Monatsarchiv für Juni 2019

ORA aktuell

Aus für das Fisch-Eck in Oranienburg

Donnerstag, den 20. Juni 2019
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Das Fisch-Eck in der Oranienburger Mittelstraße schließt. Letzter Verkaufstag ist der 21. Juni. Das wird den Kunden auf einem Schild am Laden mitgeteilt.
Schon seit mehreren Wochen ist das Geschäft nur noch bis 15 Uhr geöffnet, schon länger Zeit blieb es sonnabends geschlossen.

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RTelenovela

Küsst euch!

Donnerstag, den 20. Juni 2019
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Polizeieinsatz am Grabowsee in Friedrichsthal! Es muss was Schlimmes passiert sein!
Könnte man meinen.
Angefangen hat es nämlich schlicht mit: Liebe.

Zwei Männer, 26 und 33 Jahre, haben im See gebadet und haben sich geküsst. Und dann haben sie sich auch noch die Badehosen ausgezogen – um sich umzuziehen. An einem Strand!! Unglaublich!!
Für eine Frau (42) und einen Mann (57) war das zu viel. Sie riefen die Polizei, und sie beschimpften die Männer, es war wohl die Rede davon, dass man sie vergasen müsse, und sie würden ins KZ gehören.
Und so kam die Polizei ins Spiel.
Als die eintraf, mussten die Beamten alle erst mal beruhigen. Am Ende gab es für beide Seiten Anzeigen. Wegen angeblicher exhibitionistischer Handlungen die einen, wegen volksverhetzender Beleidigungen die anderen.

Da muss man echt aufpassen, dass man nicht emotional und beleidigend wird. Aber anderseits: Ich glaub’, es hackt! Ernsthaft? Die Polizei holen, weil zwei Typen sich küssen? Haben wir wirklich keine anderen Probleme? Und kann man sich wirklich so gestört und angewidert fühlen, wenn zwei sich liebende Menschen sich küssen? Und wenn sich Leute am Strand umziehen, ohne sich umständlich Handtücher umzubinden? Selbst wenn ein kleines bisschen mehr passiert sein sollte, dann kann man ja immer noch eine freundliche, aber bestimmte Ansage machen.

In Oberkrämer wurde neulich das Hissen der Regenbogenflagge abgelehnt – angeblich weil die Liebe ja Privatsache sei und sowieso Friede, Freude und auch Eierkuchen herrsche.
Der Vorfall vom Grabowsee zeigt: Nichts ist gut! Es gibt immer noch Verbohrte. Und wenn diese Leute auch noch volksverhetzende Hasstiraden herausblöken, dann geht das Ganze sogar in die nazistische Ecke. Die Nazis haben einst die Schwulen ins KZ deportiert. Wer so was auch wieder will, kann wohl als Nazi, als Rassist, Hetzer oder Menschenhasse betitelt werden. So was ist ekelhaft, und dafür gibt es ganz klar die Rote Karte!

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RT liest

Katharina Peters: Strandmord

Mittwoch, den 19. Juni 2019
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(6) -> 28.2.2018

Um dem Titel des Buches gerecht zu werden: Am Strand zwischen Glowe und Juliusruh auf Rügen wird eine Leiche gefunden. Die weibliche Person ist nackt und übel zugerichtet.
Für die Kommissarin Romy Beccare ist das eine schwierige Sache, denn sie fühlt sich an einen Fall erinnert, in den sie vor 15 Jahren selbst involviert war – als Lockvogel. Die Sache damals war eng, und nun wird diese Sache wieder in ihr Gedächtnis geholt. Denn: Der Täter ist nicht mehr in Haft, und er lebt nun in Neustrelitz.
Doch im Laufe der Ermittlungen kommt heraus, dass die Tote andere Leute erpresst und merkwürdige sexuelle Neigungen hatte. Da eine echte Spur zu finden, erweist sich als schwierig.

Bedauerlicherweise scheint sich die Autorin Katharina Peters inzwischen mit ihrem Rügen-Schauplatz ein bisschen zu langweilen. Denn wirklicher Lokalkolorit kommt in ihrem 7. Rügen-Krimi kaum noch auf. Der Fundort, der Wohnort der Kommissarin, ein paar Ermittlungen. Aber das meiste scheint sich inzwischen auch an anderen Orten abzuspielen. Das, was so ein Heimatkrimi ausmacht, kommt bei der Autorin leider immer seltener zur Geltung. Es scheint, als ob sie Kriminalfälle zusammenbaut und sie dann einer ihrer diversen Buchreihen irgendwie zuordnet. Das wirkt immer beliebiger.
Der Fall selbst ist relativ spannend, der Leser wird auf die üblichen falschen Fährten gelockt, aber einen richtigen Pfiff und Thrill hat das selten. Erst gegen Ende nimmt das alles noch mal ein wenig Fahrt auf.

Katharina Peters: Strandmord
aufbau taschenbuch, 333 Seiten
6/10

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Waldfrieden

Mittwoch, den 19. Juni 2019
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Wer zwischen Wandlitz und Bernau unterwegs ist, trifft auf der Landesstraße auf einen Ort namens Waldfrieden, ein Ortsteil von Bernau. Und da ist: nichts.
Na ja, ein bisschen Wald. Aber sonst: nichts. Zumindest nicht an dieser Landesstraße.

Waldfrieden hat ein Ortsschild, und das bedeutet, dass man als Autofahrer sich an Tempo 50 halten muss. Allerdings besteht dieser Ort nur aus einer Straße, an der links und rechts Wald ist. Die Zahl der Häuser ist an keiner Hand abzuzählen. Wer unaufmerksam ist, wird sich nicht an Tempo 50 halten.
Ich kann mir gut vorstellen, dass in Waldfrieden öfter mal ein Blitzer steht – was bei den Fahrern eher zu einem Waldunfrieden führt.

Es heißt immer, es gelten strenge Regeln dafür, wo man Ortsschilder aufstellen kann und wo nicht. Angeblich muss beidseitig der Straße eine Besiedelung herrschen. Der Ort sollte als Ort erkennbar sein. In Waldfrieden ist das keineswegs der Fall. Waldfrieden ist eine Mogelpackung.

Und der eigentliche Gag: Nach dem Waldfriedener Ortsausgangsschild beginnt auf der linken Seite eine Siedlung. Die sind schon lustig, da, in Bernau.

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Schwante: Wahl des Ortsvorstehers von Schloss-Streit überschattet

Dienstag, den 18. Juni 2019
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Dirk Jöhling (BfO) bleibt Ortsvorsteher von Schwante. Doch die Sitzung war damit noch nicht zu Ende. Danach ist noch ausführlich über die derzeitige Lage rund um das Schloss Schwante diskutiert worden.

MAZ-online, 18.6.2019

Schwante.
Gut 20 Bürger waren am Montagabend ins Gemeindezentrum nach Schwante gekommen. Der Ortsbeirat traf sich eigentlich nur, um den Ortsvorsteher und den Stellvertreter zu wählen. Die Bürger waren aber vor allem gekommen, um vom Ortsbeirat etwas Neues zum Verkauf des Schlosses zu erfahren.

Dirk Jöhling (BfO) bleibt Ortsvorsteher von Schwante. Für ihn gab es drei Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und eine Enthaltung. Bernd Ostwald (CDU) hatte Jöhling vorgeschlagen.
Eigentlich ist auch Karl-Dietmar Plentz (BfO) vorgeschlagen worden – von Uta Hoffmann (SPD). „Das ist Demokratie, er hatte die meisten Stimmen bei der Wahl und sollte damit auch Ortsvorsteher sein“, sagte sie nach der Sitzung. Doch Plentz stellte sich der Wahl nicht, und er hatte eine Begründung. Er sei beruflich zu sehr eingespannt. Er arbeite aber an der Nachfolge in der Bäckerei, dann könne es schon anders aussehen, so Plentz später.
Stellvertreter ist Bernd Ostwald (CDU). Er setzte sich mit drei Stimmen gegen Hans-Joachim Gruhlich (AfD) und Uta Hoffmann (SPD) durch, die jeweils eine Stimme erhielten.

Eigentlich wäre danach die Sitzung zu Ende gewesen, aber unter den anwesenden Bürgern regte sich Unmut. Man wolle noch über das Schloss reden. Der wiedergewählte Ortsvorsteher Dirk Jöhling wies jedoch darauf hin, dass das Thema nicht auf der Tagesordnung stehe und deshalb nicht besprochen werden könne. Darüber begann dann – auch innerhalb des Gremiums – eine Diskussion.
Uta Hoffmann forderte eine Bürgersprechstunde. Karl-Dietmar Plentz regte an, dass der auch anwesende Bürgermeister Peter Leys (BfO) über die aktuelle Lage rund um den Schlossverkauf informiere. Dirk Jöhling machte den Vorschlag, eine Sitzung zum 1. Juli anzusetzen, auch weil man sich, wie er sagte, auf das Thema mangels Tagesordnungspunkt nicht vorbereiten konnte. Das sorgte für weitere Unruhe. „Das ist ja super transparent, was hier abgeht“, rief jemand aus den Zuschauerreihen. Und ein anderer: „Ich kann null nachvollziehen, dass gesagt wird, dass Sie nicht vorbereitet sind.“

Letztlich entschieden sich die Ortsbeiratsmitglieder, dem offiziellen Teil der Sitzung eine spontane Sondersitzung anzufügen. Bürgermeister Peter Leys erklärte die aktuelle Sachlage. Er verwies auf das auf der Gemeindeseite verbreitete Statement. Außerdem erklärte er, dass das Wegerecht schon zu Zeiten des Schloss-Vorbesitzers bedeutet habe, dass es nur zu bestimmten Zeiten gelte und der Weg durch den Park in zwei Flurstücken verlegt werden könne. Bislang sei das aber nicht in Anspruch genommen worden.
Die Verwaltung habe die Information zum Schlossverkauf auch erst Ende Mai bekommen, so Leys. Ende Mai sei der Verkauf über die Bühne gegangen. Die Person, die gekauft hat, habe jedoch ein Rücktrittsrecht, weil die Frage des Grundbuches noch nicht geklärt sei. Sie habe um die Löschung des Grundbucheintrages gebeten, in dem es um den Weg geht. Leys habe das nicht entscheiden wollen, die Gemeindevertretung kam zusammen. Die Entscheidung der Grunddienstbarkeit könne nicht irgendjemand treffen, das müsse die Gemeindevertretung tun. Nach langer Diskussion habe aber auch die Gemeindevertretung nicht zugestimmt und die Entscheidung vertagt. Das sei der aktuelle Stand, so Peter Leys weiter.

Nun würden verschiedene Möglichkeiten und Kompromissvorschläge diskutiert. „Es liegen einige Vorschläge auf dem Tisch“, so der Bürgermeister weiter. „Jetzt sollen alle gemachten Vorschläge geprüft werden.“ Demnächst gebe es ein weiteres Treffen, wo man sich auf eine Variante verständigen könnte.
Ein Schwantener wollte wissen, ob eventuell ein Gewohnheitsrecht zum Tragen kommen könnte, da der Weg seit Jahrzehnten öffentlich begehbar gewesen sei – eben auch in den vergangenen zehn Jahren, trotz des anders lautenden Grundbucheintrag. Karl-Dietmar Plentz bat die Verwaltung darum, dies zu prüfen.

