RTelenovela

Frischer Split

Donnerstag, den 30. Juni 2022
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Langsam rollte am Mittwochmittag eine große Maschine durch Bärenklau. Ich war gerade in einem Interview, als die Maschine sehr langsam am Fenster vorbeifuhr – und wir waren etwas ratlos, was das sein könnte.

Draußen löste sich dann das Rätsel. Auf der Vehlefanzer Straße und der Alten Dorfstraße wurde Split aufgebracht. Was ja an sich gut ist, dass man sich um den Zustand der Straßen kümmert.
Dennoch herrschte Verwunderung. Meine Gesprächspartnerin traute nämlich ihren Augen nicht. Zwar führte eine schöne Splitlinie die Straße entlang, aber die eigentliche Schadstelle wurde ausgelassen. Rund um einen kleinen Gully ist die Straßendecke kaputt, und immer wieder würden Busse und Lkw durch das Loch donnern, was im Haus schon seit längerer Zeit zu unschönen Erschütterungen führe, erzählte sie. Ausgebessert wurde das Loch schon mal: Aber es habe keinen Tag gedauert, bis die Füllung wieder hinfällig gewesen sei.

Gestern fuhren übrigens die Autos über die frische Splitstrecke. Das knisterte ordentlich, aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab es nicht.
Und hoffentlich hat man die Doppelkurve am Remontehof gefegt, denn für Motorradfahrer könnte der Split dort sehr gefährlich werden.

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ORA aktuell

Anwohner raus: Neue Parkregel in Oranienburger Schulstraße

Mittwoch, den 29. Juni 2022
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In der Oranienburger Schulstraße sind am Dienstag die neuen Parkregeln in Kraft getreten. Ab sofort gilt dort der Anwohnerparkausweis nicht mehr. Stattdessen muss jeder einen Parkschein ziehen.
Zusätzliche Schilder weisen nun auf den Parkschein und die entsprechenden Zeiten hin. Neu ist, dass sonnabends nur noch bis 13 Uhr der Parkschein gezogen werden muss.

Die neuen Zeiten gelten auch in der Willy-Brandt-Straße, dort wurden die neuen Schilder aber schon in der vergangenen Woche angebracht. Dort dürfen Anwohner auch weiterhin parken. An anderen Stellen sind die neuen Regeln nicht nicht umgesetzt. So sollen die Stellplätze in der Stralsunder Straße auch nicht mehr den Anwohnern zur Verfügung stehen.

Die Oranienburger Stadtverordneten hatten sich für die wirtschaftsfreundliche und anwohnerfeindliche Neuregeleung ausgesprochen. Begründung war, dass durch die neue Regelung die Geschäfte besser unterstützt werden. Es besteht die Hoffnung, dass nun die Läden von Kunden überrascht werden, die nun wieder einen Parkplatz finden können, weil Anwohner sie aus Sicht der Politik bislang blockieren würden.

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aRTikel

Wenn plötzlich ein ganz neuer Ort entsteht

Samstag, den 11. Juni 2022
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Auf der B273 steht hinter Wensickendorf neuerdings ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Siedlung am Rahmer See“

MAZ Oberhavel, 11.6.2022

Siedlung am Rahmer See.
Die B 73 führt neuerdings durch einen Ort namens „Siedlung am Rahmer See“, ein Ortsname, der in Oberhavel bislang nirgendwo aufgetaucht ist. Stand kurz vor der Einmündung zum Birkengrund bislang eine grüne Ortstafel „Wensickendorf“, so steht dort nun ein gelbes Ortsschild mit dem neuen Namen und dem Hinweis „Stadt Oranienburg“. Sind die dort lebenden Menschen nun also keine Wensickendorfer mehr, sondern „Siedlung am Rahmer Seer“? Und hat das Folgen, zum Beispiel beim Rettungsdienst-Notruf?

„Nein, das ist kein neuer Ortsteil von Wensickendorf“, sagte Ortsvorsteher Heinz Ließke am Freitag. „Das ist die Bezeichnung des Wohngebietes.“ Hintergrund ist, dass die Siedlung sich über die Kreisgrenze zum Barnim hinwegzieht. Die Gemeinde Wandlitz hat schon vor einigen Jahren in ihrem Teil der Siedlung das gelbe Ortsschild „Rahmersee“ aufstellen lassen. Im Oberhavel-Teil der Siedlung galt aber Tempo 70, und es habe der Wunsch bestanden, auch dort ein Tempo-50-Limit einzuführen.

