Tagesarchiv für 12. März 2007

RTZapper

Moppel-Ich

Montag, den 12. März 2007
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MO 12.03.2007, 20.15 Uhr, ZDF

Wie macht man aus einem Buchbestseller einen grottigen Fernsehfilm? Man nehme das Buch, schüttelt die Handlung ordentlich durcheinander, schreibt was raus, schreibt was anderes dafür rein, bestzt den Film mit der unpassensten, schlechtesten Hauptdarstellerin, die gerade zu finden war – und fertig ist der Lack. Oder in dem Fall: “Moppel-Ich”.
Im Buch beschrieb Susanne Fröhlich, die Strapazen der Frauen mit ihrem Übergewicht und beim Abnehmen. Mitunter ganz nett.
Das ZDF machte eine platte, öde Story daraus. Und besetzte sie mit Christine Neubauer. Mal abgesehen davon, dass die Schauspielerin nun wirklich nicht übergewichtig ist, man ihr das im Film (trotz künstlichem Körperfett) überhaupt nicht abnahm, spielte sie die Rolle völlig langweilig und uninspiriert. Als ob sie ihren Text von einer Tafel ablas. Sie hatte es nicht drauf. Eine Radiomodertorin spricht jedenfalls nicht wie ein Roboter, bei dem je – de – Sil – be – per – pekt – sitzt und um Gottes Willen keine Betonung verwendet wird. Faru Neubauer: Setzen, sechs!
Susanne Fröhlichs Urteil zu “Moppel-Ich” soll “Ist ganz okay” gelautet haben. Oha, wenn sie das schon in der Öffentlichkeit so sagt, was ist dann bloß ihre wirkliche Meinung?
Billiger Schrott. Wenn sie das gedacht hat, lag sie damit genau richtig.

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RTelenovela

Der Pocher ist ein Vollidiot

Montag, den 12. März 2007
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Na ja, eigentlich müsste es heißen: Pocher ist DER Vollidiot. Der aus dem gleichnamigen Film nämlich. “Vollidiot” startet am 12. April in den Kinos.
Kann nur ein guter Film sein! Kenner der RTelenovela wissen: Oliver Pocher ist einer meiner persönlichen drei medialen Götter. Somit war es natürlich ein besonderer Augenblick, genau diesen Pocher heute in Berlin zu treffen.
Na ja, was heißt treffen: Ich war auf einer Pressekonferenz mit Oliver Pocher. Der Job macht’s möglich.
Am Vormittag um 10.30 Uhr sieht der Comedian noch nicht hundertprozentig wach aus. Ganz zahm plaudert er mit einigen der PR-Leuten und Journalisten.
Er ist eben abseits der Kameras auch ein ganz ruhiger, seri… nein, seriös vielleicht doch nicht.
Natürlich nutzte ich auch die Gelegenheit, auf der PK Fragen zu stellen. Ob sich in der schauspielerischen Arbeit seit der Serie “Sternenfänger” etwas geändert habe. Das bejahte er. Er habe mehr gelernt, mehr Erfahrung. Außerdem, das haben wir vorher in den Filmausschnitten gesehen, liegt seine Rolle durchaus nah an dem Pocher, den wir kennen.
Ich war ja ganz kurz davor, nach der Veranstaltung um ein Foto mit mir und Pocher zu bitten – aber das war mir dann doch zu dämlich – als Harald Schmidt in Mannheim direkt vor mir stand, hab ich schließlich auch kein Foto gemacht, obwohl ich es hätte gedurft… Na ja, Mist… Hätte ich mal…

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: PK mit Oliver Pocher

Montag, den 12. März 2007
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MO 12.03.2007, Berlin, Arsenal

Es muss für Oliver Pocher mal was ganz anderes sein, auf Promotour zu gehen, um irgendwelchen Medienfritzen zu erzählen, wie toll sein Produkt ist. Andererseits: Es fällt ihm nicht schwer zu behaupten, dass sein Film das Beste sei, was es seit langem an Komödien in Deutschland gegeben habe.
“Vollidiot” startet am 12. April in den deutschen Kinos. Im Berliner “Arsenal” wurde heute ein etwa 25-minütiger Zusammenschnitt des Films gezeigt. Und der war vielversprechend: Pocher spielt den 29-jährigen Simon Peters – der keine Frau abbekommt und mit allen Mitteln versucht, bei ihnen zu landen.
Nach den Ausschnitten bin ich guter Hoffnung, dass “Vollidiot” ein Volltreffer wird. Zumal Pocher ideal für die Rolle besetzt ist, fast möchte man meinen, er spielt sich selbst.
Macht er aber nicht, wie er anschließend versichert. Er hätte in der Hinsicht auch nie wirklich ein Problem gehabt.
Von den anwesenden Journalisten gab es jedenfalls Applaus. Das erlebt man nicht oft.
Den 12. April sollte man sich jedenfalls schon mal vormerken.

