RT liest

Daniel Silva: Der Raub

(13) -> 1.9.2016

In einer Villa am Comer See wird ein Kunstsammler ermordet. Julian Isherwood, der eine Kunstgalerie betreibt und der zum Kunstsammler gereist war, entdeckt den Toten. Er gilt nun als Hauptverdächtiger, aber man kann davon ausgehen, dass er es nicht war.
Gabriel Allon kommt zum Einsatz. Der Geheimagent aus Israel ist gerade wieder mal in Venedig als Restaurator tätig, als er den Hilferuf der italienischen Polizei bekommt. Allon soll den Täter finden – und sich gleichzeitig mit dem ermordeten Kunstsammler befassen, der seine Werke auf kriminelle Weise bekam. Allon, der auch Kunstfälscher ist, versucht, bestimmte Werke in den Umlauf zu bekommen und so wichtige Hinweise zu erhalten.

“Der Raub” ist der 14. Fall für Gabriel Allon, den Daniel Silva aufgeschrieben hat. Erneut gelingt es dem Autor ganz grundsätzlich, ein spannendes Szenario aufzubauen. Was ihm leider – wie auch schon im 13. Band – nicht gelingt, ist, diese Spannung zu halten. In der zweiten Hälfte des 500-Seiten-Wälzers wird die Geschichte leider sehr ausgebreitet. Auch fehlen ein bisschen die überraschenden Wendungen, die das Buch zu einem guten Thriller hätten machen können.
Daniel Silva sollte in Zukunft wieder dichter am Geschehen bleiben, ansonsten wird aus seiner Reihe billige Massenware. Was Silva nicht nötig hat, denn seine Storys sind an sich gut recherchierte Fälle.

Daniel Silva: Der Raub
Harper Collins, 510 Seiten
5/10

Einen Kommentar schreiben: