KeineWochenShow

#97 – Martini und das Meer im Nebel

Sonntag, den 11. November 2018
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Wie ist es eigentlich im November in Binz an der Ostsee? Diese Frage klären wir in der neuen Ausgabe von KeineWochenShow. Auch mit dem Riesenrad auf dem Neuruppiner Martinimarkt werden wir fahren. Wir sind also ein bisschen unterwegs.

Ausführlich sprechen wir aber auch über Oliver Polak, der Jan Böhmermann vorwirft, ein Antisemit zu sein. Ein Vorwurf, der uns sehr verwundert, zumal die Umstände dieses Vorwurfes mehr als merkwürdig sind.
Welche Bedeutung der 9. November für Deutschland hat, ist ebenso ein Thema wie die Football Leaks und die “Sing meinen Song”-Teilnehmer für 2019.

Natürlich gibt es auch wieder ein Probierbier, Promi-Geburtstage und einen CD- und Buchtipp. Das alles und mehr in KeineWochenShow #97 auf Youtube.

RTelenovela

Martini und die Glücksmünzen

Sonntag, den 4. November 2018
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Martinimarkt 2018! Auf dem großen Neuruppiner Jahrmarkt kann man ja so einiges machen. Man kann essen und trinken. Man kann den Magen wieder leeren, in dem man sich in diverse Fahrgeschäfte begibt. Oder man kann spielen.

Wir haben da etwas Spannendes entdeckt. Man bezahlt 5 Euro, dann bekommt man 50 Münzen in einem Becher in die Hand gedrückt. Damit geht man zu einem Automaten. Dort kann man Münzen reinfallen lassen. Macht man das geschickt, dann fällt die Münze auf eine Fläche, und ein Schieber schiebt diese Münze samt der dort schon liegenden Münzen so weit, dass sie auf die untere Fläche fallen. Dort gibt es auch einen Schieber, der schiebt die Münze in den da auch schon vorhandenen Stapel, und im Idealfall fallen weitere München in den Auswurf. Oder, noch besser: Chips mit Punkten.

Stellt man sich einigermaßen clever an – und das haben wir natürlich – bekommt man dadurch immer wieder Münzen zurück, wie in einem Kreislauf. Das Spiel geht immer weiter.
Irgendwann entwickelt man Strategien, wann man wo die Münzen einsetzen muss, damit sich auf den beiden Feldern was tut. Eine gute halbe Stunde haben wir das gespielt, und dass man das mit einem einmaligen Geldeinsatz machen kann, ist erstaunlich.

Wir kamen schließlich auf 9000 Punkte. Ein paar Kleinigkeiten gab es dafür – einen Plüschstern, Stoffwürfel, einen Spielzeugbuddha. Für die schönen, größeren Stofftiere wären mehr als 40.000 Punkte fällig gewesen, und dafür hätten wir noch eine Weile spielen müssen. Das ist dann für die Martinimarkt-Hardcore-Fans, die jeden Tag dorthin kommen.
Allerdings merkt man auch ein bisschen, wie Spielsucht entsteht. Aber wirklich nur ein bisschen.

RTelenovela

Darauf (k)eine Ketwurst

Donnerstag, den 23. August 2018
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Im nächsten Jahr feiert die Ketwurst ihren 40. Geburtstag. Eine Ketwurst besteht aus einer Brühwurst, die in ein längliches Brötchen geschoben wird. In jenes Brötchen wurde zuvor ein langes Loch gebohrt und Ketchup eingefüllt. Erfunden wurde sie in der DDR, genauer: in Ost-Berlin.

In einem Neuruppiner Einkaufszentrum gibt es einen Stand, an dem Ketwurst verkauft wird, und – warum auch immer – ich hatte mal wieder Appetit auf Ketwurst. Der Mann im Wägelchen fragte mich, was ich denn für eine Soße haben wolle. Tatsächlich bot er neben dem üblichen Ketchup weitere Sorten. Worauf ich anmerkte, dass ja die Ketwurst immer mit Ketchup gegessen werde.

