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Radtour (15): Bei den Komponisten

(14) -> 9.2.2012

Frühling! Obwohl wir uns kalendarisch noch im Winter befinden, kletterte die Temperatur heute schon mal auf 20 Grad.
Da bietet sich eine Radtour geradezu an.

In Oranienburg scheint es bald ein absolutes Veranstaltungshighlight zu geben: einen Norwegen-Vortrag. Der muss der Hammer werden. Warum sonst muss man mit den Plakaten alle Scheiben von leeren Ladenlokalen am Bötzower Platz zukleben? Das sieht nicht nur beschissen aus, sondern wirft auch ein schlechtes Licht auf die Veranstaltung. Und wer immer den Mist da überall rangekleistert hat – ich hoffe, der verschwindet, wenn dieser wahnsinnig tolle Norwegen-Vortrag wieder vorbei ist.

Am Oranienburger Kanal tollen die Enten im Wasser herum. Es scheint, als ob sie das warme Wetter feiern. Überall sitzen Leute am Ufer, die sich sonnen oder angeln. Auf dem Radweg entlang des Kanals ist einiges los – Jogger, Radler, Spaziergänger.
Die Fahrt führt an Wilhelmsthal und Pinnow vorbei durch Alt-Borgsdorf und Havelhausen nach Oranienburg-Süd.

Ich weiß zwar, dass es in Oranienburg-Süd ein sogenanntes Komponistenviertel gibt – alle Straßen sind dort nach Komponisten benannt -, es gehört jedoch zu den Teilen meiner Heimatstadt, in der ich noch nie war.
Also radelte ich in die Händelstraße und war gleich überrascht. Am Ende des Weges kommt eine Brücke, die über ein Flüsschen führt. Es scheint sich dabei um einen Arm der Havel zu handeln. Ein schmales Flüsslein, an dem rechts und links Grundstücke liegen. Was für eine Idylle. Ob das ursprünglich mal länger war?

Die Badstraße in Oranienburg-Süd ist definitiv nicht radfahrergeeignet. Die Straße selbst besteht aus altem Kopfsteinpflaster, Rad- und Gehwege gibt es nicht, nur schmale Pfade.
Mein Ziel war der Weiße Strand. Bis Anfang der 90er-Jahre haben wir im Sommer dort viele Nachmittage verbracht, uns gesonnt, gebadet und wieder gesonnt. Dann war Schluss, als bekannt war, dass das Wasser dort dreckig ist.
Heute ist der Weiße Strand zwar noch da – am Ende der Badstraße und entlang der Dürerpromenade -, man kann dort aber nicht mehr baden. Nur ein Minizugang zum Wasser ist noch übrig geblieben, die Lagune selbst ist zugewachsen, stattliche Bäume stehen inzwischen dort. Der Kanal ist begradigt worden.
Dennoch: Im Sommer kann man sich da wunderbar in die Sonne legen.

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Ein Kommentar zu “Radtour (15): Bei den Komponisten”

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