch eine Rolle, selbst ein Sender wie Deluxe Music ist erfolgreicher. Lange ruinierte MTV sein Image, in dem zig ramschige Dokusoaps liefen und kaum noch Musik. Das hat inzwischen wieder geändert, MTV ist wieder ein Musiksender.

Um an alte Zeiten anzuknüpfen, holt MTV jetzt tagelang die 90er zurück. “MTV back for good” heißt die stundenlange Clipstrecke, und der Titel erinnert natürlich an den Take-That-Hit “Back for good”.
Am Dienstagabend gab es aber immerhin auch alternative Töne. Neben “Kiss me” von Sixpence non the Richer gab es “Pure Morning” von Placebo, “Praise you” von Fatboy Slim und “Everlong” von den Foo Fighters. Aber auch Captain Jack und Take That durften nicht fehlen.

Ob aber diese Nostalgiewoche wirklich hilft, MTV wieder ins Gedächtnis der Menschen zu bringen, darf bezweifelt werden. Die jungen Leute schauen kaum noch Fernsehen, und wenn sie Videoclips konsumieren, dann auf Youtube oder ganz ohne Clips auf Spotify und Co.

Hits: 124

ORA aktuell

In Oranienburg geboren: Trauer um Harry Jeske von den Puhdys

Samstag, den 22. August 2020
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Harry Jeske, der Mitgründer der Puhdys, ist gestorben. Er starb mit 82 Jahren in Wismar. 1937 ist er in Oranienburg geboren worden und lebte auch lange in der Stadt.
1965 gründete er die Puhdys-Vorläufer-Gruppe Udo-Wendel-Combo mit. Ab 1969 gab es dann die Puhdys. Der Name entstand durch die Vornamen der Bandmitglieder.
Der Durchbruch gelang der Band 1973 mit der Musik zum DEFA-Film “Die Legende von Paul und Paula”.
1997 zog er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Band zurück.

Hits: 102

aRTikel

Überflieger: Dem Traum, Musik zu machen, noch ein Stück näher gerückt

Samstag, den 8. August 2020
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Saskia Pauli (21) aus Schwante studiert Jazz- und Popgesang in Arnheim – sie singt bei The Washboard Girls – erster Videoclip ist auf Youtube erschienen

MAZ Oberhavel, 8.8.2020

Schwante.
Alles für den „Washboard Body“, den Waschbrettbauch. Turnübungen im Park, ein bisschen laufen, ein paar Klimmzüge – und dazu gute Musik. Die liefern The Washboard Girls mit dem Song „Washboard Body“. Die dazu passenden Bilder – im Retrolook der 80er-Jahre – sind im Videoclip zu sehen, der auf Youtube hochgeladen ist. Den Song gibt es auf allen bekannten Streamingplattformen.

Zu sehen und zu hören ist dort Saskia Pauli. Die 21-Jährige aus Schwante hat den Song gemeinsam mit Tim Pokorny (23) aus Herne in Nordrhein-Westfalen geschaffen. Beide studieren sie an der Kunsthochschule „ArtEZ“ in Arnheim in den Niederlanden. „Uns gibt es seit einem Jahr“, erzählt Saskia Pauli. Es begann als Duo an der Uni, „wir haben dann aber beschlossen, auch so weiter zu machen.“ Seit etwas mehr als zwei Monaten arbeiten sie an Songs, und der erste ist nun erschienen. „Mein Traum ist, Musik zu machen“, sagt sie. Dafür ist sie auch in Arnheim, sie studiert dort Jazz- und Popgesang. Dass der sehr eingängige „Washboard Body“-Song wie aus den 80ern wirkt, ist kein Zufall. „Da geht der Trend ja gerade wieder hin.“ Jeder, der den Song bislang gehört habe, gab gute Rückmeldungen, erzählt sie weiter. Für den Videoclip haben sie Mitstudenten gefragt, ob sie bei einem „Eighties-Workout“ mitmachen wollen. Das Ergebnis ist im Clip zu sehen.

Schon als sie auf die Neuruppiner Montessori-Schule ging, sang sie im Kinderchor. „Da hat alles angefangen.“ In Schul-Musicals hatte sie mehrere Hauptrollen. „Ich wollte Musicaldarstellerin werden.“ Sie wurde ins Junge Ensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes aufgenommen. Vier Jahre hat sie dort getanzt, gesungen und gespielt. Doch das zeitlich umfangreiche Training ließ sich dann nicht mehr mit der Schule vereinbaren. Sie sang in Oranienburg dann im „Orange Voices“-Chor unter der Leitung von Suzy Bartelt. Bei ihr hatte sie auch Gesangsunterricht, und dadurch kam sie auch davon ab, Musicals zu spielen.
Stattdessen ging sie zu den Young Voices Brandenburg, dem Pop- und Jazzchor des Landes. „Dadurch bin ich zum Jazz gekommen. Sie machte Projekt mit dem Landesjugendjazzorchester, hatte Konzerte in der Deutschen Oper in Berlin, in der Gedächtniskirche, spielt mit der NDR-Big-Band – und machte zwischendurch ihr Abi am Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum. „Jeder Auftritt mit den Young Voices war cool, man hat sich sehr professionell gefühlt.“

Ihre Gesangslehrerin Suzy Bartelt war es auch, die ihr die Kunsthochschule „ArtEZ“ in Arnheim empfohlen hatte. „Man ist dort recht frei, in dem, was man machen kann.“ Man müsse sich nicht zwingend zwischen Jazz oder Pop entscheiden. „Man probiert Dinge aus, und das finde ich gut.“ In den Niederlanden verständigt sie sich auf Englisch. „Ich kann noch kein Holländisch, obwohl ich da wohne.“ Ein bisschen ärgert sie das, allerdings sprechen die meisten dort eh Englisch, erzählt sie.

Als nächstes wird sie gemeinsam mit Tim Pokorny aber erst mal an weiteren Songs für The Washboard Girls arbeiten, so dass daraus eventuell ein Album entsteht – und dann natürlich mit diesen Songs auch Auftritte.

Hits: 202