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Lauf, Forrest, lauf! (3): Etappensieg

(2) -> 29.7.2009

Die siebente Laufeinheit. Mein Mitläufer teilte mir per SMS mit, dass er heute keine Lust hat. So wird das nie was, aber egal. So konnte ich mich voll und ganz auf meinen Lauf konzentrieren, als ich in Havelhausen mein Auto parkte.
Heute sollte es so weit sein – wieder mal eine Steigerung des Laufpensums. Von zehn auf zwölf Streckenabschnitte.
Dazu muss man wissen, dass eine komplette Runde genau sieben Abschnitte hat. Für eine Runde brauche ich etwa 15 Minuten, mal mehr, mal weniger. Die Abschnitte dienen dazu, um sich Ziele zu stecken – damit ich weiß: So weit muss ich noch. Oder: So weit habe ich es schon geschafft. Außerdem bietet die Strecke diverse Möglichkeiten abzukürzen, also dass keine komplette Runde gelaufen werden muss. So kann ich bei der zweiten Runde die hinteren Abschnitte weglassen.

Heute also nicht mehr zehn, sondern zwölf.
Also los.
Der Anfang ist immer schwierig, weil ich erst den richtigen Rhythmus finden muss. Bei den letzten beiden Malen ist mir das nicht so richtig gelungen, so dass ich in der Mitte der ersten Runde Seitenstechen bekam. Anfangs muss ich mich beherrschen, nicht zu schnell zu laufen.

Runde zwei beginnt, Abschnitt acht.
Ich mache Fortschritte, weil meine Waden nicht mehr so fest sind. Meine Atmung habe ich auch im Griff. Ich habe ein gutes Gefühl.
Am Ende des neunten Abschnitts kann ich abkürzen, was ich die letzten Male auch getan habe. Diesmal nicht. Weiter gehts. Es läuft gut. Der Plan ist, vor dem Waldstück umzudrehen.
Doch ich laufe weiter. Ich will es wissen. Renne bis zur Wendeschleife in der Bungalowsiedlung, ich will die vollen zwei Runden, die vollen 14 Rennabschnitte.

Auf dem Rückweg durch das Waldstück kommt mir ein Radfahrer entgegen. Er grüßt mich. Kennt er mich schon? Registrieren die Leute, wer auf ihren Wegen so rumläuft?

Langsam wirds eng. Die Luft wird knapp. Mein linker Fuß fühlt sich an, als wäre er gerade dabei einzuschlafen.
Abschnitt 14. Endspurt. Es geht wie von selbst. Ich laufe einfach weiter. Laufe. Laufe.
Und dann – am Ziel. Geschafft! Zwei Runden! Nach etwa 31 Minuten.
Ich bin zufrieden.
Und wahrscheinlich gehts schon morgen weiter. Wieder mit zwei Runden. Drunter gehts nun nicht mehr. Am Ende sollen es drei Runden werden.

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Ein Kommentar zu “Lauf, Forrest, lauf! (3): Etappensieg”

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