Monchi: Jenseits der Brandmauer – Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz

Kehrt in die Provinz zurück! Das ist die Bitte, der Rat, den Monchi an all die Menschen hat, die in jungen Jahren aus ihren Dörfern oder kleinen Städten weggezogen sind. Sorgt dafür, dass wieder Leben zurückkehrt, engagiert euch dort, bringt euch ein, bildet, wenn ihr das wollt und unterstützt, ein Gegengewicht zur drohenden AfD-Übermacht.
Das schreibt er sinngemäß in seinem neuen Buch „Jenseits der Brandmauer – Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz“.
Monchi heißt eigentlich Jan Gorkow, er ist der Frontmann der Band Feine Sahne Fischfilet.

In seinem zweiten Buch erzählt er davon, wie er in Jarmen in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Jarmen ist ein Ort, in dem bei der letzten Bundestagswahl 54 Prozent AfD gewählt haben.
Brandmauer? Monchi erzählt, dass man im Alltag so eine Brandmauer gar nicht ziehen kann. Man lebt miteinander, redet miteinander.
Beim jährlichen Festival zum Beispiel. Da helfen viele Jugendliche mit, die man schon als AfD-Fans erlebt habe. Er will sie aber nicht abweisen. Stattdessen will er sie einbinden, ihnen ein Gefühl geben, wichtig und Teil einer Sache zu sein. Er will ein Miteinander.

Sein Buch ist in einem schönen Plauderton gehalten. Es wirkt, als würde er vor einem stehen und das alles erzählen.
Er berichtet von Erfolgen und Tiefschlägen im Umgang mit Rechtsradikalen. Davon, wie er in all den Jahren auch ein umdenken bei sich erlebt hat, wie man mit der Situation umgehen muss. Dabei ist er sehr ehrlich, manchmal schmerzhaft selbstkritisch, aber es geht ihm eben auch darum, Wege zu finden, im Gespräch zu bleiben.
Wer etwas über den Alltag in den scheinbar abgehängten Gegenden im Nordosten erfahren will, wird in diesem Buch sehr gut bedient.

Monchi: Jenseits der Brandmauer – Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz
Kiepenheuer & Witsch, 234 Seiten
8/10


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Monchi: Jenseits der Brandmauer – Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz“

  1. Daggi

    Monchi ist ein stabiler Typ, nicht so ein verbohrter woker Spinner, wie leider zu viele Linke heutzutage. Buch kommt mal auf die Liste

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