Plentz äußerte zudem den Wunsch, dass wenn die Familie nach Schwante ins Schloss ziehe, sie auch irgendwie im Ort ankommen. Er sagte, man sei im Gespräch und man habe auf zwischenmenschliche Weise erklärt, was den Menschen im Ort der Weg durch den Park bedeute. Jetzt gehe es um den Kompromiss, mit dem die Besitzerfamilie, aber auch die Schwantener leben könnten. Das sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Das neue Konzept mit Kunst und Kultur sowie mit diversen Feiern, sei schon ziemlich viel. Nun müsse man sehen, wie man weiter zusammenkomme. Er lobte die Bewohner aber auch für ihr Engagement. „Wir hatten lange nicht so ein Dorfgefühl“, so Plentz.

Uta Hoffmann (SPD) merkte an, dass ein Vertrag geschlossen worden sei, wo drei Parteien etwas zu sagen haben. Mit denen, die die Grunddienstbarkeit angeht, sei jedoch zunächst nicht gesprochen worden. „Wir haben den Pfund der Grunddienstbarkeit da, wir können nicht sagen: Augen zu und durch.“ Sie sagte aber auch, dass auf der anderen Seite durchaus zugehört werde. Man müsse aufeinander zugehen, und es müsse ein anderer Anfang gemacht werden, auch wenn es nicht der Wunschanfang sei.
Dirk Jöhling (BfO) sagte, dass die Grunddienstbarkeit nicht gelöscht werde, sondern der Inhalt der Vereinbarung werde verändert. „Wir reden über ein Privatgrundstück, und wir werden für Schwante eine tolle Lösung finden, die anders ist.“ Er sagte auch, dass die neue Familie hier leben wolle und sie es befremdlich finde, was im Ort geschehe. Während es Picknicks am Pfingstmontag machte sie diesen Eindruck jedoch nicht, und Jöhlings Aussage sorgte sowohl im Gremium als auch unter den Zuschauern für Unmut.

Bürgermeister Peter Leys warb unterdessen für Vertrauen. Bis jetzt sei nichts verloren und entschieden. Am 29. Juli findet die nächste Sitzung des Ortsbeirates in Schwante statt. Ziel ist es, dass dazu auch die Käuferin des Schlosses eingeladen wird.

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Das Schloss: eine tolle Feuerwerkskulisse

Dienstag, den 18. Juni 2019
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Das Schloss Oranienburg ist eine wahre Konstante in der Stadt. Ich lebe mein ganzes Leben hier, und immer war es da. In der DDR ziemlich vernachlässigt, in den 90ern saniert. Das Schloss, es ist ein wichtiges Stück Heimat. Fahre ich dran vorbei, weiß ich, ich bin in meiner Stadt.

Am Sonnabend waren wir – wie fast jedes Jahr – beim Stadtfest. Mit den Freunden gab es viel zu erzählen, weshalb das Falco-Double auch mehr oder weniger komplett an uns vorbeiging.
Dann aber begann das Feuerwerk. Direkt vom Schlossplatz aus haben wir es beobachtet, und es ist der beste Platz von allem. Denn dort sieht man die Raketen direkt hinter dem Schloss raufschießen. Dazu Popmusik.
Es ist ein toller Anblick, wenn sich die Raketen direkt über dem alten Gebäude entfalten und tolle Bilder in den Himmel zaubern.

Das Schloss, es ist nicht nur Heimat, es ist für solche Anlässe auch immer eine wahnsinnig schöne Kulisse.

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ORA aktuell

Polizei: Oranienburg wird Hochschulstandort

Dienstag, den 18. Juni 2019

Der Landtag in Potsdam hat beschlossen, dass aus der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg künftig eine Hochschule werde. Wie der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD) informierte, werde die Kriminalistenausbildung verstärkt, außerdem ein Masterstudiengang Kriminalistik eingeführt.

Der Campus befindet sich an der Bernauer Straße. Ein Problem sei der knappe Wohnraum in der Stadt.

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