RTelenovela

Fast vom Bus überrollt

Dienstag, den 21. August 2018
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Ich muss mich entschuldigen! Ich habe einen schweren Fehler begangen.
Es passierte an der Autobahnauffahrt Mühlenbeck. Ich fuhr auf die A10 in Richtung Pankow. Ich gab Gas und zog von der Beschleunigungsspur links rüber.
Von hinten sah ich, dass sich ein Bus näherte. Er war noch ziemlich weit weg, und dennoch: Er gab Lichthupe. Und noch mal. Und noch mal. Tatsächlich näherte er sich rasant, und kurz dachte ich, ich hätte vielleicht doch lieber warten sollen, wenn ich denn schon einen Bus in Gefahr bringe.

Dann fiel mir aber auf. Ich hatte schon so beschleunigt, dass ich etwas mehr als 60 gefahren bin. Und der Bus näherte sich weiter und klemmte plötzlich an meiner Stoßstange. Allerdings: Erlaubt ist dort Tempo 60. Klar war: Der Bus war sehr viel schneller unterwegs. Der Fahrer dieses Fernbusses machte noch ein Handzeichen, ich war mir nun aber sicher, alles richtig gemacht zu haben.
Der Bus war der Raser. Bis was passiert.

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Die Umleitung sperren? Ach, warum eigentlich nicht?

Freitag, den 17. August 2018
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Wieder mal ein Fall von: Geht’s noch?! Da wird am Dienstag fix mal die Willy-Brandt-Straße in Oranienburg dicht gemacht. Nicht irgendeine Straße, sondern eine wichtige Umleitungsstrecke wegen des Fahrradhausbaus am Bahnhof.

Ein Sackgassenschild in Höhe der Lindenstraße reicht angeblich aus, um diese Baustelle zu kennzeichnen. Das stand Dienstag aber auch erst später, als die Lehnitzstraße schon im Chaos versank, weil zig Autos dort umdrehen mussten. Ansonsten wird komplett auf Umleitungsschilder verzichtet.
Wer aus der Bernauer Straße in die Lehnitzstraße einbiegt, erfährt nicht, dass er von dort aus gar nicht zum Bahnhof kommt und stattdessen eine Rundreise über Byk-, Pican- und Bernauer Straße machen darf. Ebenso aus Richtung Süd. Wenn so etwas erstaunlicherweise schon erlaubt wird, wieso ist es dann in der Zeit nicht möglich, die Einbahnstraßenregelung an der Baustelle Stralsunder Straße umzudrehen? Das hätte die Situation entschärft. Aber genau genommen, hätte diese Sperrung gar nicht genehmigt werden dürfen.

Und wenn schon: Warum wird vorher nicht informiert? Vergessen? Sonst wird durch die Stadtverwaltung über jede Parkplatztasche informiert, wenn da mal nach Bomben gesucht wird. Aber über so eine Sperrung nicht. Auf Facebook hieß es, man könne ja mal auf der Baustellenseite der Stadt nachsehen, da stünde es doch. Angeblich seit einer Woche, aber da sagt offenbar auch jeder was anderes. Und man informiere ja nun mal nicht über alle Sperrungen auf Facebook. Ahja.

Als Bürger fasst man sich nur noch an den Kopf und fragt sich, ob da eigentlich wirkliche alle Personen an den richtigen Hebeln sitzen.

ORA aktuell

Ohne Ankündigung: Oranienburger Willy-Brandt-Straße dicht

Mittwoch, den 15. August 2018
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Plötzlich war die Straße gesperrt. Die Willy-Brandt-Straße in Oranienburg, die derzeit als Umleitung für die Stralsunder Straße dienst, ist dicht.
Hintergrund ist die Einrichtung einer Baustellenzufahrt für das Speichergelände an der Lehnitzstraße. Die ist in diesem Bereich halbseitig gesperrt.

Die Sperrung der Willy-Brandt-Straße sorgt bei Autofahrern für Unmut. Eine entsprechende Beschilderung fehlt, Autofahrer fuhren am Dienstag in die Sackgasse und mussten wenden. Das sorgte zeitweise für chaotische Vergältnisse. Wer von der Lehnitzstraße zum Bahnhof will, muss riesige Umwege über Bykstraße, André-Pican-Straße und Bernauer Straße nehmen. Bis Donnerstag soll die Willy-Brandt-Straße gesperrt bleiben.

Wieso eine wichtige Umleitungsstrecke plötzlich gesperrt werden darf, ist unklar. In der Oranienburger Stadtverwaltung teilte man nur mit, dass man für diese Baustelle nicht zuständig sei. Scheinbar hat es keinerlei Absprachen oder Planungen gegeben. Auch eine Umkehrung der Einbahnstraße im Baustellenbereich an der Stralsunder Straße hat man offenbar nicht in Erwägung gezogen.

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Leute, konzentriert euch!

