RTZapper

Schöne Töne

Samstag, den 21. Oktober 2017
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DO 19.10.2017 | 23.05 Uhr | radioeins

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich älter werde. Aber ich bin zunehmend gelangweilt von der aktuellen Chartmusik. Ich höre zwar seit 1999 radioeins vom rbb, aber die abendlichen Musikspecials fanden ohne mich statt, selbst wenn ich abends mit dem Auto unterwegs war. Dann schaltete ich eher Sender wie 104.6 RTL ein, wo es aktuelle Hits gibt.
Das ändert sich langsam. Mehr und mehr entdecke ich radioeins auch am späten Abend.Sich auch mal auf Experimente einlassen – das ist inzwischen spannender als sich einlullen zu lassen.

Seit der jüngsten kleinen Programmreform, hat radioeins donnerstagabends eine echte Perle zu bieten. “Schöne Töne” heißt die Sendung mit dem Komponisten und Musiker Sven Helbig. Er spielt Musik, die man selbst auf diesem Sender so nicht erwartet. Da gibt es 15 Minuten Ambient mit wunderbaren Klangteppichen, die bewirken, dass man auf der Autobahn herrlich dahingleitet – erstaunlicherweise ohne müde zu werden. Andere Songs möchte man mit Kopfhören genießen, weil sie mit Effekten spielen, die Gänsehaut verursachen. An diesem Donnerstag gab es sogar eine Klassikstrecke, und plötzlich merkt man: Man hört viel zu wenig Klassik – und man hört mal genauer hin.
Man kann den Leuten von radioeins gar nicht genug danken für solche wunderbaren Sendungen in den Zeiten, in den Einschaltquoten keine Rolle mehr spielen.

RTZapper

Goldene Henne 2017

Dienstag, den 17. Oktober 2017
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FR 13.10.2017 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Kinder sind ja so unberechenbar. Sie machen einfach nicht das, was sie machen sollen. Oder sie machen das, was sie machen sollen, zu spät. Am Freitagabend war der mdr-Kinderchor zu Gast bei der “Goldenen Henne 2017″ in Leipzig. Sie sangen gemeinsam mit Karel Gott ein herziges Lied.
Aber in der Regie muss man wahnsinnig geworden sein. Aber vielleicht ist es auch nicht die allerbeste Idee, noch relativ junge Kinder zum Playback die Lippen bewegen zu lassen.

So kam es, dass die Kinder die Lippen bewegten, als sie gar keinen Text hatten – und das in Großaufnahme. Schnitt auf Karel Gott, der ja immer was zu playbacken hatte. Wieder Schnitt auf die Kinder. Diesmal blieben die Lippen aufeinander, obwohl sie einen Einsatz hatten.
Da war der Moment, wo die Regie entschied, die Kinder gar nicht mehr in Großaufnahme zu zeigen. Stattdessen zeigte man vermehrt das Publikum, in dem viele verzückte Damen saßen.

KeineWochenShow

#40 – Mein Baby gehört zu mir!

Montag, den 9. Oktober 2017
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In Ausgabe 40 von “KeineWochenShow” gibt es drei Neuerungen. Der Vorspann ist neu gestaltet und unserem neuen Kellerstudio angepasst. Außerdem gibt es den Vorspann nun auch als Abspann, ergänzt durch das Copyright. Und drittens haben wir so etwas wie ein Sendungslogo, das wir auch einblenden, wenn wir etwas einspielen. Das kommt zwar nicht so oft vor, aber in Ausgabe 40 gibt es das.
Denn MetalMewes löst seine verlorene Wahlwette ein und hat etwas gekocht – im Einspieler sehen wir, was es zu essen gab.

Das Gitarrengeklampfe zu Beginn nimmt immer gewagtere Züge an – diesmal mit einer AC/DC-Einlage. Ernst wird es, wenn wir über die Schießerei in Las Vegas sprechen – und über die Angst der Menschen, die sich daraus ergibt.
Wir reden über 30 Jahre “Dirty Dancing” und darüber, dass Männer das Ereignis im Oranienburger Kino nicht mitfeiern durften. Wir feiern 140 Jahre B.Z. und nehmen Abschied von Tom Petty. Außerdem sind wir gespannt, was aus dem ehemaligen “Paganini”-Lokal in Oranienburg wird.

Das alles in Ausgabe 40 von “KeineWochenShow” auf Youtube.

