Monatsarchiv für Dezember 2009

RTelenovela

Selbstmorde

Mittwoch, den 30. Dezember 2009
Tags: , , ,

Zwei Meldungen an diesem Dienstag waren es, die mich beschäftigt haben. Und beide haben – direkt oder indirekt – mit Selbstmord zu tun.

In Treskow hat sich Dietmar Lenz am Montag erhängt. Lenz war viele Jahre Chef der Stadtwerke in Neuruppin. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Selbstmord aus.
Warum er das getan hat, weiß momentan noch niemand, allerdings hat er einen Abschiedsbrief hinterlassen. Lenz war 13 Jahre lang Stadtwerke-Chef, wurde dann wegen Untreue-Vorwürfen entlassen. Mehr als 100 Straftaten legte ihm die Neuruppiner Staatsanwaltschaft zur Last. Im Frühjahr 2009 legte er ein Geständnis ab, Lenz bekam zwei Jahre auf Bewährung. Doch in diversen anderen Fällen hätte ihm wohl noch einiges bevor gestanden.
Und auch in dem halben Jahr, in dem ich in Neuruppin gearbeitet habe, war Lenz immer wieder im Gespräch. Umso mehr hat mich die Meldung dann doch getroffen.

Einen Selbstmord scheint auch die Berliner S-Bahn zu begehen. Die Sache mit der Wartung der Waggons dauert wohl noch geringfügig länger. Die Rückkehr zum Normalfahrplan kommt 2010. Irgendwann in 2010, wohlgemerkt. Kann also auch im Dezember sein. Aber keine Sorge, die Bahn will Einzelheiten dazu schon Ende Januar mitteilen. Da sind sie ja wirklich ganz fix. Und einen richtigen Normalverkehr bei der S-Bahn wird es erst in – bitte festhalten – drei bis vier Jahren geben.
Eine der Begründungen: Wegen der häufigeren Wartungen reicht der Bestand nicht mehr. Dabei hat die Bahn bisher zu selten seine Waggons warten lassen. So kann ein Unternehmen auch kaputt gespart werden. Wenn die Sache den Bach runtergeht, haben wir es jedenfalls auch hier mit einem handfesten Selbstmord zu tun.

RTelenovela

Ausländer im Fußball? Finden die Hennigsdorfer blöd

Dienstag, den 29. Dezember 2009
Tags: , , ,

“Steht auf, wenn ihr Deutsche seid!” Die Fußballfans in Hennigsdorf scheinen geistig ganz schön umnachtet zu sein. Oder was, bitteschön, war da los am zweiten Weihnachtsfeiertag?
Hallenfußballturnier in Hennigsdorf. Mit dabei war auch die Mannschaft vom SV Altlüdersdorf. Dort spielen auch Männer ausländischer Herkunft, aber mit deutschem Pass.

Im Finale kam es zum Showdown zwischen Gastgeber Hennigsdorf und Altlüdersdorf. Die Gäste gewannen 5:1. Und die Hennigsdorfer Zuschauer tickten aus. Grölten diskriminierende Lieder.
Pfui, Hennigsdorf!
Und wieso wird da nicht durchgegriffen? Spielabbruch. rausschmiss dieser Leute. Anzeige. Geldstrafe. Da muss es doch Möglichkeiten geben.
Aber einfach weiterspielen lassen? Und danach entschuldigen? Die Konsequenzen müssen in so einem Fall sehr viel härter sein. Damit auch die letzten Hennigsdorfer Deppen (und auch alle anderen, die da auch mitgemacht hätten) wissen, was für einen Mist sie da verzapfen.

ORA aktuell

Massenschlägerei in der Robert-Koch-Straße

Dienstag, den 29. Dezember 2009

13 Leute prügelten sich in der Nacht zum Dienstag in der Oranienburger Robert-Koch-Straße. Das berichtet die Polizei.
Vorher haben sich zwei junge Männer in der Nähe des Krankenhauses zu einer Ausprache verabredet. Es ging um ein Mädchen. Doch die Aussprache artete in eine Schlägerei aus, zu der immer mehr Leute hinströmten.
Eine Krankenschwester rief schließlich die Polizei. Einige der Männer sind den Beamten bereits bekannt.

RTZapper

Die 25 emotionalsten TV-Momente des Jahres 2009

Dienstag, den 29. Dezember 2009
Tags:

MO 28.12.2009 | 20.15 Uhr | RTL

Ja, der Tod von Schauspieler Patrick Swayze war tatsächlich emotional. RTL kürte den Augenblick zu den 25 emotionalsten TV-Momenten 2009.
Swayzes Lebenskampf. Sein Wille. Sein Drang, weiterzudrehen. Dabei hat RTL aber leider etwas vergessen: Nämlich dass der Sender am 21. Mai 2009 im Klatschmagazin “Exclusiv” den Schauspieler schon mal für Tod erklärt hat. War auch sehr emotional. Und ärgerlich. Und peinlich. Für RTL.
Kann ich gar nicht verstehen, dass RTL das in dem Zusammenhang gar nicht erwähnt hat. War vielleicht nicht emotional genug. Oder so.

RTelenovela

USA – Jetzt noch sicherer!

