ORA aktuell

Coronavirus: Absagen in Kultur und Sport, anderer Buseinstieg

Samstag, den 14. März 2020
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Die Sicherheitsmaßnahmen wegen des grassierenden Coronavirus greifen jetzt auch für städtische Veranstaltungen in Oranienburg. Die Stadtverwaltung hat am Freitag beschlossen, dass ab Montag alle Veranstaltungen in den Einrichtungen der Stadt ausfallen. Betroffen sind die Bibliothek, der Eltern-Kind-Treff, das Regine-Hildebrandt-Haus, das Bürgerzentrum, die Jugendclubs und Sporthallen. Die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO) hat ihre Veranstaltungen in Orangerie und Schlosspark bis Ende April abgesagt.
Allerdings sind die Einrichtungen – u.a. die Tourismus-Info, der Schlosspark – grundsätzlich erst mal weiter geöffnet.

Der Oranienburger Handballclub stellt mit sofortiger Wirkung den kompletten Trainings- und Wettkampfbetrieb ein. Diese Regelung gilt bis einschließlich 13. April. Das teilte Präsident Thomas Stahlberg am Freitag mit. Der kommende Spieltag in der 3. Liga sei ausgesetzt. Der DHB will beraten, wie es danach weitergehe.

In den Bussen der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) ist seit Freitag der Einstieg über die Vordertüren nicht mehr möglich. Damit können beim Fahrer auch keine Tickets mehr gekauft werden. Damit soll das Fahrpersonal vor Ansteckung geschützt werden. Die Fahrscheinpflicht gilt weiter, wer jedoch keinen Fahrschein lösen könne, wird gebeten, den Fahrpreis an ein soziales Projekt zu spenden.

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RTelenovela

Wildwechsel – Einmal über die Gräben

Freitag, den 13. März 2020
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Wenn man in der einsetzenden Dunkelheit auf den Straßen unterwegs ist, achtet man in den Waldgebieten ja besonders auf einen möglichen Wildwechsel. Der Blick ist dann nicht nur auf die Straße gerichtet, sondern auch auf die Seitenbereiche.
Und wer die Strecke zwischen Sommerfeld und Sachsenhausen kennt, weiß, dass man dort abends und nachts sehr oft wilde Tiere am Straßenrand sieht. Da wird man am Ende einer Kurve schon mal von einer tierischen Versammlung überrascht.

Bisher dachte ich immer, es ist gut, wenn an beiden Straßenseiten jeweils tiefe Gräben entlanglaufen. So ist es zum Beispiel im Wald bei Teerofen. Aber: falsch gedacht.
Neulich bremste das Auto in diesem Waldgebiet direkt vor mir scharf ab. Erst wusste ich nicht, was los ist. Aber dann sah ich, wie eine ganze Kolonne von Rehen erst über den Graben sprang und dann über die Straße spurtete, um auf der anderen Seite über den nächsten Graben zu springen.
Heißt: Eigentlich sind die Gräben noch gefährlicher dafür den Verkehr, denn die Rehe hatten ein ordentliches Tempo drauf, als sie die Landstraße überquerten.
Also: Augen auf!

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RTelenovela

Was A nicht hat, darf B erst recht nicht bekommen

Montag, den 3. Februar 2020
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Eines sollte man in der Politik niemals machen: Leute gegeneinander ausspielen. Deshalb war die Entscheidung im Kremmener Bauausschuss, die Abstimmung über die neue Tempo-30-Zone zu verschieben, mindestens irritierend.

