ORA aktuell

Lkw-Fahrer muss nach tödlichem Radler-Unfall ins Gefängnis

Donnerstag, den 24. September 2020
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Ein Jahr und sechs Monate Gefängnis und weitere drei Jahre Fahrverbot. So lautet das Urteil vor dem Oranienurger Schöffengericht für einen 33-Jährigen aus Polen. Er hat im April 2018 beim Abbiegen in die André-Pican-Straße eine Radfahrerin übersehen und bis zur Bahnbrücke mitgeschleift – die Frau war sofort tot.

Der Angeklagte hatte die Tat gestanden und sich für schuldig erklärt. Nach Angaben der Polizei hatte er zwar keinen Alkohol getrunken, er stand aber unter Drogen. Zudem sagte ein Polizist aus, dass er den Lkw erst stoppen musste, sonst wäre er wohl weitergefahren.
Nach der Urteilsverkündung brach der Mann zusammen und flehte um Gnade. Sein Anwalt geht gegen die Gefäängnisstrafe in Berufung.

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Besuch? Ist nicht vorgesehen!

Donnerstag, den 24. September 2020
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Kleiner Tipp für Besucher des Sommerfelder Wohnparks: Komme mit dem Bus. Oder mit dem Rad. Oder mit dem Flugzeug. Komme aber keineswegs mit dem Auto. Besucher, die mit dem Auto kommen, sind im Sommerfelder Wohnpark schlicht nicht vorgesehen.
Schon an der Einfahrt in diesen Bereich warnt ein Schild, dass man doch bitte nicht auf Grünflächen parken solle. Und auch nicht hier und bloß nicht dort. Man könnte auch zusammenfassend sagen: Parkt am besten gar nicht.

Ich hatte in dieser Woche einen Termin in der Lindenallee, und ich hatte mein Auto – mangels Parkfläche – auf dem Gehweg abstellt. Natürlich mit schlechtem Gewissen (ein bisschen). Sogleich wurde ich darauf hingewiesen, dass bestimmt gleich das Ordnungsamt komme und mein Auto mit einem Knöllchen versehen werde.
Ich durfte dann in die Einfahrt und mein Auto dort parken.

Ich weiß, Wohnraum ist teuer, aber muss man wirklich alles so eng planen, dass Besucher außen vor bleiben? Dass Straßen so schmal sind, dass man nirgendwo eine Chance hat, zu parken? Oder wenigstens am Rand des Parks für entsprechende Flächen zu sorgen?

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ORA aktuell

Motorradfahrer stirbt im Oranienburger Gewerbegebiet Süd

Donnerstag, den 24. September 2020
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Schwerer Unfall im Oranienburger Gewerbepark Süd. An der Kreuzung Flugpionierstraße/Rewestraße stießen am Mittwochnachmittag ein Lkw und ein Motorrad zusammen. Der 36-jährige Motorradfahrer kam dabei ums Leben.

Wie die Polizei berichtet, wollte der Lkw von der Birkenallee kommend links in die Rewestraße und hat dabei nach ersten Erkenntnissen die Vorfahrt des Motorrades genommen. Das Zweirad prallte gegen die vordere linke Seite des Lkw.

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ORA aktuell

„Kidical Mass“ in der Oranienburger Innenstadt

Montag, den 21. September 2020
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Für die Demonstration „Kidical Mass“ ist am Sonntagvormittag die Bernauer Straße in Oranienburg gesperrt worden.
Es handelte sich um eine europaweite Aktion. Initiator in Oranienburg war Thomas Hebestreit (Grüne). Für 90 Minuten gehörte die B273 in der Innenstadt den Demonstranten, unter ihnen viele Kinder, die die Straße in Beschlag nehmen konnten.

Es gehe darum, dem Autoverkehr Platz wegnehmen, so Thomas Hebestreit. Nötig seien vor allem mehr sichere Kita- und Schulwege.
Zur “Kidical Mass” kamen jedoch nur etwa 70 Menschen.

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Sackgasse zur Elbe

Mittwoch, den 2. September 2020
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Auf dem Weg von Stendal nach Hause wollte ich einen Zwischenstopp einlegen: in Havelberg, der Stadt, in der ich 1998 bei der Bundeswehr war.
Google schlug mir dorthin mehrere Routen vor. Eine führte per Fähre über die Elbe, und so etwas ist ja eigentlich immer ganz spannend. Auf Routenplaner kann man sich verlassen, so dachte ich bislang immer.

Es ging aus Stendal raus nach Arneburg, durch ein ziemlich imposantes Gewerbegebiet – zumindest für sachsen-anhaltinische Verhältnisse im Niemandsland. Ansonsten ging es durch kleine Dörfer, und ich hatte das Gefühl, dass mir fast die komplette Fahrt nicht ein einziges Auto entgegengekommen ist. Und wenn ich rückblickend drüber nachdenke, waren es innerhalb eine guten Stunde tatsächlich nicht mehr als zwei oder drei.
Nach dem Gewerbegebiet wurde es dann so richtig einsam, und Google lenkte mich dann auf einen schmalen, aber immerhin asphaltierten Weg durchs Nichts. Dass sich dort ein Sackgassenschild befand, machte ich allerdings stutzig. Aber wenn Google sagt, dass es da durch geht, hat Google recht.
Ich passierte ein Minidorf, und weiter durchs Feld. Laut Google führte die Straße wieder zu einer größeren Straße, und tatsächlich war das Sackgassenschild am Anfang des Weges eine Lüge. Vermutlich aufgestellt, weil immer wieder Leute wie ich auf Google hören.

