RTelenovela

Musik_Countdown_40

Mittwoch, den 20. Juni 2018
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Auf Facebook läuft schon seit gut drei Monaten mein “MUSIK_COUNTDOWN_40″. Ich werde sehr bald 40, und da kann man ja mal schauen, welche Musik mich eigentlich in den vergangenen vier Jahrzehnten irgendwie geprägt hat. Hinter dem Countdown verbirgt sich keine Hitparade, bei der am Ende die Nummer 1 steht. Es ist eine Liste mit derzeit rund 190 Songs, die mir aus verschiedenen Gründen wichtig sind – oder die einfach nur gut sind.

Es sind Popnummern dabei, ein bisschen Rock, auch Schlager und sogar Klassik. Die Bandbreite ist sehr breit. Coldplay ist ebenso dabei wie Herbert Grönemeyer oder das Barbie Girl. Underworld, Moby und massive Attack – und eben auch viele mehr.

Ein Blick auf die YouTube-Liste “Musik – All Time” könnte sich lohnen. Schaut doch einfach mal rein!

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Queen und Adam Lambert in Berlin

Mittwoch, den 20. Juni 2018
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DI 19.06.2018 | Berlin, Mercedes-Benz-Arena

Als Freddie Mercury im November 1991 an Aids gestorben ist, da starb auch Queen. Mit dieser Band hat Mercury gute 20 Jahre lang Maßstäbe gesetzt. Songs wie “We will rock you”, “We are the Champions”, “Somebody to love” oder “Bohemian Rhapsody” haben sich ins Gedächtnis vieler Menschen eingeprägt.
Eine Band ohne ihren charismatischen Sänger – das funktioniert nicht, und natürlich war auch für Queen das Ende besiegelt.

Dass die legendären Musiker am Dienstagabend dennoch in der Berliner Mercedes-Benz-Arena auftreten konnten, lag an Adam Lambert. Seit sechs Jahren ist er immer mal wieder mit Queen auf Tour und steht an Freddie Mercurys Stelle.
Klar, er weiß, dass er ihn nicht ersetzen kann. Und das will er auch gar nicht. Sein Ziel sei es, an ihn zu erinnern, ihn mit dem Konzert zu feiern, sagte er. Und deshalb waren auch die vielen Menschen in die Halle gekommen.

Der Beginn war allerdings noch ein bisschen zögerlich – zumindest bestand der Auftakt aus Songs, die ich seltsamerweise gar nicht kenne. Aber dann kamen nach und nach alle großen Queen-Kracher.
Adam Lambert macht Mercury nicht nach. Die Songs sind weiter klar erkennbar – aber Lambert drückt ihnen hier und da seinen Stempel auf. Das ist gut so.
An mehreren Stellen kommt dann aber doch auch Freddie vor. Auf der großen Leinwand taucht er plötzlich auf und beginnt mit dem Publikum ein Gesangswechselspiel. Auch bei der “Bohemian Rhapsody” gibt es einen Moment, wo Adam Labert für gut zwei Minuten Freddie die Bühne überlässt, und man sieht das bekannte Musikvideo zum Song.
Es ist eine gute Mischung aus konsequenter Erinnerung und Weiterführung. Die beiden verbliebenen Ur-Queen-Musiker bekommen zwischendurch umso mehr Applaus und Jubel.

Die Zugabe endet mit “We will rock you” und “We are the Champions” – und zu guter Letzt die Hymne auf die Queen. Die Fans sind überwiegend mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen.

RTelenovela

ABBA vs. Fußball (2)

Montag, den 18. Juni 2018
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(1) -> 15.6.2018

Neulich hatte ich mich ja ein bisschen geärgert, dass beim Oranienburger Stadtfest ausgerechnet die ABBA-Show parallel zum Auftaktspiel der Deutschen bei der Fußball-WM stattfindet. Ich konnte nicht glauben, dass es auf dem Schlossplatz rappelvoll ist, wenn das Event steigt, während die WM auf den ersten Höhepunkt zustrebt.
Letztlich hatte ich am Sonntag beides.

Wir haben uns einen Ort für Public Viewing gesucht. Fündig wurden wir im italienischen Restaurant am Rande des Schlossplatzes. Draußen stand ein großer Fernseher, und wir hatten uns einen Tisch in Sichtweite reserviert.

Das Spiel begann, und eine halbe Stunde später begann nebenan auch die ABBA-Show. Wie viele Leute dort waren, konnten wir nicht sehen. Aber sehr viele können es nicht gewesen sein, weil es allgemein relativ leer auf der Straße war.
Aber wir hatten die Musik im Hintergrund: von “Waterloo” bis “Thank you for the Music”. Während Deutschland auf dem Weg zum Mexiko-Desaster war, kamen aus der Ferne die Klänge der schwedischen Kultband.
Noch viel toller wäre es natürlich gewesen, wenn wir direkt nach dem Spiel hätten rüberlaufen können, um dann dieses Musikevent erleben zu können…

aRTikel

Einheimisch wird er wohl erst mit 100

Donnerstag, den 7. Juni 2018
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Der Beetzer Andreas Dalibor feiert heute seinen 60. Geburtstag – zum Jubiläum denkt er auch über seine Zukunft nach

MAZ Oberhavel, 7.6.2018

Beetz.
Er ist Liedermacher, Theaterchef, Sozialarbeiter und Lokalpolitiker. Andreas Dalibor ist ein besonders umtriebiger Mensch. Heute feiert er seinen 60. Geburtstag.
24 Jahre ist es her, dass er aus Berlin nach Beetz zog. Er fühlt sich dort sehr wohl als Beetzer, als Kremmener. Einheimischer ist er aus Sicht der Alteingesessenen aber nicht, denkt er. „Wenn ich 100 werde, dann werde ich Kremmener sein. Im Augenblick bin ich noch Zugereister“, sagt er.

