Monatsarchiv für Januar 2011

RTZapper

Aquamarin-Goldanhänger

Montag, den 31. Januar 2011
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SO 30.01.2011 | 23.05 Uhr | Juwelo TV

Bei Juwelo TV können die Zuschauer – welch Überraschung! – Juwelen kaufen. Und damit niemand auf die Idee kommt, das sei alles billiger Ramsch, gibt es eben teuren … ähm, Schmuck.
Am Sonntagabend zum Beispiel einen Goldanhänger für lumpige 17.669 Euro. Konnten die Zuschauer ersteigern. Der Clou: Der Preis sinkt während der Auktion. Was natürlich sowohl die Moderatorin als auch den Produzenten des Goldanhängers sehr, sehr traurig machte. Der stand nämlich mit am Tisch und pries das schicke Ding, also den Schmuck, an. Der Preis fiel, und es gab nur ein einziges Teil. Bei 3999 Euro drohte der Produzent fast schon, hysterisch zu werden. Das sei doch viel zu billig, das könne er sich ja kaum noch leisten. Und überhaupt. Dann: 2999 Euro.
Tja, entweder ist der Anhänger gar keine 17.669 Euro wert, oder er hat es wirklich nötig, den Kram so viel billiger zu verramschen. Für 2799 Euro schlug – angeblich – tatsächlich jemand zu. Glückwunsch.

Ein anderer Anhänger startete bei 55.000 Euro, bei 9999 Euro war Schluss, niemand wollte ihn kaufen.
Das sind doch mal nette Schnäppchen am Sonntagabend.

Danke an Kabel Deutschland. Nach dem Aus von MTV war der analoge Sendeplatz ein paar Tage abgeschaltet, und ich habe gehofft, es käme an der Stelle ein anderer Musiksender. Nun dürfen wir uns an einem dritten Shoppingkanal ergötzen – an Juwelo TV. Na, vielen Dank auch.

RTZapper

Die Zipfelbuben: Jetzt wird es heiß

Montag, den 31. Januar 2011
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SO 30.01.2011 | 22.10 Uhr | RTL

Die Zipfelbuben durften, wie auch schon 2009, den Song zur aktuellen Dschungelcamp-Staffel beisteuern. Aber wahrscheinlich wurde RTL von irgendjemandem erpresst, diese Kooperation einzugehen.

“Jetzt wird es heiß” nennt sich das billig zusammengeschusterte Machwerk, das bislang von RTL fast komplett ignoriert wurde. In Mini-Trailern war nicht mal der Refrain zu hören. Doch am Sonntag, zum Abschluss der Staffel von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”, beim “großen Wiedersehen”, durften die Jungs ihren kompletten Song präsentieren.
Dass Sonja Zietlow und Dirk Bach das danach unfassbar peinlich, ist nur verständlich. “Jetzt wird es heiß” ist ein langweiliges Lied. Es ist plump, katastrophal einfallslos und geht meilenweit am Ohr vorbei.
Dafür kann es eigentlich nur eine Strafe geben: Ab ins Dschungelcamp mit den Zipfelbuben. Allerdings dann, wenn keine deutschen Kameras mehr vor Ort sind. Muss ja nicht jeder mitbekommen.

RTelenovela

Blitzen und lasern: Nur zu unserer Sicherheit

Montag, den 31. Januar 2011
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Nein, nein, wir sehen das völlig falsch: Geblitzt und gelasert werden Autofahrer natürlich, wenn sie zu schnell unterwegs sind. Klar. Zu schnell ist schlimm, verboten, ganz böse und vor allem gefääährlich. Deshalb wird ja auch geblitzt und gelasert.

In Oranienburg zum Beispiel. In der Saarlandstraße gilt seit einiger Zeit Tempo 30 – wegen der Bombengefahr. Wenn da also die Geschwindigkeit kontrolliert wird, sollten wir dankbar sein. Denn geben wir Gas, könnte die Straße so erbeben, dass die Bombe platzt. Und mit ihr die Herren, die lasern. Und das wollen wir ja nicht.

Oder in Sommerfeld. Da steht das Ortseingangsschild aus Hohenbruch kommend an einer Stelle, wo der Ort noch nicht mal zu erahnen ist. Auf einer Seite ist freies Feld, auf der anderen ein Wohngebiet – hinter einem hohen Wall. Eine Ortschaft ist was anderes. Tempo 50 gilt trotzdem. Und weil es so gefährlich ist, dort schneller zu fahren, steht dann an einem Sonntagnachmittag auch die Polizei, um die Geschwindigkeit zu überprüfen. Nur zu unserer Sicherheit. Mit Abzocke hat das alles – wie immer – gar nichts zu tun.
Unser Geld haben sie jedenfalls nicht bekommen. Denn ich weiß doch, wie gefährlich es ist, im Sommerfelder Nichts Tempo 61 zu fahren.

RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Das große Finale 2011

Sonntag, den 30. Januar 2011
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SA 29.01.2011 | 22.15 Uhr | RTL

Das hätte sich Peer Kusmagk ganz sicher nicht träumen lassen. Machte der Schauspieler und Moderator beim Einzug in den RTL-Dschungel zwei Wochen zuvor noch einen extrem schüchternen, ja, fast ängstlichen Eindruck, ist er nun Dschungelkönig 2011. Er konnte sich gegen Schauspielerin Katy Karrenbauer und Schwimmer Thomas Rupprath durchsetzen. Und womit? Mit Recht!

Die fünfte Staffel von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” war nicht nur hochgradig erfolgreich für RTL, sondern auch eine hervoragende Menschenstudie. Elf mehr oder weniger (oder gar nicht) bekannte Prominente feierten am Anfang eine Party. Doch die Stimmung änderte sich.

Und wir, die Zuschauer haben viel gelernt, gelacht, gezittert, mitgefiebert. Wir haben uns geärgert, gelästert und gewundert.
Über Sarah Dingens zum Beispiel. Das Model war vorher unter dem Namen Knappik unbekannt. Sie wagte es, einfach mal ihr Ding durchzuziehen, Dschungelprüfungen abzubrechen oder gar – Skandal! – abzulehnen. Aus völlig egoistischen Gründen, und außerdem hatten ihre Fans und ihre Mitbewohner dafür vollstes Verständnis. Dachte sie. Stattdessen sorgte sie damit für Stunk. Und dafür, dass der Rest der Meute meuterte – und ihren freiwilligen Rückzug forderte.

Oder Mathieu Carriere. Für den Schauspieler muss es auch schon besser gelaufen sein, sonst wäre er nicht in der RTL-Promigosse gelandet. Erst der beste Freund von Peer, dann sein Widersacher. Was sich Peer geleistet hat? Er wollte sich seiner Meinung nicht anschließen, und das geht ja schließlich mal gar nicht.

Oder Jay Khan. Ach, Jay. Wie kann man sich nur so überschätzen? Wie kann man glauben, dass man Regieanweisungen uns Mikro flüstern kann, ohne dass es die RTL-Tonleute mitbekommen? Der ehemalige US5-Sänger hatte angeblich versucht, vorher mit Sarah Dingens eine Liebesstory zu inszenieren. Seine Liebelei mit Indira stad ebenfalls unter dem Verdacht, unecht gewesen zu sein. Und seine Hass- und Lästertiraden gegenüber Peer waren ebenfalls unerfreulich. Dafür, dass er kein Dschungekönig werden wollte, kämpfte er fast schon verkramüft dafür.

Überhaupt, die Gruppendynamik. Fast schon erschreckend. Ein mitglied der Gruppe stellte sich gegen die Meinung der anderen. Oder nicht mal das: Er wollte sich einfach keine Meinung bilden. Ein Unding, fanden die anderen. Böse Lästereien und Ignoranz. Fast schon faschistoid.

Peer hat’s geschafft, weil er einfach er war. Immer. Er wirkte immer locker, machte seine Späße, schien sich nie zu verstellen. Er war verstört, als der Streit im Camp seinen Höhepunkt erreicht. Aber er machte immer das Beste draus, festigte sich, zog fröhlich sein Ding durch. Ein durch und durch sympatischer Mensch. Für so einen wie ihn muss es doch in Zukunft irgendwo einen Moderationsjob geben!

Es spricht eindeutig für die Zuschauer, dass Kusmagk gewonnen hat. Alle anderen Teilnehmer, sind daran gescheiert, dass sie entweder nicht interessant genug oder eine Rolle spielten, die ihnen die Zuschauer nicht abgenommen haben. Mit Manipulationen kommt Jay nicht durch. Mathieu Carriere (oder doch eher sein Management?) schien es bemerkt zu haben, als er rausgewählt wurde. Er schrieb Peer einen offenen Entschuldigungsbrief. Im Camp dachte der Schauspieler nicht im Traum daran.
Am Ende bleibt das Gefühl, dass das Gute, das Echte gesiegt hat. Alles andere wäre schade gewesen.

