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Sachsenhausen-Komitee: Roger Bordage ist tot

Roger Bordage, der Präsident des Internationalen Sachsenhausen-Komitees, ist am Sonnabend im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Franzose ist im Jahr 2014 mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat mit Betroffenheit auf den Tod Bordages reagiert. „Bordage ist durch seinen Einsatz für die Demokratie in Deutschland zu einem herausragenden Vorbild geworden“, sagte Woidke am Montag. „Brandenburg trauert um Roger Bordage und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren“.

Bordage erwarb sich große Verdienste, indem er als Überlebender des Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg seine Erinnerungen an die NS-Verbrechen nachfolgenden Generationen zugänglich machte. “Damit hielt er die schmerzvolle deutsche Geschichte wach – und reichte zugleich die Hand für Frieden in der Welt. Wir haben ihm viel zu verdanken“, so Woidke weiter.

Bordage war seit 2010 Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees und saß seitdem auch im internationalen Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Auf seinen Anstoß hin wurde 1993 im EU-Parlament eine Resolution mit einem Bekenntnis zu den KZ-Gedenkstätten verabschiedet. Viele Jahre war der ehemalige Widerstandskämpfer im Verband der französischen Sachsenhausen-Überlebenden aktiv.

Ein Kommentar zu “Sachsenhausen-Komitee: Roger Bordage ist tot”

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