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Creed II – Rocky’s Legacy

(1) -> 17.1.2016

Adonis Johnson (Michael B. Jordan) ist immer noch Box-Weltmeister im Schwergewicht – aber nun steht er vor seinem schwersten Kampf.
30 Jahre zuvor hatte der sowjetische Boxer Ivan Drago (Dolph Lundgren) Adonis’ Vater Apollo Creed im Ring getötet. Nun soll dessen Sohn, Viktor Drago (Florian Munteanu), gegen Adonis boxen.
Adonis’ Trainer Rocky (Sylvester Stallone) weigert sich jedoch, ihn für diesen Kampf fit zu machen. Er hält ihn für Wahnsinn. Und tatsächlich: Drago macht Creed im Ring brutal fertig. Nur eine Disqualifizierung sorgt dafür, dass Creed weiter Weltmeister ist.
Aber Adonis ist am Ende – kaputt, niedergeschlagen, im wahrsten Sinne des Wortes. Rocky reist ihm nach. Die Frage ist: Kann Adonis es noch mal mit Drago aufnehmen? Ist das sinnvoll? Immerhin ist er gerade Vater geworden…

“Creed II – Rocky’s Legacy” setzt nicht nur die Geschichte von Adonis Creed fort, sondern auch die Rocky-Legende. Denn Creed kümmert sich gewissermaßen um Rocky Erbe, das eng mit seiner eigenen Familie verwoben ist. Das ist von den Drehbuchautoren sehr gut geschrieben worden und sorgt in gewisser Hinsicht dafür, dass man die Fortsetzung von zwei Filmreihen in einem Film zu sehen bekommt.
Die Mischung aus Drama, Spannung und Box-Action macht “Creed II” aus, wobei das persönliche Schicksal der Creed-Familie zeitweise sehr im Mittelpunkt steht. Das Boxtraining tritt da manchmal etwas zu sehr in den Hintergrund.
Auch wirkt der Kampf USA vs. Russland/Sowjetunion einerseits wie aus der Zeit gefallen, weil da 70er- und 80er-Jahre-Stereotype wiederbelebt werden. Andererseits werden zwischen den beiden Ländern ja gerade wieder die “Mauern” errichtet.
Auf jeden Fall punktet “Creed II” einmal mehr mit hervorragenden Box-Sequenzen.
Nicht so gelungen ist leider die Neubesetzung von Stallones Synchronstimme. Das war wegen Krankheit notwendig geworden. Jürgen Prochnow spricht Stallone sehr kratzig, nuschelig und undeutlich. Das ist leider recht nervig.

Creed II – Rocky’s Legacy
USA 2018, Regie: Steven Caple Jr.
Warner, 130 Minuten, ab 12
7/10

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