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Projekttage: Der Reiz des Ungewöhnlichen

Kursergebnisse sind erst am Tag der offenen Tür im Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium zu betrachten

MAZ Oranienburg, 3.3.2000

RT/JENNY UHLIG

ORANIENBURG
Entgegen des sonstigen Geflogenheiten in einem Schulhaus während des Unterrichts hört man zurzeit auf allen Fluren des Louise-Henriette-Gymnasiums Geräusche von Hämmern, Bohrmaschinen. Aber auch Tanzmusik und Chöre, In der Schule finden die alljährlichen Projekttage statt.
„Damit sollen die Schüler eine Möglichkeit bekommen, unter anderen Lernbedingungen zu arbeiten, als sie es sonst im normalen Unterricht tun können”, meint Schulleiter Wolfgang Nitsch, „das hat den Reiz des Ungewöhnlichen”. Als weiteres Ziel nannte er, dass die Projekttage „die Teamarbeit und Kooperationsfähigkeit der Schüler erweitern” sollen.
Aus diesem Anlass wurden von Lehrern und Schülern zahlreiche Projekte organisiert. Die Ergebnisse der Arbeiten sollen zum Tag der offenen Tür am Freitag, 10. März, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die meisten der Projekte sollen aber auch langfristig der Schule selbst zugute kommen.
So wird zum Beispiel das Comnuterkabinett auf Vordermann gebracht. Sämtliches technisches Zubehör wird von den Schülern in selbstständiger Tätigkeit gereinigt und gewartet, was die Kosten für die Computer klein halten soll. Zudem ist eine eigene Homepage in Arbeit. Auch die Renovierung eines Klassenraumes wird während der Projekttage von den Gymnasiasten vorgenommen, dabei soll die Kreativität ganz groß geschrieben werden. Zum fünften Geburtstag des Louise-Henriette-Gym-nasiums im vergangenen Jahr soll auch eine Schulchronik entstehen, ein Exkurs in die Vergangenheit.
Andere Gruppen beschäftigen sich mit der Frage des deutschen Atomausstiegs oder basteln Kraftwerke aus Papier. Damit soll die Frage geklärt werden, woher die Energie kommt und welche Alternativen es zu Atomkraftwerken gibt. Die zehnten Klassen beschäftigen sich mit der Stadt Oranienburg zur Wendezeit. Die Schüler, die zu dieser Zeit erst kurz vor der Einschulung standen, erfahren alles, was damals in dieser Region vor sich ging.
Die 13. Klassen bekommen erstmals die Möglichkeit, einen richtigen Walzer zu lernen. Auf dem Abiturball im Juni können sie dann ihre erworbenen Künste präsentieren.
Der Kunstkurs bearbeitet während dieser Tage Speckstein. Aus ihm sollen Skulpturen entstehen. Es gibt noch Kurse des DRK, die Schülerzeitung „Der Iwa(h)n” bereitet eine neue Ausgabe vor, in der Sporthalle wird fleißig Volleyball und Basketball gespielt.
Am 10. März ab 17 Uhr können Eltern, die ihre Kinder auf das Gymnasium schicken wollen, sich beim Tag der offenen Tür umfassend informieren. Am gleichen Abend findet in der benachbarten Sporthalle das traditionelle Frühlingskonzert statt.

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