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Wo kommt denn nun das Ortsschild hin?

Dienstag, den 29. Dezember 2020
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Nachfragen an den Landkreis Oberhavel – ausgehend von der Diskussion am Schäferweg in Vehlefanz

MAZ Oberhavel, 29.12.2020

Oberkrämer/Kremmen.
Wo beginnt eigentlich eine Ortschaft? Und an welcher Stelle muss ein Ortsschild aufgestellt werden – und wo kann es auf keinen Fall stehen? Die Antworten sind mitunter verwirrend, und am Beispiel Schäferweg in Vehlefanz ist zu sehen, dass sie auch für Kopfschütteln sorgen können.

Im ausgebauten Schäferweg steht nun am Sportplatz ein Ortsausgangsschild – dort endet laut Beschilderung Vehlefanz. Ein paar hundert Meter weiter stehen dann aber doch ein paar Häuser, und deshalb wurde dort eine grüne Ortstafel „Koppehof“ aufgestellt. Allerdings: Grüne Ortstafeln bringen kein Tempo-50-Limit mit sich. Das ärgert die Bewohner – denn sie verstehen nicht, warum das Areal nun keine „echte“ Ortschaft sein soll.
Irina Schmidt, Pressesprecherin der Oberhaveler Kreisverwaltung, schreibt dazu: „Wo sich ein Ortsein- oder -ausgang befindet, regelt insbesondere die VwV-StVO zu § 42.“ VwV-StVO bedeutet übrigens Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung. „Sie gibt als zusätzliche klare Maßgabe vor, dass das Zeichen ohne Rücksicht auf Gemeindegrenzen und Straßenbaulast nur dort anzuordnen ist, wo ungeachtet einzelner unbebauter Grundstücke die geschlossene Bebauung auf einer der beiden Seiten der Straße für den ortseinwärts Fahrenden erkennbar beginnt. Es kommt also nicht darauf an, dass eine durchgängige Bebauung vorliegt, sondern es muss sich vielmehr um eine geschlossene Bebauung handeln.“
Nun hat man aber offenbar festgestellt, dass es in Koppehof genau diese geschlossene Bebauung gibt und diese einen funktionalen Bezug zur Straße habe. „Nach uns erst jetzt von der Gemeinde vorliegenden Aussagen ist das bei der Siedlung Koppehof gegeben“, so Irina Schmidt. Eine Aussage die verwundert, da es vorher aus der Verwaltung in Oberkrämer hieß, es habe mit allen Entscheidern eine Begehung der Straße gegeben.

Nun soll das gelbe Vehlefanzer Ortsschild jedenfalls vom Sportplatz in Richtung des Bahnübergangs versetzt werden. Dirk Eger, der Chef des Bauamtes in Oberkrämer, ist skeptisch: „Die vom Landkreis nunmehr vorgeschlagene Lösung für den Schäferweg sehen wir nicht unkritisch.“ Hintergrund könnte sein, dass es auch dann immer noch Grundstücke gebe, die im Bereich ohne ausgeschildertem Tempolimit lägen. „Da aber eine verkehrsrechtliche Anordnung nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt ist, kommen wir der Bitte des Landkreises nach und werden einen dementsprechend geänderten Beschilderungsplan dort zur Genehmigung einreichen.“ Bedeutet offenbar: Der Landkreis gibt vor, was geht, und dann muss die Gemeinde einen entsprechenden Antrag einreichen, damit der Landkreis sagen kann, dass das gehe. „Mit einigem Interesse sehe ich dann den Reaktionen der Vehlefanzer Bürgerinnen und Bürgern entgegen“, sagt Dirk Eger.

Warum nicht einfach die grüne Koppehof-Ortstafel durch ein Tempo-50-Schild ergänzt werden kann, begründet Irina Schmidt so: Das könnte nur aufgrund von Verkehrsbeobachtungen oder Unfalluntersuchungen dort angeordnet werden, „wo ein vernünftiger umsichtiger Verkehrsteilnehmer selbst bei entsprechender Aufmerksamkeit nicht erkennen kann, dass eine bestimmte Strecke oder Stelle nur mit einer verminderten, als die zulässige Geschwindigkeit befahren werden darf. Der Fahrzeugführer hat sein Fahrverhalten den örtlichen Gegebenheiten anzupassen“.

