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Rügen 2016 (9): Romeo muss weg

(8) -> 8.8.2016

Romeo hat ein Problem. Mama und Papa wollen weg vom Strand. Darauf hat Romeo allerdings so gar keine Lust, schließlich hat er doch gerade ein anderes Kind zum Spielen getroffen.
Es ist eine Mischung aus Komödie und Drama. Aufführungsort ist der Strand von Binz, direkt vor dem Kurhaus.
Romeo hat vier oder fünf Jahre alt, und Papa wird langsam ungeduldig, weil der Kleine keine Anstalten macht, mitzukommen. Papa bewegt sich auf die Treppe zum Kurhausplatz zu. “Dann gehen wir eben alleine”, sagt Papa, und Romeo antwortet ganz keck: “Tschüss, Papa!”
Und Papa ist kurz baff, denn sein Romeo scheint wirklich nicht mitkommen zu wollen. Also dreht sich Papa um und macht ein paar Schritte. Dann zögert Papa. Und Romeo zögert auch. Einer muss nachgeben, und natürlich hat Romeo die schlechteren Karten. Vermutlich ahnt der Junge das auch.
Papa bleibt also noch mal stehen, blickt sich um, macht noch einen Schritt – und dann hat sich Romeo entschieden, dass der Papa eben doch das Sagen hat. Romeo muss gehen.

Kurze Zeit später, ein paar Meter weiter. Eine Familie mit Kind sorgt für Trubel am Strand. Die kleine Luna rennt durch den Sand, schießt den Ball von A nach B und macht sich lautstark bemerkbar. Mutti ruft genervt: “Luna, sei doch mal ein Mädchen!”
Luna ruft lachend, dass sie das offenbar gerade nicht vor hat. Von ihr kommt ein “Nein!”, und Mutti stöhnt.
Dürfte spannend werden, ob dieser Dialog in zehn bis zwölf Jahren immer noch nötig sein wird…

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