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Vorstadt in der Großstadt

Berlin ist eine Großstadt? Nicht überall. Selbst in der Innenstadt gibt es Orte, die, ja, ich würde fast sagen provinziell wirken.

Nur eine S-Bahn-Station vom Berliner Hauptbahnhof entfernt, liegt der Bahnhof Bellevue. Der ist benannt nach dem gleichnamen Schloss, das ganz in der Nähe ist. Aber wer schon die Treppen nach unten läuft, merkt: Hier ist nicht die große Großstadt.
Ein Dönerladen, ein Asiaimbiss und keine Leute. Nun gut, es war 20.30 Uhr an einem Tag mitten in der Woche. Zur Stoßzeit sind da sicherlich mehr Menschen unterwegs.

Der Bahnhof liegt an der Bartningallee. Dort sind eine Kneipe, Altbauten und ein Möbelhaus. Das Möbelhaus fällt durch seine Hässlichkeit auf, der typische 60er-Jahre-Bau, wie er in der Bundesrepublik zwar in, aber architektisch völlig out war.
An der Moabiter Brücke beginnt dann überraschenderweise der Bezirk Moabit.
Es ist auch verkehrstechnisch sehr ruhig in der Gegend – vielleicht ist das am Tage auch anders. Aber es heißt, das sei der Grund, warum die Menschen so gern dorthin ziehen. Sie wohnen dort in der Großstadt und sind trotzdem ein wenig abseits des Trubels. Und dennoch ist der Hauptbahnhof nicht weit.

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