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Sommerloch: Tjaja, das Wetter

Donnerstag, den 14. Juli 2011
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MI 13.07.2011 | Wochenspiegel

Willkommen im tiefen, tiefen Sommerloch. Und der “Wochenspiegel” in Oranienburg scheint ganz besonders tief dort reingefallen zu sein.
Im Aufmacher auf Seite 1 wird die spannende Frage gestellt “Wochenend und Sonnenschein?” Der Artikel schwadroniert darüber, dass ja jetzt Hochsommer sei, und es bald warm werde. Vielleicht aber auch nicht. Man weiß das ja nicht so genau. Und schlechtes Wetter gibt’s ja sowieso nicht, nur unpassende Kleidung.

Offenbar gibt es sonst nichts aus Oberhavel zu berichten, als irgendwelchen Laienkram über das Wetter, das sich ändert oder nicht. Das ist schon ein bisschen peinlich.

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Wahlwerbung: SPD-Spam

Donnerstag, den 24. September 2009
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MI 23.09.2009 | Wochenspiegel

Am Sonntag sind Wahlen. Wem das noch nicht aufgefallen sein sollte, muss wohl blind durch die Gegend laufen. Und auch Leser der Anzeigenzeitung “Wochenspiegel” sind nun im Bilde, dass sie im Idealfall am 27. September einen wichtigen Termin haben. Ein Kreuzchen bei der SPD zu setzen.
Die SPD ist nämlich die einzige Partei, die im aktuellen Wochenspiegel (Oranienburger Ausgabe) für sich wirbt. Dafür kann zwar die Anzeigenabteilung des Wochenspiegels nichts, es fällt aber trotzdem auf. Im Internet würde man das als Spam bezeichnen.

Die Großanzeige, die als halber Umschlag den Titel sowie den kompletten Rücktitel ziert, kann auch keinem Leser entgehen. Die SPD und Ministerpräsident Matthias Platzeck werben dort um jede Stimme. Doch damit hatte die SPD nicht genug: Auf Seite 3 folgt die nächste drittelseitige sowie eine kleine Anzeige, gefolgt von zwei weiteren auf Seite 8. Nicht zu vergessen der SPD-Beileger.
Das ist ganz schön viel SPD – und ganz schön wenig Restparteien. Bei den Sozialdemokraten weiß man offenbar, wie man eine Zeitung mal so richtig vollspamt. Ich finde es aufdringlich.

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ZAPPER VOR ORT: MAZ-Druckhaus

Mittwoch, den 17. Januar 2007
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DI 16.01.2007, Potsdam, MAZ-Gelände

Maschinen Stopp! Irgendwie sah die FAZ ein wenig anders aus als sonst. Auf der Titelseite der Zeitung von morgen prangte auf der linken Seite ein langer gelber Streifen. Der gehört da nun wirklich nicht hin. Und deshalb wurden die Druckmaschinen nochmal gestoppt. Alles überprüft. Und ein paar Minuten später konnte es weitergehen – in normaler Druckfarbe auf der FAZ-Titelseite. So kann das Blatt in Deutschlands Nordosten morgen ganz normal erscheinen…
Besuch im Druckhaus der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft in Potsdam. Hier wird jeden Abend die MAZ und die FAZ (Teilauflage) gedruckt. Außerdem übergangsweise auch die Leipziger Bild-Ausgabe, jede Woche der Wochenspiegel und die FAS.
Wahnsinn: Auf ewig langen Bahnen ratten die Zeitungen über die Köpfe der Besucher hinweg. In einem imensen Tempo werden die Seiten von einer Druckplatte aufs Papier gebracht. Die Papierrollen sind in ihrem Urzustand sehr beeindruckend. Eine Bahn ist 18 bis 20 Kilometer lang. Daraus kann durchaus die eine oder andere Zeitung entstehen.
Eine Führung durchs Druckhaus kann jeder machen, der sich hierfür interessiert, einfach bei der MAZ in Potsdam nachfragen.