Schweden (12): Sieben Stunden Ystad

(11) -> 8.7.2018

Zwar wird man von der Fähre aus erstmal durch ein kleines Hafenlabyrinth geleitet, aber das Schöne an diesem Hafen im südschwedischen Ystad ist, dass er quasi mitten in der Stadt liegt. Wer das Hafengelände verlässt und über die Bahn-Fußgängerbrücke läuft, hat es dann nicht mehr weit, bis man ins Ortszentrum der kleinen Stadt gelangt.

Wir hatten gute sieben Stunden in Ystad, und das bei sehr schönem Wetter. Und wie es so typisch ist, haben wir uns natürlich so gut wie nicht vorbereitet. Immerhin aber hatte ich schon mal auf eine Karte geschaut, und so wusste ich, dass die Tourismusinfo unweit vom Hafen ist.
Ystad liegt in der südschwedischen Provinz Skåne län. Knappe 19.000 Menschen leben dort. Deshalb sollte man grundsätzlich auch nicht zu viel erwarten – aber für die sieben Stunden ist es ein echt angenehmer und schöner Aufenthalt.

In der Tourismusinfo haben wir uns erst mal eine Karte geholt – die uns aber irgendwie nur wenig genutzt hat, weil die Straßennamen auf den Schildern leider selten auf der Karte auftauchten.
Wir gönnten uns erst mal ein leckeres Eis, ich stromerte in einen Zeitungskiosk. Immer interessant, was da so rumliegt. Und wenn es um Deutschland geht, steht immer noch Hitler und der Zweite Weltkrieg ganz oben – entsprechende Zeitschriften liegen dort in den Regalen.

Weiter ging es zum Bootshafen mit der Seebrücke. Die Holzbohlen der Seebrücke scheinen alle gesponsert zu sein, denn auf jeder dieser Bohlen steht ein Name. Einer davon: Wallander. Der Krimiheld kommt wohl aus Ystad.
Die Innen- oder Altstadt – beides passt – ist eine ausgedehnte Fußgängerzone mit allerlei Läden. Eisläden, kleine Restaurants, Kioske, Antiquitätenläden, Alkoholläden und Läden mit Süßigkeiten. Und so weiter.
Auf einem Hinterhof fanden wir ein Restaurant – wer rein wollte, musste aber warten, denn nur wenn einer der Kellner das Bändchen wegnahm, durften die Leute rein. War aber lecker!
Auf dem Marktplatz war ein Blumenhändler, Gemüse gab es auch – und vor allem herrschte eine sehr entspannte Atmoshäre. Wir schlenderten ziellos durch die Altstadt, kamen an einem kleinen Teich vorbei – und irgendwann war es Zeit, zurück zum Hafen zu gehen. Dort trafen wir dann diverse Leute, die wir zuvor auch im Hinterhof-Restaurant gesehen habe. Ystad profitiert ganz offenbar vom Hafen.


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