Ohje. Daraufhin begann der Ketwurstmann einen langen Vortrag darüber, dass das ja nicht stimme, und es stünde nirgendwo, dass es Ketwurst nur mit Ketchup gäbe. Dabei steht ja das “Ket” für Ketchup. Ich hörte mir den nicht wirklich spannenden, besserwisserischen Vortrag an, kaufte eine Ketchup-Ketwurst und stellte fest, dass sie leider nicht so dolle war. Aber darüber wollte ich dort keinen “Gegen-Vortrag” halten…

RTelenovela

Umzingelt von Baustellen

Montag, den 16. Juli 2018
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Schnell mal durch die Neuruppiner Innenstadt fahren – das findet zurzeit eher nicht statt. Neulich musste ich in die Fontanestadt, um zum Landgericht zu gelangen. Aus Wuthenow kommend fuhr ich über den Seedamm in die Stadt, und gleich fiel mir ein, dass es ja da diese eine Baustelle gibt, wo das Straßenpflaster erneuert wird.

Erster Irrtum: Ich dachte, wenn ich gleich hinterm Seedamm links auf die Seepromenade abbiege, kann ich das Zentrum umfahren. Doch die Straße endet in der Altstadt mit den schmalen Straßen.
Letztlich landete ich vor der Baustelle, die ich umfahren wollte. Die Umleitung führte in die Karl-Marx-Straße, eine der großen Hauptstraßen, und eigentlich dachte ich, ich könnte dann rechts um den Schulplatz rumfahren. Aber da war gesperrt.
Also links um den Schulplatz herum.

Zurück auf der Friedrich-Engels-Straße stand ich bald vor der nächsten Baustelle. Wieder eine Umleitung, und diesmal durch die engsten Altstadtstraßen. Der blanke Wahnsinn, wenn die Umleitung umgeleitet wird und zur nächsten Umleitung führt. Wer soll da eigentlich noch durchsehen?

Nachdem mein Termin beim Landgericht vorüber war, lenkte ich mein Auto vom Gelände runter, bog links ab – und stand vor der nächsten Baustellen-Sackgasse. Da musste ich dann fast schon lachen – während ich umdrehte…

aRTikel

Treue Seele: Ein Engagierter mit Helfersyndrom

Donnerstag, den 21. Juni 2018
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Holger Reinitz aus Sommerfeld mischt bei der Feuerwehr und vielen Festen im Ort mit

MAZ Oberhavel, 21.6.2018

Sommerfeld.
Feuerwehr, Erntefest, Erntedankfeier, Dorffest – Holger Reinitz mischt überall mit. Er hilft bei der Organisation, er macht sich Gedanken, er kümmert sich. Und das macht er gern. „Mir macht das Spaß“, sagt der 63-Jährige aus Sommerfeld. „Und ich finde es äußerst wichtig, dass sich Leute engagieren.“

Seit 2007 ist er Vorsitzender des Kameradschaftsvereins der Freiwilligen Feuerwehr in Beetz-Sommerfeld. „Dabei war ich nie aktiver Feuerwehrmann“, sagt er und schmunzelt. „Ich hatte aber die ganze Zeit immer irgendwelche Verbindungen dorthin.“ Als der Verein 1997 gegründet worden ist, trat er ein. „Irgendwann war ich im Vorstand, und als Werner Pritzkow als Vorsitzender aufgehört hat, habe ich den Vorsitz übernommen.“ Man musste ihn nicht lange bitten. „Ich habe so ein bisschen ein Helfersyndrom“, gibt er lächelnd zu.
Im Verein kümmert er sich um Feierlichkeiten oder um finanzielle Unterstützungen für die aktive Wehr. Dabei geht es natürlich auch immer um die Frage, ob spezielle Wünsche nicht eher vom Träger der Feuerwehr, der Stadt Kremmen, bezahlt werden müssten. Das werde dann immer geprüft.

Auch beim Erntefest mischt er mit – seit 15 Jahren. „Ich bin in der Gruppe, die sich um Ordnung, Sicherheit und Technik kümmert“, erzählt Holger Reinitz. „Das geht eigentlich das ganze Jahr durch. Das sind sechs bis sieben Leute, die sich da immer treffen, im Winter seltener, später dann wieder öfter.“ Da müssten viele Absprachen getroffen werden. „Inzwischen kenne ich mich ganz gut mit dem Wirtschaftshof aus.“
Auch was die Feste in Sommerfeld angeht, kümmert er sich gemeinsam mit vielen anderen Helfern. „Der Weihnachtsmarkt zum Beispiel, der läuft über Kirche, da verzahnt sich dann auch einiges, zum Beispiel eben mit der Feuerwehr. Als Verein machen wir da auch eine Menge.“ Der Feuerwehrverein ist auch in die Organisation des Beetzer Erntedankfestes involviert. „Das fand ja vorher auf dem Acker neben meinem Grundstück statt.“ Inzwischen wird es direkt an der Beetzer Kirche gefeiert. „Es gibt ja Leute, die sagen: Wie kannst du mit der Kirche zusammenarbeiten? Ich bin der Letzte, der einen kirchlichen Glauben hat. Aber ich verstehe mich gut mit dem Pfarrer. Und es geht ja darum, zu einem Erfolg zu kommen. Welche Meinung dahinter steht, ist dann eigentlich egal.“ Wichtig sei, etwas für die Gesellschaft zu tun. „Das ist eine Motivation für mich.“