RTZapper

Nena – Nichts versäumt

Montag, den 9. Oktober 2017
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SA 07.10.2017 | 20.15 Uhr | ZDF

Ob nun “Nichts versäumt” ein guter Titel für eine Fernsehshow ist, sei mal dahingestellt. Aber das ZDF traute sich und strahlte am Sonnabend zur Primetime mal keinen Krimi und kein Quiz aus – sondern eine Musikshow.
Nena feiert ihr 40. Bühnenjubiläum. Bekannt geworden ist sie 1982 mit “Nur geträumt”, und so richtig knallte es 1983 mit den “99 Luftballons”. Wer nun aber meint, dass danach ja gar nichts mehr kam und dass es völliger Blödsinn sei, dass das ZDF ganze 150 Minuten für opfert, der irrt gewaltig.
Denn 2005 hatte Nena in Deutschland überhaupt erst ihren zweiten Nummer-1-Hit: “Liebe ist”. 2002 war sie zuvor sehr clever und coverte ihre eigenen NDW-Hits und schaffte es als eine der wenigen, daraus noch bessere Songs zu machen.

Allerdings müssen die 150 Minuten trotzdem viel zu kurz gewesen sein, denn aus den Interview-Passagen zwischen den Musiksongs wurde sehr viel rausgeschnitten. Teilweise waren es so viele Schnitte, dass die Gespräche wie Best-of-Schnipsel wirkten.
Ansonsten war es aber eine nette, entspannte Show. Stars und Freunde und Familie kamen, um Nena-Songs neu zu singen und zu spielen, und Nena selbst hatte offenbar den größten Spaß daran, dem beizuwohnen.
Letztlich hat vielleicht wirklich “Nichts versäumt”, aber es war auch schön, einen Abend mal alte und neuere sowie bekannte und unbekanntere Nena-Hits zu hören.

aRTikel

Es dreht sich alles um die Musik

Samstag, den 23. September 2017
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Das Ehepaar Petra Kleinke und Jan Rase aus Groß-Ziethen ist in diversen Projekten erfolgreich – Doooya ist nun ihr gemeinsames Baby

MAZ Oberhavel, 23.9.2017

Groß-Ziethen.
Wenn man sagt: Ihr Leben ist die Musik – dann ist das im Fall von Petra Kleinke und Jan Rase keine Floskel. Das Ehepaar aus Groß-Ziethen beschäftigt sich in verschiedenen Projekten mit der Musik. Seit zwölf Jahren sind sie verheiratet, seit elf Jahren leben sie in dem Kremmener Ortsteil.

Sie (47) war eigentlich mal Tischlerin, arbeitete später als Heilpraktikerin, „war aber schon in der Schule in einem Musicalprojekt“, wie sie erzählt. Nach der Kinderpause begann sie wieder zu singen und fand einen Weg, die Musik mit Heiltherapien zu verbinden. Er (50) ist gelernter Klavierbauer, „und ich wollte schon immer was mit Musik machen.“ Der Vater wollte eigentlich, dass – aus seiner Sicht – was Anständiges aus ihm wird. Aber dann wurde Jan Rase von der Musik gepackt. Er spielte in einer Band, ging mit „Luchten“ auf Tour.
Als sie von Berlin nach Groß-Ziethen gezogen waren, da änderte sich vieles im Leben der beiden. „Irgendwie war es ein Schritt zum bewussten Leben, Selbstverwirklichung.“ Auf dem Bauernhof bot es sich an, ein Tonstudio einzurichten. Wenn man aufzählt, an welchen Projekten sie beide – gemeinsam oder jeder für sich – arbeiten, da vergehen schon einige Minuten.

Jan Rase hat schon mit zwölf Jahren angefangen, eigene Stücke auf dem Klavier zu spielen. 2002 ergab sich die Gelegenheit, für den Sat.1-Film „Ben und Maria“ an der Musik mitzuarbeiten. „Der Rohschnitt stand schon, vom Regisseur kamen dann Ideenvorlagen“, erinnert sich der Groß-Ziethener. „Damals gab es hohe Budgets, anders als heute. Das war jedenfalls super aufregend.“ Bis heute hat Jan Rase 300 Werbefilme vertont, für Miele, Audi oder Dr. Oetker. „Aber nichts, was sehr bekannt ist.“ Dabei geht es vor allem um Werbefilme, die beispielsweise auf Messen zu sehen sind.
Kürzlich machte er Schlagzeilen, weil es ein älterer Song der damals von ihm produzierten Gruppe Gnawa Impulse auf Platz eins der Nordafrika-Charts auf der Musik-Streaming-Seite Ethnocloud geschafft hatte. Finanziell hat Rase nichts davon, dass „The Yumala Song“ ein später Erfolg wurde. An Downloads würde man wenig verdienen.
Ein Ausgleich schafft für ihn das Engagement in der Band „Oya“. Dort spielt er Bansuri, eine indische Bambusflöte. „In den Klang bin ich verschossen“, sagt er und lächelt. Nach einem stressigen Projekt, suchte er etwas, um runterzukommen. Das zu spielen „hat was Meditatives“, sagt Jan Rase. Er konnte Musiker gewinnen, und so nahm er mit Oya auch CDs auf und spielte Konzerte. Allerdings sei der Markt dafür hierzulande nicht so groß. In der Hinsicht ist er mit der Gruppe Barfleas größer im Geschäft. Damit tritt er auf Weltmusikfestivals auf oder in Kulturhäusern.