Bezugnehmend auf die Regelung, wo denn Ortsschilder stehen können und wo nicht, gibt es in Oberkrämer und Kremmen weitere Beispiele, die zu Nachfragen führen. Im Gustav-Büchsenschütz-Weg in Eichstädt-Ausbau ist die gepflasterte Straße recht schmal, die Grundstückstore befinden sich sehr dicht an der Fahrbahn. Trotzdem steht dort nur eine grüne Ortstafel – allerdings zusätzlich mit einem Tempo-70-Schild. Schon vor einiger Zeit hatte Eichstädts Ortsvorsteher Dirk Ostendorf angemerkt, dass er das für viel zu viel halte – und in der Tat muss man sich das erst mal trauen, mit Tempo 70 durch Eichstädt-Ausbau zu donnern. Es handele sich um eine Einzelfallentscheidung, sagte Irina Schmidt. „Die Wahl der Geschwindigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel Lage der Örtlichkeit, Unfallgeschehen, Verkehrsaufkommen, Gefahrenlage. Die Straßenverkehrsbehörde wird Ihren Hinweis aufgreifen und sich die Örtlichkeit demnächst ansehen.“
Bauamtschef Dirk Eger erinnert sich, dass Tempo 70 dort der kleinste gemeinsame Nenner gewesen sei, er sei auch nicht glücklich über dieses Tempolimit.

Anderes Beispiel: Hohenbruch hat auf der Landesstraße 191 in Höhe Johannisthal ein gelbes Ortsschild, trotz sehr luftiger Bebauung, links sind nur Felder. „Es ist eine einseitige, geschlossene Bebauung vorhanden, die einen Funktionalitätsbezug zur Straße aufweist. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dort 60 km/h“, erklärt Irina Schmidt. Die geschlossene Bebauung besteht aus Feldern und Pferdehöfen, rein optisch ist die Bebauung loser als in Koppehof.

In Sommerfeld steht das gelbe Schild von Hohenbruch kommend vor dem Wohnpark, an der Straße gibt es bis auf ein einzelnes Grundstück keine Bebauung, nur die Wohnpark-Ausfahrt. Irina Schmidt: „ Die Lage der Ortstafel resultiert aus einer Weisung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung von vor rund zehn Jahren.“

Diese Beispiele zeigen, dass in Sachen Standorten von Schildern und Anweisungen von Tempolimits scheinbar durchaus Spielräume bestehen. Dirk Eger vom Bauamt in Oberkrämer geht auch davon aus, dass die Umsetzung des Schildes in Vehlefanz noch nicht das Ende der Geschichte sein könnte.

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Chronik Kremmen 2020

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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MAZ Oberhavel, 24.12.2020

Januar:
Kremmens Stadtbrandmeister Gerd Lerche verabschiedet sich Anfang Januar von seiner Aufgabe. Doch so ohne Weiteres wollen ihn die Kameraden nicht „entlassen“. Der Einsatz auf dem Sommerfelder Sportplatz entpuppt sich für Gerd Lerche dann als Abschieds- Überraschungsparty. +++ Zu wenig Platz in der Stadtparkhalle: An der Kremmener Goethe-Grundschule werden die Sportstunden gekürzt. +++Marcel Steinke ist neuer Jugendbeauftragter. +++ An der Goethe-Oberschule gibt es einen Krätze-Fall. +++ Familie Glanzer wird im eigenen Lokal in Staffelde überrascht. Denn die Freunde der Gaststätte und der Familie wollen zum Abschied ein zünftiges Überraschungsfest veranstalten. Nach 23 Jahren geben Glanzers die „Tenne“ auf, einen Nachfolger haben sie nicht finden können. +++ Zum Neujahrsempfang kommen 300 Gäste. +++ Hauptamtsleiterin Bianca Haak verlässt die Verwaltung.

Februar:
Um die Sirene in Groß-Ziethen gibt es eine Diskussion. Sie schallt direkt auf den Hof einer Anwohnerin. +++ Simone Bahr und Wolfgang Engel sind die neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirates. +++ Bei Hohenbruch stirbt ein Mann bei einem Autounfall. +++ Der langjähriger Flatower Wehrführer Ewald Werder ist gestorben. +++ In der Kremmener Spargelscheune feiern die Treckerkerls ihr zehnjähriges Bestehen. Aus einer Bierlaune heraus wird die Spaßgruppe 2010 gegründet.

März:
Vom Sommerfelder Klinik-Gelände werden 16 Bienenvölker gestohlen. +++ Heidi Sommer ist neue Gleichstellungsbeauftragte. +++ Musiklehrer und Musiker Ulf Gruber aus Beetz ist gestorben. +++ Frank Bommert (CDU) tritt als Stadtverordneter zurück. +++ Die Poststelle wird geschlossen, weil die Kunden die Corona-Regeln nicht einhalten. +++ Die Staffelder Naturkita schließt. +++ Das Coronavirus sorgt für Einschränkungen. Schulen und Kitas müssen schließen. Das Seniorenfest wird abgesagt.

April:
Am Rathaus ist ein Banner befestigt worden: „Kremmen ist diszipliniert, motiviert, dankbar … und hält Abstand“. +++ Am Spargelhof Kremmen öffnet ein Spargel-Drive-In. Wegen der Pandemie darf das Restaurant nicht öffnen. +++ Das Erntefest wird abgesagt – Corona. +++ Der Jugendclub verlagert seine Aktivitäten ins Internet. +++ Es gibt keine Osterfeuer.

Mai:
Die Sommerfelder Badestelle ist saniert worden. +++ Vier tote Storchenbabys in Kremmen sorgen für Trauer. +++ Katharina Neumann ist neue Betreiberin der „Alten Lebkuchenfabrik“ in Kremmen.

Juni:
Diskussion um die Badestelle am Kremmener See. Der Steg darf nicht mehr benutzt werden, die Öffnungszeiten werden stark eingeschränkt – der Betreiber muss Rettungsschwimmer bereitstellen. +++ Ministerin Julia Klöckner kommt auf den Spargelhof.

Juli:
Der FC Kremmen wird 100 – kann aber nicht feiern. +++ Die Sommerfelder Kitaleiterin Elke Schilling und ihre Beetzer Kollegin Anita Hahn gehen in den Ruhestand. +++ Der Heimatverein Groß-Ziethen löst sich auf. +++ Der Grundstein für den Kremmener Kita-Anbau wird gelegt.

August:
Im alten Aldi-Markt öffnen die Beekeepers. +++ Tina Tischendorf ist neue Pächterin im Sommerfelder Café Hofkultur. +++ Der ehemaliger Groß-Ziethener Ortsvorsteher Lutz Dubrow ist gestorben. +++ Bei Flatow stirbt ein Mann bei einem Verkehrsunfall.

September:
In Flatow herrscht Unzufriedenheit über die Qualität der Denkmal-Sanierung. +++ Bei Kremmen wird ein Teilstück der sanierten A 24 freigegeben.

Oktober:
Auf dem ehemaligen NVA-Gelände im Beetzer Wald findet im Bunker eine illegale Partys statt. Daraufhin wird beschlossen, den Bunker zu sichern, so dass er nicht mehr betretbar ist. +++ Das Asylbewerberheim in Kremmen ist leergezogen. Nun beginnt der Umbau zu Mietwohnungen. +++ Jan Rawitzer (14)aus Sommerfeld hat es ins Radio geschafft. Der Schüler des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums hat sich ein ganz besonderes Praktikum rausgesucht. Er schickt eine Bewerbung zum Berliner Radiosender Star FM – und bekommt den Zuschlag dafür. Er darf sich zwei Wochen lang nicht nur in der Redaktion umsehen und an vielen Stellen mithelfen. Er geht auch on Air, ist mehrfach im Radio zu hören. +++ Der Gehweg in der Kremmener Straße der Einheit ist saniert. +++ Das Beetzer Kirchenbüro schließt.