Montag, den 13. August 2018
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Auf meinem Weg von Oranienburg nach Staffelde musste ich am Vormittag gleich dreimal die Luft anhalten. Dreimal gab es kritische Momente, und dreimal waren die Beteiligten schlicht unkonzentriert.

Nummer 1: Im Rückspiegel sah ich ein Auto aus der Oranienburger Lehnitzstraße rechts in die Saarlandstraße abbiegen. Dabei übersah er den Radfahrer hinter sich, der einen Zusammenstoß aber verhindern konnte. Das Auto hätte warten müssen.

Nummer 2: Am Kreisel in Oranienburg-Süd bog ein Auto von der Geradeaus-Spur rechts in die Saarlandstraße ein. Vermutlich wegen Faulheit, den rechten, richtigen Fahrstreifen zu benutzen, für den er hätte mehr einlenken müssen. Ein Fußgänger konnte gerade noch stoppen.

Nummer 3: Im Kreisverkehr an der Autobahnausfahrt Kremmen bei Staffelde fuhr ein Wagen seelenruhig in den Kreisel, obwohl von links ein anderes Auto kam. Gepennt? Zum Glück ist auch da wohl nichts passiert.

Leute, konzentriert euch!

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Rügen 2018 (15): Moritzburg – geschlossen!

Dienstag, den 7. August 2018
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(14) -> 4.8.2018

Ob sich das lohnt, weiß ich nicht. Aber nach wie vor fährt vom Bollwerk in Baabe aus eine kleine Ruderbootfähre über die Having nach Moritzdorf. Wobei es dort nicht nur das Ruderboot gibt, sondern zwischenzeitlich auch ein kleines Mototboot. Vermutlich davon abhängig, wer der Fährmann ist oder wie das Wetter ist. Und bei weit mehr als 30 Grad ist Rudern für den älteren Herrn vermutlich ein bisschen zu anstrengend.
So schippert er uns, mich und ein Paar mit Fahrrädern mit dem Motorboot rüber nach Moritzdorf.

Ich finde nach wir vor, dass Moritzdorf ein verzauberter Ort ist. Eine Straße mit alten Häusern. Kein Verkehrslärm, die pure Stille. Nur vom Hafen in Baabe kommen ein paar unaufdringliche Geräusche rüber, aber auch das nur selten.
Mein Ziel: die Moritzburg. Ich will mal wieder hochkraxeln und dort zur fantastischen Aussicht was essen und trinken.

Ich laufe durch den Ort. Ganz am Ende beginnt der Aufstieg zur Moritzburg. Aber ich komme gar nicht mehr dazu, die Treppen zu besteigen, denn unten steht ein Schild: “Moritzburg geschlossen”. Ohne weiteren Kommentar.
Ich bin enttäuscht und versuche, was auf dem Smartphone rauszufinden. Aber Infos gibt es nicht. Auf der Facebook-Seite ist der letzte Eintrag vom Herbst 2017. Man hat es nicht nötig, über die Schließung – oder die Nichtöffnung – zu informieren.

Ich laufe also zur Fähre zurück. Ich hätte noch im Hotel Moritzdorf essen können, aber auf die pralle Sonne auf der Terrasse habe ich dankend verzichtet.
Auf der Fähre zurück nach Baabe frage ich den Fährmann, was denn mit der Moritzburg los sei. Aber der brubbelt nur, ob ich denn Koch sei. Auf meine Frage, ob es am fehlenden Koch liege, brubbelt er wieder irgendwas. Reizthema?
Ich gehe stattdessen in einem Fischerlokal in Baabe essen – ein Bauernfrühstück.

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Rügen 2018 (12): Auf der MS Binz von Binz nach Binz II – Einmal rund um Rügen

Donnerstag, den 2. August 2018
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(11) -> 1.8.2018
I -> 7.4.2016

Um 8.30 Uhr legt die MS Binz an der Seebrücke in Binz ab, um 17.30 Uhr soll sie wieder dort anlegen. In diesen neun Stunden umrundet das Schiff einmal die komplette Insel Rügen. Immer nur am Montag wird diese Tour angeboten.
Eigentlich war die spannendste Frage, ob eine so lange Fahrt eher langweilig wird oder ob die Zeit wie im Fluge vergehen wird.

Zunächst legte das Schiff aber noch mal in Sellin und Göhren an, um weitere Passagiere aufzunehmen. Am Ende waren es wohl 130 Menschen, die diese Mammuttour mitmachten.
Erstaunlicherweise spielte das Wetter erst gar nicht so richtig mit. Es war wolkig, zwischendurch gab es Regen. Aber ich hatte mir für den ersten Teil der Tour eh erst mal einen Innenplatz gesucht. Frühstücken und Ostsee-Zeitung lesen.

Wir ließen Lobbe und Thiessow an uns vorbeiziehen und erreichten den Greifswalder Bodden. Wir fuhren an Schiffen vorbei, auf denen gebaggert wurde – für die Gasleitung Nordstream 2. Hin und wieder zogen auch andere Frachtschiffe an uns vorbei, vermutlich auf dem Weg nach Mukran.