Dienstag, den 29. Dezember 2009
Tags: , ,

Ihr habt vor, in die USA zu fliegen? Dann nehmt euch Zeit. Und den Laptop oder den MP3-Player könnt ihr wohl gleich zu Hause oder im Gepäck lassen. Nichts geht mehr.

Nach dem knapp vereitelten Anschlag in einem Flugzeug, das Weihnachten nach Detroit unterwegs war, sollen die Sicherheitsanforderungen nun noch höher werden.
So wird überlegt, dass Reisende unterwegs keine elektronischen Geräte mehr benutzen dürfen. Das hat natürlich auch sein Gutes. Bücher werden in der heutigen Zeit sowieso unterschätzt.
Auch wird darüber nachgedacht, dass in der letzten Stunde vor der Landung niemand mehr den Platz verlassen darf. Dabei wäre es doch am besten, dass die doofen Passagiere nie mehr aufstehen dürfen. Inklusive Pipiverbot.
Inzwischen wird geraten, drei Stunden vor Abflug schon am Flughafenschalter zu sein. Wieso nicht schon einen Tag vorher? Drei Stunden sind viel zu kurz für die Kontrollen, das Körperscannen, und zukünftig wohl noch Lügendetektorentests.
Vielleicht wäre es am besten, wenn die Amis ihren Laden einfach dicht machen.

Selbst Gäste der US-Botschaft in Berlin müssen Schickanen durchmachen, wenn sie ins Haus wollen. Wer Getränke im Rucksack hat, muss sie unter den Augen der Sicherheitsleute auspacken und etwas davon trinken. Dann fragen die Securitys: “Und, geht es Ihnen gut?” Eine Oranienburger Schulklasse hat das jüngst erlebt.
Krank. Ganz schön krank. Sollen sie den Kram doch einfach einsammeln.

Und nach dem nächsten Anschlag kommt dann alles noch viel schlimmer…

RTelenovela

Der Fast-Food-Knall

Montag, den 28. Dezember 2009
Tags: , ,

Und da hat es Peng gemacht. Der Parkplatz beim Sachsenhausener McDonald’s war am Sonntagabend hoffnungslos überfüllt. Da drückt man schon mal wütend aufs Gaspedal.
Nein, nicht ich. Der Fahrer vor mir. Donnerte auf den rückwärts aus der Parklücke Gekommenden. Keine Ahnung, wer Schuld an dem Crash hat. Der Rückwärtsfahrer ist jedenfalls keinesfalls allein schuldig.
Hektisch wurden ein paar Fotos gemacht, ein bisschen diskutiert und den Mann da oben angerufen. Der Schaden aber jedoch gering, der ganze Aufriss völlig umsonst.

Bei McDonald’s müssen sie entweder an Personalmangel leiden oder Organisationsprobleme haben. Aber wenn nur zwei von fünf oder sechs Kassen geöffnet sind und der ganze Laden voller Menschen ist, muss irgendwas schief laufen.
Irgendwer faselte etwas davon, dass die Sachsenhausener Filiale bald, wie die in Hennigsdorf auch schon, privatisiert wird. Was immer das auch heißen mag.

RTZapper

S.W.A.T. – Die Spezialeinheit

Montag, den 28. Dezember 2009
Tags: ,

SO 27.12.2009 | 22.10 Uhr | ProSieben

Ein Drogenbaron wird festgenommen. Vor laufenden Kameras verspricht er demjenigen viel Geld, der ihnbefreit.

Also, wenn man das alles sieht und sich insbesondere das Ende nach dem Motto “Na, dann wollen wir mal wieder!” betrachtet, dann möchte man doch auch sofort zur S.W.A.T. gehören. Weil es so viel Spaß macht.
S.W.A.T. ist die Polizei-Elite-Einheit von Los Angeles. Als solche werden sie mit den kompliziertesten und härtesten Fällen betraut. Auch wenn man im Film ganz lange Zeit davon noch nichts sieht. Denn dieser hält sich nämlich verdammt lange damit auf, wie die einzelnen Mitglieder gesucht und dann ausgebildet werden.
Nun gut, kann hier und da ganz interessant sein – spannend ist das auf die Dauer nicht. Die kommt erst gegen Ende, so ungefähr in der letzten halben Stunde, in der es wirklich zur Sache geht. Das ist das größte Manko des Films: Es gibt streckenweise Action – nur ist sie nicht besonders spannend. Und beides schließt sich nur seehr selten voneinander aus, da gibt es nur wenige Ausnahmen.
Dass Schießen übrigens toll ist, wird in diesem Film ganz deutlich in eine Szene, in der Kinder eine Actionszene mit Spielzeugwasserpistolen nachstellen und dabei ganz viel Spaß haben.

Mal noch ein Wort zur Synchronisation. Hat Colin Farrell in Deutschland eigentluch eine “feste” Synchronstimme? In “Der Einsatz” hat er nämlich eine andere, nämlich die Stimme, die auch Josh Hartnett normalerweise spricht. Und die passt nämlich nicht zu ihm. In “S.W.A.T.” hat Farrell hingegen die Stimme, die ich auch aus “Tigerland” kenne. Einheitlichkeit wäre, wenn möglich, nicht schlecht. Aber das nur nebenbei.