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Mode im Dunkeln

Eine Show, über die die Stadt spricht, sollte es werden, eine geheimnisvolle Mega-Sause und überhaupt! Ivonne Trenner wird zum Jahresende ihren Modeladen „Harpyie” schließen. Zum Abschied fand am Montagabend im Hotel „Oranienburger Hof” eine Abschiedveranstaltung statt.
Das „kulturelle Ereignis der besonderen Art” war es jedenfalls nicht. Im oberen Raum des Hotels wurde ein Laufsteg aufgebaut, der von rot-weißen Flatterbändern, bekannt von Baustellen, abgegrenzt wurde. Dazu wurden am Ende des Laufstegs auch noch Stühle zur Hilfe genommen, was schon mal super aussah und in uns eine schlimme Vorahnung weckte.
Mit Beginn des Super-Mega-Events wurde das Licht im Raum abgeschaltet und durch ein Flackerlicht ersetzt. Aber da man ja so vielleicht doch noch etwas von den modischen Kreationen hätte sehen können, wurde auch noch Rauch auf den Steg gepustet.
Nacheinander kamen nun die weiblichen und männlichen Models auf die kleine Fläche und liefen hin und her, um uns zu zeigen, was wir nun bei „Harpyie” nicht mehr kaufen können. Beziehungsweise, wenn wir etwas gesehen hätten! Ein paar Informationen über die Klamotten (oder über die Models) wären vielleicht auch nicht schlecht gewesen, das hätte die Sache vielleicht ein bisschen interessanter gemachit. Aber war nicht.
Geschockt wurden die Zuschauer vielleicht nur durch die freien Oberkörper der jungen Männer in der zweiten Hälfte des Acts, ansonsten was das Ganze eher langweilig.
Irgendwann gingen auch die Lichter wieder an, die ersten gingen. Vielleicht gab es ja noch eine zweite Halbzeit, aber da niemand auch nur ein Sterbenswörtchen verloren hat, hielten wir den Event für beendet und gingen.
Um nicht die ganze Veranstaltung schlecht zu reden: Die DJ-Mucke war toll, die hätten wir noch stundenlang hören können. Den Rest konnte man voll vergessen. Und wenn doch noch was Spektakuläres passiert ist, haben wir eben Pech gehabt.

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