Fußball-WM 2026: Ägypten – Iran

FR 26.06.2026 | 4.40 Uhr (Sa.) | Fußball.TV2

Das war ja mal ein lustiger Zufall. Ausgerechnet Ägypten und der Iran. Zwei Länder, in denen queere Menschen besonders geach…, äh, verachtet werden. Diese beiden Länder trugen in der Nacht zu Sonnabend das Pride-Match der FIFA aus.

Dass ausgerechnet die FIFA ein Pride-Match ansetzt, ist mindestens bemerkenswert. Man hat ja eigentlich eher selten den Eindruck, dass als sich dieser Verein um solche Dinge kümmert.
Im Vorfeld gab es durchaus Stress. Denn weder die Ägypter noch die Iraner haben keinen Bock, LGBT+ zu feiern. Die bekommen schon Pickel, wenn sie eine Regenbogenfahne sehen, und damit sind sie ja längst nicht mehr alleine.
Jeglicher Protest war umsonst, die FIFA bestand auf dieser Aktion, man sei schließlich ein inklusives Turnier.
Und alle haben sich gefragt: Was wird passieren?

Das Spiel lief auf dem Magenta-Kanal Fußball.TV2, und zu Beginn der Übertragung stammelte der Reporter ein paar Erklärungen zu den Hintergründen dieses Pride-Matches ins Mikro. Man befürchtete, dass es zum Spielabbruch kommen könne, wenn im Stadion Regenbogenfahnen auftauchen würden. Andererseits hieß es, die Mannschaften hätten sich einen Spielabbruch ohne Weiteres gar nicht leisten können, weil sie ja auch in die K.O.-Runde kommen wollen.

Wichtig zu wissen: Dass dieses Spiel das Pride-Match ist, stand fest, bevor klar war, wer dieses Spiel bestreiten wird. Entscheidend war der Standort in Seattle an einem Wochenende, wo die Pride eine große Rolle spielte.
Dass es nun aber ausgerechnet Ägypten und Iran traf, ist dann doch schon fast Ironie.

Am Ende war einfach: nichts.
Es heißt, es gab vor dem Stadion ein und zwei Infostände der Stadt Seattle. Im Stadion gab es kaum Fahnen. Seitens der FIFA passierte: gar nichts.
Stattdessen bleiben viele Fragezeichen.
Wozu ruft die FIFA ein Pride-Match aus, wenn die FIFA dann gar keine spezielle Aktion dazu macht? Wozu also die Aufregung und das Beharren der FIFA auf diese Aktion, wenn letztlich nüscht passierte?
So wirkt das Ganze leider einmal mehr als besonders platte PR, und ärgerlich dabei ist, dass viel Ärger auf dem Rücken der queeren Community ausgetragen worden ist.


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