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Portugal (16): Der fürcherliche Kachelskandal

(15) -> 15.11.2014

Alles begann auf einem Trödelmarkt am Rande der Lissaboner Alfama. An einem der vielen Stände gab es bunte Kacheln. Die sind in den Souvenirläden der Stadt reichhaltig vorhanden, sie scheinen dort Tradition zu haben.
Es gibt einerseits Kacheln mit Kunstmustern und welche mit Lissaboner Motiven. Auf den allermeisten ist natürlich die alte Straßenbahn zu sehen.
Eine der Kacheln fand ich besonders schön. Die Häuser der Alfama waren in Schwarz-Weiß gehalten, nur die Bahn leuchtete in Gelb. Mir allerdings war die Kachel zu groß, deshalb verzichtete ich.
Ich kaufte mir an einem anderen Stand eine Kachel mit einem bunten, leicht kitschigen, aber dennoch schönen Motiv.

Eine Viertelstunde später stand der Rest der Familie erneut am ersten Kachelstand. Erneut stand das Schwarz-Weiße-Motiv in der engeren Wahl, meine Nichte hatte es sogar in der Hand, legte es aber noch mal weg.
Böser Fehler.
Als dann die Wahl auf eben jene Kachel fiel, war das gute Stück weg. Sekunden vorher muss es ein anderer Kunde gekauft haben. Und der Händler hatte kein zweites Stück dieses Motivs dabei. Ein anderes kam nicht in Frage.
Der Unmut war groß.

Aber, wie schon gesagt, diese Kacheln gibt es in Souvenirläden in ganz Lissabon.
Die Suche konnte also losgehen. Wir wanderten entlang der Straßenbahnlinie 28 in Richtung Zentrum. Jeder der Läden dort ist von uns inspiziert worden.
Das Motiv, um das es ging, gab es nicht.
Weiter ins Zentrum. Laden um Laden. Kachel für Kachel. Doch die Kachel aller Kachel fehlte. Die muss der Händler auf dem Trödelmarkt exclusiv gehabt haben. Was für ein unglaublicher Kachelskandal!
Dieser Tag endete ohne Happy-End.

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Ein Kommentar zu “Portugal (16): Der fürcherliche Kachelskandal”

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