Neues Becken für den Notfall

Klärwerk bei Starkregen gewappnet

MAZ Oranienburg, 17.7.2007

KREMMEN
Etwa 78000 Euro hat der Kremmener Abwasserzweckverband in ein neues Zwischenspeicherbecken am Klärwerk investiert. Nötig wurde der Notfallspeicher, nachdem mindestens zweimal, im vergangenem Sommer und im Januar dieses Jahres, das Klärwerk nach Starkregen Abwasser in den Ruppiner Kanal geleitet hatte (MAZ berichtete). Der Kreis drängte darauf, die Bypassleitung zum Ruppiner Kanal zu schließen.
„Die Kapazität des Beckens liegt bei 1460 Kubikmetern“, so Helmut Jilg, Vorsitzender des Zweckverbandes. Es diene dazu, bei starken Regenfällen das Wasser zwischenzuspeichern. „Und zwar so lange, bis das Klärwerk das Wasser wieder verarbeiten kann.“
Jilg räumte ein, dass die bisherige Kapazität bei solch ungünstigen Wetterverhältnissen wie im Januar nicht mehr ausreichte. Die Anlage sei für Abwässer von 10100 Einwohnern ausgerichtet worden, nun für 16500. „Der normale Schmutzwasserzufluss ist damit auch noch beherrschbar“, so Helmut Jilg. „Beim Starkregen war dann die Wassermenge aber zu groß.“ Das Becken sei ausschließlich für Regenwasser gedacht. Mit einer mobilen Tauchpumpe wird es entleert, was etwa drei Tage dauern würde.
Die 78000 Euro bezahlte der Zweckverband aus dem Haushalt. „Die Gebührenzahler werden dafür nicht zur Kasse gebeten“, stellte Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse mehrmals klar. Das Geld würde im aktuellen Haushaltsjahr fehlen. Und das bekommen die Amalienfelder zu spüren. Die neue Schmutzwasserentsorgung im Mittelweg musste um ein halbes Jahr aufgeschoben werden.
Am 1. August soll der Baubeginn für die Erweiterung der Kläranlage sein. In anderthalb Jahren werde der Notfallspeicher damit auch nicht mehr nötig sein, so Helmut Jilg. Klaus-Jürgen Sasse: „Dann sind wir aber gerüstet und nicht mehr verwundbar.“


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