RT im Kino

Milk

Ein Schwuler, der in der Politik für Schwule kämpft, deren Rechte durchsetzen will? Nein, das war in den frühen 70er-Jahren noch undenkbar. In den USA, in San Francisco, wurden sie stattdessen von der Polizei verhaftet und verprügelt. Christliche Fundamentalisten versuchten unterdessen, ihre Ansichten, ihren Gott durchzusetzen.
Das ist die Situation, die Harvey Milk (Sean Penn) 1972 in der Stadt mitbekommt, als er mit seinem Freund Scott Smith (James Franco) dorthin zieht und einen Laden eröffnet. Das Arbeiterviertel wird bald zum Zentrum der schwulen Gesellschaft der Stadt. Doch Harvey will mehr – in die Politik. Dort will er sich für seine Community einsetzen, aber nicht nur für sie. Harvey wird zur Berühmtheit, und die ruft Freunde und Gegner auf den Plan.
Gus van Sant erzählt die wahre Geschichte von Harvey Milk, und das auf sehr beeindruckende Weise. Milk, der in den 70ern für die schwulen Rechte in den USA eintrat, mit allen Höhen und vielen Tiefen, sowohl in der Politik als auch im Privaten. Der Film blickt zurück auf eine Zeit, in der die Menschen noch nicht so tolerant waren wie heute. Eine Zeit, in der noch für die persönlichen Rechte sehr hart gekämpft werden musste. Der Film zeigt auch, warum solchen Veranstaltungen wie der Christopher Street Day auch heute noch so wichtig sind. Milk war ein Pionier seiner Zeit und wegweisend für die Zukunft.
Sean Penn spielt Milk, den kämpfenden, aber auch schüchternen, zurückhaltenden Mann mit seinem ganzen Charisma sehr eindringlich. Geradezu bedrückend ist es, wenn dem Zuschauer am Ende noch mal dargestellt wird, dass es all diese Kämpfer wirklich gab und dass ihnen ganze Generationen dankbar sein müssen.

9/10

Hits: 151

Ein Kommentar zu “Milk”

  1. RTiesler.de » Blog Archive » Milk: Free-TV-Premiere

    […] dem anfangen sollen, was sie so in ihrem Archiv rumzuliegen haben. So muss es auch mit dem US-Drama “Milk” gewesen sein, dem Porträt über den Kömpfer für Schwulenrechte, Harvey Milk, dargestellt von […]

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