November:
Die evangelische Gemeinde eröffnet das neue Gemeindehaus. +++ Zwei Klassen der Goethe-Grundschule lernen jetzt im Container. +++ Die Feuerwehr bekommt ein neues Drehleiterfahrzeug gesponsert.

Dezember:
Der musikalische Adventskalender der Goethe-Grundschule wird online veranstaltet. +++ In Kremmen wird der neue Lidl-Markt eröffnet.

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Chronik Oberkrämer 2020

Montag, den 21. Dezember 2020
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MAZonline Oberhavel, 21.12.2020

Oberkrämer.
Das sind die wichtigsten Ereignisse aus dem Jahr 2020 in Oberkrämer.

Januar:
Tonnenweise illegaler Sondermüll wird am Flugplatzsee bei Vehlefanz gefunden. Immer wieder wird Müll abgeladen. +++ Im Bereich Oberkrämer wird ein Abschnitt der sanierten A10 freigegeben. +++ Der Neujahrsempfang des Heimatvereins Vehlefanz findet bei Schwanteland statt.

Februar:
Die Initiative „Wir für euch“ für das Hospiz in Oranienburg veranstaltet ein Fußballturnier in der Eichstädter Oberkrämerhalle. Ergebnis: 4100 Euro. +++ In Vehlefanz soll eine christliche Kita eröffnet werden. +++ Der Kreistag lehnt einen Prüfungsauftrag für eine Oberschule in Oberkrämer ab. +++ Sieglinde Heymann wird neue Chefin der Sicherheitspartner in Bärenklau. +++ In der Marwitzer Turnhalle wird an mehreren Abenden wieder der Karneval gefeiert. +++ Auf dem Dorfanger in Schwante wird die alte Eiche gefällt. +++ Der Schäferweg in Vehlefanz wird ausgebaut. Das Besondere: Für den Ausbau ist nicht die Gemeinde zuständig, sondern es sind die Mitglieder der Flurneuordnungsverfahrens. +++Peter Matschke verlässtnach 27 Jahren die Gemeindeverwaltung in Oberkrämer. Er war stellvertretender Bürgermeister und der Justiziar der Gemeinde. Neue Justiziarin ist Carolin Schmiel, Nachfolger im Amt des stellvertretenden Bürgermeisters ist Ronny Rücker.

März:
Beim Jahresempfang in Marwitz stehen erstmals Handdesinfektionsspender bereit. +++ Die AfD gründet in Oberkrämer einen Ortsverband. +++ Schulen, Kitas und Gemeindehäuser schließen wegen Corona. +++ An der Bushaltestelle in Bärenklau öffnet eine Ostereierstation. +++ Der ehemalige Vehlefanzer Pfarrer Harry Sallowski verstirbt. +++ Zu Beginn der Coronakrise gibt es in Oberkrämer gleich sechs Fälle. +++ Der Regionalmarkt in Schwante fällt aus. Zuvor gab es darum Wirbel, weil selbst eine geplante abgespeckte Veranstaltung bei einigen für Empörung sorgte.

April:
Bei einem Unfall auf der L 17 bei Marwitz stirbt ein 68-Jähriger. +++ Das Bärenklauer Erntefest wird abgesagt – Corona. +++Die Gemeindevertreter tagen erstmals in der Marwitzer Turnhalle – da ist mehr Platz. +++ Seniorinnen in Bärenklau nähen 1628 Stoffmasken. +++ Die Leute vom Orient-Imbiss in Vehlefanz spenden Speisen für das Krankenhaus in Hennigsdorf. +++ Die alte Feuerwehr in Bärenklau bekommt frische Farbe. +++ In Marwitz beginnt die Sanierung der Kirchenfassade. +++ In der Bötzower Kita müssen die Erwachsenen Masken tragen.

Mai:
An der Gemeindeverwaltung in Eichstädt wird illegal eine Regenbogenflagge gehisst. +++ In Schwante bricht eine Wasserbüffel-Herde aus und muss wieder eingefangen werden. +++ Die Beat-Fabrik in Marwitz wird zur „Food-Fabrik“.