Die meisten Menschen kennen ihn als Chef des Theaters „Tiefste Provinz“ im Scheunenviertel. „Eigentlich sollte der Raum bloß ein Übungsraum für meine Band sein“, erzählt er. Um Fördermittel zu bekommen, ist ihm dann aber geraten worden, etwas Öffentliches daraus zu machen. Er ließ eine Bühne reinbauen, und schon war das Theater 2006 geboren. Dass es „Tiefste Provinz“ heißt – das fanden anfangs nicht alle Kremmener lustig.

Andreas Dalibor ist eigentlich Diplom-Sozialarbeiter und -pädagoge. Studiert hat er an der Evangelischen Fachhochschule in Berlin. Probiert hatte er damals vieles: ein paar Semester Archäologie, Erziehungswissenschaften, Musik und Kunst auf Lehramt. Kurz vor der Prüfung hörte er auf. Er wollte nicht zum Establishment gehören. „Mittlerweile sage ich, hätte ich weiter machen sollen. Aber die Erkenntnis kommt ja immer später.“ Danach ging er auf die Sozialarbeiterschule – und legte die Prüfung dort ab.
Inzwischen leitet er eine Erziehungswohngruppe in Beetz. Er betreut Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren, die oftmals Pech mit der Familie hatten. „Viele Sachen können wir lösen, manche lösen die Zeit, andere lösen wir mit Therapien oder auch nur damit, ein anderes Leben vorzuführen.“ Mist bauen komme durch Langeweile – oft würden Dinge passieren, wenn die Jungs nichts mit sich anzufangen wüssten. Dem will er entgegen steuern. Es gehe darum, Verantwortung zu übertragen, den Kindern Aufgaben und ein Zuhause zu geben.

Er macht das nicht anders. Er will etwas bewegen, auch politisch. Für die SPD sitzt er im Kreistag. Früher – noch vor der Wende – waren es eher die Grünen, die ihn begeisterten. „Das war damals die Aufbruchstimmung. Die hatten mal andere Ziele.“ Aber Willy Brandt war ein Typ, der ihn faszinierte. „Der war ein Beweggrund, dass ich gesagt habe, ich schließe mich der SPD an. Dass die leider nicht mehr das ist, aber hoffentlich das wird, was sie mal war, das ist mir klar. Aber das ist immer noch eine Partei, die viel Soziales in sich trägt.“

Schon immer eine Rolle gespielt in seinem Leben hat die Musik. Gerade ist das zweite Album von „Dalibors Roadshow“ veröffentlicht worden. Davor war er als Liedermacher solo unterwegs und spielte in der eigenen Bertha-Panislowsky-Band. Er ist großer Fan von Ton Steine Scherben und Rio Reiser.
Der 60. Geburtstag ist nicht direkt eine Zäsur – aber schon die Gelegenheit, über die Zukunft nachzudenken. Irgendwann soll sein Engagement in der Wohngruppe enden, er will sich noch mal neu umsehen – und mehr Zeit haben für das Theater und die „Kombüse 11“ nebenan.

aRTikel

Resist to Exist: Festival findet statt – stand aber auf der Kippe

Mittwoch, den 6. Juni 2018
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Vom 3. bis 5. August findet in Kremmen wieder das Punkfestival „Resist to Exist“ statt. Spätestens nach dieser Auflage müssen sich die Veranstalter aber über einen Bebauungsplan für die Festwiese Gedanken machen.

MAZ-online Oberhavel, 5.6.2018

Flatow.
Zum dritten Mal findet Anfang August in Kremmen das Punk-Festival „Resist to Exist“ statt. Das war in den vergangenen Wochen nicht sicher, zwischenzeitlich stand es auf der Kippe. „Aufgrund der Tatsache, dass das Festival nun offensichtlich regelmäßig, nämlich jährlich stattfinden soll, bedarf es einer Baugenehmigung“, sagte Irina Schmidt, die Pressesprecherin im Landratsamt, am Dienstag. Dafür wiederum müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Warum dies erst jetzt ein Thema sei, beantwortet Irina Schmidt so: „Da bisher nicht klar war, ob das Festival eine regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung ist, hat sich die Frage der Genehmigungsfähigkeit bislang nicht gestellt.“ Allerdings hatte der Veranstalter bereits im vergangenen Jahr verkündet, die Wiese auch in den nächsten Jahren mieten zu wollen. Dafür ist auch im Sommer 2017 ein entsprechender Vertrag mit dem Besitzer der Flächen abgeschlossen worden.

