MO 21.09.2026 | 13.45 Uhr | phoenix
Vorsichtig gesagt ist dieser Montag kein guter Tag für Friedrich Merz und die CDU. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie erstmals aus einem Landtag geflogen, mit 4,9 Prozent riss sie die 5-Prozent-Hürde.
Schon am Sonntagabend gab Friedrich Merz ein Statement ab, das im Grunde besagte: Alles schlimm, aber wir machen weiter so.
Am Montagmittag übertrug phoenix die Pressekonferenz der CDU nach dem Wahldebakel von Mecklenburg-Vorpommern (und in Berlin lief es ja auch nicht gerade dufte).
Erneut sprach Merz davon, dass man die angekündigten Reformen durchziehen müsse.
Das scheinen die sogenannten Konsequenzen aus dem Wahldebakel vom Sonntag zu sein, personelle Konsequenzen werden jedenfalls keine gezogen. Und es auch auch nicht mal Tacheles geredet, was man denn nun wirklich für Schlüsse aus den Wahlergebnissen im Osten ziehen könnte. Was man denn falsch macht und gemacht hat. Danach werden die phoenix-Kommentatoren sagen, dass sehr viel Inhaltliches kaum zu hören war.
Apropos hören: Anfangs war gar nichts zu hören. Zumindest in der parallel laufenden Live-Übertragung im ZDF. Merz war tonlos. Bei phoenix hingegen lief der Ton.
Jemand, der in der PK saß, beschwerte sich aber offenbar über den Ton, denn Merz unterbrach seine Rede und meinte, dass man sich kümmern solle.
In dem Moment erblickte Merz auch noch einen Mann, der inmitten der Sitzenden herumstand und einen Teil des Kamerabildes verdeckte, auch bei phoenix. Merz fragte ihn, ob er keinen Platz gefunden habe, und er könne ja auch mal zur Seite gehen.
Diese Szene wird später immer wieder aufgegriffen. Am Abend, beim „radioeins Kommentatoren Talk“ im rbb, machte sich die Gäste darüber lustig, dass ja Merz mal wieder im ton daneben gegriffen habe. Auch bei „TV total“ am Dienstag auf ProSieben beömmelte man sich über die Szene, und vermutlich werden sie auch „extra 3“ und „heute show“ verwursten.
Sollen sie.
Andererseits ist es aber auch ein bisschen albern, alles, was Merz sagt, dermaßen zu sezieren, selbst wenn es nur ein (durchaus berechtigter) Hinweis an einen verpeilten Journalisten ist. Aber in diesen Zeiten greifen das Kommentatoren und Satiriker natürlich gern auf…
Schreibe einen Kommentar