Hintergrund: In Kremmen soll ein neues Verkehrskonzept für die Altstadt und das Scheunenviertel erstellt werden. Da geht es ums Parken, Tempo 30, Einbahnstraßen und so weiter. Das Konzept lässt jedoch aus verschiedenen Gründen auf sich warten.
Nun sollte es darum, in fünf Straßen – die jedoch nicht im Gebiet des Verkehrskonzeptes sind – eine Tempo-30-Zone einzurichten. Doch die Mitglieder des Bauausschusses vertagten die Entscheidung. Man wolle erst aufs Verkehrskonzept warten, und es könne ja nicht sein, dass es da so lange dauere, bei der jetzigen Entscheidung aber so schnell gehe.
Das Problem war nicht, dass man die Tempo-30-Zone nicht wollte. Das Problem war, dass es anderswo dauert, bis ein Verkehrskonzept vorliegt. Heißt: Nur weil Personengruppe A etwas noch nicht bekommen hat, darf es auch Personengruppe B noch nicht bekommen.

Kann so etwas eine Entscheidungsgrundlage sein? Die Begründung, aus diesem Grund noch nicht über die neue Verkehrsregelung zu entscheiden, hatte deshalb einen merkwürdigen Beigeschmack. Schlicht, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hatte. Dass die Stadtverordneten nun doch mehrheitlich für die Einführung der Tempo-30-Zone stimmten, ist vernünftig

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Die Verkehrslage

Sonntag, den 2. Februar 2020
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FR 31.01.2020 | 23.08 Uhr | Deutschlandfunk

Die Straßensperrung auf der A100 in Berlin war das Letzte. Oder eher: die Letzte. Nämlich die allerletzte Verkehrsmeldung, die im Deutschlandfunk über den Sender ging. Das Radioprogramm hat am Freitagabend letztmals über “Die Verkehrslage” berichtet.

Eigentlich ist das deutsche Radionormalität. Nach den Nachrichten und dem Wetter folgen die Verkehrsinformationen. Beim Deutschlandfunk aber war das alles schwieriger, denn wenn man gerade auf dem Berliner Ring unterwegs ist, dann interessiert man sich herzlich wenig für einen Stau bei Hockenheim-Schwetzingen oder Erlangen-Frauenaurach.
Ein deutschlandweites Programm musste dann aber natürlich auch deutschlandweite Verkehrsmeldungen senden. Und wenn es mal besonders viele Staus gab, eben nur die Staus ab fünf Kilometer – sonst hätte der Verkehrsservice in Stoßzeiten schon mal zehn Minuten gedauert.

Am Freitag war also Schluss – weil es auf dem riesigen Gebiet keinen Sinn mehr hat und weil die Autos ja meist inzwischen selbst mit Navigationsgeräten ausgestattet sind, die selbst wissen, ob sich ein Stau oder eine Sperrung befindet und ob und wie man den umfahren muss.
Ein Hoch auf die moderne Technik!

-> Special des Deutschlandfunks: “Das war der Stau” – Best of der Verkehrsmeldungen in der Dlf-Audiothek

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ORA aktuell

B273 in Oranienburg: Tempo 30 auf Lehnitzschleuse-Brücke

Mittwoch, den 29. Januar 2020
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Auf der B273 gilt in Höhe der Lehnitzschleuse-Brücke seit der vergangenen Woche Tempo 30. Grund: Brückenschäden. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, gibt es an der östlichen Widerlagerwand einen Horizontalriss mit teilweise massiven schollenartigen Ausbrüchen im Mauerwerk. Es gebe deshalb leichte Verschiebungen der Auflagerbank.

Zum Schutz des Bauwerkes ist das Tempo 30 auf der Brücke angeordnet worden. Einen Termin für die Instandsetzung der Brücke gibt es nicht.

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Wenn sich Falschparker über Falschparker aufregen

Sonntag, den 12. Januar 2020
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​An der Oranienburger Willy-Brandt-Straße stritten sich am Sonnabend eine Passantin und zwei Taxifahrer. Streitpunkt: Ein parkendes „Fremdauto“ im Bereich der dortigen provisorischen Taxistellplätze. Es steckte sogar schon ein Knöllchen am Falschparker-Auto. 
Die Taxifahrer waren pikiert, dass die Passantin – ob auch sie in dem Bereich verbotenerweise geparkt hat, war nicht zu sehen – das alles nicht so eng sah. Es gab einen Disput.

