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München (7): Durchgestylt bis zur Ungemütlichkeit

(6) -> 30.1.2009

München hat uns wieder. Zwei weitere Wochen werden wir die bayerische Landeshauptstadt unsicher machen. Das heißt, wenn wir dazu Zeit haben, denn unser Seminar spannt uns ganz schön ein.
Erstaunlicherweise habe ich auch gleich hergefunden. München begrüßte mich auf der Autobahn mit einem Lichtspektakel. Zumindest macht die Arena des FC Bayern München ganz schön was her. Das rote Leuchten führte allerdings auch fast dazu, dass ich von der Straße abkam. Aber nur fast.
Nebenbei: Die Fahrt verlief technisch einwandfrei. Was ja nicht zwingend zu erwarten war.

Leider sind wir diesmal nicht in dem schönen Hotel am Rotkreuzplatz untergebracht. Ich vermisse es schmerzlich! Die Absteige der Motel-One-Gruppe jedenfalls kann bei weitem nicht mit dem anderen Hotel mithalten – und das, obwohl es sogar einen Tick teurer ist.
Nach meiner Amkunft stand ich mit meinen Taschen erstmal ratlos in meinem Zimmer. Denn es gibt weder einen Schrank, noch einen vernünftigen Tisch, noch Kleiderhaken. Für einen zweiwöchigen Aufenthalt mehr als ungünstig. Nur ein paar Kleiderbügel gibt es und eine Stange. Hängt man da aber was auf, versperrt es einen den Weg.
Ich habe jedenfalls noch nie ein so ungemütliches, unpraktisches Hotel erlebt. Dazu muss man wissen: Es ist ein Designhotel. Uuuuh! Nur leider bedeutet Design oft auch: Es ist im Alltag unbrauchbar. So findet das Frühstück in der Lounge statt – auf kleinen Tischchen, Sitzwürfeln und seltsam langgezogenen Sesseln. Was das soll, weiß niemand, aber es gibt Leute, die das Design schick finden. Nun ja. Die Rezeption ist übrigens in einem Hellblau gehalten – offenbar die Firmenfarbe. Gewöhnungsbedürftig.
Es fehlt einfach an den Kleinigkeiten, die man für 66 Euro pro Nacht erwarten könnte. Ein vernünftiger Schreibtisch beispielsweise, denn für müssen auf unseren Zimmern auch ein bisschen abeiten. Oder im bad die seife. Oder eine verschließbare Duschkabine.
Außerdem ist eine der beiden Fahrstühle im Eimer, und das Internet funktioniert seit gestern auch nicht mehr. Das gibt es nur in der Lounge kostenlos – auf den Zimmern für 4 Euro pro Stunde. Happig.
Ich freue mich jedenfalls schon auf Anfang Juli. Da sind wir ein drittes Mal in München. Und dann wieder in einem guten Hotel, in dem am Rotkreuzplatz.

Ansonsten haben wir von München noch nicht allzu viel gesehen. Heute Abend gehts in die Kammerspiele zu einem Theaterstück von Elfriede Jelinek. Mal sehen, was uns da erwartet…

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Ein Kommentar zu “München (7): Durchgestylt bis zur Ungemütlichkeit”

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