„Dies ist mit dem Status ,Innerorts’ möglich“, sagt Sebastian Welzel, der Pressesprecher der Stadt Oranienburg. „Die grünen Tafeln haben verkehrsrechtlich keine Auswirkungen. Durch die Ansiedlung läuft die Gemarkungsgrenze zwischen Oranienburg und Wandlitz. Die Initiative zur nun bestehenden neuen Benennung geht von der Wandlitzer Seite aus, hier hat Oranienburg reagiert.“

Warum stattdessen nicht einfach der Ort Wensickendorf bis zur Stadt- und Kreisgrenze ausgedehnt werden konnte, erklärt Constanze Gatzke, die Pressesprecherin des Landkreises: „Im Zuge des Radwegebaus wurde die gesamte Verkehrsbeschilderung entlang der B 273 im Bereich Wensickendorf überprüft“, teilte sie am Freitag mit. „In diesem Zusammenhang haben der Straßenbaulastträger – der Landesbetrieb Straßenwesen –, die Stadt Oranienburg und die Verkehrsbehörde des Landkreises sich auf diese Lösung verständigt, weil die Lücke zwischen der Siedlung am Rahmer See und dem Ortsteil Wensickendorf mit 550 Metern zu lang ist, um sie gänzlich als innerorts gelten zu lassen.“ Allerdings gilt innerhalb dieser 550 Meter auch nicht Tempo 100, sondern nur Tempo 70. Sebastian Welzel ergänzte für die Stadt Oranienburg: „Ein Ausdehnen Wensickendorfs hätte einen Übergang der Baulastträgerschaft für die dazwischen verlaufende Straße vom Landesbetrieb auf die Stadt Oranienburg bedeutet, dies hätte unter anderem hohe Kosten für die Stadt Oranienburg verursacht.“

Steffen Streu, der Sprecher des Landesbetriebes Straßenwesen, verweist darauf, dass der Landesbetrieb nur entsprechende Anordnungen umsetze und die Schilder dann aufstelle. Er sagt aber auch: „Im Straßennetzviewer / Brandenburg Viewer des LGB Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg steht im übrigen ,Siedlung am Rahmer See’. Ganz aus der Luft gegriffen scheint der neue Ortsname somit also nicht. Warum aber der kleine Ort, der unmittelbar hinter der Kreisgrenze liegt, „Rahmersee“ heißt und bei der „Siedlung am Rahmer See“ eine andere Schreibweise angewendet wird, konnte niemand der Befragten so genau beantworten.

Scherzhafterweise könnte man über die dort lebenden Leute nun sagen: Sie wohnen in einem neuen Ort, ohne umgezogen zu sein. „Die Leute bleiben selbstverständlich Wensickendorfer“, sagt Ortsvorsteher Heinz Ließke. „Für sie ändert sich gar nichts.“ Das Schild mit dem Ortsnamen habe ein rein verkehrsrechtlichen Grund. „Sonst müssten wir überall Tempo-50-Schilder aufstellen.“ So äußert sich auch Constanze Gatzke vom Landkreis: „Auswirkungen hat dies auf, zum Beispiel die Erreichbarkeit des Notrufes, keine. Es bleibt unverändert ein Wohnplatz im Ortsteil Wensickendorf der Stadt Oranienburg.
Wensickendorfs Ortsvorsteher Hinz Ließke ist mit der getroffenen Lösung offenbar zufrieden. Der Ortsbeirat habe dafür zugearbeitet.

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KeineWochenShow

#271 – Mit 9 Euro ins Chaos!

Donnerstag, den 9. Juni 2022
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9-Euro-Ticket und Benzinpreis-Rabatt. Irgendwie haben wir uns das alles ganz anders vorgestellt. Wobei: Dass bei der Bahn ein Chaos ausbricht, wenn am Wochenende noch mehr Leute aus Berlin an die Ostsee wollen – hätte man sich denken können.

Mehr als zwei Jahre ruhte die Musik in der Marwitzer Beat-Fabrik. Als wir unsere 200. KeineWochenShow dort zelebrieren wollten, musste wir die Zuschauer wieder ausladen, weil der zweite Lockdown kam. Nun ist wieder Leben in die Disco eingezogen – und wir haben ein paar bewegte Bilder davon.
Ein Comeback feierte auch Angela Merkel, die in dieser Woche ein Interview gab. Ebenso die Heidekrautbahn, die nach 25 Jahren erstmals wieder bis Kreuzbruch fuhr.
Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #271 auf Youtube.

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ORA aktuell

824er-Bus fährt ab Oranienburg vorübergehend seltener

Dienstag, den 31. Mai 2022
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Der 824er-Bus fährt in Oberhavel ab 7. Juni vorübergehend seltener. Hintergrund sei die angespannte Personalsituation bei der Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG). Das teilte die OVG am Montag mit. Bis zum Beginn der Sommerferien solle der Bus montags bis freitags nur noch alle 30 Minuten fahren – nicht mehr alle 20 Minuten.

Der Bus verbindet Oranienburg, Leegebruch, Velten, Marwitz und Hennigsdorf. Falls sich die Personalsituation entspanne, werde der Takt schon früher wieder verstärkt, hieß es weiter.

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ORA aktuell

Straßensperrung in Oranienburg sorgt für Chaos

Dienstag, den 24. Mai 2022
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Die Sperrung des Kreisels in der Oranienburger Lehnitzstraße hat am Montag zeitweilig für ein Verkehrschaos gesorgt. Die Zufahrten ins Zentrum waren zu den Stoßzeiten allesamt zugestaut.
Als Nadelöhr erwies sich dabei auch das Gebiet an der Stralsunder, Willy-Brandt-, Mittel- und Schulstraße, wo der Verkehr kaum abfließen konnte.

