Es war im April 2006 als Andreas Dalibor in Kremmen ein Theater eröffnet hat. Die Kremmener seien skeptisch gewesen, und über den Namen des Theaters waren sie erst mal nicht so begeistert: „Tiefste Provinz“.
Eine Scheune, durch die einst die Kühe gelaufen sind, verwandelte sich in einen Kulturraum, und Andreas Dalibor, der nach der Wende von Berlin nach Beetz gezogen war, kümmerte sich mit viel Herzblut um diesen Ort.
Ich war als Reporter erstmals im Mai 2006 dort. Es fand eine Art Vollplaybacktheater statt, welches ich damals aber relativ öde fand.
Aber schon bald stand dort Cindy aus Marzahn auf der Bühne – zu einer Zeit, wo sie gerade auf dem steilen Weg nach oben war, amüsierte sie die Provinz und war auch schon beeindruckt davon, was das Team dort auf die Beine stellt.
Cindy war es auch, die das Comedyduo Emmi und Willnowsky nach Kremmen brachte – inzwischen ist es eine Tradition, dass sie am Jahresanfang an sechs Abenden in Kremmen ihr neues Programm proben. Immer ausverkauft.
Kleiner Auszug aus der Promiliste: Bell, Book & Candle, Ulla Meinecke, Alf Ator und Knorkator, Ausbilder Schmidt, Thomas Nicolai, Ton Steine Scherben, Purple Schulz, Ingo Oschmann, Sebastian Krumbiegel, Fips Asmussen, Martin Buchholz, Hennes Bender, Michael Fitz und viele mehr.
Neben Andreas Dalibor wird das Theater aber auch von ehrenamtlich Mitarbeitenden getragen. Ohne Ute und Matze würde das Ding vermutlich auch nicht laufen.
Und auch ich selbst darf immer wieder dort aktiv werden. Sei es von 2012 bis 2014 beim Brunchtalk mit Dietmar Ringel oder mit Lesungen. Zweimal im Jahr machen wir ein Kneipenquiz, und bald wollen wir mit dem „Musik-Duell“ etwas ganz Neues versuchen.
Wir können nur hoffen, dass dieses Theater uns noch lange erhalten bleibt – und vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren auch jemanden, der das gern fortführen möchte.
Aber jetzt erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum 20.!
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