Tagesarchiv für 20. Januar 2013

RTelenovela

New Runge

Sonntag, den 20. Januar 2013
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Das ist nicht mehr mein Runge!
Seit August des vergangenen Jahres lernen die Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums im Neubau, der in der Willy-Brandt-Straße errichtet wurde. Am Sonnabend war “Tag der offenen Tür”, für mich die Gelegenheit, mich dort ein bisschen umzusehen.

Es gibt im Gebäude eine sehr schöne, helle Cafeteria, auch viele der Klassenräume sind durch große Fensterfronten sehr freundlich – und fünfeckig! Falls es mal zu sonnig und heiß wird, gibt’s Jalousien. Die Tafeln sind elektronisch, das Ganze sieht ein bisschen wie ein überdimensionaler Bildschirm aus, vermutlich kann man da auch das Internet und andere Dinge mit aufrufen. Modern! Die Sporthalle ist im 1. OG, das ist durchaus ungewöhnlich.
Sehr beliebig sind dagegen die Flure. Die Wände sind teilweise lila, sie wirken recht wuchtig und kühl. An den Stellen wirkt das Gebäude dann leider doch noch wie ein Steinhaufen.

Es war ein interessanter Ausflug, aber auch einer voller Wehmut. Mit meinem Runge-Gymnasium, das ich von der 7. bis 9. Klasse besucht habe, hat dieser Bau nichts mehr zu tun. Nur noch wenige Kurse finden im alten Haus statt.
“Das Runge” lebte bislang auch von seinem altehrwürdigen Gebäude, von der Geschichte. Das ist nun selbst Geschichte.

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RTZapper

Romeos

Sonntag, den 20. Januar 2013
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FR 18.01.2013 | 20.15 Uhr | zdf.kultur

Die FSK-Diskussion im Fall der “Operation Zucker” hielt sich ja leider in Grenzen. Im Fall von “Romeos” sorgte eine Entscheidung der, ähm, Jugendschützer schon für sehr viel mehr Wirbel.

In “Romeos”, der am Montag im ZDF und Freitag bei zdf.kultur lief, geht es um Lukas, der mal ein Mädchen war. Seine Eltern nennen ihn immer noch Miri. Als er seinen Zivildienst ableistet, wird er im Schwesternwohnheim untergebracht, man hat es ihm nicht erlaubt, zu den Jungs zu ziehen, schließlcih sei er ja noch ein Mädchen, hieß es. Tatsächlich hat Lukas noch Frauenbrüste, und er versteckt sie, so gut es geht. Aber Lukas ist eben Lukas, ein Mann.

Die FSK war der Meinung, diesen Film könne man Jugendlichen unter 16 Jahren nicht zumuten. Schließlich würde man die armen, jungen Zuschauer verwirren und in ihrer Entwicklung beeinflussen.
Das ist genauso eine Unverschämtheit wie im Fall von “Operation Zucker”. Es geht in “Romeos” nicht um Titten, Sex und Gewalt. Um Sex geht es nur indirekt, es geht um ein Mädchen, das sich im falschen Körper fühlt, um Gefühle, um Liebe, um den Körper. Und das kann man unter 16-Jährigen nicht zumuten?

In diesem Fall ging die Geschichte gut aus. Es wurde gestritten, die Filmemacher beschwerten sich – nun ist “Romeos” ab 12 freigegeben, und die Jugendschützer mussten sich entschuldigen.

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