Spannend wurde es, als wir den Strelasund erreichten. Wir kreuzten die Strecke der Rügenfähre, die immer zwischen Stahlbrode und Glewitz unterwegs ist. Gerade lief ein Schiff in Glewitz ein.
In der Ferne tauchte dann die große Rügenbrücke auf. Wir mussten zu einer bestimmten Zeit in Stralsund ankommen. Denn um 12.20 Uhr wird die Ziegelgrabenbrücke geöffnet – denn der alte Rügendamm mit der Zugbrücke ist ja auch noch da. Neben der neuen Brücke sieht die aber sehr mickrig aus. Allerdings ist sie für den Schiffsverkehr immer noch wichtiger, denn ohne sie geht nichts, kommt keiner durch. Vom Wasser aus sieht man erst mal, wie flach der Rügendamm tatsächlich ist. Nur an der Ziegelgrabenbrücke kommen Schiffe überhaupt durch – und das zu den Hebezeiten.

Vor dem Damm sammelten sich schon die Schiffe. Die Verkehrsschiffahrt hat immer Vorrang, die anderen müssen Platz machen. Pünktlich um 12.20 Uhr ging es dann los. Erst hob sich die Brücke, auf der die Schiene liegt, dann die Brücke mit der Straße. Das dauert ein paar Minuten. Die Ampel springt auf Grün, wenn die Brücken senkrecht stehen.
Und schon fuhren wir durch. Bei der Durchfahrt sieht man sogar das abgeschnittene Gleis. Ein paar Fußgänger standen auch direkt an der Sperre.
Beeindruckend ist es, unter der Rügenbrücke durchzufahren. Sie ist ein gewaltiges Bauwerk und macht was her.

Weiter geht es durch den Stralsunder Hafen, an Altefähr vorbei in Richtung Hiddensee. Die Insel ist klein, aber es dauert gut anderthalb Stunden, bis das Schiff daran vorbei gefahren war. Weite Teile der Insel sind naturbelassen, nur im Zentrum sind die bewohnten Teile.
Weiter geht es in Richtung Kap Arkona und zu den Kreidefelsen. Die sind immer wieder beeindruckend – allerdings habe ich die nun schon mehrfach vom Schiff aus gesehen.

Und inzwischen donnerte die Sonne auf das Schiff. Ich habe mich zwar eingecremt, aber wenn man letztlich gute sieben Stunden draußen steht oder sitzt, dann schafft einen das trotzdem. Wir legten kurz in Sassnitz an, und nach neuneinviertel Stunden erreichten wir wieder Binz.
Diese Tour sollte man aber definitiv mal gemacht haben – man muss halt mal dafür Zeit nehmen.

Video von der Fahrt durch den Rügendamm: auf YouTube.

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Rügen 2018 (9): Fährmann, hol öwer!

Montag, den 30. Juli 2018
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(8) -> 3.4.2018

Ich dachte ja immer, dass es ziemlich out ist, mit der Fähre vom Festland nach Rügen fahren. Also, nicht bei mir. Aber bei den vielen anderen Reisenden. Immerhin kostet es ja nicht ganz wenig Geld, um überzusetzen, für mich und mein Auto sind es 5,40 Euro.
Diesmal war war alles anders.

Als ich auf Stahlbrode zufuhr, war die Straße noch leer. Doch direkt am Hafen erwartete mich ein kleiner Stau – nie erlebt, bisher. Aber vielleicht liegt es an den aktuellen Verkehrsverhältnissen auf Rügen. Bei Bergen ist die B96 gesperrt, was bedeutet, dass sich der komplette Verkehr in Richtung Inselnorden durch Bergen quält. Mit langen Staus, wie immer wieder im Verkehrsfunk zu hören ist.
Fahre ich mit der Fähre von Stahlbrode nach Glewitz, fahre ich auch gleich an Bergen vorbei, ohne in den dortigen Stau zu kommen.

Ich hatte Glück, erst ein paar Autos hinter mir war Schluss, weil die Fähre voll war. Ich musste also immerhin keine weitere Fähre abwarten. Aber so voll habe ich das Schiff lange nicht (nein: nie) gesehen.

Schon 2014 habe ich hier über die Landesstraße geschrieben, die durch Vilmnitz führt. An ihrem historischen Charakter hat sich immer noch nichts geändert.
Aber Geld scheint da zu sein. Denn in Kasnevitz bei Putbus war die Strecke nicht ganz so übel, aber auch dort gab es Kopfsteinpflaster und Löcher. Immerhin dort ist die Straße saniert worden, und man rollt relativ gemütlich durch.
Wer weiß, wann Vilmnitz dran ist – allerdings: Irgendwie würde mir auch was fehlen, wenn da die Holperstrecke plötzlich weg wäre…