Petra Kleinke macht viel Musik auch in Kindergärten oder Musikschulen. Für die Kinderschule Eden in Oranienburg schrieb sie ein Musical – „SOS Erde“. „Die Kinder haben eine Woche bei uns auf dem Hof verbracht, danach hatten sie eine fertige CD in der Hand.“ Das Projekt war so erfolgreich, dass es nun für den Preis „Vereint für gute Schule“ nominiert ist. „Ich fände es toll, wenn wir gewinnen, in dem Musical geht es um Umweltverschmutzung und um bewusstes Handeln. Es wäre ein tolles Zeichen für die Kinder, wenn so etwas belohnt würde“, sagt Petra Kleinke.

In Zukunft wollen sie und ihr Mann Jan wieder öfter gemeinsam auftreten. Unter dem Namen „Doooya“ spielen sie ihre Lieblingslieder, „aber auf untypischen Instrumenten. Das passt, weil wir das eben auf unsere Art machen“, sagt Petra Kleinke. Wann aber haben sie Zeit, dafür zu proben? „Oft abends“, sagt sie. Im kommenden Jahr haben sie mit Doooya schon jetzt 30 Auftritte im Plan. Und gibt es noch einen Traum? Jan Rase überlegt kurz: „Im VW-Bus auf Tour durch Deutschland – und einen ,Tatort’ vertonen.

RTZapper

Infomercial: Das ultimative Amigos-Fanpaket

Dienstag, den 12. September 2017
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FR 08.09.2017 | 21.45 Uhr | Shop24Direct

Ich weiß nicht genau, was eigentlich die Fans der Amigos an der Musik mögen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, ob das wirklich Musik ist, was die Amigos seit Fantastillarden Jahren machen. Ich frage mich allerdings, ob die Amigos ihre Fans wirklich ernst nehmen oder ob sie sie stattdessen fies abzocken.

Im Shop24Direct am Freitagabend wurden die Anhänger der, ähm, Band mit dem “ultimativen Amigos-Fanpaket” überrascht. Das hat es wirklich in sich, und am besten solltest du, wenn du nicht eh sitzt, dich nun hinsetzen. Und festhalten.
Im ultimativen Paket liegt eine Doppel-CD mit den ersten Hits. Wann immer die Hits gewesen sein sollen. Kracher wie “Liebesinsel am Meer” und “Wenn die Sehnsucht brennt” (ist es vielleicht ein Völlegefühl im Magen) befinden sich auf den heißen Scheiben. uvm.
Dazu gibt es eine weitere CD “Wie ein Feuerwerk” mit tanzbaren Melodien – mit einem flauschigen Amigos-Kuschelbär-Anhänger! Gratis!

Aber das ist längst noch nicht alles: Es gibt auch noch die “30 schönsten Sommerschlager” mit Titeln wie “Das weiße Schiff verlässt den Hafen” (hoffentlich mit den Amigos), “Nur das Meer sah zu” (als das Schiff leider auf den falschen Kurs geriet), “Wenn der Himmel in Flammen steht” (und das Schiff leider, nun ja…) und “Die Legende der blauen Lagune” (wo die Amigos angeblich stranden).

Du denkst, das war schon alles? Nein! Es gibt noch wahnsinnige Extras in diesem ultimativen Amigos-Fanpaket! Nämlich den Aufkleber (also, den SCHICKEN Aufkleber) “Im Herzen Jung”, den Fanschal (den KUSCHELIGEN Fanschal) “Das Beste” und den Anhänger (also, den SUPERSÜSSEN Anhänger) “Teddybär Amigos” zum Sonderpreis (war der vorhin nicht noch gratis?)!

Was könnte dieser heiße Scheiß kosten? Für insgesamt fünf CDs und ein bisschen Gerümpel, was ist das wert? Ein Fuffi?
Nein, nein, so billig kommen die Fans nicht weg: 109,95 Euro!
Na, Schnappatmung?