Ich fahre durch Büttershof, einem kleinen Gehöft mit einem schönen Lastgasthof. Ich halte kurz an und genieße die Ruhe auf dem Hof, aber immerhin kommen dann tatsächlich noch drei Radler.
Von hier aus ist es nicht mehr weit zur Fähre Sandau. Ich erahne schon die Elbe, ich fahre über den Deich, es geht weiter runter zum Wasser – aber es gibt keine Fähre. Auf einem kleinen Schild steht, dass sie wegen Bauarbeiten außer Betrieb sei. Ich stehe zwar keine Bauarbeiten, aber dass sie außer Betrieb ist, sieht man durchaus. Keine Fähre da.
Google hat mich in die Irre geführt. Zwar ist dort vermerkt, dass die Fähre gesperrt ist, der Routenplaner scheint diese Sperrung jedoch nicht zu erkennen.
Google war jedoch uneinsichtig. Nach dem Umdrehen wollte mich der Routenplaner immer wieder zur Fähre Sandau führen. Umdrehen! Ich schaute stattdessen, welchen Weg ich nun nehmen könnte. Etwas nördlich davon gab es noch die Fähre Werben, und irgendwann erkannte auch Google, dass man ja auch dortlang fahren kann.
Und so erreichte ich die Hansestadt Werben an der Elbe.

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Das Mahnmal am Rande der Raststätten-Müllkippe

Dienstag, den 18. August 2020
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Entlang der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt gibt es diverse Parkplätze. Viel mehr als Parken kann man da nicht, weil es meist nicht mal Toiletten gibt.
Auch auf dem Parkplatz Bornbruch-West bei Mörfelden in Hessen kann man zwar parken, es gibt es Pavillons mit Bänken, wo man vielleicht seinen eigenen Proviant verspachteln kann. Aber ebenfalls keine Toiletten.

Das Interessanteste auf dem Parkplatz ist ein Schild, das auf eine Art Gedenkstätte in 70 Metern Entfernung hinweist. Das hat mich interessiert, und deshalb machte ich mich auch auf den Weg.
Diese Gedenkstätte scheint keine hohe Priorität zu haben. Der Weg dorthin ist nicht befestigt, fast schon schlammig. Links liegen zwischen zwei Büschen großflächig benutzte Papiertaschentücher. Leute, die sich dort erleichtert haben, Groß und Klein und vielleicht auch anderweitig Druck abgelassen haben.
Es ist ein ziemlich ekliger Ort, und daran läuft man vorbei, wenn man zu dieser Gedenkstätte läuft.

Die Gedenkstätte erinnert an Bernd Rosemeyer. Der Rennfahrer erreichte 1937 auf einer öffentlichen Straße erstmals Tempo 400. Am 28. Januar 1938 fand auf der heutigen A5 wieder so ein Test statt, es herrschten Windböen. Rosemeyer wurde von so eine Böe erfasst, das Auto geriet ins Schleudern, Rosemeyer wurde in den Wald geschleudert und war sofort tot. Er wurde nur 28.
Zu seiner Geschichte gehört aber auch, dass er als “Popstar der Nazi-Zeit” gilt, dass er ohne Zwang der SS beigetreten war.
Insofern passt dieses sehr stille Gedenken vor Ort dann doch ein wenig. Wobei es so still dort nicht ist, denn der Verkehr auf der A5 – nur wenige Meter . ist sehr laut.

An der Dreckecke vorbei – wobei sich der Dreck den ganze Parkplatz langzieht – ging es wieder zum eigentlichen Parkplatz, auf dem sich auffällig viele einzelne Herren aufhielten. Jeder schien jeden zu beobachten, und wonach sie suchten, schien schnell klar zu sein. Als ich vom Gedenkort zurückkam, saß ein älterer Herr auf einem Tisch und strich über seinen Schritt. Ich beachtete ihn nicht und ging zum Auto zurück.

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Happy Schulananfang, wünscht dir deine künftige Lieblingspartei!

Dienstag, den 11. August 2020
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In Brandenburg hat gerade wieder die Schule begonnen. Für einige politische Parteien ist das eine gute Gelegenheit, mal wieder im Straßenbild aufzutauchen. Immerhin sind die nächsten Wahlen erst wieder 2021, und so kann man sich und sein Logo endlich mal auf Plakaten an den Laternen zeigen.

Das kann man derzeit auch in Oranienburg beobachten. Wie in den vergangenen Jahren auch hat die CDU ein paar seiner Plakate aufgehangen. “Achtung Schulanfänger” (und was ist mit den Mädchen?) steht darauf, und ganz unten: CDU Oranienburg. Außerdem ein aufgemaltes Tempo-30-Schild.
Es ist ja sehr ehrenwert, dass man die Autofahrer daran erinnern will, doch bitte langsam zu fahren, weil die Kinder dort herumlaufen. Aber würden die Plakate auch hängen, wenn man den Partei-Schriftzug hätte weglassen müssen?
Lustig ist, dass eines der Schilder in Oranienburg in der Kölner Straße hängt – direkt vor Beginn einer Spielstraße, wo man nun wirklich nicht 30 km/h fahren sollte. Zumal die Kölner Straße so mies ist – Kopfsteinpflaster -, dass eh keiner Tempo 30 fährt, der seine Stoßdämpfer mag.

Auch die SPD ist mit entsprechenden Plakaten in der Stadt vertreten. Andere Parteien habe ich nicht gesehen.
Dass es Wahlwerbung gibt, obwohl gar keine Wahl stattfindet, verwundert im ersten Augenblick, aber laut CDU gibt es eine Sondernutzungserlaubnis. Na, Gott sei Dank. Was wohl passiert, wenn auch die AfD oder ganz andere Parteien ähnliche Grußbotschaften aufhängt?

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