Tagesarchiv für 2. Mai 2012

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Die Harald Schmidt Show (3)

Mittwoch, den 2. Mai 2012
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(2) -> 4.7.2003

MI 02.05.2012 | Köln, Studio 449

Es ist nach 2000 und 2003 mein dritter Besuch bei der „Harald Schmidt Show“ in Köln – aber es ist das erste Mal, dass der Meister mit mir ein Gespräch beginnt.

Fast wollten wir schon wehmütig sein. Bis Dienstag dachten wir, wir besuchen die vorletzte Late Night mit Schmidt überhaupt. Inzwischen ist klar: Es geht weiter, wenn auch nicht bei Sat.1. Ab Herbst läuft die Sendung dienstags bis donnerstags um 22.15 Uhr bei Sky. Ob ich mir dafür ein Abo zulege oder ob das Ganze zeitversetzt auch im Internet zu sehen sein wird – abwarten.
Nun also die vorletzte Show vor der Sommerpause.

Der Zuschauer im „Studio 449“ in Köln-Mülheim bekommt durchaus etwas geboten. Eine gute Viertelstunde vor Beginn der Aufzeichnung um 18 Uhr beginnt das Warm-up.
Das Team hinter den Kulissen lässt noch einen Motivationsschrei los, dann kommt Helmut Zerlett. Das Licht flackert, die Show vor Show geht los. Zerlett spielt auf einer kleinen Orgel und ruft nach und nach seine Bandkollegen auf die Bühne. Und zum Schluss dann Harald Schmidt.
Er ist gut drauf. Schmidt fragt das Publikum, wer denn schon einmal live im Studio bei einer Fernsehshow war. Ein paar melden sich – darunter ich. Er steht gerade in meiner Nähe (wir sitzen in der dritten Reihe), also fragt er mich. Ich erzähle, dass ich in der Chartshow von Sat.1 war, erst einen Moment später fällt mir der Name ein „Die Hit-Giganten“. Wie das gewesen sei, wollte Schmidt von mir wissen. „Schlimm“, sage ich, woraufhin Schmidt lacht. „Warum?“, will er wissen. „Weil es so lange gedauert hat.“ Ich hätte mich gern länger mit ihm darüber unterhalten, aber er fragte noch jemanden anders.

Es folgten noch Witze über mieses Publikum, dass er heute aber nicht habe, und dann ging es auch recht zügig los.
Und fast möchte man sagen, dass das Warm-up noch lustiger war als die Show an sich. Die war recht durchschnittlich, wenn auch live noch ein wenig besser als später vor dem Fernseher.

Denkwürdig war der Auftritt von Charles Bradley. Sie spielten ihren Song, Harald Schmidt verabschiedete sich danach, und eigentlich sollte alles vorbei sein. Dann aber: Alles zurück! Die Band bat darum, den Auftritt noch einmal zu spielen. Warum, wusste keiner so genau, denn eigentliuch war das okay, was sie da ablieferten.
Also: Noch einmal Applaus, und los ging es. Die Band spielte ein paar Töne, dann wieder Abbruch. Der Sänger hat den Einsatz verpasst. Also, noch mal. Und wieder klatschen, und wieder spielten sie. Doch dann der nächste Abbruch, irgendwas war wieder falsch. Einmal noch wollten sie es versuchen. Doch wieder brach die Band ab. Dann erst schaltete sich Harald Schmidt ein: Sie hätten jetzt sieben Anläufe gebraucht, und selbst David Bowie habe nicht mehr als einen Versuch gehabt. Plötzlich fällt den Musikern ein, dass der erste Take ja doch ganz okay gewesen sei, allerdings sind sie sich da nicht so ganz einig. Eine seltsam peinliche Vorstellung…

Nicht nur, weil ich mit Harald Schmidt gesprochen habe – der Besuch der Show in Köln lohnt. Es macht Spaß, dort zuzusehen. Und da ja nun doch nicht Schluss ist, wird es mich sicherlich später wieder mal nach Mülheim ziehen.

