RT liest

Brittany Cavallaro: Holmes & ich – Unter Verrätern

(1) -> 10.12.2016

Holmes und Watson sind zurück – im Fall der Autorin Brittany Cavallaro aber das zweite Mal als Jugendliche. Charlotte Holmes und Jamie Watson schlittern in einen neuen Fall.

Jamie wird zum Dinner mit Charlottes Eltern eingeladen. Er hasst das. Wie er überhaupt eher ungern auf dem Landsitz der Holmes’ ist. Ständig fürchtet er, sich in dem riesigen Haus zu verlaufen.
Zwischen den beiden kriselt es auch mal wieder. Jamie könnte sich vorstellen, dass zwischen Charlotte und ihm mehr passieren könnte. Charlotte sieht das ganz anders. Mehr als eine Freundschaft will sie nicht, kann sie nicht. Oder doch nicht?
Als Charlottes Onkel verschwindet, begeben sich die beiden auf dessen Spur – und die führt nach Berlin.

Wirkte der erste Roman so, dass er einen frischen Wind in die alte Geschichte brachte, verzettelt sich die Autorin diesmal ziemlich. Das erste Drittel der Geschichte dreht sich um die – fast möchte man sagen: pubertären – Scharmützel zwischen Holmes und Watson. Läuft da was? Läuft da nix? Ewige Monologe und Dialoge. Da geht der eigentliche Kriminalfall, der auch ziemlich spät überhaupt einsetzt, doch ziemlich unter. Das tut der Story überhaupt nicht gut, so richtig Spannung will nicht aufkommen. Auch schafft es übrigens die Autorin nicht, ein gutes Berlin-Gefühl aufkommen zu lassen, obwohl sie ihre Protagonisten dorthin schickt.
Schade, Band 2 von “Holmes & ich – Unter Verrätern” ist mehr Liebesreigen als Krimi. Die richtige Mischung hat Brittany Cavallaro diesmal nicht gefunden.

Brittany Cavallaro: Holmes & ich – Unter Verrätern
dtv, 350 Seiten
5/10

Einen Kommentar schreiben: