Monatsarchiv für Mai 2015

RTelenovela

Im Germendorfer Stau

Sonntag, den 31. Mai 2015
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Stau! In Germendorf! Das ist wohl eher selten, könnte man meinen. Aber bei schönem Wetter passiert das vermutlich doch öfter – und ist hausgemacht. Klar, dass am Pfingstmontag die Leute das schöne Wetter nutzten und alle raus wollten. An der Mühle in Vehlefanz war es voll, auf dem Spargelhof und im Scheunenviertel in Kremmen ebenfalls und natürlich im Tierpark in Germendorf.

Auf dem Weg zurück nach Hause trafen wir uns alle in der Kremmener Allee in Germendorf, der ehemaligen B 273. Im Wald zwischen Sommerswalde und Germendorf waren wir fast alleine.
Aber dann: In Höhe des Tierparks stockte plötzlich der Verkehr. Stau. Stillstand. Ein Autofahrer wollte zum Überholen ansetzen, bremste aber schnell wieder ab. Vermutlich hielt er es für unmöglich, dass es in Germendorf mal einen Stau geben könnte.

Und wer war schuld? Die Ampel an der Hauptkreuzung! Die sorgte für den Stillstand, weil sie immer nur wenige Wagen durchließ. An der Schaltung muss was geändert werden! Besonders zur Rush Hour am Feiertagsnachmittag.

RTelenovela

Kentucky schreit: Retourkutsche!

Samstag, den 30. Mai 2015
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Irgendwie muss die Verkäuferin ganz schlecht drauf gewesen sein. Als ich in den Reinickendorfer Chickenimbiss kam, maulte sie gerade eine andere Mitarbeiterin an, und auch der Kunde, der vor ihr stand, scheint sie genervt zu haben.
Der junge Mann wollte wissen, ob in einem bestimmten Chickenburger eine bestimmte Zutat drin sei, worauf die freundliche Verkäuferin ihn anpampte, dass das ja alles ganz genau oben an den Tafeln dranstehen würde.
Daraufhin musste er wohl noch mal überlegen und ging noch mal weg.

Nun war ich dran. Ich bestellte einen “Asia Gourmet Chicken”, und die Verkäuferin fragte: “Gegrillt?”
Es gibt nämlich auch einen “Grilled Asia Gourmet Chicken”, der steht auf der Tafel direkt neben dem “Asia Gourmet Chicken”. Aber den Gegrillten wollte ich ja nicht.
Sie also: “Gegrillt?” Ich: “Nein, so, wie es oben dran steht.”
Worauf sie meinte, das manche Kunden ihn gern gegrillt wollen, und ich: Dann hätte ich ihn ja so bestellt.

Sie wollte schon wieder pampig werden, als ich sagte: Beim jungen Mann vor mir haben Sie doch auch auf die genauen Tafeln da oben hingewiesen, und den Hinweis, dass sie dabei ganz schön pampig war, konnte ich mir nicht verkneifen.
Ich bekam, was ich wollte, wir waren beide danach ausgesprochen höflich zueinander.
Und als der Kunde von vorher zurückkam, hörte ich aus der Ferne, wie sich die Verkäuferin bei ihm entschuldigte.
Die Retourkutsche hatte also Erfolg, und die Frau schien plötzlich auch keine miese Laune mehr zu haben.

RT liest

Richard Phillips: Rho Agenda – Das zweite Schiff

Freitag, den 29. Mai 2015

Das klingt ja spannend, was da im Klappentext steht: Da geht es um ein Raumschiff, das am Himmel von New Mexico 1948 gesichtet wird. Es geht um ein Projekt, in dem diese Ufos erforscht werden. Und es gibt ein zweites Schiff – mit noch gefährlicherer Fracht.
Lieber Piper-Verlag, das ist Irreführung!
In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mischung aus Teeniestory, Mystery und Bösewichtern. Irgendwie nicht ganz, was der Klappentext verspricht.
Wer eine spannende Geschichte über Ufos erwartet, über die Erforschung des außerirdischen Materials, wird sehr enttäuscht sein. Die Teeniestory ist leider nur selten spannend und zieht sich ziemlich dahin. Und nicht mal das Ende des Buches ist irgendwie überzeugend und interessant.
Keine Ahnung, wer es gefeiert hat – wie es der Verlag uns erzählt.

Ach ja, die Story: Drei Jugendliche entdecken ein Raumschiff, erkunden es und versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Und es gibt Nebenwirkungen bei den jungen Leuten…

Richard Phillips: Rho Agenda – Das zweite Schiff
Piper, 428 Seiten
3/10

ORA aktuell

Ludger Weskamp ist neuer Landrat von Oberhavel

Donnerstag, den 28. Mai 2015
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Ludger Weskamp (SPD) ist neuer Landrat von Oberhavel. Er erhielt am Mittwoch gleich im ersten Wahlgang im Oranienburger Kreistag die erforderliche Mehrheit.
Zuvor hatten sich 17 von 25 zugelassenen Kandidaten vorgestellt. Mit 19 Stimmen überraschte die Kandidatin Aggi Thieme am Ende.

Weskamp war zuvor Sozialdezernent und Vize-Landrat. Er löst Karl-Heinz Schröter (SPD) ab, der nun Innenminister in Brandenburg ist. Eine Direktwahl durch die Bewohner des Landkreises war gescheitert.

RTelenovela

Der wirre Kleinbusfahrer

Donnerstag, den 28. Mai 2015
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Ein Fahrfehler. Ja, das kann mal passieren. Niemand ist perfekt. Neulich in Bötzow leistete sich der Fahrer eines Kleinbusses aber so viele Fahrfehler, dass es dreimal (!) fast zu einem Unfall gekommen ist. Und das innerhalb von nur einer Minute.

Der Kleinbus war von Marwitz kommend auf der L20 unterwegs, in der Veltener Straße. Ziemlich langsam, hinter ihm bildete sich bereits ein kleiner Stau. Plötzlich stoppte der Wagen. So plötzlich, dass der Wagen dahinter fast draufknallte. Als der dann überholen wollte, gab auch der Kleinbusfahrer plötzlich wieder Gas – gefährliche Situation Nummer zwei.
Der Kleinbus wurde erneut langsamer, bremste wieder ab. Dann muss der Fahrer aber gemerkt haben, dass das Murks ist. Er blinkte, gab wieder Gas und bog in die Straße zum Sportplatz ein. Dabei donnerte er erstens fast mit dem Gegenverkehr und zweitens mit dem Auto, das sich in der Hennigsdorfer Straße der Kreuzung näherte, zusammen. Nochmal Glück gehabt. Dreimal!

Vermutlich hatte der Fahrer schon bessere Tage. Und die Insassen im Bus bestimmt auch…

RT im Kino

The Babadook

Mittwoch, den 27. Mai 2015

Dieses verfluchte Buch. Es heißt “Mister Babadook” und scheint großes Unglück zu bringen. Das Grauen.
Amelia (Essie Davis) liest es eines Abend ihrem Sohn Samuel (Noah Wiseman) vor. Und was sie ihm da vorliest, ist mehr als unheimlich. Der Babadook ist ein Monster, und es heißt, wer diese Zeilen liest, der wird es mit der Angst zu tun bekommen. Der Babadook werde kommen, und es wird jemand sterben.
Samuel glaubt an Monster, er sieht sie in seinen Träumen – und macht damit widerum anderen Kindern Angst. Jetzt aber scheint diese Angst wirklich begründet zu sein.

Der australische Horrorschocker “The Badadook” spielt mit der Angst vor Monstern, damit, was in Büchern steht und Wirklichkeit werden könnte.
Allerdings hat Regisseurin Jennifer Kent viel Potenzial verspielt, denn wirklich überraschend ist ihr Film nicht. Zu durchschaubar ist die Geschichte, obwohl sie anfangs eine falsche Fährte setzt – und zunächst zeigt, dass der kleine Samuel für den Horror sorgt.
Ein weiteres Problem ist, dass Samuel leider unglaublich nervt. Es ist ein wenig bitter so etwas über ein Kind sagen zu müssen – aber leider spielt Noah Wiseman nicht sehr gut – und ist noch furchtbarer synchronisiert worden. Das wird erst im letzten Drittel besser, wenn er nur spielen und kaum noch sprechen muss.
Das letzte Drittel sorgt immerhin noch für Thrill und einen Gänsehautmoment. Ganz verschenkt ist dieser Horrorfilm somit nicht.

The Babadook
Australien 2014, Regie: Jennifer Kent
Centralfilm, 93 Minuten, ab 16
5/10

RTelenovela

Wegbegleiter (18): Mensch, ärgere dich! (nicht)

Mittwoch, den 27. Mai 2015
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(17) -> 23.5.2015

Der heutige Wegbegleiter ist ein Familienwegbegleiter. Es ist sicherlich weit mehr als 30 Jahre alt. Und dass das Ding so aussieht, wie es aussieht, dafür kann ich ausnahmsweise mal wenig.
In der Familie und vor allem mit Freunden habe ich öfter “Mensch, ärgere dich nicht!” gespielt. In der Variante, um die es hier speziell geht, hatte man aber nur je drei Spielsteine, die man ins Ziel bringen musste, und es gab an einer bestimmten Stelle eine Abkürzung. Vermutlich hieß es auch nicht “Mensch, ärgere dich nicht!”, sondern ein bisschen anders.

In der Mitte ist das Spiel mit einem Pflaster zusammengeklebt, mit einem Kugelschreiber sind die dadurch verdeckten Felder aufgemalt.
Was ist da bloß passiert?
Man erzählte mir die Geschichte eines Familienmitgliedes, das hier nicht genannt werden soll. Dieses Familienmitglied, etwas älter als ich, muss irgendwann mit dem Spielablauf nicht so ganz zufrieden gewesen sein. Das Spiel ist beendet worden, in dem das Spiel auseinandergerissen worden ist. Es muss ein bisschen Wut im Spiel gewesen sein.

Damals hat man solch gute Ware natürlich nicht gleich weggeschmissen – sondern wieder geklebt. Und in diesem Zustand ist es bis heute.