Neulich sprach mich vor dem Oranienburger Bahnhof ein junger Mann an. Während er anfing, überlegte ich, was er denn wohl will. Wenige Tage zuvor, fragte mich jemand, ob ich denn mal 5 Euro für eine Fahrkarte hätte.
Aber der Mann wollte was anderes: „Ich habe keine Maske, und ich muss mit der Bahn weg.“ Ich fragte mich, ob ich denn für ihn eine Maske kaufen könne.
Ich muss sagen: Da war ich durchaus erstaunt, und irgendwie fand ich das auch gut. Und Glück hatte er auch, denn ich wollte sowieso gerade in den Zeitungsladen. Er gab mir etwas mehr als 2 Euro, ich ging in den Laden und kaufte ihm die FFP2-Maske. Sie kostete 2 Euro, es blieb also Geld übrig. Dann kaufte ich mir meine Zeitschrift und ging anschließend wieder vor die Tür, wo der junge Mann auf mich wartete.
Ich drücke ihm die Packung mit der FFP2-Maske in die Hand. Das restliche Geld wollte er gar nicht zurückhaben, aber ich weigerte mich, es zu behalten. „Ich will ja kein Bußgeld in der Bahn zahlen“, sagte er noch bedankte sich.
So einfach kann Hilfe auch sein.
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