Juni:
Der Pavillon am Bötzower Gemeindezentrum wird beschmiert. +++ Der 1. FC Oberkrämer darf in die Fußball-Landesklasse aufsteigen. +++ Die neue Schlossfamilie Würtenberger/Tümpel hat den alten Schlosspark neu gestaltet. Nun wird der Skulpturenpark eröffnet – mit Stücken internationaler Künstler. +++ Am Mühlensee in Vehlefanz gibt es Ärger um Müll und Falschparker. +++ An der Bahnstraße in Bötzow sollen neue Häuser entstehen.

Juli:
Die Schwantener Band Maxi nimmt in Berlin ihr erstes Album auf. +++ Mit 3,35 Promille fährt ein Mann in Bötzow mit seinem Auto mehrere Schilder um. +++ In Karlsruh wird ein illegales Wohnwagengelände geräumt. +++ Das Bistro „Mahlzeit in Bötzow“ schließt. +++ Auf der A10 wird ein saniertes Teilstück freigegeben. +++ Die Freizeit-Buslinie 823 rollt wieder. +++ Die Bötzower Firma Citylean sponsert eine Löschlanze für die Feuerwehr.

August:
An der Vehlefanzer Grundschule laufen die Arbeiten für den Anbau. +++ Dir Bärenklauer Sicherheitspartner helfen bei der Schulwegsicherung. +++ Am Forsthaus Sommerswalde wird für die ZDF-Serie „Blutige Anfänger“ gedreht. +++ Jugendliche in Bötzow kommen zum Arbeitseinsatz am Pavillon zusammen. +++ Im Mühlenweg in Schwante beginnen die Bauarbeiten. +++ In Klein-Ziethen schließt das Lokal „Zu Reckin’s Eiche“. +++ Mit vielen Regeln und Corona-Auflagen wird in Schwante das Dorffest gefeiert.

September:
Warntag – die Sirenen in Vehlefanz und Eichstädt bleiben stumm. +++ Die Marwitzer Firma Dulitz feiert 30. Jubiläum. +++ Eine Picknickpause ist seit dem Sommer in Bärenklau möglich. Das Ehepaar Manuela und Karsten Peter Schröder aus Bärenklau hat auf einem öffentlich zugänglichen Teil ihres Grundstückes eine Sitzmöglichkeit für Spaziergänger geschaffen. +++ An der Lindenallee in Vehlefanz sollen 24 neue Wohnungen entstehen.

Oktober:
Nach einer Veranstaltung beim später positiv auf Corona getesteten Landrat muss sich auch Bürgermeister Leys testen lassen – negativ. +++ Das Atelier von Maler Uwe Müller-Fabian in Vehlefanz wird 25 Jahre alt.

November:
Bötzow wird zum kleinen Corona-Hotspot. Nach Fällen an der Kita muss die Einrichtung vorübergehend schließen. Bis Mitte des Monats gibt es allein in diesem Zusammenhang 44 Fälle. +++ Bürgermeister Leys stellt für 2021 einen Haushalt mit der Rekord-Investitionssumme von 6,42 Millionen Euro vor. +++ Die Brücke im Wendemarker Weg in Bärenklau wird wieder freigegeben. +++ Der Vehlefanzer Ortshistoriker Helmut Schönberg verstirbt. +++ Der Kurzfilm „Hilfe!“ von der Grundschule Bötzow feiert auf Youtube Premiere.

Dezember:
Der Schäferweg in Vehlefanz entwickelt sich mit dem neuen Asphalt zur Rennstrecke. +++ In Bötzow sorgen viele Schmierereien an Wänden und Schildern für Frust.

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RTelenovela

Hier ist jemand gestorben

Freitag, den 18. Dezember 2020
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Auf der Landesstraße, im Wald zwischen Germendorf und Sommerswalde, ist an einer Stelle die Fahrbahn beschädigt. Die Stelle ist ganz schwarz, und es ist – im wahrsten Sinne des Wortes – etwas Beton rausgebrannt. Ich fahre mit meinem Auto drüber. Die Geschwindigkeit ist an der Stelle auf Tempo 50 herabgesetzt. Es holpert ganz leicht.
Und mir wird ganz flau im Magen. Denn ich weiß, und ich werde massiv an dieser so sichtbaren Stelle daran erinnert: Hier ist vor ein paar Tagen eine Frau gestorben – verbrannt in ihrem Auto nach einem Unfall.

Dass die Stelle so stark sichtbar ist, macht diesen Moment noch viel stärker. Zumal ich am Montagvormittag zufällig in entfernter Sichtweite der Unfallstelle war und das Auto brennen gesehen habe.
Es ist der Moment, in dem einen das Leid der betroffenen Menschen klar wird.

Ein paar Meter weiter wird das Tempo-50-Limit wieder aufgehoben, ich fahre weiter und lasse die Stelle hinter mir. Der Gedanke verfliegt langsam, aber er kommt wieder. Auf dem Rückweg. Und immer wieder, so lange die Straße dort nicht saniert wurde.

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RTelenovela

Da hinten stirbt gerade jemand

Dienstag, den 15. Dezember 2020
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Die Fahrt zwischen Germendorf und Sommerswalde wird im Wald jäh gestoppt. Da vorne geht es nicht weiter. Die Straße ist blockiert, und nicht nur das. Da vorne qualmt es stark. Die Rauchentwicklung ist immens, und bald sind riesige Flammen zu sehen. Da vorne brennt ein Auto.

Vor mir drehen viele Autos um, einige bleiben stehen. Als Journalist überlege ich, zumindest aus der Ferne ein Foto zu machen. Schließlich ist das einerseits mein Job, andererseits bin ich aus gutem Grund kein Unfallreporter. Ich bin nicht der Typ, der zu Unfallorten läuft, um dort Fotos zu machen.
In dem Fall steige ich dennoch aus, laufe ein paar Schritte. Die Flammen sind gewaltig. Das Auto, das dort steht, scheint auszubrennen, und inzwischen kommen auch die Feuerwehren.

An einem der wartenden Autos stehen eine ältere Frau und ihr Mann. Sie beobachten die Szene. Die Feuerwehr habe ganz schön lange gebraucht, schwadronieren sie, die aus Schwante hätte doch längst da sein können, die aus Germendorf würde doch viel länger brauchen. Ich sage nichts, auch nicht, dass Schwante gar keine Feuerwehr hat.
Sie unterhalten sich noch darüber, dass irgendwer einfach so umgedreht sei, und das sei ja eine Frechheit. So genau weiß ich nicht, was sie meinen.
Weitere Feuerwehren kommen, Polizei-Einsatzwagen. Die Frau und der Mann kommentieren das Geschehen weiter vorne weiterhin, und ich laufe zu meinem Auto zurück. Nach Kremmen werde ich nun einen großen Umweg nehmen müssen.

Dass zu diesem Zeitpunkt ein Mensch um sein Leben kämpft, dass diese Person in den Flammen da vorne ums Leben gekommen ist, erfahre ich erst später im Internet.

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Es ist immer noch laut

Freitag, den 27. November 2020
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Nach dem Ausbau der A 10 und der Errichtung der Lärmschutzwand hat sich am Gärtnereiweg in Neu-Vehlefanz erstaunlich wenig geändert

MAZ Oranienburg, 27.11.2020

Neu-Vehlefanz.
Es ist immer noch laut an der Autobahn. Sehr laut sogar. Und das, obwohl am Gärtnereiweg in Neu-Vehlefanz seit einiger Zeit eine Lärmschutzwand steht.

