(4) -> 22.5.2008
Alt ist er inzwischen geworden. Schaut sich Indiana Jones (Harrison Ford) im Spiegel an, dann sieht er einen alten Mann. Graue Haare, schon ein bisschen gebrechlich.
Es ist das Jahr 1969. Indy wird als Dozent pensioniert. Er ist nun offiziell im Ruhestand. Aber klar, von Ruhe kann gar keine Rede sein.
Gerade wird euphorisch die Mondlandung gefeiert. Dass die US-Regierung dafür offenbar auch ehemalige Nazis involviert hat, beunruhigt Indy. Es ist ja gerade mal 25,30 Jahre her, als er selbst noch gegen die Nazis gekämpft hatte.
Jürgen Voller (Mads Mikkelsen) ist am Mondlandungsprogramm beteiligt. Aber er hat noch ganz andere Pläne. Aber viel spannender: Indiana Jones kennt diesen Mann – aber unter anderem Namen. Indy begibt sich mit seiner Patentochter Helena Shaw (Phoebe Waller-Bridge) auf eine Reise nach einem wichtigen und wertvollen Fundstück.
Und schon ist von Indys Gebrechlichkeit auch nicht mehr viel zu spüren. Na ja, meistens.
„Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist der fünfte Film der Reihe – und auch der letzte. 15 Jahre nach Teil 4 sehen wir Indiana Jones als alten Mann. Harrison Ford soll es wohl ein Anliegen gewesen zu sein, diese Filmreihe zu beenden, wenn er auch im wahren Leben alt geworden ist.
Interessant an diesem Film ist, dass er auf eine etwas seltsame Art und Weise unmodern ist. Nicht nur, weil er ja in einer Zeit spielt, die mehr als 50 Jahre her ist. Moderne Technik gibt es nicht. Stattdessen sehen wir Verfolgungsjagden auf verschiedenste Weise. Gemeinsam mit seiner Patentochter und einem Jugendlichen, der wohl ihr Sohn ist, reisen sie um die Welt, um einen wertvollen Gegenstand zu finden – und sie sind gleichzeitig auf der Flucht vor den Nazis, die das Ding ebenfalls haben wollen.
Das ist unterhaltsam und durchaus auch spannend – wenn eben auch ein bisschen oldschool.
Wirklich erstaunlich ist die lange Anfangssequenz, die 1945 spielt und in der Indy entsprechend jünger ist. Tricktechnisch hat das sehr gut funktioniert. Andere technische Tricks funktionieren später nicht immer ganz so gut.
Klar ist aber, dass dieser Teil 5 ein würdiger Abschluss dieser Filmreihe ist und wirklich Spaß macht.
Indiana Jones und das Rad des Schicksals
USA 2022, Regie: James Mangold
Disney, 154 Minuten, ab 12
7/10
Schreibe einen Kommentar