Mein erster Besuch bei der Show: -> 4.11.2000

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RTelenovela

(K)eine Radarfalle

Mittwoch, den 2. Mai 2012
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Wenn auf der Autobahn festinstallierte Blitzer stehen, dann will das Bundesland daran verdienen, dass die Autofahrer zu schnell sind. Dann kommt der Bußgeldbescheid, und die Kohle kommt aufs Konto.
In Niedersachsen ist das anders. Dort stellen sie Blitzer auf der Autobahn auf, die nicht nur völlig sinnfrei, sondern auch noch groß angekündigt sind.

Schreckmoment auf der A2 zwischen Helmstedt und Braunschweig. Ein Schild kündigt einen Blitzer in 500 Metern an. Ein weiteres Schild kündigt ihn 200 Metern an. Der Schreck besteht darin, dass man nicht weiß, wie viel man eigentlich fahren darf. Alle Autos bremsen ab, es entsteht ein gefährlicher Augenblick.
Schnell aber ist klar: An der Stelle gibt es gar keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Und wenn doch, dann habe ich sie übersehen oder vergessen.
Aber welchen Sinn macht dann so ein Gerät? Einige Kilometer danach wiederholt sich das Spiel.
Die sind schon seltsam, die Niedersachsen.

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aRTikel

MAZ macht mit: Rallyezeit – Spaß, Stress und Golfbälle

Mittwoch, den 2. Mai 2012
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Die MAZ begab sich am Wochenende von Kremmen aus auf große Familientour

MAZ Oranienburg, 2.5.2012

Erstmals nahm ein Team der Märkischen Allgemeinen an der Brandenburgischen Familienrallye teil

KREMMEN
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: 82. Platz. Das ist nun wirklich nicht doll bei insgesamt 92 Teams. Dabei haben wir uns doch so angestrengt.

Am Wochenende startete im Kremmener Scheunenviertel die 20. Brandenburgische Familienrallye der Oranienburger Verkehrswacht – und die MAZ war dabei und schickte das Team Stephanie Philipp und Robert Tiesler. Und wir wussten – das wird keineswegs ein Urlaubswochenende. Gut 300 Kilometer Fahrt hatten wir vor uns, 15 Sonderprüfungen und fast 60 Fragen, die während der Fahrt beantwortet werden mussten.

Schon der Augenblick, als wir durch den Start rollen, ist der pure Stress. Wir bekommen die Mappe mit dem Routenplan und den Fragen. Erst in dem Moment ist klar, wo es hingehen soll. In jedem Ort gilt es, aufmerksam zu sein: Am Kremmener Ortsausgang müssen wir auf eine Satellitenschüssel achten, auf der ein Smiley, ein Schlumpf oder ein Wetterhahn zu sehen sein soll. Wir meinen, es ist der Wetterhahn, aber eine Leserin unserer Facebookseite „MAZ Oranienburg“ weist uns später darauf hin, dass es wohl doch der Smily ist.

In Sommerfeld dann die erste richtige Prüfung. Wir sollen einen Golfball durch einen Feuerwehrschlauch drücken. Das klappt gut, bis wir merken, dass wir den Ball im Schlauch verloren haben. Dementsprechend fällt die Zeit aus. Auf dem Golfplatz in Wall (Ostprignitz-Ruppin) müssen wir einen Ball aufs Feld schlagen. Ich schaffe 32 Meter. Fürs erste Mal okay, für unseren Punktestand nicht. Richtig gut ist Kollegin Stephi beim Gefahrenbremstest in Charlottenau bei Rheinsberg. Da schaffen wir einen grandiosen 14. Platz.

Zum Desaster werden jedoch die beiden Fahrradprüfungen. Auf einem Acker, der sich Waldstadion nennt, muss ich mit einem Elektrobike Slalom fahren. Nicht nur, dass ich am Ende zwei Kegel verpasse, nein, ich habe am Anfang auch noch den Schulterblick vergessen. Ich bin untröstlich. Später läuft’s auf dem Minifahrrad ähnlich bescheiden.