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aRTikel

Kirche wurde zum Musikclub

Montag, den 12. März 2007
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Jazzkomplott stellte CD vor

MAZ Oranienburg, 12.3.2007

ORANIENBURG
Die Oranienburger Nicolaikirche verwandelte sich am Freitagabend in einen Jazzclub. In dem Raum im unteren Bereich der Kirche standen Tische und Stühle, die allesamt besetzt waren. Die Band Jazzkomplott stellte auf einer Record-Release-Party ihr gerade fertig gestelltes Album „Gruppentherapie“ vor.
„Wir sind überwältigt, dass so viele Leute hier sind“, meinte der sichtlich erfreute Saxophonist Hannes Rössler (21) zu Beginn des Konzertes. Es war das erste Mal seit eineinhalb Jahren, dass Jazzkomplott wieder einmal in Oranienburg auftrat.
Im Laufe des mehr als zweistündigen Konzerts präsentierten Hannes Rössler, Clemens Litschko (19, Schlagzeug), Konrad Litschko (22, Piano), Christian Lippert (20, Gitarre) und Thomas Braune (22, Bass) das Ergebnis ihrer Studioarbeit. „Gruppentherapie“ enstand im Studio von Volker Grewe in Berlin, der auch schon für das Album der „17 Hippies“ verantwortlich war. Die „Gruppentherapie“ ist für Jazzkomplott ein Novum: Erstmals entstanden eigene Kompositionen. „Wir haben so lange gecovert, dass wir auf diesem Fundament nun eigene Ideen verwirklichen wollten“, sagt Konrad Litschko. Jazzkomplott spielt seit mehr als drei Jahren in der aktuellen Besetzung. Die Zuschauer im Kirchenkeller waren hellauf begeistert über den Auftritt. „Sie sind die Zukunft des Jazz“, findet Wolfram Peschke aus Birkenwerder. „Da passt einfach alles.“ Er kaufte sich auch gleich ein Exemplar der CD.
Neben den eigenen Songs wie „Nasty Noises“ und „Harry in Khanfarr“ präsentierte das Jazzkomplott auch bekannte Stücke wie Gershwins „Summertime“ – einer der Höhepunkte des Abends. Und natürlich ließ das begeisterte Publikum die Band nicht ohne Zugabe (in diesem Fall könnte man auch „Jazzkompott“ sagen) nach Hause gehen.
Als nächstes großes Projekt steht „Jugend jazzt“ auf dem Programm. Nach dem Gewinn des Landesausscheids spielt Jazzkomplott im Mai beim Deutschlandfinale in Halle/Saale. „Es kann allerdings sein, dass wir außer Konkurrenz spielen, weil wir schon das zweite Mal dabei sind“, erzählt Hannes Rössler.

Infos zur Band und zur CD gibt es im Internet unter:
www.jazzkomplott.de.vu

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RTZapper

Poetry Slam

Montag, den 12. März 2007
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SO 11.03.2007, 0.05 Uhr (Mo.), WDR

Eigentlich mal eine wirklich gute Idee vom WDR, Poetry Slam endlich mal ins Fernsehen zu bringen. Und für diese “jungen Programme” ist der Sender ja durchaus bekannt. In diesem Fall sind die Macher aber leider völlig übers Ziel hinaus geschossen.
Beim “Poetry Slam” haben junge Autoren die Möglichkeit, innerhalb von drei Minuten ihre Texte einem Publikum zu präsentieren. Das entscheidet, wer am besten abschneidet.
Jung und hip sollte die kleine Show sein. Beim WDR heißt das in diesem Fall wohl: Ganz viele Kameras im Saal und im Publikum verteilen, die mehr oder weniger scharfe Bilder machen. Schnitte fast im Sekundentakt. Verwackelt, körnig, oder vom Motiv her fragwürdig.
Ist vielleicht modern, lenkt aber leider vom eigentlichen Thema ab. Es fällt schwer, sich bei der Hektik auf die Texte der Leute auf der Bühne zu konzentrieren. Dabei hätten die eine uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient!

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