Die MAZ hat schon mehrfach über Familie Hoffmann berichtet. Seit 1971, mit dem Bau der Autobahn, leben die Hoffmanns in Sichtweite zur Schnellstraße. Bis zum Ausbau des nördlichen Berliner Rings gab es an der Stelle keinen Schutz vor Lärm, Autofahrern sind die beiden Häuser nahe der Fahrbahn aufgefallen – die Häuser sind von der Straße aus nun nicht mehr zu sehen. Aber wirklich was verändert hat sich für die Bewohner offenbar nicht.
„Es ist nicht besser geworden“, sagte Fred Hoffmann bei einem Vor-Ort-Termin am Gärtnereiweg am Donnerstagvormittag. Aus seiner Sicht liegt das nicht nur daran, dass die gesamte Autobahn jetzt gute zwei Meter höher liege. „Wenn wir jetzt aus dem Fenster sehen, dann sehen wir jetzt die Autos vorbeifahren, das war vorher nicht so. Es ist alles angehoben worden.“ Es gibt aber noch einen Grund, dass sich lärmmäßig eigentlich kaum was verändert hat. Weil sich direkt nebenan der Rastplatz Ziethener Luch befindet, endet die Lärmschutzwand vor der Ausfahrt des Platzes. Heißt: Hoffmanns können nicht nur weiter auf die Autobahn schauen, sie bekommen auch nach wie vor den kompletten Lärm ab. „Wenn der Wind aus Richtung Eichstädt kommt, ist es besonders schlimm“, sagt Fred Hoffmann. Besser wäre es aus seiner Sicht gewesen, wenn die Schutzwand an der Stelle abgeknickt wäre, so dass sie auch zwischen den Grundstücken und dem Rastplatz gestanden hätte.

Fred Hoffmann ist von der Wirkung der Wand enttäuscht. Im benachbarten Klein-Ziethen soll sich die Lärmsituation allerdings ein wenig verbessert haben. In einem MAZ-Gespräch mit Ortsvorsteher Peter Gerlach hatte der sich allerdings auch eher skeptisch geäußert. Es gebe dazu unterschiedliche Meldungen der Einwohner.
„Am ruhigsten war es, als hier auf der Autobahn die Baustelle war“, erinnert sich Fred Hoffmann. Allerdings sei diese Zeit auch durch die vielen Baufahrzeuge belastend gewesen, die den unbefestigten Gärtnereiweg genutzt haben. „Der Weg ist jetzt viel breiter als vorher“, sagte der Neu-Vehlefanzer. Der Weg ist löchrig und schwer befahrbar. „Das werde ich mir nicht gefallen lassen, da vermisse ich ein Zutun von unserer Gemeindeverwaltung.“ Einfach nur wieder die Löcher zu füllen, reiche nicht. Zudem sei die Straße im Sommer bei Trockenheit extrem staubig.

Die Hoffmanns denken darüber nach, noch einmal ein Lärmgutachten erstellen zu lassen. „Wir wollen aber erst mal noch den nächsten Sommer abwarten.“ Mit dem Rastplatz an sich gebe es aber bislang keine Lärmprobleme – eher aber ein Geruchsproblem, wenn nachts die Motoren für die Heizungen laufen.
Weniger Lärmprobleme gibt es übrigens jetzt am Wendemarker Weg in Bärenklau. Da hat die Lärmschutzwand – die allerdings dort nicht unterbrochen wird – eine höhere Wirkung. Der Lärmpegel ist dort deutlich zurückgegangen.

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ORA aktuell

Sperrungen am Oranienburger Bahnhofsplatz

Donnerstag, den 26. November 2020
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Am Donnerstag ist der erste Bauabschnitt des neuen Bahnhofsplatzes in Oranienburg fertig. Somit gehen die beiden östlichen Bussteige im Bereich der neuen Überdachung in Betrieb.

Dann beginnen die Arbeiten in der Stralsunder Straße zwischen Willy-Brandt- und Schulstraße, zunächst mit Kanal- und Tiefbauarbeiten. Das soll laut Stadtverwaltung bis März 2021 dauern. Bis Ende Juni 2021 sollen dann die Fahrbahnen und Nebenanlagen gepflastert werden.
Die Stralsunder Straße wird zwischen Schulstraße und Willy-Brandt-Straße gesperrt. Aus südlicher Richtung wird der Verkehr über den neuen Busbahnhof geführt. Aus nördlicher Richtung ist die Stralsunder Straße eine Sackgasse, sie endet am Parkplatz vor der Einmündung zur Schulstraße. Busse können durchfahren.
Die Willy-Brandt-Straße ist eine Sackgasse, die Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben.

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