Falls du noch nicht tot vom Stuhl gefallen bist, kann ich dich beruhigen. Denn im Shop24Direct gibt es das ultimative Amigos-Fanpaket billiger. Ausnahmsweise. Nun kostet es nur noch unfassbare 59,95 Euro! Plus Versandkosten in Höhe von wirklich (nicht) lumpigen 6,99 Euro.
Na, jetzt besser?
Nein?

Also, jetzt aber mal ehrlich: Was könnte an fünf CDs, einem Aufkleber, Schal und Anhänger fast 110 Euro kosten? Ist der Schal aus besonders wertvollem Stoff? Ein Edelschal? Und wenn das so ist, wieso werden die Amigos dann vom Shop24Direct dermaßen verramscht? Und wer nimmt das eigentlich wen auf den Arm?
Fragen über Fragen.
Und, haste schon bestellt?

aRTikel

Kerstin Ott begeistert auf dem Herbstfest

Montag, den 11. September 2017
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Konzerrt gestern Nachmittag in Hohen Neuendorf war sehr gut besucht

MAZ Oberhavel, 11.9.2017

Hohen Neuendorf.
Spricht man im Fall von Kerstin Ott von einer Scheißmelodie, dann ist das keine Musikkritik. So heißt eines ihrer Lieder, das sie gestern Nachmittag auf der Herbstfestbühne am Hohen Neuendorfer Rathaus präsentiert hat.

Bekannt geworden ist die 35-Jährige Anfang 2016 durch ihren Song „Die immer lacht“, der vom Technoprojekt „Stereoact“ aufgepeppt und veröffentlicht worden ist. Eigentlich hatte Kerstin Ott ihn schon 2005 für eine Freundin geschrieben. Diesen Song sang Kerstin Ott am Sonntag zunächst nur mit Gitarre, in einer leisen und ruhigen Version – kurz vor Schluss nach noch in der bekannten Partyvariante. Sie animierte die Hohen Neuendorfer mitzusingen. „Oder kennt hier irgendjemand diesen Text nicht?“, fragte sie in die Runde. Natürlich sangen die Besucher laut mit.
Es folgten dann weitere Hits von ihrem Album „Herzbewohner“. Zweimal allerdings gab es technische Probleme mit dem Halbplayback. „Da muss man cool bleiben“, kommentierte Kerstin Ott dies. „Und sich heimlich in die Hosen pieschern.“ Viele Besucher kamen gesterng extra wegen der Sängerin: „Die hören wir sehr gern“, sagte Marina Hilscher aus Berlin-Reinickendorf. Auch Karin Parschen aus Hohen Neuendorf freute sich auf den Auftritt. „Es ist gut, dass hier was auf die Beine gestellt wird“, sagte sie allgemein über das Herbstfest.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Ariane Fäscher kamen am Freitag und Sonnabend etwa 7500 Besucher auf das Herbstfest. Zum Konzert, das der Höhepunkt des Hohen Neuendorfer Partywochenendes war, kamen etwa 1000 Menschen – überhaupt war das Festgelände am Sonntagnachmittag sehr voll. Das Herbstfest fand zum 25. Mal statt – und zum letzten Mal am gewohnten Standort vor und neben dem Rathaus. Wie es 2018 weiter geht, ist noch unklar. „Das ist schade, denn das Fest zieht ja immer sehr viele Leute an“, sagte Besucherin Karin Parschen.

Für alle Altersklassen gab es am Wochenende viel zu erleben. Der Rummel am Rathaus hatte Kinderkarussells zu bieten, Autoscooter, ein 16 Meter hohes Riesenrad und vieles mehr. Wer auf dem Gelände unterwegs war, hörte permanent fröhliches Kindergeschrei.

Aber auch in der Stadthalle war am Sonnabend und Sonntag einiges los: Während der Messe „Schau HN“ konnten sich die Vereine und Unternehmen der Stadt und des Umlands vorstellen. „Als Verein sind wir nicht das erste Mal dabei“, sagte Sandra Chryselius vom Voltigierverein „Pegasus“ aus Schildow. „Nach der Messe haben wir bei uns vermehrt Anfragen“, ergänzte sie. Etwa 50 Kinder machen derzeit im Verein mit, und die Messe nutzen die Mitglieder für die Werbung neuer Mitstreiter.

Ebenfalls dabei war das Team vom Hyperion-Verein. Es verkaufte Tickets für die Show „Wer besiegt Paul“ am 14. Oktober in der Stadthalle. Am Sonnabendnachmittag war aber schon alles ausverkauft, erzählte Paul Aurin gestern Nachmittag.