Ich gebe zu, dass ich mich auch oft über die Autos aufrege, die an der Oranienburger Schulstraße auf dem Gehweg parken. Aber ich habe es aufgegeben, die Leute dezent auf ihren Fehler hinzuweisen.

Und den Taxifahrern kann man nur zurufen: Packt euch an die eigene Nase. Am Abend stehen die Taxis nämlich nicht auf ihren Stellplätzen, sondern weiter vorne auf dem Radweg, näher am Bahnhof dran. Vermutlich, damit die Kunden nicht so weit laufen müssen oder damit sie nicht denken, es gebe gar keine Taxis in Oranienburg. Und angeblich sei das geduldet, sagte einer der Taxler zu mir. Von wem auch immer. Vielleicht geigt ihnen ja auch mal ein Radler seine Meinung. Aber das ist ja dann sicherlich was ganz anderes.

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In Travemünde: Auf in die 20er-Jahre!

Samstag, den 4. Januar 2020
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Bis 1989 war der äußerste Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns Niemandsland. So dicht an der damaligen deutsch-deutschen Grenze kann da nicht mehr viel passiert sein.
Und auch heute noch machen die Dörfer in der Gegend einen verlassenen Eindruck. Wenige Häuser, verfallene Scheunen, schmale Straßen, und alles ist ziemlich düster.

Unser Ziel: Priwall. Der Ort gehört zu Travemünde, was wiederum zu Lübeck gehört, also zu Schleswig-Holstein. Die Straße führt über Felder, macht dann einen scharfen Linksknick und führt über die ehemalige Grenze. Dass man Mecklenburg verlassen und Schleswig-Holstein erreicht hat, merkt man schon daran, dass plötzlich alles heller, dicht bewohnt und alles andere als verlassen ist.
Priwall war bis 1989 eine Insel, die nur über die Priwallfähre von Travemünde aus erreichbar war. Und noch heute ist es von dort aus der einzige Weg dorthin. Ansonsten ist der Umweg über das Land riesig und führt durch die Mecklenburger Einöde.

Silvester parkten wir unser Auto in Priwall, um mit der Fähre rüber nach Travemünde zu fahren. Die Fähre fährt regelmäßig, auch in der Nacht. Die Fährfahrt dauert nicht lange.
Man erreicht gleich die Altstadt von Travemünde. Ganz fix ist man in einer ganz anderen Welt. Wunderschöne alte Häuser und der Hafen.

Wir wollten zur Promenade, wo sich die Menschen zum Jahreswechsel treffen. Immer am Wasser entlang beobachtete wir die ersten Feuerwerke, die die Leute dort zündeten.
Die Promenade selbst füllte sich in der Stunde vor Mitternacht schnell. Erfreulicherweise böllerte niemand auf der Promenade selbst, sondern nur auf dem breiten Strand daneben. Man konnte also sehr schön den Leuten beim Knallen zusehen.
Von hinten war die Partymucke zu hören, die aus dem Festzelt kam. Es schien, als ob um 23.59 Uhr dort nicht mal jemand einen Countdown zählte. Das übernahmen wir dann selbst.

0 Uhr. 2020. Das neue Jahrzehnt. Die 20er-Jahre.
Es ist recht angenehm, den Jahreswechsel auf der Travemünder Promenade zu verbringen, denn man kann relativ ungestört den vielen Feuerwerken zusehen, ohne selbst beschossen zu werden.
Um etwa 0.30 Uhr begann auf der Mole dann noch ein sehr schönes “offizielles” Feuerwerk.

Bei der Rückfahrt auf der Priwallfährt gab es dann für die Passagiere noch eine ganz besondere Neujahrsüberraschung. Auf der Trave drehte sich die Fähre einmal im Kreis herum. Einfach so. Mit Getute und Applaus der Leute auf dem Schiff.

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