Am 30. Mai gab es ein Treffen mit Vertretern der Bauaufsichtsbehörde und den Festivalorganisatoren im Oranienburger Landratsamt. Ergebnis: In diesem Jahr kann „Resist to Exist“ stattfinden. Die untere Bauaufsichtsbehörde gehe in diesem Jahr „unter Zurückstellung erheblicher Bedenken von einer Baugenehmigungsfreiheit aus“, so Irina Schmidt. „Während des Gesprächs wurde aber unmissverständlich darauf hingewiesen, dass zur Durchführung des Festivals im nächsten Jahr eine Baugenehmigung erforderlich sein wird. Es müsste also unverzüglich mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans begonnen werden.“
Im Verlaufe des Gesprächs habe sich zudem herausgestellt, dass all diese Informationen für die Veranstalter nicht neu waren, so Irina Schmidt. Auch in Berlin, wo das Festival in den Jahren zuvor stattfand, bedurfte es – den Angaben der Veranstalter zufolge – zu seiner Durchführung stets einer Baugenehmigung. Auch sei den Veranstaltern bewusst gewesen, dass sich eine Baugenehmigungspflicht erst dann ergebe, wenn die Veranstaltung mit einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinde.

Dass ein Bebauungsplan aufgestellt werde, müsse vom Veranstalter ausgehen, sagte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) am Dienstag. Danach müssten die Stadtverordneten darüber sprechen. Er stellte klar, dass er sich nicht gegen das Festival in Kremmen gewehrt habe. Allerdings frage er sich, ob das Event für Kremmen einen wirtschaftlichen Nutzen habe. Er sehe den nicht. „Aber viele freut es“, sagte der Bürgermeister außerdem. Und wenn sich die Festivalbesucher vernünftig verhalten würden, dann sei das Event für Kremmen kein Problem.
Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr kaum Schwierigkeiten. 2500 Besucher kamen zum Festival. Einige Anwohner beschwerten sich über vermehrten Müll oder Lärm. Probleme gab es zwischenzeitlich im örtlichen Supermarkt mit den Pfandautomaten.

RTelenovela

Überraschungsevent (21): LaLeLu

Dienstag, den 5. Juni 2018
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(20) -> 6.5.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Juli ist sie dran.

Wieder ging es an einen Ort, wo ich noch nie war. Die Ufa-Fabrik ist in Berlin-Tempelhof, einem Stadtbezirk, mit dem ich eh fast nie etwas zu tun habe. Und diesmal war es ein Event, von dem ich auch nicht genau wusste, was uns erwartet. Die kurze Beschreibung, die ich vorher las, klang aber interessant.
Wir waren beim Konzert von “LaLeLu”, einer A-Cappella-Comedy-Gruppe. In “Muss das sein?! – Das Trendprogramm” ging es – allerdings ohne roten Faden – um Imitationen, um Allergien, “Sing meinen Song” oder um einen Tag im Tierheim.
Das war recht unterhaltsam, hier und da ganz lustig, wobei das gewisse Etwas, das absolute Highlight aber fehlte. Es fehlt beispielsweise an guten selbstgeschrieben Kompositionen. Die nachgesungenen Lieder sind recht gut gemacht, aber auch wenig außergewöhnlich. Ein echter Höhepunkt war, als Tobias Hanf plötzlich eine Stimmimitations-Nummer mit diversen Promis abseits der Musik hinlegte, die richtig toll war und für die er auch großen Applaus bekam.

Die Ufa-Fabrik mit der Open-Air-Bühne in einem Zelt, das bei schlechtem Wetter geschlossen werden kann, ist übrigens ein sehr lauschiges Plätzchen. Seltsam, dass die noch nie in mein Blickfeld geraten ist.

KeineWochenShow

#74 – Andreas Dalibor. Theaterchef, Liedermacher, Sozialarbeiter

Sonntag, den 3. Juni 2018
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Zum dritten Mal in diesem Jahr und zum vierten Mal überhaupt haben wir einen Gast in unserem Kellerstudio. Bei uns ist Andreas Dalibor. Er ist seit 2006 der Chef des Theaters “Tiefste Provinz” in Kremmen, Liedermacher mit der Band Dalibors Roadshow und Sozialarbeiter in Beetz. Außerdem sitzt er für die SPD im Oberhavel-Kreistag in Oranienburg.

Am 7. Juni feiert er seinen 60. Geburtstag, und nur bei uns gibt es das große Fernseh-Interview aus diesem Anlass. Er erzählt, welchen Bezug er zur Berliner Hausbesetzerszene hatte, wieso er nach der Wende aus Berlin nach Beetz zog. Wie es zur Gründung des Theaters in Kremmen kam. Was ihm seine Eltern einst mitgegeben haben. Warum er Ton Steine Scherben so gut findet. Und vieles mehr.
Außerdem hat er sein Lieblingsbier mitgebracht, außerdem stellt er ein Buch vor, das er gerade erst gelesen hat.
Und natürlich singt er uns zwei seiner Songs.

KeineWochenShow #74 gibt es auf YouTube.