RTelenovela

Statt Känguruh-Hoden lieber ‘nen Burger

Sonntag, den 30. Januar 2011
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Wenn die Stars im RTL-Dschungel Känguruh-Hoden essen, müssen wir einfach auch mal einen Beitrag dazu leisten, das zu würdigen. Und wo kann man das am besten, als an den Australien-Ständen auf der Grünen Woche in Berlin.
Blöderweise gab es zwar Känguruh-Fleisch, aber leider keine Känguruh-Hoden. Also echt jetzt mal, wir hätten sie gegessen – ganz sicher! Hätte es Känguruh-Hoden gegeben, hätten wir sie gekostet.

Stattdessen gab’s Burger. Känguruh-Burger. Für nur 5 Euro. Da wollte ich einfach nicht nein sagen, zumal das Fleisch ganz okay aussieht. Und ich habe schließlich noch nie Känguruh-Fleisch gegessen.
Brötchen, das Fleisch, eine Soße, Salat, Zwiebeln, und war war der Burger.
Okay, das Brötchen war kalt, aber der Rest… Also, … ich würde nicht sagen, dass es ein kulinarisches Ereignis war. Das Fleisch war ziemlich fest, schmeckte halt irgendwie nach… ja, nach Fleisch.
Kann man essen, muss man aber nicht.

Und sonst so? Bier aus Finsterwalde schmeckt genauso, wie man es hätte erwarten können: finster. Die Österreicher machen leckeren Käse. Antenne Brandenburg weiß, wie man seine Zuschauer vor der Bühne zum Klatschen bringt. Bier aus der Ukraine schmeckt so sehr wie Wasser, dass es selbst mir schmeckt. Straußeneierlikör-Pralinen aus dem Landkreis Uecker-Randow sind durchaus lecker. Wir werden beim nächsten Mal bestimmt keine Blumen mehr zertrampeln.
Und apropos nächstes Mal: Wir kommen wieder. 2012.

RT im Kino

Love & Other Drugs – Nebenwirkungen inklusive

Samstag, den 29. Januar 2011

Gut aussehender Mann verliebt sich in gut aussehende Frau mit großen Knopfaugen. Hach, wie rührend.
Der gut aussehende Mann ist Jamie Randall (Jake Gyllenhaal), und er hat Erfolg, seit er einen neuen Job bei PFIZER hat, dieser Firma, die auch Viagra verkauft. Für PFIZER muss er Klinken putzen, damit die PFIZER-Pillen von den Ärzten verschrieben wird – und nicht die Produkte der Konkurrenz. Es läuft toll, alle wollen den PFIZER-Kram, und wenn es nur der PFIZER-Regenschirm ist.
Während Jamie an seinem Auto in den PFIZER-Materialien rumkramt, steht plötzlich die gut aussehende Frau hinter ihm – Maggie Murdock (Anne Hathaway). Sie hat Parkinson und will eigentlich keine Beziehung. Aber eigentlich hat “eigentlich” auch keine Bedeutung – und so kommt’s dann doch anders.

Kurze Zwischenfrage: Ist PFIZER bislang oft genug vorgekommen in diesem Text? Ja? Ach, egal. Schließlich kommt PFIZER in “Love & Other Drugs – Nebenwirkungen inklusive” auch sehr prominent vor. Werbesprüche und -strategien, Produkte, und dann spielt der Film auch noch in der Zeit, als PFIZER Viagra auf den Markt warf. Fast – was heißt fast – wirkt Edward Zwicks Film wie eine überlange Werbesendung. Und das nervt. Das nervt sogar sehr.
Das überdeckt dann auch die eigentliche Handlung. Ein Mann, der schon zig Frauen im Bett hatte, sich nun verliebt und sich mit der Parkinson-Krankheit auseinandersetzen muss. Das ist durchaus rührend, hätte gern aber noch tiefergehend behandelt werden können.
Eigentlich seltsam, dass PFIZER den Film nicht genutzt hat, um zu verkünden, dass PFIZER jetzt ein Medikament gegen Parkinson im Sortiment hat. Das wäre dann eine echte Sensation gewesen…

6/10

RTelenovela

Countdown New York (3): Gestrichen

Samstag, den 29. Januar 2011
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(2) -> 24.1.2011

Na toll! Die Reise nach New York hat noch nicht mal begonnen, schon gibt’s die erste schlechte Nachricht. Unser gebuchter Flug ist gestrichen worden.
Nun müssen wie also umbuchen, was uns glücklicherweise nicht mehr kostet als wir schon ausgegeben haben. Wir könnten nun einen Tag früher bereits fliegen oder einen Tag später.
Und das kommt widerum darauf an, ob wir unser Appartment ebenfalls einen Tag früher beziehen können. Falls das nicht geht, schenken wir uns die weitere Zimmersuche für eine Nacht und fliegen eben einen Tag später.
Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Und das ist auch klar: Falls wir bei dem “neuen” Flug dann in Turbulenzen geraten sollten, werde ich echt sauer.