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Manchester (1): Die ignorierte Verspätung

Fast hätte ich den Flug nach Manchester verpasst. Aber erstens habe ich mich in der Zeit verschätzt, die man von der Stuttgarter Innenstadt zum Flughafen nach Echterdingen braucht. Und zweitens dachte, die S-Bahn fährt öfter raus.
Nun ja. Ich habe es noch geschafft. Ich erreichte den Check-in genau zwei Minuten vor Annahmeschluss. Was mir der nette Herr am Schalter auch gleich mitteilte.
Mit Nico stiefelte ich dann in die Wartehalle. Um 14.50 Uhr sollte der Flug gehen, Boardingtime war 14.30 Uhr.
War. Denn die Zeit verstrich.
14.30 Uhr. 14.40 Uhr. Nichts tat sich. Die nette Frau am Einlass tat jedenfalls nicht so, als das demnächst etwas passieren würde.
Auf einem Monitor gab es die neuesten n-tv-Bilder von Eisbär Knut.
15 Uhr. Immer noch nichts.
Und niemand redete mit uns. Keine Ansage, nichts. Einfach nur warten.

Mit 40 Minuten Verspätung hoben wir dann doch noch in Echterdingen ab.
Der Wintereinbruch am Morgen sei schuld gewesen, dass sich alles verspätet habe, entschuldigte sich dann doch noch die Boardcrew.
Der Flug verlief reibungslos. Bisher habe ich da immer Glück gehabt – alles ruhig, alles schick.

Da wir am Abend gleich wieder in die Innenstadt zum Faithless-Konzert wollten, mussten wir natürlich erstmal schnellstens unsere Koffer ins Hotel bringen.
Das Trafford Hall Hotel liegt außerhalb des City Centre. Mit der Straßenbahn (Metrolink) nur einige Stationen bis nach Old Trafford.
Das Haus, das dieses Jahr 120 Jahre alt wird, haben wir zunächst gar nicht für voll genommen. Es liegt nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, so dass ich es für irgendeinen alten Speicher hielt. Aber es war eben doch das Hotel.
Irgendwie … alt.
Drinnen angekommen konnten die inneren Alarmglocken wieder abgeschaltet werden. Das Zimmer sieht ordentlich aus. Zwei Betten, ein Bad, das ganz okay ist, einen Fernseher und auf dem Tisch ein Tablett mit Kakao und Tee zum Selberbrühen. Was will man mehr?

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