Offenbar ist die Beschilderung der Baustelle durch die Stadt Oranienburg sehr spärlich ausgefallen. In der Lehnitzstraße fehlten jegliche Hinweise auf eine Sackgasse, so dass vor allem Ortsfremde erst an der gesperrten Stelle der Straße merkten, dass sie nicht durchkommen.

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RTelenovela

Radtour (43): An der Havel

Dienstag, den 24. Mai 2022
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(42) -> 7.5.2021

Der neue, breite Weg entlang der Oranienburger Havel ist komplett – also, fast. Und vollendet ist er auch noch nicht.
Unsere kleine Tour begann am Schlosshafen. Zwei Jugendliche nutzten das schöne Wetter und die freie Zeit an Bord, um im Wasser zu baden. Ob es wirklich schon so warm ist, wussten wir nicht, aber die Jungs hatten jedenfalls ihren Spaß.

Am Schlosshafen beginnt auch die Havelpromenade. Es ist nicht offiziell ein Radweg, aber doch so breit, dass in der Regel Fußgänger und Radler sich nicht behindern.
Links die Havel, rechts der Schloss-Sportplatz, auf dem wir in den 90ern ein legendäres Spiel-, Sport- und Spaßfest gefeiert haben.
Eine Besonderheit: Am Schloss führt der Radweg gewissermaßen direkt durch eine Gaststätte. Denn der Außenbereich des Lokals findet sich terrassenmäßig direkt an der Havel – und zwischen den Sitzplätzen und dem Eingang zum Lokal befindet sich der Radweg. Da sollte man vielleicht nicht so schnell durchdonnern. Nicht, dass man mit einer Essensbestellung samt Kellner zusammenknallt.

Rechts ist das Schloss, dahinter der Schlossplatz, wir fahren unter der Schlossbrücke hindurch, es wird nun wesentlich grüner. Auch wenn die neue Bibliothek architektonisch… na ja, lassen wir das.
Das Areal ist ein Treffpunkt für junge Leute. Auf einer Plattform sitzen Jugendliche, einer badet. Auf der rechten Seite ist ein Naschgarten, in dem es aber noch nichts zu naschen gibt.

Unter dem Louise-Henriette-Steg hinweg gelangen wir zum Bollwerk. Ganz hinten liegt an kleines Fahrgastschiff. Angeblich ist es im Sommer auch mal auf der Havel unterwegs.
Wir fahren weiter, am “Hotel an der Havel” vorbei, das bald schließt. Es wird nun wieder richtig grün, überall Wiesen und Büsche. An einer Stelle gibt es eine Befestigung, auf die man sich setzen und auf die Havel blicken kann. Es geht am “Blauen Wunder” vorbei, rechts sind nun die Sportplätze der beiden Schulen.

Und dann beginnt – mittendrin – der neueste Abschnitt der Havelpromade, das Stück hinter den Stadtwerken. Hier sitzen ebenfalls Jugendliche und unterhalten sich, weiter hinten sitzt ein Angler.
Wir kommen an eine kleine Werft und sind nun in der puren Natur angekommen. Es gibt eine kleine Badestelle mit einem Tisch und Sitzbänken – eine schöne Stelle zum Ausruhen. Als Kinder schon waren wir hin und wieder dort.
Nach wie vor aber endet der Weg plötzlich, ist nun unbefestigt, man solle doch absteigen. Die Stadt habe sich wohl bislang mit dem Besitzer der Fläche nicht einigen können. Aber der Weg geht dann doch weiter auf eine Steganlage und über einen kleinen Nebenarm der Havel.
An der Dropebrücke endet die Promenade in der jetzigen Form.

Der alte, schmalere, noch vor der Wende gebaute Weg geht aber weiter. Vorbei an Wassergrundstücken schlängelt er sich zur alten Eisenbahnbrücke. Dahinter ist die Gabelung, wo die Oranienburger Havel in den Oder-Havel-Kanal einmündet.
Auf der rechten Seite sind viele neue Häuser. Schön sehen sie nicht aus, dafür sind sie aufgrund der Lage sicherlich schön teuer. Und weil wir dort ein wenig länger stehen und (uns) filmen, wird einer der Bewohner unruhig und beäugt uns argwöhnisch. Aber nein, wir interessierten uns nicht für das hässliche Hausding.

An der Moselstraße endete der damals gebaut Weg. Auch von der Saarland- bis zur Moselstraße eine richtige Promenade zu bauen, dürfte sehr schwierig sein. Wünschenswert, aber schwierig. Denn es müsste extrem viel Grün abgeholzt werden, und eigentlich macht genau das diese Gegend aus.
Kurz vor der Einmündung zur Moselstraße hat man offenbar kürzlich schon ganz Arbeit geleistet – die vielen Sträucher und Büsche sind nicht mehr da, viel grün ist schon weg. Schade drum.

-> Die Tour in KeineWochenShow #270 auf Youtube

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