Ziel unserer Reise ist Linstow im Landkreis Rostock. Zum Jubiläum der 20. Rallye wollte Klaus-Dieter Berndt von der Verkehrswacht seinen Teilnehmern eine richtig gute Unterkunft bieten. Für jedes Team gibt es ein Appartment – andere Teams erzählen uns, dass es so einen Komfort noch nie gegeben habe.

Der Sonntag ist unser Tag. Wir glänzen im Wissenstest über Friedrich II. auf einem Parkplatz in Plau am See. In Wittstock reißen wir beim Autoslalom keinen einzigen Kegel um. In Neuruppin meistere ich den Slalom mit Suchtbrille, mit der man alles doppelt und dreifach sieht.
Die Dörfer auf der Route erlebten sicherlich auch spannende Stunden. Als in Dossow nahe der Kyritz-Ruppiner Heide das Jahr gesucht wurde, aus dem ein bestimmter Gedenkstein im Dorf stammt, half ein Nachbar aus, der gerade am Zaun stand. Diese Momente waren immer die witzigsten auf der Familienrallye – wenn plötzlich Fremde mit einbezogen waren.

Voller Erkenntnisse, schöner Eindrücke, aber auch sehr geschafft kamen wir Sonntagnachmittag in Gnewikow bei Neuruppin an. Und die Platzierung, na ja, vergessen wir’s.

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Der tut nix, der will nur fernsehen: Hundefernsehen

Mittwoch, den 2. Mai 2012
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DI 01.05.2012 | 20.15 Uhr | einsfestival

Noch ist es nicht offiziell, aber sicherlich dauert es nicht mehr lange, bis die GEZ die Meldung des Jahres raushaut: Auch Hunde sollen für das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen zahlen. Schließlich glotzen die Viecher auch Fernsehen.
Und bei einsfestival lief deshalb am Maifeiertag ein Extraprogramm nur für Hunde. “Der tut nix, der will nur fernsehen”, war der Tief…, äh, Höhepunkt dieses ungewöhnlichen Thementages.

Zur besten Sendezeit röhrte da ein Elch, vergnügten sich Wildschweine oder tollten Hunde herum. Die einsfestival-Zuschauer sollten unterdessen per Internet mitteilen, ob der Köter auf das Programm reagiert. Oder ob nicht.
Nur eines wollten die Macher dann doch nicht zeigen: Sex. “Das wollen wir lieber nicht zeigen”, meinte der Moderator. Dabei gehören doch auch Hundepornos zum täglichen Köterdasein.

Und wenn das mit dem Hundefernsehen funktioniert, dann nimmt bestimmt bald EinsHund sein Programm auf. Die Zuschauer legen sich dann einen Drittfernseher zu, dann stehen auch schon die GEZ-Fahnder vor der Tür.
Die sind ganz schön gerissen, bei der ARD.

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Trailer: Auf der Suche nach Peter Hartz

Mittwoch, den 2. Mai 2012

MO 30.04.2012 | 23.59 Uhr | EinsExtra

Das ging schneller als gedacht: EinsExtra heißt jetzt tagesschau24. Die Umbennung des ARD-Infokanals muss auch die eigenen Leute überrascht haben, denn am Montag, eine Minute vor der Namensumstellung, zeigte EinsExtra noch einen Trailer und wies auf die Doku “Auf der Suche nach Peter Hartz” hin – am Dienstag bei EinsExtra. Dass es am Dienstag aber gar kein EinsExtra mehr gibt, das konnten die Zuschauer schon wenige Sekunden später feststellen: Da verschwand das Logo von EinsExtra und erschien das von tagesschau24.

PS: Der neue Name ist ja ganz nett, aber eine Mogelpackung. 24 Stunden “Tagesschau” gibt es auf dem Kanal gar nicht. Schade eigentlich.

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