Holger Reinitz stammt eigentlich aus Rheinsberg (Kreis Ostprignitz-Ruppin). Später lebte er einige Zeit südlich von Berlin. Er wurde Lehrer, wechselte dann nach Neuruppin, ging dort an das „Haus der jungen Forscher“. 1982 zog er mit seiner Frau nach Sommerfeld. Rund um die Wende engagierte er sich als Gemeindevertreter. Nach dem Zusammenschluss mit Kremmen reichten aber die Wählerstimmen für eine Teilnahme am Stadtparlament oder Ortsbeirat nicht mehr aus. Er nimmt es gelassen.

Zuletzt arbeitete er als Mathematik- und Physiklehrer an der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Seit Februar dieses Jahres ist er Rentner. Im Schulförderverein ist er aber auch immer noch aktiv. „Tja, Rente. Ich weiß nicht, wie ich es früher geschafft habe, noch zur Schule zu gehen“, sagt er über seine vielen Aktivitäten und schmunzelt wieder. Aber inzwischen ist auch mehr Zeit für die Enkel da – und für seine Zuckertüten-Sammlung. Holger Reinitz sammelt die kleinen Tütchen, die man in Restaurants zu einem Kaffee dazu bekommt. Etwa 15 000  Exemplare davon hat er schon – allerdings kommt der Zucker weg, bevor er die Tüten einsortiert.

KeineWochenShow

#73 – Mit besten Grüßen

Sonntag, den 27. Mai 2018
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Es gibt auch in Folge 73 von KeineWochenShow wieder eine echte Premiere. Denn das Probierbier in dieser Folge ging an der Gartentür. Ein Zuschauer unserer Sendung hat die Flasche dort – nebst Kärtchen und “Mit besten Grüßen” dort hinterlassen.

Ansonsten feiern wir den DFB-Pokal-Sieg von Eintracht Frankfurt und den Turniersieg von Tennisspieler Rudi Molleker aus Oranienburg. Wir wundern uns, dass Sascha Hehn jetzt erst aufgefallen ist, dass das Niveau auf dem “Traumschiff” ziemlich gesunken ist. Wir freuen uns mit den Neuruppinern, dass sie vom Bombenalarm verschont blieben.
Wir nehmen Abschied von Radiostar Jürgen Jürgens und vom Berliner Theater am Kurfürstendamm.

Das und mehr in Folge #73 von KeineWochenShow auf YouTube.

RTelenovela

Ronald bringt’s

Sonntag, den 29. April 2018
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Bei McDonald’s denken sie, es bringt etwas, wenn sie am Service arbeiten. In vielen Filialen herrscht ein sichtbarer Besucherschwund.
Jetzt hat man sich was ganz Neues ausgedacht, und in Neuruppin habe ich das neulich erstmals erlebt.
Ich stehe an der Kasse, bestelle, bezahle. Normalerweise steht man dann ein bisschen rum und wartet darauf, dass die Bestellung zusammengestellt und rausgegeben wird. Diesmal aber sagte die Frau hinterm Tresen: “Setzen Sie sich schon mal hin!”
Ein bisschen verwundert suchte ich mir einen Platz, ich bekam auch ein Plastikteil mit einer großen Nummer mit.

Ich dachte, irgendwann wird das Plastikding vibrieren oder so. Aber nein, plötzlich stand eine junge Frau mit einem Tablett neben mir und brachte mein Essen.
Das scheint die neue Masche im Schnellrestaurant zu sein: So zu tun, als sei man ein richtiges Restaurant.

Aber dass das Essen bisher nicht gebracht wurde, ist nicht der Grund, warum weniger Leute hingehen. Wenn das Essen besser wäre und nicht immer mehr in Warmhalteschubladen gelegt und später zusammengehauen wird, schmeckt es nun mal nicht besser. Und das merken die Leute und bleiben weg.
Also, liebe McDonald’s-Leute: Arbeiten lieber an der Qualität der Speisen!