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Orthopädisches Spritzenfestival

Der Dienstagmorgen begann überraschend schmerzhaft, beim Orthopäden nämlich.
Dabei begann alles ganz harmlos. Ich kam recht schnell dran, schilderte dem Arzt das Problem – die Schmerzen im Schulter-, Nacken- und Hinterkopfbereich. Und dass mal überprüft werden müsse, ob es ein Haltungsschaden sei oder etwas anderes.
Er nahm meinen Kopf, drehte und beugte ihn, massierte die Schulter. Erstens gebe er mir Hinweise für Übungen mit, die gut seien für die Halswirbelsäule. Zweitens würde er mich zum Röntgen schicken. Und drittens gebe es nun eine Spritze.
Es ging alles verdammt schnell. Und doch so langsam. Ich habe gar nicht so genau mitbekommen, was er eigentlich vor hatte. Er begann im Nackenbereich zu pieksen. Und noch mal. Und noch mal. Und noch mal. Es schmerzte. Und es nahm kein Ende.
Es fiel der Begriff “Cluster”, was so viel für Bündel oder Haufen bedeutet. Er hat mir jedenfalls einen Haufen Piekser verpasst. Was für Schmerzen! Und meine Verspanntheit war da auch nicht gerade hilfreich.
Als es vorbei war, führte mich mein Weg auf die Liege, mir wurde schummrig vor Augen. Das sei normal, meinte die Schwester – der Schock, die Anspannung.
Nach ein paar Minuten war meine Blässe wieder weg und das orthopädische Spritzenfestival zu Ende. In sieben Wochen bin ich wieder dort, vorher noch zum Röntgen.

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Ein Kommentar zu “Orthopädisches Spritzenfestival”

  1. RTiesler.de » Blog Archive » Physiotherapeut gesucht

    […] Ein neuerliches Spritzenfestival blieb mir heute beim Orthopäden glücklicherweise erspart. Heute beließ er es mit Massieren, Kneten und Streckübungen. Die Sache mit den eigenen Übrungen für die Halswirbelsäule ist mir bisher noch nicht so wirklich geglückt. Was auch daran liegt, dass ich in einem Großraumbüro arbeite, wo es einen seltsamen Eindruck macht, wenn ich da mit Bodenübungen beginnen würde. Zu Hause würde es zwar gehen, aber… nun ja. Zumal man mit diesen Übungen auch erstmal klarkommen muss. […]

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