Friseur in Zeiten des Coronavirus

Auch der Friseurbesuch verläuft in Zeiten des Coronavirus anders als sonst. Das fängt schon damit an, dass man unter Umständen nicht einfach spontan hingehen kann. Das funktioniert nur, wenn man Glück hat und zufällig gerade niemand im Friseursessel sitzt. Ich hatte neulich bei meinem Oranienburger Stammfriseurgeschäft kein Glück, und so musste ich mir einen Termin holen. Und so hatte ich zwar keinen Kurzhaarschnitt, dafür aber einen Zettel mit Datum und Uhrzeit in der Hand: Eine Woche warten – das ist wirklich eine Premiere.

Zum angegebenen Termin stand ich also wieder im Laden und kam auch tatsächlich sofort dran. Allerdings wurde ich nicht von einer der beiden Herrenfriseurinnen bedient, die waren gar nicht da. Stattdessen schnitt mir eine Dame die Haare, die vermutlich sonst in der Damenabteilung arbeitet und die ich entsprechend gar nicht kannte. Was irgendwie auch seltsam ist, wenn man jahrelang dort hingeht.

Ich bekam auch nicht den üblichen Umhang, sondern eine Folie, die allerdings kleiner ist als der Umhang. Hinten noch ein Handtuch dran, und schon musste ich mich übers Waschbecken beugen – Haarewaschen. Steht sonst auch nie auf dem Programm, ich lasse sonst trocken schneiden.
Dann beginnt das eigentliche Schneiden, und weil die Folie so klein ist, landet ein Teil meiner Haarpracht auf meinen Arm. Ansonsten geht alles fix.
Durch die Wäsche zahle ich 3 Euro mehr als sonst, und vermutlich ist da auch noch ein Coronaaufschlag dabei, der vielerorts bei den Friseuren zu zahlen ist.


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