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Nächtlicher Dorfstraßenzoff

Den Leuten in Grieben im Löwenberger Land ist die Bundesstraße zu laut. Deshalb haben sich einige Anwohner der B167 genau 24 Stunden lang in die Bushaltestelle gesetzt und den Verkehr gezählt. Sie finden, es fahren zu viele Autos und Lkw durchs Dorf, und die Straße sei auch in einem miesen Zustand.
Tatsächlich ist die Zahl der Lkw, die auf der B167 unterwegs sind, gar nicht so niedrig. Die Strecke ist eine Abkürzung auf dem Weg von der A24 bei Dammkrug und der A11 bei Finowfurt.

Die Anwohner wollen ein nächtliches Tempo 30 im Dorf. Nun ja, eigentlich wollen sie wahrscheinlich, dass die Bundesstraße um Grieben herum führt. Oder noch besser: sehr weit darum herumführt.
Die Straßenmeisterei findet, dass die B167 in Grieben in einem guten Zustand ist. Tatsächlich ist mir auch nicht ganz klar, wo die Strecke dort schlecht sein soll. Gerade die B167 in dem Bereich ist sehr gut ausgebaut.
Die Griebener sollten sich stattdessen mal in Liebenwalde umsehen, wo die Straße sehr viel enger ist.

Wahrscheinlich wollen alle Bewohner an den Bundesstraßen nachts ein Tempo 30. Aber dann tuckern wir wahrscheinlich nur noch im Schneckentempo durchs Land. Wer mal nachts durch Berlin fährt und auf die zig neuen nächtlichen Tempo-30-Zonen trifft, merkt schnell, wie ätzend das ist.
Wenn die Griebener sich durchsetzen, dann werden sicher die anderen Dörfer nachziehen wollen. Und das… ähm, nein.

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